Liebe Cashkurs-Community, die Rubrik „CK*WS – Cashkurs*Wirtschaftsfacts" ist seit dem 29. Januar 2013 neu auf Cashkurs verfügbar. In dieser Rubrik präsentieren wir Ihnen die Fortführung der vorherigen Internetpräsenz Wirtschaftsfacts.de. Wir freuen uns, Ihnen die Inhalte in der neuen Rubrik „CK-WF – Cashkurs*Wirtschaftsfacts“ hier an dieser Stelle zur Verfügung stellen zu können und wünschen viel Spaß beim Lesen der Beiträge.
22.05.2013Kommentare 0Wird Glass/Steagall wieder eingeführt?

In führende Köpfe der US-Politik scheint langsam einzuziehen, dass die im Jahr 1999 erfolgte Abschaffung des Glass/Steagall Gesetzes durch Ex-Präsident Bill Clinton ein großer Fehler gewesen ist. Nicht nur auf Ebene einiger Bundesstaaten, sondern auch im US-Kongress wurde nun ein Gesetzesantrag eingebracht, der im Fall seiner Verabschiedung wieder ein Trennbankensystem in den USA einführen würde. Bitter notwendig scheint das, damit Großbanken Steuerzahler und Gesellschaft nicht mehr als Geisel nehmen können, wenn sie erneut vor einem Kollaps...
21.05.2013Kommentare 1Anadarko Flash Crash wirft neue Fragen auf

Der Hochfrequenzcomputerhandel sorgte am Freitagnachmittag für neue Kapriolen, nachdem durch einen Flash Crash fast der gesamte Marktwert der im S&P 500 gelisteten Öl- und Explorationsfirma Anadarko Petroleum für einen kurzen Zeitraum ausgelöscht wurde. Man muss sich vorstellen, dass sich $45 Milliarden an Marktkapitalisierung nach einem Sturz auf 1 Cent einfach in Luft auflösten, bevor ein sich anschließender Rebound den Crash egalisierte. Was hat so etwas noch mit Investieren zu tun? Und finden solche Attacken gezielt statt, um so...
21.05.2013Kommentare 2Japan: Nervosität in Tokioter Regierung wächst

Langsam dämmert es wohl der Tokioter Regierung, dass ihr an der Bondfront großes Ungemach droht. Anders lassen sich die Aussagen sowohl des Finanz- als auch des Wirtschaftsministers nicht interpretieren, die vor Gefahren durch anhaltende Renditeanstiege warnen. Enormen Problemen sehen sich vor allem Japans Banken ausgesetzt, die aktives Hedging ihrer JGB-Positionen über die Derivatemärkte betrieben haben. Wohl nicht von ungefähr erfolgte der nächste Gold- und Silberrutsch am Montag erneut über die asiatischen Märkte. Hier scheint eine Reihe...
17.05.2013Kommentare 3AEI regt zu Fed-Zerschlagung an; Holder rudert zurück

Ein Bericht, zwei Themen. Das American Enterprise Institute (AEI) regt dazu an, sich nicht nur auf eine Zerschlagung der TBTF-Banken zu konzentrieren, sondern die Fed gleich mit abzuwickeln. Oh ha, na also, geht doch. Unterdessen rudert der politisch stark unter Druck stehende US-Justizminister Eric Holder zurück, indem er seine Aussagen zu „Too big to jail banks“ relativierte. Nun, wie schön, dass doch noch Realitätssinn in die Köpfe einzieht. Nachdem der langjährige Präsident der Caja Madrid in Haft genommen wurde, mehren sich die...
17.05.2013Kommentare 5USA: Erwartungen vs. Fakten

Es lohnt sich, einen näheren Blick auf die in dieser Woche publizierten Wirtschaftsdaten in den USA zu werfen. Während sich die Clowns auf CNBC vor lauter Wirtschaftsoptimismus auf die Schulter schlagen und wieder einmal dem trügerischen Glauben aufsitzen, dass „sichere“ Aktien nur noch steigen können, malen die harten Daten ein gänzlich anderes Bild der unterliegenden Aktivitäten in den Vereinigten Staaten. Einige Indikatoren hatten sich schon in der Vergangenheit als brauchbar erwiesen, um wirtschaftliches Ungemach relativ frühzeitig zu...
16.05.2013Kommentare 0Griechenland: Spekulation blüht trotz 6 Jahren Depression

Griechenlands ausstehende Staatschulden befinden sich nach dem Schuldenschnitt im letzten Jahr nun fast gänzlich in Staatshänden. Trotz einer ins sechste Jahr gehenden Wirtschaftsdepression und Arbeitslosenquoten fern ab von gut und böse, ist die Spekulation am heimischen Finanzmarkt wieder stark am Aufblühen. Trotz gegenteiliger Vereinbarungen mit der Troika sträubt sich das Land weiterhin, seinen überbordenden Staatssektor zu stutzen – auf Kosten der Privatwirtschaft, die unter massivem Arbeitsplatzabbau und zu hohen Steuern ächzt.
16.05.2013Kommentare 0USD kratzt am Ausbruch? Sorgen im Advisory Committee

Das Investor Advisory Committee on Financial Markets ist mit einem vierteljährlich tagenden Debattierclub zu vergleichen. Wenn sich der Präsident der Fed of New York mit den Spitzen der führenden Kapitalverwalter des Landes trifft, dreht sich alles um die Einschätzung zu den zukünftigen Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Laut dem veröffentlichten Protokoll zur letzten Sitzung scheint die relative Stärke des USD den Teilnehmern Sorgenfalten in Stirn zu treiben. Es gibt auch eine Reihe von anderen Dingen, die zu einem Game Changer an den...
15.05.2013Kommentare 0Stahlriese Mittal ruft EU zu Protektionismus auf

Nicht nur die globale Nachfrage nach Rohöl oder Basismetallen bleibt unter Druck, sondern auch der Stahlsektor hat mit einer rückläufigen Weltnachfrage zu kämpfen. Die Gewinne unter Chinas Stahlfirmen brachen im Gesamtjahr 2012 um 98% (!) ein. Der zu verteilende Kuchen im Sektor wird auf Basis rückläufiger Aktivitäten in der Weltwirtschaft immer kleiner. Resultat ist, dass sich Mittal Steel anmaßt, die EU zum Aufbau von Handelsschranken und protektionistischen Maßnahmen im Wettbewerb mit China aufzufordern. Sei gegrüßt globaler Währungskrieg!
15.05.2013Kommentare 8Japan: Lunte an den JGBs brennt!

Die Welle solange reiten, solange sie rockt. Dies scheint zurzeit das Motto an einigen Märkten für riskante Vermögenswerte in der Welt zu sein. Ermuntert durch eine unverantwortliche Geldpolitik der Notenbanken droht die Spekulation an den Finanzmärkten vollends aus dem Ruder zu laufen. Regierungen und Notenbanken haben dem Moral Hazard durch ihre Geldpolitik Tür und Tor geöffnet, immens hohe Risiken werden ausgeblendet in der Erwartung, dass die Steuerzahler ein weiteres Mal einspringen, wenn auch diese Geschichte böse enden wird. Doch daraus...
14.05.2013Kommentare 3Niederlandes Häuserbust beschleunigt sich

Während der Fokus vieler Beobachter momentan verstärkt auf dem wirtschaftlichen Niedergang Frankreichs ruht, spielt sich in den Niederlanden bereits ein sich stetig entfaltendes Drama ab, dessen Plot natürlich auf dem sich beschleunigenden Bust an den heimischen Häusermärkten beruht. Damit befinden sich bereits zwei wichtige Kernländer der Eurozone in einer ökonomischen Malaise, deren Ausgang gewiss über die Überlebensfähigkeit des Euro mit entscheiden wird.
14.05.2013Kommentare 1USA: Strukturierte Finanzprodukte feiern Revival

Ganz so, als ob strukturierte Finanzprodukte nicht zum Ausbruch der größten Finanzkrise seit den 1930iger Jahren beigetragen hätten, sind Banken wieder munter dabei, Produkte dieser Art aufzulegen und zu vertreiben. Niemand outet sich als Politik-Basher, der dieses politische Versagen offen benennt und auf den Punkt bringt. Anstatt Banken diese Geschäfte ein für allemal zu verbieten, beugt sich die Politik trotz aller Ereignisse den Finanzlobbies, während Präsident Obama nichts Besseres zu tun hat, als Banken erneut zu einer Kreditvergabe an...
13.05.2013Kommentare 9Orakelnde Goldmänner

Sprechen Leute von „gefakten“ Märkten, so lässt sich dieser Vorwurf vielleicht auch anhand der in den letzten Monaten durch Goldman Sachs getätigten Aussagen und Prognosen manifestieren. Es gibt zurzeit anscheinend nichts, was Goldman nicht mit nahezu 100%iger Treffsicherheit voraussagen könnte. Schon komisch, heißt es doch allgemein, dass sich die Zukunft von niemandem vorhersagen lässt. An freien Märkten wäre so etwas auch nicht möglich – an Märkten, die nur noch von Interventionen leben, aber schon.
13.05.2013Kommentare 0Furcht vor neuem USD-Bullenmarkt

Geht der USD in einen neuen Bullenmarkt über, wird die Welt ganz sicher nichts zu lachen haben. Die Konsequenzen dürften fatal sein, nachdem sich bereits in den letzten Monaten ein stetig wachsendes Volumen an Auslandskapital aus den Schwellenländern verabschiedete. Sollte sich dieser Trend intensivieren, wird es weltweit zum Platzen von Kreditblasen kommen, mit denen der Ausbruch von regionalen Krisen verbunden sein dürfte. Ein Blick auf die Bewegungen an den Devisenmärkten zeigt, wie verrückt dieser Markt durch die sich intensivierenden...
10.05.2013Kommentare 12Mach´s noch ein letztes Mal, Ben

Es gab einige Leserfragen zu den Aktienmärkten und dem Gespräch mit Alasdair MacLeod, worauf ich zum Abschluss dieser Woche gerne eingehen möchte. Nun, da die nächste und wahrscheinlich letzte Echo-Blase aufgepumpt wurde, lohnt es sich durchaus, einige Aspekte nochmals zu betrachten. Am Ende der Geschichte wird man uns ein weiteres Mal erzählen, dass niemand dazu in der Lage gewesen sei, es kommen zu sehen.
10.05.2013Kommentare 0Yen durchbricht magische Marke

Der Yen hat die Marke 100 zum USD gestern also nach unten durchbrochen. In den letzten Interviews ging es nicht nur darum, wann und ob das passieren wird, sondern auch darum, wie die daraus resultierenden Konsequenzen aussehen könnten. Eine sich beschleunigende Flucht aus dem Yen, die wohl mit Ausbruch einer nationalen Schuldenkrise verbunden wäre, rückt näher. Abgesehen davon, dass eine Währungskrise die Handels- und Boykottpolitik der japanischen Nachbarn noch verschärfen dürfte. Kyle Bass bekräftigte gestern erneut seine Aussage, dass Japan...
08.05.2013Kommentare 3Italien: Schon droht Berlusconi mit Koalitionsbruch

Die Possen um die Präsidentschaftswahlen in Italien wussten zumindest gut zu amüsieren. Schließlich ging daraus nach zig fehlgeschlagenen Wahlgängen notgedrungen der alte Amtsinhaber Napolitano hervor, was in der Folge zum zwangsweisen Schulterschluss zwischen Mitte-Links und Mitte-Rechts unter einem politischen Ausschluss von Beppe Grillos 5 Star Movement führte. Grillos Position scheint allerdings komfortabler denn je, braucht er sich doch nur zurückzulehnen, um auf ein Platzen dieser Koalition zu warten. Und Berlusconi sorgt dafür, dass...
08.05.2013Kommentare 2China: Smart Money strebt dem Ausgang entgegen

Folgt man den Entwicklungen an den Finanzmärkten, sollte man stets ein Auge auf den Kapitalfluss in der Welt werfen. Interessant ist, was sich schon seit einiger Zeit in China beobachten lässt. Dort verabschiedet sich das so genannte Smart Money aus dem Land, die USD-Nachfrage nimmt weiterhin deutlich zu. Chinas Vermögenshalter haben kein Vertrauen mehr in die Entwicklung ihrer Wirtschaft, wofür eine ganze Reihe von Gründen aufgezählt wird. Kein Wunder, dass viele vorhaben, das Land zu verlassen. Lassen Sie sich den Artikel...
07.05.2013Kommentare 0Bitcoins: Wachsende Begehrlichkeiten unter Regierungen

Dass es nicht mehr lange dauern würde, bis die zuletzt zu beobachtenden Bitcoin-Kapriolen auf reges Interesse unter Staatsregierungen stoßen würden, ließ sich durchaus vorhersehen. Kanada schreitet voran, um den Handel mit Bitcoins und deren allgemeine Nutzung auf verschiedene Arten zu besteuern. In diesem Zuge wird es wohl auch zu einer unausweichlichen Aushöhlung der Anonymität der Bitcoin-Nutzer kommen – eine Entwicklung, die der ursprünglichen Idee der elektronischen Währung diametral entgegensteht.
07.05.2013Kommentare 0Australien eröffnet nächste Runde im Währungskrieg

Der nächste Move im globalen Währungskrieg folgte heute Morgen, indem die Reserve Bank of Australia (RBA) ihren Leitzins ohne Vorankündigung um 25 Basispunkte auf ein Rekordtief von 2,75% absenkte. Überraschend kommt diese Entscheidung für unsere Leser nicht, denn auch in Südkorea und anderen Staaten der Region dürften ähnliche Schritte bald folgen, um sich gegen den schwachen Yen und sinkende Exporte zu stemmen. In Australien kommt hinzu, dass sich Industrieproduktion, neue Auftragseingänge und Exporte im freien Fall befinden. Macht sich...
06.05.2013Kommentare 5CK*wirtschaftsfacts fragt: Alasdair MacLeod antwortet

Alasdair MacLeod begann seine Karriere im Jahr 1970 als Aktienhändler an der London Stock Exchange (LSE). In der Folge war er in leitender Position im Investmentbanking, als Manager eines Mutual Fonds und als Direktor einer Bank auf Guernsey tätig. Heute ist er Herausgeber von Finance and Economics. Ich unterhielt mich mit ihm darüber, ob Aktieninvestitionen in der heutigen Zeit eine gute Absicherung gegen Systemrisiken bilden und welche Gefahren aus außerbilanziell gehaltenen Positionen von Regierungen und Banken resultieren. ...
06.05.2013Kommentare 0CK*wirtschaftsfacts talks to Alasdair MacLeod

Alasdair started his career as a stockbroker in 1970 on the London Stock Exchange. Subsequently, Alasdair held positions at director level in investment management, and worked as a mutual fund manager. He also worked at a bank in Guernsey as an executive director. He told me that governments and Keynesians need the money in order to pay their bills. It would be the only reason why money is printed. It is just as simple as that. Are equities a good investment to hedge against systemic risk? Listen to the podcast… Interview with Alasdair...
06.05.2013Kommentare 1Stark wachsende Risiken durch Interventionismus

Immer mehr Investoren erkennen, dass Investieren auf Basis der gängigen Modelle nicht mehr funktioniert. Nicht nur Hedgefonds-Legenden wie Stanley Druckenmiller warfen bereits das Handtuch, sondern auch Bondkönig Bill Gross teilte nun mit, dass Anleger sich verabschieden und einfach nach Hause gehen sollten. Denn an einem Markt, an dem nicht mehr nach fairen Regeln gespielt werde, müsse man sich auch nicht mehr beteiligen. Genau dieser Aspekt reflektiert einen Teil unserer Ansicht in den letzten Jahren.
03.05.2013Kommentare 4Negativer EZB-Einlagenzinssatz könnte fatale Folgen haben

Negative Zinsen auf die Einlagenfazilität der Geschäftsbanken werden wahrscheinlich genau den gegenteiligen Effekt zur Folge haben, den die EZB anstrebt. Nicht nur würde Europas Banken über Nacht eine bislang als sicher geltende Gewinn- und Ertragsquelle gekappt, sondern viel schlimmer ist, dass der Versicherungssektor ins Wanken geraten dürfte. Anstatt die Kreditgeber zu zwingen, mehr Kredite an Unternehmen und Verbraucher zu vergeben, könnte der gegenteilige Effekt einer sich dynamisierenden Deflationsspirale das Resultat sein.
03.05.2013Kommentare 0Australien: Industrieproduktion kollabiert

In Australien weisen die PMI-Indizes im Monat April im Sektor der Industrieproduktion auf einen Absturz hin, in dessen Zuge sich durchaus von einem Kollaps sprechen lässt. Darüber hinaus befinden sich fast alle Subindizes im freien Fall. Neben dem bevorstehenden Bust an den Häusermärkten, wird Down Under nun zusätzlich durch ein Auslaufen des Superzyklus im Rohstoffsektor eingeholt. Massive Entlassungswellen dürften schon bald die Folge sein. Ein weiterer Hinweis, auf welche Weise sich die Aktienmärkte von der Realwirtschaft entkoppelt haben.
03.05.2013Kommentare 0Japan im Zeichen des Wandels

Nachdem ich bereits im ersten Teil dieser Serie auf strukturelle Veränderungen in der japanischen Börsenlandschaft einging, kam am 30. April der nächste Rundumschlag an dem seit Januar 2013 unter „Japan Exchange Group (JPX)“ firmierenden Zusammenschluss zwischen der den japanischen Kassamarkt beherrschenden Tokyo Stock Exchange und der das japanische Derivategeschäft beherrschenden Osaka Securities Exchange, und zwar diesmal im Personalbereich. Lassen Sie sich den Beitrag vorlesen - hier geht es zur Audiodatei
02.05.2013Kommentare 2US-Wirtschaftsdaten sind mit Vorsicht zu genießen

Die in dieser Woche gemeldeten Wirtschaftsdaten aus den USA reihen sich – mit Ausnahme des S&P Case/Shiller Hauspreisindex – nahtlos ein in die sich mehrenden Hinweise, dass sich das Wachstum der US-Wirtschaft merklich abkühlt. Die erste Schrumpfung des ISM-Index für die Region Chicago seit dreieinhalb Jahren sollten Anleger mit äußerster Vorsicht genießen. Nicht selten erwies sich das Barometer in den Jahren zuvor als Frühindikator für eine möglicherweise einsetzende Rezession.
02.05.2013Kommentare 1Bank of Israel will stärker am Aktienmarkt mitmischen

Zentralbanken sind rund um die Welt auf der Suche nach Investmentalternativen zu ihren gehaltenen Bondpositionen, wie die Bank of Israel bekannt gab. Aus diesem Grund investierten Notenbanken einen wachsenden Teil ihrer Reserven in Aktien. Wie das wohl enden wird, haben wir gerade anhand der Entwicklung im Goldsektor gesehen, da Bürokraten nun einmal zu den schlechtesten Market Timern gehören.
30.04.2013Kommentare 1Deutliche Abkühlung in Singapur, Taiwan & Südkorea

In Asien kühlt sich die Wirtschaft weiter ab. Wie sich zeigt, fließt auch ein Großteil der japanischen Überschussliquidität in Spekulationsgeschäfte, der Wirtschaft hilft dieses Kapital kaum auf die Beine. Nach 20 Jahren Deflation haben weder Regierung noch BoJ etwas dazu gelernt. So verwundert es kaum, dass die Wirtschaftsdaten den Erwartungen nicht standhalten können. Neue Zahlen aus Südkorea, Taiwan und Singapur geben wenig Anlass zu Euphorie, denn hier kühlen sich die Aktivitäten merklich ab.
30.04.2013Kommentare 6CK*wirtschaftsfacts fragt: Peter Babucke antwortet

An den Märkten seien aus einer gewissen Verzweiflung heraus sehr, sehr starke manipulative Kräfte am Werk. Einer Eindämmung der globalen Schuldenkrise sei mit konventionellen Mitteln nicht mehr beizukommen. Mit Peter Babucke, Derivatehändler an der Tokio Stock Exchange (TSE), unterhielt ich mich gestern über Abenomics, Japan, die JGB- und Derivatemärkte, verzweifelte Zentralplaner sowie den Unterschied zwischen Kapitalismus, staatlichem Interventionismus und Finanzfaschismus. Allen Lesern viel Spaß beim Zuhören!
29.04.2013Kommentare 3Notenbanken: Größte Verlierer nach Goldpreisrutsch

Wer hat nach dem Goldpreisrutsch den Hut für die schlechteste Investmentstrategie auf, liebe Leser? Ganz recht, es sind die Zentralbanken, die dem Goldrausch verfielen, und sich zu Höchstkursen bei gleichzeitigen Rekordkäufen mit dem gelben Metall eindeckten. Sind das die Notenbanken, die alles „wissen“ und die Finanzmärkte im Alleingang „kontrollieren“, ja? Wer das glaubt, sollte über diese fragwürdige These zweimal nachdenken, nachdem Notenbanken seit September 2011 etwa $550 Milliarden in den Sand gesetzt haben. Andere Daten zeigen, dass...
29.04.2013Kommentare 0Japans Deflation verschärft sich: Abenomics, wie weiter?

Wer es mit ein wenig Humor nimmt, könnte sich fast über die am Freitag gemeldeten Daten aus Japan amüsieren. Dort hat sich die Deflation im März im Vergleich mit dem Vorjahr weiter verschärft – die Preisrückgänge erreichten ein 3-Jahres-Hoch. Wie setzt sich das Spiel mit der Brechstange fort? Trotz einer massiven Yen-Abwertung von in der Spitze 22% gegenüber dem USD ist die Handelsbilanz des auf einer Rasierklinge wandelnden Landes immer noch tief rot, während die japanischen Preise auf Jahresbasis weiter sinken. Ganz so unverhofft kommt das...
26.04.2013Kommentare 8Offiziell: Notenbanken stützen Aktienmärkte durch Käufe

Die unsichtbare Hand unter den Aktienkursen ist nun offiziell enttarnt und trägt den Namen Zentralbanken. Man muss sich nicht wundern, auch die „Wirtschaftswoche“ titelte zuletzt in einem exzellenten Bericht vom Ende der freien Märkte. Für Anleger sind diese Enthüllungen kein Grund zur Freude, denn in dem Move der Notenbanken drückt sich die pure Verzweiflung mit Blick auf deren Versuche zur Systemstabilisierung aus. Kippen die Aktienmärkte nach unten weg, wird es wohl kaum mehr ausreichend Käufer geben, um eine Welle von Verkäufen...
26.04.2013Kommentare 2U.S. Bond-Bombe vor Hochgehen? – Goldman warnt

Vielleicht erinnern sich manche an meine Berichte zur Beobachtung steigender US-Zinsen vor der Geldflutung durch die BoJ? Frage war, wann wird die Fed folgen? Nachdem Obama Japans Premier Abe bei dessen US-Besuch wohl den Einstieg in Treasuries schmackhaft machte, konnte sich die Lage wieder etwas beruhigen. Doch ist es nur die Ruhe vor dem Sturm? Laut Goldman stehen langläufige Treasury Bonds vor einem Rutsch. Die Zinsen auf 10-jährige sollen schon in 2014 bei mindestens 3% liegen. Laut Experten stehe die Fed kurz vor einer Leitzinsanhebung.
25.04.2013Kommentare 9EU: Tja, so was kommt von so was…!

Die Bevölkerungen 6 großer Länder Europas verschaffen der EU laut Eurobarometer Umfragewerte des Grauens. Laut EU-Kommissionspräsident Barroso sei der Traum von Europa durch populistische und nationalistische Kräfte bedroht. Tja, wie kommt das wohl? Vielleicht sollte sich Barroso die Frage stellen, ob die Bürger seine „alternativlose“ Politik nicht satt haben. Stellen Sie sich vor, eine ehedem solide funktionierende Firma sei nach Art Barrosos in den Ruin gewirtschaftet worden. Würden deren Entscheider nicht lange schon durch die Aktionäre...
24.04.2013Kommentare 1EU droht Fed mit protektionistischem Vergeltungsschlag

Währungskriege gibt es offiziell nicht. Um es mit Mario Draghis Worten zu sagen, sei es umso besser, desto weniger man über dieses Thema in der Öffentlichkeit spreche. Schauen Sie sich die Dinge an, die sich in der Welt entwickeln: jetzt droht die EU Fed-Chef Bernanke mit einem protektionistischen Vergeltungsschlag, falls die Aufsicht über in den USA aktive Einheiten europäischer Banken verschärft werden sollte. Im Ostchinesischen Meer dringen chinesische Kriegsschiffe in japanische Gewässer ein. Japans Premier Abe warnt vor drastischen...
24.04.2013Kommentare 6Apple: Gähn, Wachstumsstory ist durch

Die nachbörsliche Achterbahnfahrt hat gezeigt, dass Apple nicht dazu in der Lage war, Analysten und Anleger durch Taschenspielertricks wie der Bekanntgabe einer Dividendenerhöhung und einem Aktienrückkaufprogramm aufs Glatteis zu führen. Denn Apples gestern nachbörslich gemeldete Quartalszahlen haben gezeigt, dass es mit der Wachstumsstory des Unternehmens vorbei zu sein scheint. Inwieweit daraus ein Value Player entsteht, wird sich zeigen, wenn sich globale Nachfrage und Preise reduzieren sollten.
23.04.2013Kommentare 10CK*wirtschaftsfacts fragt: Harald Schumann antwortet

Harald Schumann ist preisgekrönter Wirtschaftsjournalist, Buchautor, Dokumentarfilmer und Tagesspiegel-Redakteur. In einem 32:00 minütigen Audiointerview unterhielt ich mich mit ihm über die Entwicklungen in der Eurozone, das globale Geldsystem, Bankenrettungen, den Ausblick auf staatlich erzwungene Vermögensabgaben und andere gesellschaftliche Entwicklungen. Allen Lesern viel Spaß beim Zuhören!
23.04.2013Kommentare 2Südafrika: Wäre doch nicht das Stromproblem…

Massive Energieversorgungsprobleme, eine kontinuierlich sinkende Minenproduktion, nicht enden wollende Streikwellen unter Arbeitnehmern und eine extrem hohe Arbeitslosigkeit stellen Südafrika in den nächsten Jahren vor enorme Herausforderungen. Zum wiederholten Male stößt die nationale Stromgesellschaft Eskom an ihre Versorgungsgrenzen und warnte davor, dass es in diesem Winter zu den schlimmsten Stromausfällen in den letzten fünf Jahren kommen könnte. Dass diese Warnung nicht spurlos am Rand und heimischen Minenwerten vorübergeht, ist...
22.04.2013Kommentare 0Brasilien: Inflationszeche wird fällig

In Brasilien wächst die Erkenntnis, dass die zu hohe Inflation sich mehr und mehr als abträglich für das Wachstum der heimischen Wirtschaft erweist. Aus diesem Grund hob die Banco do Brasil in der letzten Woche doch recht überraschend ihren Leitzins an. Um einer weiteren Aufwertung des Real entgegen zu wirken und die heimische Exportwirtschaft stärker abzuschotten, könnte das südamerikanische Land zu neuen protektionistischen Maßnahmen greifen, um große Kapitalströme aus dem Ausland abzuwehren.
22.04.2013Kommentare 7„Kranke Leute“: Auszug aus Phili Fed Konferenz rockt Amerika

Fractional Reserve Banking vor dem Ende? Ein Video sorgt in den USA für neuen Aufruhr. Die Abschaffung von Glass/Steagall sei eine wirklich sehr, sehr zynische Tat von Clinton, Rubin, Summers & Co. gewesen, die ein großes Eigeninteresse mit Blick auf die daraus resultierende Deregulierung der Finanzmärkte hegten. Diese Sauerei erst einmal angerichtet, sollten ausgerechnet sie es sein, die das Chaos nach der Wahl Obamas aufräumen sollten – eine Ansicht, die wir auf wirtschaftsfacts seit unserem Bestehen vertraten. Wichtig sei es, die...
19.04.2013Kommentare 3Ölmärkte: Wohin des Weges?

Wo ist der Boden für Crude Oil? Diese Frage stellt man sich an den Finanzmärkten nach den herben Verlusten in den letzten Tagen und Wochen natürlich ganz besonders. Denn wie auch einige wichtige Basismetalle wie zum Beispiel Kupfer erweisen sich die Ölmärkte als aufschlussreiche Indikatoren, wo es mit der Weltwirtschaft hingehen dürfte. Wie zuletzt publizierte Daten der WTO, die neuerlichen Prognosesenkungen des IWF und eine sich verschlechternde Lage in den BRICS-Ländern zeigen, sollte man zurzeit nicht allzu viel Euphorie vorherrschen...
19.04.2013Kommentare 0IBM enttäuscht –Tech-Aktien, wie weiter?

Ich hatte Sie auf eine durchwachsene und womöglich enttäuschende Berichtssaison vorbereitet. Die gestern Abend nachbörslich gemeldeten Ergebnisse von IBM könnten sich als Game Changer an den Aktienmärkten erweisen. Afterhours gab Big Blue nach einem doch deutlich hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Ergebnis um mehr als 4% nach – sollte sich das im heutigen Handel fortsetzen, wäre es kein gutes Omen für die absehbare Entwicklung. Eine Crestmont P/E Ratio von 22,1 im S&P scheint sich wie erwartet als Wolkenkuckucksheim zu entpuppen....
18.04.2013Kommentare 3Zypern: Wir wollen nicht zu einer EU-Kolonie werden

Dass Zyperns Parlament überhaupt nicht über den EU-Bailout abstimmen sollte, gibt einmal mehr Aufschluss über das „Demokratieverständnis“, das unter Brüsseler Politbüroapparatschiks immer offener zutage tritt. Doch so wird es nicht laufen. Zu empfehlen wäre den Abgeordneten, den Bailout Goodbye zu küssen, der Troika die Tür zu weisen, kein Gramm der eigenen Goldreserven zu verkaufen, den Zahlungsausfall zu erklären, aus dem Euro-Club auszutreten und außerhalb der Eurozone die heimische Wirtschaft zu restrukturieren.
18.04.2013Kommentare 1Siehe da, Russland bereits in Rezession?

Nach dem großen Rohstoffabverkauf wird es Zeit, sich einmal anzuschauen, was denn gerade in den hoch gelobten BRICS-Ländern so los ist. Ich möchte mich heute Russland widmen, und siehe da, ranghohe Offizielle teilen mit, dass sich das Land wohl bereits in einer Rezession befinde. So ist das eben, wenn man sich blind darauf verlässt, dass die Öl- und Metallpreise ewig steigen werden. Russland hat es auch nach dem Absturz in 2008 nicht geschafft, seine Wirtschaft zu modernisieren und unabhängiger von Rohstoffexporten zu machen. Die Quittung...
17.04.2013Kommentare 16Es gibt keinen „Free Lunch“ in der Welt

Ich hatte seit März auf Divergenzen an den Aktien- und Rohstoffmärkten hingewiesen. Die Basis- und Edelmetallmärkte hat es bereits heftig erwischt – der Sell Off fiel in entsprechender Weise aus, dürfte sich unter Basismetallen wohl fortsetzen. Die Ölmärkte sehen angeschlagen aus. Sind Big Boys am Werk? Indirekt wohl schon, weil Positionen glattgestellt und teils zwangsliquidiert werden. Bedenken Sie, dass Märkte für riskante Vermögenswerte wie stets zuvor durch billiges Kreditgeld aufgepumpt wurden. Und daraus resultieren zu gegebenem...
17.04.2013Kommentare 2Staatliche Einlagensicherung: tatsächlich?

Ich möchte durch Verweis auf ein sehr interessantes Interview heute noch einmal auf Fractional Reserve Banking, Aufhebung des Trennbankensystems, umlaufendes Kreditgeld, das in seiner schieren Höhe und nachweisbar niemals zurückbezahlt werden kann sowie den Verlust von wichtigen Instinkten, wenn es um die Sicherheit von Ersparnissen bzw. Vermögen auf Bankkonten geht, eingehen. Im Vordergrund steht hierbei die staatliche Einlagensicherung für Bankanlagen bis zu einer gewissen Höhe, die Sparer und Konteninhaber in einer trügerischen Sicherheit...
16.04.2013Kommentare 9CK*wirtschaftsfacts fragt: Dr. Heiner Flassbeck antwortet

In Deutschland halten sich alle die Augen und Ohren zu, wie mir Prof. Dr. Heiner Flassbeck, Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen a.D. und ehemals Chef-Ökonom der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung (UNCTAD) in Genf, gestern in einem 25:00 minütigen Audiointerview erklärte. Steigen erste Länder aus der Eurozone aus, um ihre alten Währungen abzuwerten, wird es Deutschland am allerschlimmsten erwischen. Die Geschehnisse auf Zypern sind eine Katastrophe, denn Restvertrauen in die Währung wurde auf diese Weise...
16.04.2013Kommentare 5Takeshi Fujimaki: JGBs shorten bis die Felge quietscht

“The trade is up” gegen die BoJ. Hedgefonds sammeln sich, um Japans Bondmärkte in die Knie zu zwingen. Der Kopf liegt nun auf dem Block, so dass die Volatilität im JGB-Handel ungeahnte Ausmaße annimmt. Kredit gehebelte Goldpositionen kamen zuletzt vor allem über Japan unter Druck, wo Positionen zwangsliquidiert wurden. Der „Witwenmacher“ Trade von Kyle Bass nimmt an Fahrt auf, nachdem auch Ex-Soros-Berater Takeshi Fujimaki erklärte, JGBs zu shorten, bis die Felge quietscht. Japan begehe Doppelselbstmord, denn nicht nur die Regierung, sondern...
15.04.2013Kommentare 4Cramer: Straffreiheit für Kriminelle, es ist abscheulich

Ex-Hedgefondsmanager und CNBC´s "Mad Money" Betreiber Jim Cramer ist wirklich immer für eine Überraschung gut. Auf der vor einer Woche durch SABEW veranstalteten Jahresgala haute Cramer vor versammelter Zuhörerschaft in einer Rede Dinge raus, die ich ihm nicht zugetraut hätte. Auf Amerika laste ein Schandfleck, weil die Verantwortlichen des wirtschaftlichen Zusammenbruchs immer noch nicht im Knast säßen. Die US-Regierung habe auf ganzer Linie versagt. Man kann über Cramer denken, was man will, doch ab heute genießt er für diese...
15.04.2013Kommentare 12Goldpreisrutsch: Zeit, um Dinge Revue passieren zu lassen

Fast mit Ansage sind die Goldmärkte am Freitag nach unten weggekippt. Zeit, um die Dinge Revue passieren zu lassen, nachdem ich in den letzten Jahren mancherorts kritisiert wurde, weil ich dem erhofften Durchmarsch des Goldpreises auf $10.000 eine offene Absage erteilte, vor fallenden Preisen an den Papiergoldmärkten warnte und Lesern zur Absicherung physischer Bestände mittels lang laufender Put-Optionen riet. In Japan werden nicht wenige Bondinvestoren gerade aus ihren Goldpositionen herausgedrängt. Für mich ist der Goldpreisrutsch jedoch...



