DAX: Zahl des Monats?

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Frankfurt (BoerseGo.de) - Der deutsche Aktienmarkt setzt seine Verschnaufpause momentan fort. Alles wartet jetzt vermutlich nervös auf den US-Arbeitsmarktbericht vom Juli (14:30 Uhr MEZ), der für den amerikanischen Konsum und damit die Weltwirtschaft enorm bedeutend ist. Die Messlatte liegt auf 325.000, das ist die vom Konsens der Volkswirte erwartete Anzahl der im Juli verlorenen Jobs (Quelle: Bloomberg). Das ist vermutlich die Zahl des Monats.

Belastend wirkte heute früh auch die Royal Bank of Scotland. Die Schotten weiteten ihren Milliardenverlust ganz unköniglich aus und verdarben damit die Stimmung für den gesamten Bankensektor. Im Laufe der Woche hatten allerdings die britischen Großbanken HSBC und Barclays überraschende Gewinnsteigerungen aus dem Ärmel geschüttelt.

Trotz der allgemeinen Abwartungshaltung bleiben viele Experten optimistisch: „Es ist schwer, nicht bullish zu sein, wenn man auf die fundamentalen Daten blickt“, erklärte Rob Lutts, CEO des Vermögensverwalters Cabot Money Management gegenüber Bloomberg. Der Experte verwies dabei auf die positive Datenflut der vergangenen Wochen.  “Jetzt muss man investiert sein”, fasste der Stratege die Situation zusammen. Goldman Sachs schließt sich dem an. „Wir denken ein neuer Bullenmarkt hat begonnen“, sagte - laut Reuters - Abby Cohen, die Leiterin des Investment Policy Committee bei Goldman Sachs. „Es dürfte sich herausstellen, dass der Bullenmarkt in diesem März begann“.
Der DAX bröckelt zur Mittagsstunde 0,7 Prozent auf 5.334 Punkte.


Fresenius Medical Care hatte zwar diese Woche beim Quartalsgewinn gepatzt. Das ist aber schon wieder vergessen. Zahlen hin oder her, FMC gilt schließlich traditionell als defensiver Wert und zu den Automatismen am deutschen Aktienmarkt gehört eben, dass an solchen Tagen bevorzugt defensive Werte gekauft werden. Daher steht heute FMC ganz vorne.
Gefragt sind natürlich auch weitere als defensiv geltende Papiere, also der „Telefonversorger” Deutsche Telekom sowie Beiersdorf.


Bei der in den Vortagen sehr begehrten Allianz werden heute die Vorschusslorbeeren welk. Im Vorfeld der heutigen Q2-Zahlen wurde noch kräftig gekauft. Die Zahlen lagen dann auch über den Erwartungen der Analysten, für den Markt aber anscheinend nicht gut genug. Darunter leiden jetzt auch die Papiere der Hannover Rück, die ebenfalls zu den Lieblingen der Vortage gezählt hatten.
Bei den in den Vortagen noch gefragten konjunktursensiblen (zyklischen) Stahlwerte nehmen wieder ein paar Spieler Geld vom Tisch. Das trifft momentan besonders Salzgitter.



Im MDAX kann sich ProSiebenSat 1 vom flauen Gesamtmarkt deutlich absetzen, gestern noch einer der Verlierer. Die Medienaktie pendelt schon seit tagen zwischen Top- und Flop-Positionen. Heute regte die Deutsche Bank an, die das Kursziel ffür den TV-Versorger auf 9,50 Euro anhob. Gefragt sind auch Leoni und Hugo Boss.


Im TecDAX fehlen momentan die auffälligen Gewinner. Kräftig Federn lassen muss United Internet.

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