DAX: Kaum Mut zur Bodenbildung

(c) Birgit Reitz-Hofmann - Fotolia.com

Frankfurt (BoerseGo.de) - Der deutsche Aktienmarkt ist wieder zu seiner Lieblingsbeschäftigung der vergangenen Monate zurück gekehrt: Der Bodenbildung. Allerdings scheint dem Markt der Mut wieder auszugehen. Weiterhin belasten die notorischen Ängste um die Konjunktur im allgemeinen und die Banken im besonderen. Wenig Beachtung finden die extrem niedrigen Bewertungen der Aktien und die Erkenntnis, dass die Konjunktur, dank der massiven wirtschaftspolitischen Gegenmaßnahmen, bald wieder Fuß fasst, kann sich noch nicht durchsetzen. Der DAX bröckelt zur Mittagsstunde 0,1 Prozent auf 3.706 Punkte.

Gestern noch verkauft, heute wieder zurück gekauft. Das gilt für die beiden Versorger E.ON und RWE, die gestern noch nachrichtenlos zu den größten Verlierern zählten und heute ebenso nachrichtenlos in der Spitzengruppe notieren. Anscheinend gehören zur Bodenbildung auch viele Zufallsbewegungen. Volkswagen wird anscheinend noch nachträglich dafür belohnt, dass der Autoriese im Rahmen seine gestrigen Quartalszahlen die Gewinnerwartungen der Analysten schlug. Außerdem dürfte die Erkenntnis helfen, dass die Abwrackprämie ein voller Erfolg ist und den Absatz von Neuwagen in Deutschland wieder ankurbelt. Die Deutsche Bank scheint momentan ein bisschen davon zu profitieren, dass die Wall Street Banken vorbörslich vorsichtig zurück gekauft werden. Gestern hatte es dort noch einen erneuten massiven Ausverkauf gegeben.


Kursbelastende Neuigkeiten

Zu en Zufallsbewegungen der Bodenbildung gehören wohl auch die heutigen Kursverluste bei Infineon. Gestern Abend zählte der Pennystock noch zu den einsamen Gewinnern des Blue Chip Index. Bei anderen Aktien gibt es dagegen durchaus kursbelastende Neuigkeiten. K+S, einst eine Ikone der Rohstoffbewegung, fällt heute wieder mal in Ungnade. Der Düngemittelkonzern plant jetzt angeblich eine milliardenschwere Übernahme in den USA. So etwas kommt - wegen den damit verbundenen Kosten - an der Börse nicht gut an. Dort werden die erhofften Synergieeffekte bezweifelt. Der Fall DaimlerChrysler ist noch nicht vergessen.
Bayer, vor kurzem noch als angeblich defensiver Pharmawert beliebt, wird jetzt dafür abgestraft, dass der Quartalsgewinn des Chemiekonzerns die Erwartungen der Analysten verfehlte.
Die Münchener Rück wird verkauft, weil der Assekuranzriese sein Gewinnziel für 2010 aufgibt. Die Hoffnung dann je Aktie 18 Euro zu verdienen sei nicht mehr realistisch, heißt es. Die Aktien der Deutschen Börse AG leiden unter dem gestern Abend gemeldeten Einbruch der Umsätze auf dem Parkett und im Xetra-Handel.

Im MDAX sind der Bauzulieferer Bauer AG und der Industrie-Roboter-Hersteller KUKA gefragt. Zu den Gewinnern des TecDAX zählt der Biotechkonzern Medigene.

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