Buchvorstellung: Freiheit statt Kapitalismus

Buchvorstellung: Freiheit statt Kapitalismus von Sahra Wagenknecht

Es gibt Menschen, an denen sich die Geister scheiden. Entweder man mag sie oder man mag sie nicht. Sahra Wagenknecht gehört neben Lothar Matthäus und manch anderen Prominenten sicherlich auch in diese Kategorie. Doch genauso wenig, wie man dem Loddar seinen fußballerischen Sachverstand absprechen kann, kann man einer ganz weit links außen spielenden Sahra Wagenknecht – auch wenn sie mittlerweile als „gemäßigte“ Kommunistin wahrgenommen wird – völlige Unkenntnis in wirtschafts-politischen Fragen unterstellen. Ganz im Gegenteil!

Ja, natürlich ist die DDR Pleite gegangen, aber trotz allem sind – wie gerade sichtbar wird – auch fast alle kapitalistischen Staaten einschließlich der USA ein Fall für den Schuldnerberater Peter Zwegat (auch so ein Fall). Und sicherlich war es auch nicht Sahra Wagenknecht, die für den ökonomischen Kollaps der DDR verantwortlich zeichnete. Denn in die SED trat sie erst 1989 ein halbes Jahr vor dem Mauerfall ein, wobei diese Tatsache den ein oder anderen ihrer Feinde überraschen oder noch mehr erschrecken dürfte und natürlich auch ihrem Geburtsjahrgang 1969 geschuldet ist. Nichtsdestotrotz ist der Name Sahra Wagenknecht bei vielen mit einer Verklärung der DDR und Glorifizierung und Verherrlichung des Kommunismus verbunden.      

Auch wenn die Politikerin Sahra Wagenknecht dem ein oder anderen (Mann?) zu forsch, frech, hübsch, stark oder ganz einfach zu links-sozialistisch erscheint, sollte man ihr trotzdem großen Respekt für ihr Wissen und Auseinandersetzung mit Sachthemen zollen. Konnte man sich vor kurzem noch über völlig uninformierte Bundestagsabgeordnete hinsichtlich der Entscheidung über den erweiterten ESFS-Rettungsschirm aufregen, kann man eines der Autorin des Buches „Freiheit statt Kapitalismus“ sicherlich nicht absprechen: Fachkompetenz und Intelligenz.

In ihrem neusten Buch geht Sahra Wagenknecht intensiv auf die Gründe ein, die zu der weltweiten Staatsschuldenkrise geführt haben. Besonders erfreulich ist hierbei, dass sie zu den sehr wenigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft gehört, die begriffen haben, dass Schulden und Guthaben die zwei Seiten ein und derselben Medaille sind und sich gegenseitig bedingen. Wie albern doch diese Debatten im Bundestag wirken, in denen seit vielen Jahren eine Konsolidierung der Staatshaushalte von diversen Kleinsthirnen – FJS ist jetzt nicht unbedingt gemeint - gefordert wird, während die deutschen Staatsschulden parallel zu den Geldvermögen mittlerweile im Sekundentag um 1.556 Euro steigen. Aus diesem Grund: Chapeau, Sahra!

Franz Josef Strauß erklärt die Staatsverschuldung

So schreibt die Autorin auf Seite 183 unter der Überschrift „Die Vermögen hinter den Schulden“:

[...] Drei Jahrzehnte Neoliberalismus haben einerseits die privaten Geldvermögen ungleich schneller anschwellen lassen als die reale Wirtschaft und so eine riesige Vermögensblase produziert. Das war überhaupt nur möglich, weil sich gleichzeitig eine ebenso große Schuldenblase aufzublähen begann, die die Ersparnis wieder in wirtschaftliche Nachfrage verwandelte. [...]

Sahra Wagenknecht kommt zudem in ihrem Buch zu der Erkenntnis, dass es durchaus gute Staatsverschuldungen gibt, die genauso sinnvoll und nötig sind wie kreditfinanzierte Investitionen von Unternehmen. (Siehe Strobls „Ohne Schulden läuft nichts“) Des Weiteren stellt sie anschaulich dar, dass die weltweite Guthabenblase nur deswegen noch existiert, weil die regierende Politik es um Teufel komm raus vermeiden will, auf der Gegenseite die Schuldenblase platzen zu lassen und es vorzieht Schulden von privaten Banken in Staatsschulden umzuwandeln und somit zu sozialisieren. Dass dieser Vorgang nicht endlos weiterlaufen kann und auch die Schuldenbremse des Bundes eine Fehlkonstruktion ist, verdeutlicht sie in ihrem Buch sehr eindrucksvoll.

Überaus interessant ist auch, dass sich eine als Kommunistin geltende Politikerin für den Konsum von hochwertigen und langlebigen Qualitätsprodukten einsetzt und diese nicht etwa als kapitalistischen Luxuskram verteufelt. Im Kapitel „Erhard reloaded“ – ja, sie haben richtig gehört „Erhard“! und nicht etwa „Marx, Engels oder Lenin reloaded“ beschreibt Frau Wagenknecht auch meine mir eigene Vorliebe für Luxusartikel und Markenklamotten. Niemand wirft eine Breitling weg und rund 70 Prozent aller jemals produzierten Porsche sollen noch existieren, was natürlich auch daran liegt, das teure Produkte (Statussymbole) besser gepflegt und oftmals weniger und sorgsamer genutzt werden als alltägliche Billigprodukte.

Erhard reloaded – Wohlstand für alle, nicht irgendwann, sondern jetzt

[...] Beispielsweise sind echte Wohlstandsgewinne nur sehr begrenzt anhand jener Kennziffern zu messen, die heute als meistgenutztes Wohlstandsmaß dienen. Das Bruttoinlandsprodukt wird auch durch mehr Krankheiten oder mehr Waffen gesteigert. Wegwerfprodukte sind „wachstumsträchtiger“ als Qualitätswaren, weil sie nach kurzem Gebrauch durch neue ersetzt werden müssen. [...] Schon heute bedeutet eine Verbesserung der Lebensverhältnisse oberhalb eines bestimmten Einkommensniveaus nicht quantitativen Mehrkonsum, sondern Konsum von hochwertigen Gütern. Besserverdienende kaufen nicht zwei oder drei Autos, sondern möglicherweise ein teureres. Sie stellen sich nicht zwei oder drei Sofas oder Flachbildschirme ins Wohnzimmer, sondern solche von höherer Qualität. [...] Sehr wahrscheinlich plündern sie mit ihren Zusatzeinkommen auch nicht das Sortiment von KIK, sondern gehen in eine Boutique, um sich einzukleiden. [...] In der Regel sind die teureren, qualitativ hochwertigeren Produkte wesentlich haltbarer als der Billigschund. In dieser Hinsicht führt steigender Wohlstand also eher zu sinkendem als zu steigendem Resourcenverbrauch.[...]

Wer ansonsten erwartet, dass man in „Freiheit statt Kapitalismus“ mit kommunistischen Theorien gelangweilt wird, wird erfreut sein, dass vielmehr an zahlreichen Stellen „vorzeigbare“ Experten wie Dirk Müller, Max Otte, Nouriel Roubini oder Dirk Sollte zitiert werden, wobei Max Otte vor einiger Zeit im Radio einmal sagte, dass er grundsätzlich bei der Analyse des bestehenden Geld- und Wirtschaftssystems mit Sahra Wagenknecht übereinstimme, jedoch andere Lösungen bevorzugen würde, als die von Sahra Wagenknecht.

Mir persönlich fehlen in ihrem Buch ein ganz klar umrissener Lösungsansatz, ebenso wie Tabellen und Grafiken. Alle Vorschläge erscheinen ein klein wenig unexakt und verschwommen. Ansonsten halte ich „Freiheit statt Kapitalismus“ für eine ganz hervorragende Analyse der heutigen wirtschaftlichen Realitäten und doch sind es merkwürdige Zeiten dieser Tage.

Auf der einen Seite sozialisiert und übernimmt die Politik im heutigen Kaputtalismus private Schulden, greift massiv in die Marktwirtschaft ein, um insolvente Unternehmen oder gar ganze Staaten zu retten, sieht ihr Heil in einer neuen Form von Sozial-Kommunismus indem Privatbanken, Versicherungen oder Baufinanzierer (AIG, Fannie Mae, Freddy Mac, HRE, IKB, DEXIA, etc.) verstaatlicht werden, um eben jenen Kaputtalismus zu retten. Auf der anderen Seite kommt eine Kommunistin mit den Werten von Ludwig Erhard und Walter Eucken um die Ecke und will echten Wettbewerb, echte Leistung und wahre Unternehmer im Sinne Schumpeters und einen kreativen Sozialismus ohne Planwirtschaft.

Irgendwie unheimlich.

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Kommentare

Peter am 19.10.2011 um 15:45 Uhr
Frau Wagenknecht könnte mit ihren Äusserungen die Linken hoffähig machen, wenn, ja wenn der Rest der Parteiführung mit vergleichbarem IQ ausgestattet wäre....
Mit Ihren Äusserungen in der Öffentlichkeit hat sie inzwischen meine Hochchtung bzgl. " ihrer Erkenntnisse" und meinen Respekt erworben!
Allerdings sind die Lösungsvorstellungen der Linken für mich inaktzeptabel. Aber was nicht ist kann ja noch werden (allein mir fehlt der Glaube). Letzteres trifft leider auch auf die anderen etablierten Parteien zu (insbesondere die grüne Ökomafia).
Gruß Peter
Daniel am 19.10.2011 um 16:21 Uhr
Für mich ist Fr. Wagenknecht diejenige, die es geschafft hat, dass man den Linken auch endlich mal zuhört. Zumindest ging es mir immer so.
Sie bringt sehr viel Sachverstand mit und das merken einige Leute auch, weswegen ich glaube, dass das Ihrer Partei noch sehr zugute kommen wird.
CharlieJr. am 19.10.2011 um 16:32 Uhr
Es ist schade, dass ein Drittel des Artikels dafür draufgeht, Berührungsängste mit der Person Frau Wagenknechts abzubauen. Herr Reinhardt ist sich dessen sicher bewußt. Wie lange wird es noch dauern, bis wir die Kategorien von gestern endlich in die Mottenkiste, bis wir die überholten Begriffe von Kommunismus und Kapitalismus endlich ad acta legen. Sie sind spätestens mit dem Fall der Mauer gestorben und bringen niemanden mehr weiter. Jeder der dieser Meinung ist sollte in der sachlichen Auseinandersetzung mit der Finanzkrise auf diese Begriffe verzichten. Wer sich kompetent mit dem Thema auseinandersetzt verdient Beachtung, ganz gleich wo er politisch zuhause ist. Er zeigt damit schlicht, dass es ihm um eine gerechtere Gesellschaft geht, um mehr Lebensqualität für mehr Menschen. Ideologien polarisieren und schüren Ängste. Daher können wir die nicht gebrauchen, wenn es um die gemeinsamen Ansichten und Ziele der 99% geht.
volli1212 am 19.10.2011 um 16:57 Uhr
Niemand wird Frau Wagenknecht absprechen, dass sie eine intelligente und noch dazu attraktive Frau ist. Trotzalledem ist sie führendes Mitglied einer extremen Partei und diese zeigen ihr wahres Gesicht erst dann, wenn Sie die Staatsmacht inne haben. Es gab bis jetzt in vielen extremistischen Parteien hochintelligente und charismatische Leute, doch was diese Leute wirklich vorhaben sieht man erst, wenn sie die Möglichkeit haben das durchzusetzen.
Bahia am 19.10.2011 um 17:05 Uhr
Respekt vor Sara Wagenknecht. Wenn die Linke noch mehr solche Kalliber zur Verfügung hätte, würde ich heute Links wählen.
Einer unserer brillantesten deutschen Politiker-innen.
Hut ab, ich schätze sie sehr und wünschte sie wird öfter in der Öffentlichkeit gezeigt um gehört zu werden.
Ralf am 19.10.2011 um 17:13 Uhr
Die Ausführungen im Buch und auch die Äußerungen von Frau Wagenknecht in TV-Runden lassen natürlich erkennen, dass sich hier jemand mit großem Sachverstand durch die Materie gearbeitet hat. Das Prinzip "Soll und Haben" wird richtig wiedergegeben. Aber was sind die Guthaben, oder die Guthabenblase denn tatsächlich wert? Das sind doch häufig nur Papiertiger: Auf diesen Seiten schon einmal von Ypos Consulting vorgestellt (Globale Derivateblase)!

Auf der Gegenseite ist der heutige Wohlstand doch erst in dieser Geschwindigkeit durch immer neue Schulden möglich geworden. Das breite Wahlvolk wurde auf Kosten zukünftiger Generationen verwöhnt und die Bürokratie und Finanzindustrie hat davon freilich nicht schlecht profitiert. Aus diesen Kardinalfehlern müssen wir lernen und neue Modelle für die Zukunft entwickeln und umsetzen.

Den Titel "Freiheit statt Kommunismus" hätte ich noch verstanden. Aber "Freiheit statt Kapitalismus"? Die Eckpfeiler unserer modernen Gesellschaft wie Privateigentum, freie Berufswahl, selbstbestimmter Konsum und ganz wichtig, die Entwicklung einer eigenen Meinung und individuellen Lebensführung sind doch im "kapitalistischen System" entstanden und nicht im alles gleich machenden Sozialismus oder gar Kommunismus.
Christoph am 19.10.2011 um 18:46 Uhr
Hut ab !
Ich persönlich halte Frau Wagenknecht nicht nur für eine vorzeigbare, sondern auch für eine sehr gute und engagierte Politikerin und teile viele ihrer Vorschläge, auch wenn ich mich insgesamt nur bedingt mit der Politik der Linken identifizieren kann.
In meinen Augen ist sie einer der wenigen Politiker, die verstehen, was in unserem Finanzsystem ab- und schief läuft.
Da meines Erachtens inzwischen keine Partei mehr so richtig überzeugen kann,
stehen die Politiker mit ihren persönlichen Leitbildern immer mehr im Vordergrund.
Und da, so denke ich, macht Sahra Wagenknecht eine wirklich gute Figur !
Jacqueline am 19.10.2011 um 19:11 Uhr
Sahra Wagenknecht ist in meinen Augen die einzige Politikerin im Bundestag, die durch Ihre Intelligenz und ihr Fachwissen, was die aktuelle Finanzsituation angeht, brilliert.
szpaul am 19.10.2011 um 20:56 Uhr
Könnte da jemand seine Hausaufgaben gemacht haben? Sicherlich mit vorzüglicher Note. Jetzt ist mir klar, warum Sarah Wagenknecht in der Runde bei Illner so glänzend "losgelegt" hat. Meine Hochachtung Frau Wagenknecht!
renate am 19.10.2011 um 21:37 Uhr
danke, Herr Reinhardt, für den Hinweis, ich werde das Buch der Frau Wagenknecht kaufen und freue mich darauf, auch wenn zahlen- und tabellenlos. Im übrigen, wenn ich Frau Wagenknecht zuhöre denke ich nie, dass sie für eine
Partei spricht, ob nun für die Linken oder welche auch immer. Sie sollte parteilos einflusssreich wirken dürfen, Dann könnte aus den noch etwas verschwommen wirkenden Vorschlägen, wie Sie sagen, bestimmt ordentlich was entwickelt und in die Tat umgesetzt werden. Zunächst ist es gut, dass man sie hören und nun auch lesen kann. - also, ich bin gespannt auf das Buch.

chromagen am 20.10.2011 um 06:16 Uhr
Hallo, Herr Reinhardt,
ich empfinde das Buch ebenfalls als kompetent und intelligent geschrieben.
Es ist absolut lesenswert. Wer einen Überblick über die momentanen
Probleme in Deutschland, der EU und der Welt bekommen will, dem kann ich
die Lektüre des Buches sehr empfehlen. Geprägt vom selben
Vorurteil, daß Frau Wagenknecht als Kommunistin verschrien ist, hatte ich
eine Rede von ihr vor dem Deutschen Bundestag gesehen, kurz nachdem ich
die Dokumentation 'Inside Job' angeschaut hatte. Ich stand noch unter dem
Eindruck von 'Inside Job' und war wütend (wie es der Film verspricht).
Von unseren Politikern hatte ich über das Thema Banken- und
Finanzkrise bis dahin noch nichts gehört, was mich überzeugt hätte, daß
das Problem verstanden und etwas dagegen übernommen worden wäre. Dann
sah ich Frau Wagenknechts Rede und war baff. Da spricht sie viele der
Themen an, die in der Dokumentation als Problem aufgezeigt wurden.
Eine Linke kennt sich im Kapitalismus aus? Ich suchte nach mehr Video Material und verfolgte Talk-Shows an denen sie teilnahm. Ihre Thesen und wie sie
sie vertritt, hatten mich auf das Buch neugierig gemacht. Es hat
mich nicht enttäuscht. Seitdem sehe ich die Partei 'Die Linken'
mit anderen Augen. Wobei deren charismatischste Personen eben
Frau Wagenknecht und Gregor Gysi sind. Allein, daß diese Partei
strikt gegen die Beteiligung deutscher Soldaten am Afghanistan
Krieg ist, daß sie als einzige Partei gegen die Erweiterung des ESFS
gestimmt hat und daß sie das, meiner Meinung nach, klarste Bild von der Krise
hat und wie man mit ihr umgehen muss (na ja, die Zustimmung zu
Euro-Bonds ausgenommen) unterscheidet sie von allen anderen Parteien.
Eher würde ich 'Die Linken' wählen, als die 'Piraten'.
Ich denke, den Wandel der Parteien, wie wir ihn zur Zeit erleben, ist
ein natürlicher Reifeprozess. Frau Wagenknecht hat aus den Fehlern der
gescheiterten sozialistischen Planwirtschaft gelernt und sieht sinnvoll gebändigten
Kapitalismus als das Beste für die Menschen. Alle anderen grossen Parteien,
und leider mit ihnen auch wir, haben das Scheitern des ungezügelten Kapitalismus
und das daraus Lernen noch vor sich, bzw. sind mittendrin. Frau Wagenknecht,
meine ich, ist der Entwicklung voraus.
Martin Bleck am 20.10.2011 um 07:24 Uhr
Lieber Herr Reinhardt,

es ist völlig egal, was Sie schreiben. Ich lese alles gerne von Ihnen. Selbst oft langweilige Rezensionen werden interessant und unterhaltsam, wenn Sie aus Ihrer Feder kommen. Frau Wagenknecht ist in meinen Augen ebenfalls sehr kompetent und ich habe den Verdacht, daß sie viel von Dirk Müller und Ihnen und anderen Autoren auf Cashkurs gelernt hat. Vielleicht ist sie deswegen jetzt "gemäßigt" und führt Erhard ins Felde. Würde mich echt interessieren, ob sie hier mitliest. Beste Grüße + WEITER SO!
Helmut Reinhardt am 20.10.2011 um 07:47 Uhr
@CharlieJr.
Vielen Dank für Ihren Kommentar, den ich sehr wichtig finde und bin vollstens Ihrer Meinung. Sie haben Recht mit dem Abbau von Berührungsängsten und ich bin mir natürlich dessen bewußt. Es handelt sich hierbei um eine Folge schlechter Erfahrungen mit dem Schubladendenken mancher Menschen. Deswegen bin ich da ein bißchen vorsichtiger geworden als früher.
Tzwänn am 20.10.2011 um 13:59 Uhr
Warum schafft man nicht gleich alle Parteien ab und wählt wirkliche Volksvertreter - so wie es in einer Demokratie gedacht ist?! Dann wäre auch eine Diskussion über mitte, rechts, links etc. hinfällig!!! Das Cashkurs-Team würde jedenfalls gut in den Bundestag passen. ;-)
CharlieJr. am 20.10.2011 um 15:13 Uhr
Übrigens, ganz köstlich der Link zu FJS! Was hatten wir doch in den Zeiten des Bonner Bundestages für rhetorische Größen! Oder liegt es daran, dass die heutigen "Spitzen"politiker denen von damals intellektuell nicht das Wasser reichen können?
M. Schmidt am 20.10.2011 um 15:18 Uhr
Lieber Herr Reinhardt,
ganz unabhängig von dieser Buchvorstellung...wieso ist die DDR Pleite gegangen?
Da gibt es den Video - Beutezug Ost - in dem dokumentiert ist, dass die DDR Pleite gerechnet wurde. Ein kleiner aber GEWALTIGER Unterschied!
Systemisch gewollt....
und genau das macht es Frau Wagenknecht so schwer gehört zu werden!

MfG
Michael Schmidt
diablo229 am 20.10.2011 um 16:31 Uhr
nach meinen definitionen müsste das buch eher "freiheit statt sozialismus" oder "freiheit statt kommunismus heißen". mit freier marktwirtschaft hat unser aktuelles system nämlich nicht mehr viel zu tun...
definition kapitalismus (nach oliver janich): kapitalismus ist vertragsfreiheit. jeder darf tun und lassen was er will, solange er damit niemand anderem schadet.
aber ich denke sahra wagenknecht hat zumindest die probleme recht gut erkannt, egal wie man jetzt die einzelnen wörter verwendet. vielleicht lese ich das buch auch irgendwann noch ;)
Viginti am 20.10.2011 um 19:07 Uhr
Der Titel allein ist schon ein Oxymoron. Freiheit ist Kapitalismus. Die Definition von Kapitalismus drückt das schon aus.

Das andere ist die Frage woher die Wagenknecht ihre Kenntnisse hat: Von Ökonomen der österreichischen Schule, den kompromislosesten Verfechtern von freien Märkten und Kapitalismus. Nur wird diesen Leuten überhaupt keine Aufmerksamkeit geschenkt.

Ich hab ja gewusst, dass Herr Müller eher links eingestellt ist (durch Äußerungen im Fernsehen), aber dass hier offen für Linke Ideologie geworben wird ist schon enttäuschend.
M.Schmidt am 23.10.2011 um 19:30 Uhr
Bei allem Hickhack um die LINKE. .. die hat neben Oskar und Gregor weitere extrem HELLE und auch HÜBSCHE KÖPFE...:-)

Wenn es interessiert, der schaue sich mal

Die 21. Pleisweiler Gespräch mit Sahra Wagenknecht an!
periodic am 13.01.2012 um 11:26 Uhr
Wie das geht, hab ich in meiner Kindheit schon in der DDR miterlebt. Danke das reicht mir erst mal.
Parteiloser am 23.01.2012 um 15:59 Uhr
@Viginti

"Freiheit ist Kapitalismus"

Meinst du damit etwa den aktuellen Kapitalismus den wir haben?

Erzähl das mal all den Menschen die kein Geld/Freiheit haben, damit die Spitzenkapitalisten mehr haben als irgend ein Mensch in 10 Leben braucht!!

Bist du der Meinung, das die ca. 80% der Erdbevölkerung ihr erbärmliches Schicksal verdient haben, nur weil sie schlechte Kapitalisten sind?

Kapitalismus könnte in der Theorie sicherlich funktionieren, wenn da die Gier und Machtbesessenheit einiger weniger nicht wäre!

Meine volle Anerkennung gilt Leuten wie Herrn Müller und Frau Wagenknecht, die (mehr oder weniger) Einzelkämpfer auf ihrem Gebiet sind und die Menschen ausdahmsweise mal nicht von vorn bis hinten belügen!

oerner am 19.03.2012 um 15:05 Uhr
Wenn man zwischendurch die sonstwiegefärbte parteibrille absetzt, stellt man beim betrachten diverser Talkshows, Artikel etc fest, dass Wagenknechts Analysen und Prophezeiungen erstaunliche Schnittmengen mit denen Dirk Müllers, Heiner Geißlers oder Max Ottes (CDU-Parteibuch Inhaber) ergeben.
Barbar am 08.02.2013 um 17:07 Uhr
@Parteiloser

"Meinst du damit etwa den aktuellen Kapitalismus den wir haben?"

Wird einen Kommentar drüber beantwortet...

diablo229:
"mit freier marktwirtschaft hat unser aktuelles system nämlich nicht mehr viel zu tun..."
"kapitalismus ist vertragsfreiheit. jeder darf tun und lassen was er will, solange er damit niemand anderem schadet."


Tommy Casagrande:
"Der freie Markt kann alles, weil freie Menschen von niemandem gehindert werden, Ideen zu realisieren, die dazu führen, anderer Menschen Leben zu verbessern."
freitum.de/2012/11/der-Markt-kann-alles.html


freisinnige Grüße

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