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Fortsetzung von

Einstein und die Schafherde (Teil 1)

Einstein und die Schafherde (Teil 2)

Einstein und die Schafherde (Teil 3) ... oder die Geldordnung in Ordnung bringen!

Dieser Artikel führt meine Beitragsreihe „Einstein und die Schafherde“ fort und bildet gleichzeitig deren Abschluss. Mit dem Ansatz des Monetären Trialismus möchte ich Ihnen heute eine mögliche Lösung für die Probleme unseres Geld- und Wirtschaftssystems vorstellen, in der ich viele verschiedene, – teils schon bekannte – Ansätze miteinander vereine.

Ich bin mir sicher, dass dieses theoretische Gedankenbild die Grundlage für ein nachhaltiges und stabiles Weltfinanz- und Wirtschaftssystem bilden kann, - doch halte ich es gleichzeitig für äußerst wahrscheinlich, dass das Konstrukt des Monetären Trialismus keine Resonanz in der Politik erfahren wird. Sei´s drum, - aufschreiben kann man es ja einmal, - andere Leute aus der Finanzwelt schreiben zurzeit ja auch Bücher ohne vorher Frau Merkel um Erlaubnis zu bitten. ;-)

Albert Einstein sagte einmal, man könne ein Problem nicht mit den gleichen Denkstrukturen lösen, die zu seiner Entstehung beigetragen haben. Ich halte dieses Zitat, - wie auch viele andere Aussagen von Albert Einstein - für unbedingt zutreffend. Der Monetäre Trialismus ist ein Gedankenkonstrukt, das sich infolge einer umfangreichen Analyse des bestehenden Geldsystems entwickelt hat und ist, - wie Sie sehen werden - ein phantastisches, utopisches und äußerst ungewohntes Denkgebilde.

Zu Beginn ein paar Sätze zum Begriff „Staat“. In den letzten Jahren ist dieser Ausdruck zu einem Schimpfwort verkommen, - und das zu Recht! Kaum jemand identifiziert sich noch mit diesem Gebilde, - es sei denn, es findet gerade eine Fußball-Weltmeisterschaft statt. Der Grund dafür dürfte hauptsächlich in der Unfähigkeit, Dummheit und Verlogenheit vieler Spitzenpolitiker liegen, die weitestgehend nicht mehr dem Volk, sondern einer kleinen Machtelite dienen. Ich möchte an dieser Stelle nicht näher auf unsere Volks(ver)treter eingehen, sondern nur darum bitten, den Begriff Staat innerhalb dieses Aufsatzes positiv zu bewerten und als Synonym für die Gemeinschaft von Menschen eines Währungsgebietes (z.B. Deutschland) zu verstehen.

Nun zum Thema: Der Monetäre Trialismus basiert auf der Einführung von drei parallel zueinander existierenden Währungen, wobei zwei Währungen auf nationaler Ebene Gültigkeit haben und eine, - der Mundi - international als Verrechnungseinheit zwischen den Staaten dient. 

Betrachten wir zunächst eine der nationalen Währungen, welche ich Ü- und N-Geld getauft habe. 

Das Ü-Geld

Der Begriff Ü-Geld steht für Überlebensgeld und unterscheidet sich deutlich vom Konzept des Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) des DM-Gründers Götz Werner. Es ersetzt ausnahmslos alle staatlichen Transferleistungen inkl. Rente, Hartz 4, Kindergeld, Arbeitslosengeld, etc.

Ü-Konten für jeden Bürger

Jedem Bürger – vom Baby bis zum Greis – wird von Geburt an ein Ü-Konto eingerichtet, auf dem am 1. Tag um 0.00 Uhr eines jeden Monats ein Grundbetrag zur Verfügung gestellt wird: Ü 1000,- für Erwachsene, Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren erhalten Ü 750,- und Kinder bis 12 Jahre bekommen Ü 500,-.

Wichtig hierbei ist, dass Ü-Konten monatlich immer nur bis Ü 1.000,-, bzw. 750,- und 500,- aufgefüllt oder abgeschöpft werden. Befinden sich beispielsweise zum Zeitpunkt der Buchung noch Ü 150,- auf dem Konto eines Erwachsenen, erfolgt eine Zubuchung in Höhe von Ü 850,00. Weist der Kontostand eine Höhe von Ü 1.150,- auf, erfolgt eine Abbuchung in Höhe von Ü 150,-. Die Kontostände weisen also immer am 1. eines jeden Monats um 0.00 Uhr je nach Alter des Kontoinhabers einen fixen Betrag aus.

Das Geld kommt durch eine staatliche Bankbehörde (man kann sie gerne Monetative nennen) in den Umlauf, die dieses Geld zinslos ohne Beteiligung von privaten Geschäftsbanken schöpft und der menschlichen Gemeinschaft (dem Staat) zur Verfügung stellt.

Auf Guthaben der Ü-Konten werden keine Zinsen bezahlt. Überziehungen des Ü-Kontos sind nicht möglich. Ü-Konten werden bei der staatlichen Bankbehörde eingerichtet, deren Aufgabe in der Verwaltung der Konten besteht. Die Kontonummern sind personengebunden und können nicht übertragen werden.

Ü-Geld existiert nur in elektronischer Form und kann für jegliche Zahlungen verwendet werden. Es kann nur über Ü-Konten transferiert werden. Überweisungen sind also grundsätzlich nur auf andere Ü-Konten von Privatpersonen und Firmen möglich. 

Für den Bürger ist es also mehr als erstrebenswert, dieses Konto zum Monatsende möglichst auf Null zu fahren, um das Ü-Geld bestmöglich zu nutzen. Es handelt sich hierbei um eine Geldumlaufsicherung, die sich jedoch vom klassischen freiwirtschaftlichen Schwundgeld unterscheidet, da keine Geldhaltegebühren (Demurrage) erhoben werden. Zwar würde ein freiwirtschaftliches Schwundgeld nach Gesell auch zielführend wirken, doch besteht bei dieser abgewandelten Form der Demurrage ein großer Vorteil in der (sehr wahrscheinlichen) Akzeptanz beim Bürger. Aufgrund der Erfahrungen bei Regiogeldern wird Geld, das in bestimmten Zeiträumen abgewertet wird, als negativ empfunden und würde imho bei der breiten Bevölkerung auf strikte Ablehnung stoßen.

Ü-Konten für Unternehmen

Jede Firma erhält bei Gründung ebenfalls ein Ü-Konto. Auch Unternehmen können das Ü-Geld national für jegliche Zahlungen benutzen. Die Unternehmenskonten werden vom Staat nicht aufgefüllt, jedoch abgeschöpft wenn ein unzulässig hoher Kontostand erreicht wird. Jedes Unternehmen hat pro Mitarbeiter Ü-1000,- an die staatliche Bankbehörde abzuführen. Verfügt ein Unternehmen über zu wenig Ü-Geld, was selten vorkommen sollte, kann die Zahlung auch in N-Geld erfolgen.

Die Höhe des Kontostandes richtet sich nach Mitarbeiteranzahl und Umsatz des Unternehmens. Je geringer die Mitarbeiteranzahl und Umsatz, desto geringer ist die Guthabengrenze des Unternehmens. Beispielsweise kann sie für einen kleinen vier Personen Betrieb mit 1 Million Umsatz Ü 25.000,- betragen. Für einen GroßKonzern mit einer Milliarde Umsatz und 1000 Mitarbeitern kann eine Grenze von 25 Millionen Ü

angesetzt werden. Für Unternehmen besteht die Möglichkeit bei der staatlichen Bankbehörde, N-Geld in die internationale Währung Mundi zu wechseln, um Zahlungen auf dem Weltmarkt tätigen zu können. Der Ü-Geld Kreislauf bleibt ein nationales, geschlossenes System.

Der große Vorteil des Ü-Geldes liegt darin, dass es tatsächlich ein gerechtes Instrument darstellt, welches allen Menschen von reich bis arm zu Gute kommt. Es nimmt beispielsweise die Sorgen vor der Altersarmut und gibt jedem Menschen die Sicherheit, niemals völlig mittellos zu sein. Es fördert die freie Entfaltungsmöglichkeit eines Jeden und sichert die Lebensgrundlage, ohne dass jemand von diesem Geld in Luxus schwelgen kann. Alle staatlichen Umverteilungs- und Transferleistungen werden hinfällig. Das Ü-Geld ist eine Grundgeldmenge, die grundsätzlich vorhanden ist und einerseits von der Anzahl der Menschen und Firmen abhängt und deren Höhe andererseits durch die Obergrenze auf den Konten flexibel, aber dennoch begrenzt ist. Jedes Unternehmen wird bestrebt sein, der Grenze weitestgehend fern zu bleiben und zu investieren, um der Abschöpfung (Steuer) zu entgehen.

Das N-Geld

Ergänzt wird das Ü-Geld durch eine zweite Währung, die ich N-Geld nennen möchte. Das N steht für normal und es handelt sich bei diesem Geld um nichts anderes als jenes Geld, mit dem wir auch schon heute unsere Zahlungen tätigen. Ein Geld, das überwiegend als Giral vorliegt, aber auch in herkömmliche Papierscheine umgewandelt werden kann. Dieses Geld wird ebenfalls durch den Staat (Gemeinschaft von Menschen eines Währungsraums!) in Umlauf gebracht. Es wird durch die staatliche Bankbehörde geschöpft und dem Staat zinslos zur Verfügung gestellt, der es über Investitionen in den Wirtschaftskreislauf einbringt und durch die Erhebung einer einzigen Steuer – der Umsatzsteuer in Höhe von 25% – wieder dem Markt entzieht.

Konten bei der staatlichen Bankbehörde

Bürger und Firmen können bei der staatlichen Bankbehörde ein Konto eröffnen und N-Geld einzahlen. Die staatliche Bankbehörde zahlt grundsätzlich keine Zinsen auf Guthaben, ist aber berechtigt das eingezahlte Geld gegen Risikogebühr an andere Wirtschaftsteilnehmer zu verleihen. Für die N-Konten besteht ein 100%iger Einlageschutz, dass heißt, dass tatsächlich nur Geld verliehen werden kann, welches zuvor auch eingezahlt wurde. Kreditausfälle sind abgesichert durch die Risikoprämie, die Kreditnehmer zu tragen haben.

Konten bei privaten Banken

Jeder Bürger kann jedoch auch ein Konto bei einer privaten Bank eröffnen und Geld gegen die Zahlung von Guthabenzinsen an diese verleihen. Private Banken treten entweder als Vermittler zwischen Privatleuten gegen Vermittlungsgebühr auf oder vergeben selbst Kredite an andere Wirtschaftsteilnehmer bei einer 100%igen Mindestreserve. Um die Mindestreserve stets einhalten zu können, ist es Banken aufgrund unvorhersehbarer Abhebungen von Spargeldern nur erlaubt 75% ihrer Einlagen weiterzuverleihen.  Die Zinssätze sind frei verhandelbar. Neben der Geldmenge M1 entsteht also eine übergeordnete Geldmenge M2, bei der es sich um Ansprüche auf Auszahlung von M1 (Bar-/Giralgeld) handelt. Sollten diese Ansprüche durch die Bank aufgrund einer Insolvenz nicht erfüllt werden können, kann ein Anleger keinen Schadensersatz fordern. Jeder Anleger trägt die vollen Konsequenzen seines Handelns, genau wie man auch beim Kauf einer Aktie mit Verlusten rechnen muss. Zweifellos werden Blasen entstehen und Menschen werden beim Platzen einer solchen Blase entweder durch rechtzeitiges Aussteigen gewinnen oder im anderen Fall verlieren. Es darf also weiter gezockt werden was das Zeug hält, doch muss sich jeder Anleger bewußt sein, dass man auch auf der Verliererstraße landen kann. Frau Merkel wird sicherlich auch erfreut sein, dass sie nicht wieder vor die Presse treten und lügen muss, indem sie die Spareinlagen aller Deutschen „garantiert“.

Es bleibt festzuhalten, dass durch den Monetären Trialismus und den beiden Säulen N und Ü die Geldmenge dem Bedarf der Wirtschaft angepasst werden kann. Des Weiteren kann die Höhe des umlaufenden Geldes durch die staatliche Bankbehörde kontrolliert, eingeschränkt und auch ausgeweitet werden. Deflationen und Inflationen können somit unterbunden werden.

Der Aktien- und Finazmarkt

Der Aktien- und Finanzmarkt bleibt in gleicher Form wie bisher erhalten, jedoch ohne die Möglichkeit für Hedge Fonds, Privat Equity, etc. mit großen Hebeln zu arbeiten, da den privaten Banken die Möglichkeit zur unkontrollierten Giralgeldschöpfung genommen wurde.

Für Unternehmen besteht wie bisher die freie Wahl, sich entweder über die Aufnahme von Fremdkapital zu finanzieren oder durch Ausgabe von Aktien das Eigenkapital zu erhöhen. Der Sinn der Börse wird wieder zu seinem Ursprung gebracht, nämlich ideenreiche Menschen ohne Geld, zusammenzubringen mit investitionsbereiten Menschen ohne Ideen.

Kommen wir nun zum Abschluss zur internationalen Verrechnungseinheit Mundi, dessen Funktionsweise ich schon in dem Artikel Einstein und die Schafherde (Teil 3) ... oder die Geldordnung in Ordnung bringen! beschrieben habe. Der Vollständigkeit halber hier noch einmal:

Die internationale Verrechnungseinheit Mundi

- Die europäische Gemeinschaftswährung Euro ist gescheitert. Es war schon bei der Einführung des Euro absehbar, dass die großen Unterschiede zwischen den europäischen Volkswirtschaften zu erheblichen Ungleichgewichten führen werden. Als internationale Verrechnungseinheit wird die Währung Mundi eingeführt. Die Länder der Eurozone kehren zu ihren nationalen Währungen (gegliedert in N und Ü) zurück, um schwächeren Volkswirtschaften die Möglichkeit zur Abwertung ihrer nationalen Währung zu geben, damit deren Konkurrenzfähigkeit stabilisiert wird. Die Wechselkurse der nationalen Währungen zum Mundi bleiben frei. Das Eurosystem wird demnach aufgelöst, Guthaben und Schulden der Länder werden in das neue Mundi-System überführt.

- Die Deckung des Mundi erfolgt durch die 50 bedeutendsten Rohstoffe der Weltwirtschaft.

- Die Stabilität der Währung wird garantiert durch die Rohstoffvorräte, die in den einzelnen Ländern vorhanden sind.

- Die Kosten der Lagerhaltung der Rohstoffe werden den Guthabenhaltern von Mundi-konten anteilsmäßig als prozentuelle Kosten berechnet und stellen den Umlauf von Waren und Geld sicher.

- Der Guthabensaldo aus Außenhandelsüberschüssen auf Mundi-Konten darf eine bestimmte Höhe, die abhängig ist vom prozentualen Anteil des Landes an der Weltwirtschaft - innerhalb einer Frist von einem Jahr nicht überschreiten. Wird gegen diese Regel verstoßen, werden Überschüsse abgeschöpft und anteilsmäßig an die Defizitländer ausgeschüttet.   

- Das Mundi-System ermöglicht eine Weltwirtschaft im Gleichgewicht, ohne dass bedeutende, langfristige Leistungsbilanzdefizite entstehen können. Handelsbilanzüberschüsse, die eine bestimmte Höhe langfristig (länger als ein Jahr) überschreiten, werden besteuert und es erfolgt ein Ausgleich an die Defizitländer. Einerseits bleibt durch die Einführung der Verrechungseinheit Mundi der Wettbewerbsdruck unter den Ländern bestehen, andererseits bestehen Ober- und Untergrenzen für Handelsbilanzüberschüsse und -defizite.

Liebe Leser,

über zahlreiche Kommentare und Anregungen zum meinem – zugegeben utopischen –

Gedankenkonstrukt „Monetärer Trialismus“ würde ich mich sehr freuen. Ich habe diesen Artikel so kurz und knapp wie möglich gehalten, werde aber gerne auf Einwände und Kritik umfassend eingehen.

Herzliche Grüße

Helmut Reinhardt

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Kommentare

sky2010 am 13.09.2010 um 08:28 Uhr
Diese Artikel sind so unnötig wie ein Kropf.
Holger Kromer am 13.09.2010 um 08:42 Uhr
Hallo zusammen,

ich bin mal gespannt wer hier in die Diskussion miteinsteigt...
... wenn es gut läuft dann gehts hier so zur Sache wie bei den Interviews mit der Frau Wagenknecht.
... Gedankenkonstrukt „Monetärer Trialismus" find ich übrigens schon ein gutes Wort für den Artikel hier... der Artikel geht in meinen Augen einfach komplett an der Natur des Menschen vorbei und ist daher einfach nicht sinnvoll... genausowenig wie der Kommunismus, der aktuelle Umverteilungs-Wohlfahrtsstaat, usw.
.. ich werde mich jetzt mal schnell auf die Suche nach einem Kommentar eines anderen Schreibers in einem älteren Artikel machen... da ich den schon sehr treffend fand und dann muss ich hier nicht alles nochmals selbst schreiben...
... aber nur soviel am Rande: Grundeinkommen, Schwundgeld, Umlaufsicherung (=Ressourcenverbrennung), Ü-Geld, N-Geld, Mundi, Obergrenzen auf Konten, etc, etc. sind auch wieder so schwachsinnig, angedachte Regelungen um ein Konstrukt zu entwickeln, welches einfach besser sein soll wie das jetztige Konstrukt aus Staat, Zentralbanken und FiatMoney...
... aber Konstrukt bleibt eben Konstrukt und geht eben voll am Markt (= Menschen in einer arbeitsteiligen Gemeinschaft) vorbei...
... ok, jetzt musste ich doch noch was dazu schreiben... bin jetzt aber mal weg, den guten Kommentar eines anderen Autors zu suchen...

... bis später... und ich bin mal gespannt was es hier noch an Kommentaren zu lesen geben wird...
Punkt ! am 13.09.2010 um 08:46 Uhr
Sehr geehrter Herr Reinhardt, sehr geehrter Herr Müller und Kollegen, werte Mitleser,

Macht es für Deutsche Sinn, das eigene Vermögen möglichst sicher anlegen zu wollen? Ein Haus, Grundstücke, Edelmetalle und Wertpapiere zu erwerben, denn…..
Können Sachen Eigentümer sein? Haben Sachen Rechte?
Haben Sachen Menschenrechte?
Der Personalausweis zeigt es. Neben „Personal“, Staatsbürgerschaft „Deutsch“ findet sich auch die Mutation des Personenstandes.

Name: HIMMELREICH
Vorname: FRITZCHEN

Das bedeutet, der Ausweisinhaber ist eine Sache und juristische Person, ohne Rechte. Eine juristische Person hat den Status einer Sache. Das ist eine Ungeheuerlichkeit, deren Bedeutung und mögliche Konsequenzen sich erst nach und nach erschließt.

http://www.aktion-kehrwoche.com/de/archives/3202
http://www.natuerlicheperson.de/
http://www.terra-germania.info/wp-content/uploads/2010/08/02 .-Baustein3-Die-Bedeutung-der-Namensschreibung1.pdf
http://rsv.daten-web.de/Germanien/IDR_-_DIE_JAHRHUNDERTLUEGE _-_V4.pdf
http://www.reformverhinderer.de/
http://www.rsv.daten-web.de/Souveraenitaet.html siehe S.4 Einschränkung von Grundrechte

Nach der ersten Schockstarre die Frage, was nun?
Holger Kromer am 13.09.2010 um 08:54 Uhr
@all... ich hab den Kommentar gefunden...:

Autor: D.D.Tanis | 22.07.10

@Herr Reinhardt
Wenn Sie erlauben, würde ich mich auch gerne zu dieser Aussage Frau Wagenknechts äußern. Um es gleich vorweg zu nehmen: vollkommen abstrus. Überlegen wir doch mal gemeinsam und schauen uns die Aussage Stück für Stück an.

„Ich meinte mit Illusion, dass nicht die Deckung einer Währung das Problem ist, sondern es handelt sich vielmehr um ein Verteilungsproblem."
-> Falsch. Die Deckung ist, wie wir seit fast 100 Jahren sehen, tatsächlich das grundsätzlich Problem. Allerdings kann man wohl behaupten, dass es mit Golddeckung vielleicht ebenso schwierig gewesen wäre, dem Wachstum der Weltwirtschaft ein realistisches Gegengewicht anzuhängen.
Und dann der schönere Teil der Aussage, es handele sich VIELMEHR um ein Verteilungsproblem. Bei der Kritik an der Verteilung, die hier schon geäußert wurde, würde ich mich einfach anschließen. Anmerken würde ich hier aber noch, dass meiner Erfahrung nach das Wort "vielmehr" darauf hindeutet, dass Frau Wagenknecht sich selbst nicht ganz darüber im Klaren ist, was sie meint. Sie konkretisiert es ja nicht. Mit anderen Worten: Sie weiß es einfach nicht.

"Hätte man eine einigermaßen ausgeglichene Verteilung, käme es nie zu solchen Vermögensblasen."
-> Schon wieder so eine wischiwaschiartige Aussage. "einigermaßen". Was soll das jetzt heißen? Ich denke, Frau Wagenknecht will nur nicht sagen, dass sie eigentlich vollkommene Besitzlosigkeit und staatliche Verteilung befürwortet, da sie sonst Tage später mit dem Verfassungsschutz beim Kaffee sitzen würde. Und klar, DANN käme es auch niemals zu solchen "Vermögensblasen", was auch immer das genau sein soll, die bösen "VermögensBLASEN". Entweder hat Frau Wagenknecht ein in die Arbeit ausstrahlendes privates Problem oder aber - und das ist wohl wahrscheinlicher - sie versucht, das allseits dieser Tage oft genutzte und verdammte Wort der Blasen dazu zu missbrauchen, große Vermögen generell als schlecht darzustellen. Hier hat der VS schon die Lederhandschuhe angezogen.

"Jemand der im Monat 3000 bis 5000 Euro zur Verfügung hat, kann doch gar nicht soviel sparen, dass solch irrsinnigen Vermögen entstehen."
-> Auch wenn an den Unis oft gelehrt wird S=I, ist Sparen noch längst nicht gleich Investieren. Das eine ist das stetige Ansammeln von Geldmitteln, das andere bedeutet gezieltes Anlegen. Und man kann durchaus mit 3 bis 5 Tausend Euro im Monat große Vermögen anhäufen, wenn man richtig investiert, vielleicht wie Bill Gates damals in seine eigene Entwicklung, wobei das Geld das Geld glaube ich sogar geliehen war von unserem bösen System.

"Solche riesigen Vermögen können nur entstehen, wenn Menschen zig Millionen verdienen und dieses Einkommen es ermöglicht, dass soviel gespart werden kann."
-> Also da sträuben sich mir die Haare. Solche Aussagen habe ich höchstens mal bei Erstsemestern gehört, wenn überhaupt. Frau Wagenknecht, wie verdient man denn "zig Millionen"? Mit Arbeiten? Mit Ideen? Mit Dingen, die eine große Zahl an Menschen interessant genug findet, um dafür ein Stück ihres Einkommens, das sie selbst verdient haben, zu bezahlen? Wenn Sie diese Fragen mit "Ja" beantworten, sind sie keine Stalinistin. Leider höre ich ein leises "Nein".

"Es geht nicht darum, alles gleich zu verteilen! Aber eine Verteilung wäre sinnvoll, in der Spitzenverdiener ungefähr zwanzig Mal soviel verdienen können wie Niedriglohnbezieher."
-> Warum zwanzig Mal soviel? Wieso nicht neunzehn Mal soviel? Wieso nicht zweihundertvierundfünfzig Mal soviel? Woher kommt diese Zahl? Frau Wagenknecht, allein die Fähigkeit, Zahlen aussprechen zu können, bedeutet noch nicht, dass sie auch richtig sind. Aber herzlichen Glückwunsch von meiner Seite, Sie können "zwanzig" sagen und wahrscheinlich auch an ihren Fingern abzählen. In der Privatwirtschaft sicher ein Einstellungskriterium.

"Bei einer solchen Verteilung könnten niemals solch gigantischen Geldvermögensberge entstehen und dafür bräuchte man auch keine Rohstoff- oder Golddeckung."
-> Sie wollen also Einkommen nach oben hin begrenzen. Wäre ja eigentlich eine interessante Idee, wenn wir nicht auf der Erde, sondern auf einem anderen Planeten leben würden, auf dem die Natur des Menschen eine vollkommen andere ist und noch viel besser, in der eine supranationale Institution dafür sorgt, dass wir keinen Wettbewerb mehr haben, durch den Ideenvielfalt, technologischer Fortschritt und alle anderen menschlichen Errungenschaften entstehen und entstanden sind. Aber begrenzen wir ruhig die Einkommen, dann juckt es eben niemanden mehr, Produkte zu verbessern oder gar erst zu erfinden.

Frau Wagenknecht, ich muss ganz ehrlich sagen, Sie haben vom Tuten keine Ahnung und von Blasen erst recht nicht. Sie sind es im Grunde gar nicht wert, dass ich hier ein paar Minuten meiner Zeit für verschwende, um ihre lächerliche Gesellschaftskritik als absoluten Blödsinn zu entlarven.

Herr Reinhardt, ich habe nach Ihrem letzten Kommentar doch den Eindruck als wollten Sie Frau Wagenknecht doch etwas ins Lächerliche ziehen. Wenn das der Sinn ihres Interviews ist, dann begrüße ich das. Dennoch sollte man dieser Frau keine Bühne bieten.

Grüße

... diesem Kommentar ist wenig hinzuzufügen und damit erübrigt sich auch die Überlegungen zu Ü,N,A,B,C oder was auch immer für Geld...

viele Grüße
H.Kromer
S. Freichel am 13.09.2010 um 10:40 Uhr
ein freundliches Hallo in die Runde,

die ersten Kommentare waren ja für Herrn Reinhardt Trialismus nicht sehr ermutigend :-(

Die Kritiker haben sich jedoch an den von Herrn Reinhardt gestellten beiden Grundthesen die (aus meiner Sicht) mit seinem Trialismus-Konzept verbunden sind nicht abgearbeitet.

These 1: Der Staat muss eine stärkere Verantwortung bei der Geldversorgung des Gemeinwesens erhalten.

These 2: Die Geldarten dies zu gewährleisten dürfen und sollten unterschiedliche Geldformen annehmen.

Ich stimme beiden Thesen zu, sehe aber noch einen sehr langen Weg diese Tor zu einer neuen Geldordnung zu öffnen. Die in der bisherigen Geldordnung verhafteten Denkschemata sind noch sehr sehr stark.

Herr Rheinhardt, viel Erfolg und Kraft beim weiteren Türoffnen und ein herzliches Dankeschön für das anregende Trialismuskkonzept.

S. Freichel


sages am 13.09.2010 um 11:16 Uhr

Guten Tag Herr Reinhardt,

das Konzept des monetären Trialismus scheint mir etwas zu kompliziert. Meiner
Meinung nach, sollten wir bei möglichst einfachen und durchschaubaren Konzepten bleiben.

Ohne (unter anderem) der Subprimekrise gäbe es diese ganzen Diskussionen
zum derzeitigen Zeitpunkt nicht.

Subprimekrise --> Die Politiker ermöglichten, das dieser "Schrott" nach Europa
kommen konnte.. Die "Banker" ließen sich über den Tisch ziehen und die vielen Privatanleger waren zu gutgläubig und unaufgeklärt. Das kostete Deutschland nach diversen Berichten ca. 500 Milliarden Euro.
Eines der Probleme ist, es gibt für die Verursacher und die Beteiligten keine
Konsequenzen.
US Banken --> Schadenersatz für den vorsätzlich angerichteten Schaden.
Politiker --> Parteien abwählen und Qualifikation (Spezielle Uni-Ausbildung der Politiker) vor Antritt der Ämter einrichten, ferner variable Bezüge festgelegt an bestimmten Kriterien der Volks- und Sozialwirtschaft.
Bankmanager --> Bei "Konkursreife der Bank" wie bei Unternehmer Verpfändung des gesamten Privatvermögen, Entlassung ohne Abfindung und Bezüge auf
Hartz IV.

Weiters, jeder Mensch kann sich in der Arbeitswelt auf irgendeine Art zur Erzielung eines Einkommen oder auch für die Allgemeinheit nützlich machen.
Es gibt genügend "einfache" Arbeiten für die viele Menschen sich einfach zu "gut"
sind. Verwöhnt durch die "Sozialgeschenke" der Politiker, damit diese wieder
gewählt werden.
Nicht unbedingt mehr Lohn sondern weniger Steuern und Abgaben dann geht es den Leuten auch gleich besser.
Jedes (arbeitslose Einkommen) Grundeinkommen, verdirbt die Arbeitsmoral der
Menschen. Es gibt genügend Leute, denen es in ihrem Leben genügt, in Gruppen am Straßenrand zu stehen oder in einem Cafe zu sitzen und den vorbeifahrenden Autos nachzusehen. Und diese werden immer mehr.

Für alle Konzerne, Firmen und Personen mit Sitz in der BRD Besteuerung des Welteinkommen. Firmen außerhalb der BRD, Besteuerung Ihrer Lieferungen und
Leistungen in der BRD.

Mehr Transparenz über Staatseinnahmen und Ausgaben gegenüber der
Öffentlichkeit. Bewertung der Politiker nach der Schaffung von Werten bzw.
strategischen Vorteilen. (Alleine vom Konsum wird eine Volkswirtschaft nicht
besser --> siehe USA)

Solange die Masse der Menschen sich nicht für die wesentlichen Dinge
(nur weil es sie nicht direkt betrifft) interessiert und bei Fehlentwicklungen
dagegen massiv Auftritt, muss es noch viel schlechter werden, dass es dann
vielleicht besser wird.

Es ist auch das derzeitige System zu beherrschen, da muss es aber Politiker
mit Rückgrat geben die auch manchmal unpopuläre Maßnahmen setzen. Und
vor allen Dingen gebildete, aufgeklärte und informierte Menschen.

Mit den besten Grüssen







Michi am 13.09.2010 um 13:24 Uhr
@Holger Kromer:
Das sind mal ein paar harte Aussagen, die sie hier tätigen. Aber einen Zusammenhang in ihrer Argumentationskette müssen sie mir hier schon etwas näher erläutern.
"Umlaufsicherung (warum Ressourcenverbrennung?) ist ein schwachsinniges Konstrukt das an Menschen in einer Arbeitsteiligen Gesellschaft vorbeigeht."
Ihre Argumente welche diese Aussage belegen würden mich mal interessieren. Und bitte keinen Verweis auf den Kommentar von D.D. Tanis. Denn dieser beschäftigt sich nur in polemischer Weise mit Frau Wagenknecht.

@Herr Reinhardt:
Für mich klingt ihr Konstrukt grundsätzlich interessant, aber es bleibt eine gewisse Skepsis. Wie spielt denn das N und das Ü-Geld zusammen? Können diese getauscht werden? Wie stehen sie in diesem Zusammenhang zum Greshamschen Gesetz?
Ich denke, dass ein Ü-Geld auch nur so lange funktioniert wie es eine ausreichend große Masse gibt, die sich damit nicht zufrieden gibt und selbst was auf die Beine stellt oder alle gezwungen werden für dieses Ü-Geld etwas zu leisten. Wenn sich jeder mit dem Ü-Geld zufrieden gibt und niemand etwas macht, werden wir übertrieben gesagt alle Verhungern. Hier wären ein paar Erläuterungen ihrerseits hilfreich.
Helmut Reinhardt am 13.09.2010 um 14:54 Uhr
@Michi
Wie beschrieben ist das Ü-Geld ein in sich geschlossener Kreislauf. Das Ü-Geld ist eine vorhandene Grundgeldmenge, die nicht auf N-Konten überwiesen werden kann und nur als Giral vorliegt. Es käme auch kaum jemand auf die Idee sein N-Geld für Ü-Geld herzugeben, da das Konto am Monatsende wieder glatt gestellt wird. Ü-Geld ist also ein reines Aufteilungsmittel. Das Greshamsche Gesetz wirkt auch beim Trialismus, denn die Leute möchten das Ü-Geld möglichst zuerst ausgeben. Doch die Menge an Ü-Geld ist begrenzt und kann deshalb das „bessere“ N-Geld nicht vom Markt verdrängen.

Es liegt doch in der oft zitierten „Natur des Menschen“ etwas leisten zu wollen. Ich persönlich kenne aus meinem Umfeld niemanden, der seinen Job aufgibt, um sich freiwillig ins „soziale Netz“ fallen zu lassen. Natürlich gibt es auch solche Menschen, aber das ist eine kleine Minderheit, die auch schon heute existiert. Schauen Sie sich einmal die brasilianische Firma Semco an; die Mitarbeiter bestimmen ihre Arbeitszeiten und ihre Gehälter selbst und es funktioniert.
Und was sollte eigentlich das Ziel einer Gesellschaft sein? Vollbeschäftigung bei möglichst geringem Gehalt oder möglichst wenig Arbeit bei höchst möglichen Lebensstandard?


C. Wieland am 13.09.2010 um 15:23 Uhr
Sehr geehrter Herr Reinhardt, werte Mitdenker!

Die Frage eines funktionierenden Geldsystems zu Gunsten einer effizienten Tauschwirtschaft in einer arbeitsteiligen Welt beschäftigt mich ungemein.
Es gibt bereits sehr gute Erläuterungen dazu, wie ein Geld- und Bankensystem beschaffen sein müßte, so dass dabei die Eigentumsrechte der Bürger gewahrt und (welt)wirtschaftliche Verwerfungen aktuellen Ausmaßes ad Akta gelegt werden können.

Hierzu empfehle ich die Lektüre folgender 2er Bücher:
Polleit, Thorsten ; von Prollius, Michael: Geldreform - Vom schelchten Staatsgeld zum guten Marktgeld. Lichtschlag, 2010.
Rothbard, Murray Newton: Das Schein-Geld-System - Wie der Staat unser Geld zerstört. Resch, 2005.

Im Grunde wird hier einem die Denkrichtung der Österreichischen Schule (Carl Menger, Eugen von Böhm-Barwerk, Ludwig von Mises, Friedrich August von Hayek , Murray Rothbard,...) nahe gebracht. Für mich persönlich ist deren Argumentation absolut logisch nachvollziehbar und einleuchtend. Angefangen vom Wesen des "Geldes" (Tauschmedium [mit innerem Wert!]) bis hin zu den staatlichen Eingriffen in das Geldwesen (->Inflation, "Konjunkturzyklen") erhält man einen präzisen Durchblick.

Hat man all das gelesen, versteht man, warum untenstehende Aussage von Ihnen, Herrn Reinhardt, den Bock zum Gärtner macht:
"Des Weiteren kann die Höhe des umlaufenden Geldes durch die staatliche Bankbehörde kontrolliert, eingeschränkt und auch ausgeweitet werden. Deflationen und Inflationen können somit unterbunden werden."

Nur ein sehr begrenzt vorkommendes Tauschmedium mit innerem Wert, das sich im freien Markt als allgemeinhin akzeptiert herausgebildet hat, ist imstande marktgerechte Preise zu generieren (siehe hierzu das "Regressionstheorem" von Ludwig von Mises). Eine marktgerechte Währung kann demnach nur in Form eines Substitutes (reales u. virtuelles Papiergeld) dieses Tauschmediums (Gold und Silber hat sich im Laufe der Jahrtausende hier mehr als bewährt) bestehen. Dabei ist für eine Volkswirtschaft "[...] jede gerade momentan vorhandene Geldmenge ausreichend [...]" (S. Polleit (2010), S. 13)!
Künstlich geschaffenes Geld ohne eigenen Wert (Fiat Money), dessen Menge beliebig variiertt werden kann, führt genau jener Inflation und Deflation, die man doch politisch ach so gerne mit allen Mitteln bekämpfen möchte.
Regierungen und Banken haben bisher diese Hebel der Macht zu Ihrem Nutzen einzusetzen gewusst und wollen sich derer natürlich auch weiterhin bedienen.

Ich plädiere daher für ein Freies Marktgeld und ein System des Free Banking, wie es von den Herren Polleit und von Prollius sehr anschaulich in ihrem Buch beschrieben wird.

Herrn Reinhardts Gedanken erteile ich demnach eine klare Absage und wünsche mir, dass Sie, sehr verehrte Leserschaft, neugierig wurden und einen Blick in die Österreichische Schule wagen.
Mit besten Grüßen
C. Wieland

Wilfried am 13.09.2010 um 16:35 Uhr
Hallo Herr Reinhardt!

Vielen Dank mal wieder dafür, Gelegenheit dazu bekommen zu können, die Denkweisen zu überdenken, die uns die Probleme - nicht nur im Geldsystem eingebrockt haben.

Es geht ja tatsächlich nicht (nur) um Geld, sondern nicht minder um das 'Menschenrecht' an den Ressourcen der Welt beteiligt zu werden und vom widernatürlichen Wachstumszwang Abschied zu nehmen, der nur in ausweglose Situationen führen kann. In der Biologie nennt man unendliches Wachstum: 'Krebs'. Und so wie man in den 60er Jahren noch Flüsse begradigt hat, renaturiert man sie heute wieder. Warum wohl? Die Natur hat ein paar milliönchen Jahre mehr Erfahrung als der Mensch. Jedes 'System' wurde dort vielfach getestet und durchexerziert. Was hindert uns also daran auch hier Anleihen bei der Natur zu machen (früher oder später müssen wird das eh). Das könnte die 'Lernkurve' erheblich abkürzen.

Das bedingungslose Grundeinkommen kann tatsächlich nicht so funktionieren, wie es sein "Erfinder" sich vorstellt. Ihr Ansatz hingegen sollte weiter durchdacht werden. Übrigens hat auch E.W. Kreutzer letzte Woche dazu Stellung genommen:
http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2010/36.html

=======================

@Holger Kromer
Ich weiß nicht was das soll: Scheinbar haben Sie weder eine eigene Meinung noch Ideen wie man Kritik formulieren kann. Von geforderten 'Lösungsvorschlägen' ganz zu schweigen!?

Zumal Sie ja nicht mal das Grundverständnis darüber mitbringen, was Geld eigentlich ist: Es ist zunächst genausowenig eine "Ressource", wie ein Gepäcktrolley am Bahnhof "Gepäck" ist. Er dient lediglich dazu Ressourcen zu "transportieren" und (sinnvoll) zuzuweisen. Ein Transportsystem, dass nicht transportiert und nur Trolleys hortet, ist kein Transportsystem (mehr).

Eine Umlaufsicherung (gleich welcher Art) für das Geldsystem, kann daher niemals eine "Ressourcenverbrennung" sein. Denn wir haben ja schon lange eine. Nur: Diejenige, die wir zur Zeit haben,- der Guthabenzins, der Sparguthaben aus der Schatztruhe unter dem Bett locken soll, um auf der anderen Seite Kredite ausgeben zu können, - funktioniert nicht mehr, seitdem "Trolleys" zum Selbstzweck gehortet werden, um diejenigen die Ressourcen einsetzen (und Wohlstand schaffen) wollen, durch die Trolleyhorter er- und ausgepresst werden.
In der Bank:
"Was, - du willst Kredit von mir? - Und willst nur 3% zahlen? - Für wie blöd hälst Du mich? Wenn ich das Geld meiner Kunden an Griechenland ausleihe, bekomme ich anstandslos 11% merkelgesichert und muss mich nicht mit Dir und Deinen Bilanzen herumärgern!"

Diesem Spiel kann man ganz schnell den Boden entziehen, indem man die 'Kräfte des freien Marktes' (wieder) walten liese , - so wie es bei jedem Schuldner gemacht wird: "Trolleys" zurückfordern (sie wurden ja von unserer 'Gesellschaft kostenfrei gestellt) - und dort einsetzen, wo sie gebraucht werden

Grüße


vegaman am 14.09.2010 um 06:51 Uhr
Die Kommentare sind ja sowas von schwach, da bin ich doch ziemlich enttäuscht.

@sky2010: warum lieste die Dinger und schreibst auch noch nen Kommentar? Die Aussage jedenfalls trägt nichts zur Diskusion bei und ist einfach unsachlich.

@Holger Kromer: Geld in jedweder Form ist ein Konstrukt, das auf Vereinbarung zwischen Menschen basiert. Daher kann ich die Kritik nicht nachvollziehen. Die Zitate zur Kritik an S. Wagenknecht, na ja, die haben auch wenig mit dem hier vorgestellten systemischen Ansatz zu tun. Wenigstens wissen wir daraus, dass S.W. keine Ahnung von Wirtschaftspolitik hat, aber das war bereits zuvor bekannt.
Hier vielleicht nur ein Hinweis: Wenn jemand mal zufällig die gleiche Meinung hat wie jemand anderes, heißt das noch lange nicht, dass die beiden im gleichen Topf sind.

@Punkt, sages: Interessant, aber am Thema vorbei.

@Freichel: endlich mal ein Kommentar zum Thema!

Mir scheint es, das Thema überfordet die Leser. Und wer mir nun unendliche Arroganz vorwirft, dem rufe ich zu: Mir geht es ebenso. Eigentlich weiß ich gar nicht so recht, wie ich mit dem Artikel umgehen soll. Das muss sich erst mal setzen. Und: Eine ernste Auseinandersetzung bedeutet, dass man sich an dem Thema wirklich abarbeiten (-->Freichel) muss. Das kann dauern...

Daher zuerst einmal die Frage: Worin besteht der Unterschied zwischen Ü-Geld und BGE? Auch ein BGE könnte man derart gestalten, dass am nächsten 1. nur auf die Sicherungshöhe aufgestockt wird. Auch den Umlauf kann ich "simulieren". Hierzu benötigen wir noch eine Mitarbeitersteuer für die Unternehmen in Höhe von 1000 je MA und Monat. Weiterhin muss das BGE-Geld "gekennzeichnet" sein, damit es ab einem bestimmten Freibetrag je Unternehmen abgeschöpft werden kann.

Die Kennzeichnung des Geldes dient dann auch noch einem anderen Zweck: Sie kann verwendet werden, um zu kennzeichnen, von welcher Geschäftsbank das Geld geschöpft wurde. Die Geldschöpfung würde nicht verstaatlicht, auch das kann nähmlich nicht als optimal bezeichnet werden. Im System mit Ü-Geld/BGE würde ich das sogar als schlecht ansehen, da dies ja bereits die staatliche Geldschöpfung darstellt. Daher würde ich dem Ü/BGE-Geld und Mundi die private Geldschöpfung wie heute, jedoch MIT KENNZEICHNUNG (z.B. DB-Mundi, Coba-Mundi, ...) beistellen. Dieses Geld wäre dann "eingepfercht" zwischen Ü-Geld und (D-,I-,F-,...)Mundi, die beide entsprechend gedeckt wären. Gibt eine Bank zu viel Geld aus, fällt der Wert des Geldes gegenüber dem anderer Banken sowie dem Mundi. Der Vorteil: Die Umtauschkurse der Bankengelder untereinander und zum Mundi, die CDS-Spreads sowie die Zinsen auf Einlagen bei der Bank geben ein System, das in sich arbitragefrei sein sollte. Allen zeigen die entsprechenden Preise als Indikatoren täglich an, welche Bank wie gut wirtschaftet. Gesamthafte Fehlentwicklungen im privaten Banensektor sähe man an einer allgemeinen Abwertung des Geldes gg. Mundi. Privates Geldsystem und staatliches Geldsystem kontrollieren sich gegenseitig, denn es kann zu Situationen kommen, in denen ein DB-Mundi mehr wert ist, als ein Griechenland-Mundi...
Wozu benötigen wir diese Kontrolle überhaupt, wenn der Mundi doch gedeckt ist? Na ja, man sehe sich mal die "Buchhaltung" staatlicher Stellen an. Kann man sich da wirklich sicher sein, dass Asse-Uran wirklich nicht mitgebucht wurde als Rohstoff?? ;-))

Einen grundsätzlichen Aspekt, der mir sehr gut gefallen hat, dieses Artikels will ich nochmals herausstreichen: In dem von Herrn Reinhardt vorgeschlagenen System kann jeder sein Geld ausserhalb des FIAT-Systems "sicher" (ausgenommen der übliche Betrug bei den Rohstoffvorkommen...) anlegen, wenn auch zinslos.
Das wäre ein erheblicher Vorteil gegenüber heute. Einer Pleite des gesamten privaten Bankensystems könnte tatenlos zugesehen werden, nur Investoren (einschließlich Geldeinleger!) wäen betroffen. Jeder der Investoren weiß worauf er sich einlässt und erhält im Vorfeld dafür die Risikoprämie (z.B. in Form des Einlage-Zinses). Erpressungsversuche, und auch noch erfolgreiche der Art 2008/2010, wären dort nicht mehr möglich.

Auf der anderen Seite möchte ich eine komplette Umstellung auf Staatsgeld kritisieren. Auch das ist bereits genügend oft schief gegangen. Als Alternative sehe ich zusätzlich zu Mundi inkl. BGE mit entsprechend wie oben beschriebenem Steuersystem den Privat-MUNDI mit KENNZEICHNUNG und floatendem Wechselkurs.

Beste Grüße und herzlichen Dank für den Artikel!
vegaman am 14.09.2010 um 08:50 Uhr
@Wieland/Wilfried: Sie sind von meiner Kritik explizit ausgeschlossen. Zu der Zeit, als ich meinen Kommentar geschrieben habe, hatte ich Ihre noch nicht gelesen.

@Wieland: Dank für die Anregungen! In jedem Falle stimme ich Ihnen zu, dass ein alleiniges staatliches Monopol auf Geldschöpfung gewisse ungute Erinnerungen weckt (...Bock als Gärtner...)

@Wilfried: Hier bin ich auf die Antwort gespannt. Mein erstes Gefühl nach Lesen des Kreutzer-Artikels ist, dass man an der Kritik zum BGE recht gut die Unterschiede zum Ü-Geld herausarbeiten kann. Wesentlicher Unterschied scheint mir auf den ersten Blick zu seim, dass das Ü-Geld am Ende des Monats wieder eingezogen und neu verteilt wird. Hier sehe ich allerdings das altbekannte "Streichholz-Problem": Am Monatsende verbrennt sich irgendwer die Finger. Wie wird hier gewährleistet, dass das Geld wirklich umläuft? Als Grundvoraussetzung für den Umlauf sehe ich die Akzeptanz. Warum soll ich am 30. Ü-Geld annehmen, das ich am 1. zu (marginal) 100% "versteuern" muss? Da horte ich doch lieber meine Waren für jemanden mit N-Geld oder Mundis. Für Leute ohne Einkommen ausserhalb des Ü-Geldes bedeutet dies: monatliche Verhältnisse wie vor der Währungsreform 1946 oder in der DDR ("Bananen gibts nur gegen Westgeld"). Da sag ich nur: und monatlich grüßt das Murmeltier! Aber evtl. habe ich da was noch nicht richtig verstanden...
Punkt ! am 14.09.2010 um 09:47 Uhr
@ vegaman
Ich weiß, das es nicht das Thema trifft. , aber wo sollte ich es denn einbringen. Diese Frage ist existenziell.
Wir brauchen doch nicht über irgendwelche Geldsysteme und Anlagemöglichkeiten zu diskutieren, bevor nicht beantwortet ist:
Sind wir nun Sklaven oder wirklich freie Menschen mit allen Rechten.
vegaman am 14.09.2010 um 13:08 Uhr
@Punkt: Bevor Du hier so einen Quatsch reinstellst, solltest Du die Quellen lesen.
Dies habe ich an 2 Stellen getan:
Im Artikel 43 der Haager Konvention von 1910 steht das Wort Grundgesetz nicht.
Im Bundesgesetzblatt von 1990, Seite 1387 ist ebenfalls keinerlei Hinweis auf das, was in den Texten behauptet wird.
Daher:
Die von Dir angegeben Links sind für mich schlichtweg nicht vertrauenswürdig.
Dr. Harald Wozniewski am 15.09.2010 um 08:43 Uhr
Am 14.09.2010 21:40, schrieb Dr. Harald Wozniewski per e-mail
(Antworten von H. Reinhardt im Text)

Lieber Herr Reinhardt,
das reizt natürlich zu einer Antwort.
Zu einzelnen Passagen:
Dr. Wo: Ü-Konten für Unternehmen: Die Abschöpfung des Ü-Geldes habe ich noch nicht genau verstanden. Soll die Abschöpfung (wohl 1 Mal monatlich?) von 1000 Ü/Mitarbeiter nur greifen, falls "ein unzulässiger Kontostand erreicht" (wohl überschritten) ist und dann auch soweit? Oder soll die Abschöpfung immer greifen?

Helmut Reinhardt: 1 x monatlich werden für ein Unternehmen 1000,- Ü pro Mitarbeiter fällig, die an die staatliche Bank überwiesen werden müssen. Die Abschöpfung greift immer.

Dr. Wo: Ersterenfalls ist der Satz, "Verfügt ein Unternehmen über zu wenig Ü-Geld, was selten vorkommen sollte, kann die Zahlung auch in N-Geld erfolgen", ohne Sinn. Letzterenfalls verstehe ich den Sinn der Kontohöchstgrenze nicht. Möglicherweise habe ich es auch überhaupt nicht verstanden, so auch den Satz "Jedes Unternehmen wird bestrebt sein, der Grenze weitestgehend fern zu bleiben und zu investieren, um der Abschöpfung (Steuer) zu entgehen.". (In der Abschöpfung ist keine Steuer zu sehen. Oder soll der Staat mit diesem Geld selbst wirtschaften?)

H. Reinhardt: Ist der Ü-Kontostand eines Unternehmens = Null, müssen 1000,- pro Mitarbeiter in N-Geld bezahlt werden. Für Kontostände des N-Geldes gibt es keine Höchstgrenze. Der Staat schüttet das Ü-Geld monatlich wieder an die Bürger aus. Auffüllung der Ü-Konten.

Dr. Wo: Die math. Funktion zu Berechnung der Kontohöchstgrenze ist ganz schön heftig. Bei einem 1-Mann-Betrieb mit 30.000 Jahres(?)umsatz komme ich auf eine Grenze von 73,04 Ü, was auch immer ich davon hätte (s. o.).

H. Reinhardt: ??? Und? Soll er das Ü-Geld halt ausgeben!

Dr. Wo: Viel problematischer sehe ich folgendes: Die Ü-Geldmenge soll wohl in der Weise konstant gehalten werden, dass das Geld, das am Monatsanfang ausgezahlt wird, am Monatsende wieder vollständig eingesammelt wird. Falls nicht, hätten wir ein unkontrolliertes Geldmengenwachstum (in den Kassen der Unternehmen).

H. Reinhardt: Ü-Geldkonten sind nach oben begrenzt. Das System hat also eine Obergrenze. Der Ü-Geld-Bestand bewegt sich in einem bestimmten Rahmen, der abhängig ist von der Bevölkerungsanzahl und den Kontoständen auf den Ü-Geld-Konten der Unternehmen. Es gibt dabei keinesfalls ein unbegrenzter Geldmengenwachstum.

Dr. Wo: Das Ü-Geld: Ich sehe das grundlegende Problem, dass sich bei zwei Währungen (Ü und N) auch bei den Unternehmen zwei verschiedene Preise entwickeln werden und dass in der Folge die Ü-Währung immer unbedeutender wird. Als Beispiel nenne ich mal West-D-Mark und Ost-D-Mark in der Wirtschaft der DDR. Unsere Meudalherren werden sich gegen das Ü-Geld-System ebenso wehren, wie sie sich gegen das Sozialsystem der letzten Jahrzehnte erfolgreich (!) gewehrt haben. Die Ü-Währung wird früher oder später zu einer Hartz-IV-Versorgung verkommen, falls es überhaupt je größere Kaufkraft vermitteln können sollte.

H. Reinhardt: Ein entschiedenes Nein! Für Unternehmen ist Ü-Geld genauso "wertvoll" wie das N-Geld. Der Bedarf an Ü-Geld ist bei jedem Unternehmen vorhanden, da ansonsten pro Mitarbeiter 1000,00 N-Geld überwiesen werden müssten. Die Obergrenze auf dem Ü-Konto sorgt dafür, dass es "schlechteres" Geld ist und deshalb auch möglichst als erstes ausgegeben wird.

Dr. Wo: Die Abschaffung des Meudalismus ist nicht Ihr Thema hier, so dass es auch nicht als Vorwurf zu verstehen ist, dass der Meudalismus auch mit dem Trialismus weiter existieren wird. Aber damit werden auch die vom Meudalismus verursachten ökonomischen Probleme, die Sie zum Teil sehr wohl beseitigen wollen, nicht erfolgreich beseitigt werden können.

H. Reinhardt: Wie ist der Meudalismus entstanden. Resourcenausbeutung (z.B. Öl = Rockefeller) auf die jeder Bürger gleichgroßen Anspruch haben sollte. Exponentielle Geldguthabenvermehrung von M2+M3 durch Zahlung von Sparzinsen. Dadurch eine Anhäufung von Ertrag bringhenden Sachwerten in den Händen weniger.

Dr. Wo: Konten bei der staatlichen Bankbehörde: Woher kommt das N-Geld? Von der Bankbehörde, schreiben Sie einen Absatz zuvor. Die Bankbehörde soll das Geld nur verleihen können, das vorher auch eingezahlt wurde. Wie passt das alles zusammen??? Und was soll das mit dem Einlageschutz, wenn die Bankbehörde das Geld doch selbst schöpfen kann?! Kreditausfälle absichern? Zu wessen Gunsten?

H. Reinhardt: Das N-Geld wird ebenfalls von Staat, Städten und Gemeinden durch Investitionen in den Umlauf gebracht. Unternehmen und Bürger können N-Geld Konten bei der staatlichen Bankbehörde eröffnen und dort ihr Geld mit 100%iger Einlagegarantie parken. Unternehmen und Bürger können sich N-Geld leihen gegen Gebühr und Risikoausfallprämie genau wie heute. Bürger und Unternehmen haben hier die Möglichkeit ihr Geld 100%ig sicher aufzubewahren. Absicherung von Kreditausfällen: Zu wessen Gunsten? Natürlich zu Gunsten der Einleger und Sparer.

Dr. Wo: Und was soll das mit dem Einlageschutz, wenn die Bankbehörde das Geld doch selbst schöpfen kann?!

H. Reinhardt: Diese Frage ist mir unverständlich. Ein Kreditnehmer bezahlt keine Ausfallprämie und wenn der Kredit platzt, wird einfach neues Geld geschöpft? ???

Dr. Wo: Konten bei der privaten Banken: 100% Mindesreserve? Dann können Banken als nur ihr Eigenkapital oder Kreditvaluten, die nicht als Einlagen zählen würden, als Kredit vergeben. Angesicht der gegenwärtigen Eigenkapitalquote bei KI von vielleicht 4% würde das Kreditgeschäft mächtig in den Keller gehen. Sehe ich das richtig?

H. Reinhardt: Warum? Verfügt eine Privatbank über zu wenig eingezahlte Gelder, um den Kredit vergeben zu können muss sich der Kreditnehmer eine andere Bank suchen, die auch die Staatsbank sein kann.

Dr. Wo: Überhaupt sehe ich das Problem (anders als die Ihnen wohl bekannten Vertreter der Monetative), dass Kredit sich prinzipiell kaum staatlich beschränken und kontrollieren lässt (wozu auch!). Denn, auch wenn so eine Formel wie oben, nur das Geld soll verleihen können, das vorher auch eingezahlt wurde, verwendet wird, bleibt das große Feld des Warenkredits ("zahle später!"). Diese Geschäft werden die Banken durch neue Vertragskonstruktionen übernehmen und damit Kredite vergeben wie bisher. Giralgeldschöpfung ist ja nur deshalb möglich, weil es lediglich mit Vertragsforderungen "gestrickt" wird, nicht mit materiellem Geld (Banknoten und Münzen). Das ist aber das, was Sie unter der nächsten Überschrift als die "unkontrollierte Giralgeldschöpfung" brandmarken (= "unkontrollierte Kreditschöpfung")!

H. Reinhardt: Ein Warenkredit führt doch nicht zu einem Geldmengenwachstum. Es macht das Produkt für den Käufer, der später zahlen möchte höchstens teurer, aber es erfolgt keine Geldmengenänderung.

Dr. Wo: Der Aktien- und Finanzmarkt: "ohne die Möglichkeit für Hedge Fonds, Privat Equity, etc. mit großen Hebeln" ??? Sie wissen doch, was Hedge-Geschäfte sind. Dann wissen Sie auch, dass dies im Grunde Versicherungsgeschäfte sind. Warum verteufeln Sie also Hedge Fonds? Weil so viele darüber unsinniges Zeug erzählen? Und was haben Sie gegen Privat Equity? Ich bin hier André Kostolany!

H. Reinhardt: Ich habe etwas dagegen, wenn solche Gesellschaften mit großen Hebeln durch geliehenes Geld Märkte manipulieren und dadurch den Meudalherren exorbitante Gewinne verschaffen können. Hedge Fonds sind doch heute keine Absicherungsgesellschaften mehr. Es sind Geldvermehrungsmaschinen, die mit geliehenem Geld viel Schaden angerichtet haben.

Dr. Wo: Ihren Schluss "nämlich ideenreiche Menschen ohne Geld, zusammenzubringen mit investitionsbereiten Menschen ohne Ideen" kann ich aus dem Bisherigen nicht folgern. Ich sehe vielmehr unverändert den wuchernden Meudalismus von heute.

H. Reinhardt: Der wuchernde Meudalismus von heute wird unterbunden durch die Ober- und Untergrenzen der Geldmenge, die in diesem System vorhanden sind und im heutigen fehlen.

Dr. Wo: Den Mundi lasse ich jetzt mal aus. Manche Kommentare hier sind leider überwiegend unter aller Sau. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Viele Grüße
Ihr Harald Wozniewski

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