Dauert es noch lange, Onkel Sam?

Die Betrachtung der mehr oder weniger volatilen Vorgänge an den Finanzmärkten – ob es Bewegungen von Risikoprämien, Zinsen oder Aktien sind, hat vielerorts die Untersuchung der ökonomischen Realitäten verdrängt. Für einen Trader oder kurzfristig orientierte Anleger ist das unproblematisch. Zur...

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Kommentare

ratsuchender Anleger am 23.05.2011 um 14:03 Uhr

Liebes Bankhaus Rott,

Danke für den wie immer substanziellen, tiefgründigen und fundierten Beitrag !!!

Ich gebe Ihnen ja - aus meiner eingeschränkteren Perspektive - wie immer Recht !

Aber was kann ein Anleger in diesem verzwikten Marktumfeld tun ?
Welche Prämissen sollte man beachten ?

Ein Freund von mir steht kurz vor der Rente und hat ein Geldvermögen von 500 TEuro, das er für seine Altersvorsorge anlegen will. Was kann man ihm raten?

Wie würden Sie diesen Geldbetrag aufteilen: % in Cash ?, % in Gold ?
% in Aktien (global ?, deutsche ? ) Rohstoffe ? % Immobilien ?

Hat man beim Kauf von Rohstoffen wie u.a. Gold nicht auf das Währungsrisko des US-Dollars zu tragen ?

Für eine Hilfestellung bzw. ein paar Hinweise (natürlich vollkommen unverbindlich und unvollständig) für der prozentualen Aufteilung des Geldbetrages wäre ich Ihnen sehr dankbar !

Herzliche Grüsse
Gabriele am 24.05.2011 um 06:18 Uhr
an den ratsuchenden Anleger,
lies mal auf hartgeld.com nach. Im Download-Bereich findest Du bestimmt für Deinen Freund das passende Denken.
z.B. 3 Monatsgehälter in Cash (nur kleine Scheine 5,10,20,50) etwas in CHF,
Gold + Silber gut gestückelt - selbstverständlich nur physisch,.
Jetzt mit der drohenden Zwangsenteigung die vorbereitet wird (Zensus2011) bist immer auf der sicheren anonymen Seite.
(ist keine Anlageempfehlung-rein meine persönl.Meinung)
MH am 24.05.2011 um 07:08 Uhr
Die Wanne ist voll, aber noch läuft nichts über. Vorher kommt der fabelhafte Ben noch einmal zum Einsatz und auch hierzulande wird es einige Panikentscheidungen geben. Allmählich gelang ich zur Überzeugung, dass wir nur von selbstverliebten Psychopathen regiert werden, in der Politik wie in der Wirtschaft. Mag es auch einige korrupte Akteure geben, die meisten jedoch sind einfach nur verblendet und glauben an ihre eigenen Parolen. Das ist das Schlimmste daran. (Das Einzige, was ich Guttenberg immer abgenommen habe, war, dass er sich für unschuldig hielt.)
Auf ein glimpfliches Ende kann man da wohl nicht mehr hoffen.
Walter Müller am 24.05.2011 um 07:48 Uhr
Liebes Bankhaus Rott,
danke für die hervoragand recherchierte Einschätzung.
Meine Fragen:
-wie wirkt sich der Zusammenbruch des amerik. Finanzsystems , egal in welcher Art u. Weise es resetet wird , auf die übr. Welt aus.
- was ist mit China ?
- was wird aus den jetzt noch stab. Währungen?
- was ist mit Gold?
bankhaus rott am 24.05.2011 um 15:56 Uhr
Hallo zusammen!

@Walter Müller
Die Folgen eines derartigen Zusammenbruchs oder auch einer ernsten Zuspitzung der Verhältnisse genau zu beschreiben übersteigt (vielleicht zum Glück) unsere seherischen Qualitäten bei Weitem.

Ein generelles Problem ist der Systembruch, der sich vollziehen würde. Vieles könnte gegebenenfalls sogar konstruktiv gelöst werden, allerdings befinden wir uns nicht im Cafe Harmonie. Einen Umbau der globalen Rohstoffmärkte, weg vom Dollar, könnnen sich die Vereinigten Staaten im wahrsten Sinne nicht leisten.

Gold fungiert bereits jetzt als Währung an sich.

wir halten es vom gesellschaftlichen Blickpunkt aus für sehr bedenklich, dass das Ausmaß der möglichen Wohlstandsverschiebung nicht im Ansatz erkannt wird. Wenn breite Mehrheiten der Politik in der Tat - sei es wissentlich oder aus Ahnungslosigkeit - glauben, ein System, in dem Banken von Staaten mit Geld gestützt werden, dass die Staaten sich bei Banken leihen die gestützt werden kann einem schon Angst und Bange werden. Lösungen oder auch nur strukturelle Ansätze (Einsicht...) sind hier leider nicht in Sicht. Nach dem Kariesprinzip wird ein unbehandelter Zahn leider nicht gesünder. Der entstehende gesellschaftliche Druck entlädt sich nach gewisser Zeit auf der Straße. Während westliche Medien gern die "Revolutionen" in Nordafrika bejubeln, sind die nach innen gerichteten Augen scheinbar blind für die Dynamik der Entwicklungen innerhalb der EU.

@ratsuchender Anleger

Wir bitten, es uns nachzusehen, aber wir geben generell keine Hinweise zu einer möglichen Asset Allokation.
Es gibt keine allumfassend richtige Anlage, die auf jeden passt. Gegen Gold spricht nichts, und wer es sich leisten kann, darf auch nach cash-flow starken und möglichst schwach gehebelten Unternehmen Ausschau halten. Billige dürften auf den aktuellen Niveaus allerdings sehr rar sein. Ein eigenes Dach über dem Kopf ist eine feine Sache, aber bitte keine gehebelten Investments in Regionen mit absurden Preisen, die von einem Sektor leben, der seinen Zenit hinter sich hat (London, Frankfurt - wer laut lachen will, einfach mal das Angebot in derartigen Städten sondieren). Ansonsten möchten wir uns mit Anlageideen zurückhalten und mit ein paar schlichten Punkten enden. Die größten Gewinner sind in der Regel die Verluste, die man nicht macht.

- Ein bisserl Gold schadet nicht
- Keine gehebelten Investments nur "weil die Zinsen so niedrig sind"
- keine Investments aus rein steuerlichen Gründen
- Liquide bleiben, keine 50-Jahressparpläne
- Regelmäßig zum Zahnarzt gehen, gute Beißer sind Gold wert ;)

Mit dem gesunden Menschenverstand kommt man oft sehr weit!

Beste Grüße
Bankhaus Rott