DAX kräftig im Minus - Anschlusskäufe bleiben aus

(c) Ivan Polushkin - Fotolia.com

Frankfurt (BoerseGo.de) - Nachdem der Handel am deutsche AktienmarktDAX 2,01 Prozent auf 4.428,11 Punkte. gestern noch von einer positiven Stimmung geprägt war, hat heute schon wieder die Skepsis Oberhand gewonnen. Bis zum Xetra-Schluss verlor der

Als Belastungsfaktoren erwiesen sich erneut schlechte Konjunkturnachrichten, die zeigen, dass der Abwärtstrend der globalen Wirtschaft vorerst ungebrochen ist. So hat sich angesichts der Konjunkturschwäche jetzt auch die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt eingetrübt. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, waren im Januar 3,489 Millionen Personen arbeitslos gemeldet. Das waren 387.000 mehr als im Dezember. Bereinigt um jahreszeitliche Einflüsse stieg die Arbeitslosenzahl um 56.000 gegenüber dem Vormonat und damit stärker als erwartet. In den USA blieben die vorbörslich veröffentlichten Auftragseingänge langlebiger Güter zu Dezember mit einem Minus von 2,6 Prozent unter den Analystenschätzungen. Zudem sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe unerwartet um 3.000 auf 588.000 gestiegen. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Arbeitslosenempfänger um 159.000 auf ein Rekordniveau von 4,78 Millionen erhöht.

Nach dem rasanten Kursanstieg vom Vortag wurden bei der Deutschen Bank heute gleich wieder Gewinne mitgenommen. Mit einem Minus von 6,37 Prozent auf 20,74 Euro bekamen so die Aktien des Frankfurter Geldhauses heute die rote Laterne. Ebenfalls zu den größten Verlierern gehören Commerzbank (-3,16%) und Postbank (-4,61%).

Weitere Kurseinbußen verzeichneten auch die Automobilwerte. Am Vormittag machten Gerüchte über eine Gewinnwarnung bei BMW die Runde. Zudem hat sich die weltweite Absatzkrise offenbar auch im Januar fortgesetzt. Nach Angaben des VW-Chefs Martin Winterkorn liegt der weltweite Automobilabsatz um rund 25 Prozent unter dem Vorjahreswert. Am Nachmittag wartete Ford mit einer weiteren Hiobsbotschaft auf. Der zweitgrößte US-Autohersteller musste im vierten Quartal einen überraschend hohen Verlust von 5,9 Milliarden Dollar hinnehmen. Daimler (-3,96%), Volkswagen (-4,85%), BMW (-3,58%).

Gegen den Trend behaupten konnte sich die Aktien von SAP (+0,67%), die von positiven Analystenkommentaren profitieren konnten. Nachrichtenlos gewann BASF 3,37 Prozent auf 23,63 Euro.

Bei den Nebenwerten sind die Aktien von Wirecard unter die Räder gekommen, nachdem die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr enttäuscht aufgenommen wurden. Die Papiere verbilligten sich um 9,32 Prozent auf 4,38 Euro und rutschten damit an das TecDAX-Ende.

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