Fällt der Euro mit Griechenland? (Robert Halver)

Ist etwas unverständlich, sagt man in Deutschland: „Das kommt mir Spanisch vor.“ Das britische Gegenstück lautet: „It’s all Greek to me“. Und genau das beschreibt die Situation in Griechenland. Dort ähnelt die Finanzpolitik den Irrfahrten des Odysseus. Zu lange hat man mit statistischer Kosmetik die...

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Kommentare

Gandalf am 25.01.2010 um 12:14 Uhr
Das Problem ist doch: Egal ob Griechenland austritt oder eine "anonyme Euro-Anleihe" durch die Bundesrepublik aufgenommen wird (nichts anderes ist es doch, was die Kapitalanleger erwarten). Man kann sich letztlich immer nur 'Zeit kaufen' (und hoffen dass das niemand bemerkt), bis uns das Ganze, d.h. die Zinseszinspyramide um die Ohren fliegen wird.

Da kann man noch so sehr politisch korrekt von einer Wertegemeinschaft schwafeln, so lange diese Werte mit Füßen getreten werden und die leistungslos erlangten Kapitalvermögen nicht gezähmt, und ihr Monopol(y)-Spiel weiter treiben dürfen, um die freie Marktwirtschaft planmäßig und mathematisch unausweichlich zur Planwirtschaft nach kapitalmonopolistischer Gutsherrenart verkommen zu lassen

Wenn dieses Spiel nicht bald unterbrochen wird und diejenigen, die den Wohlstand erarbeiten, auch die Chance bekommen dafür entlohnt und nicht darum betrogen zu werden, gibt es Straßenkrawalle dann nicht nur in Griechenland, sondern auch bei uns.

PlanB am 25.01.2010 um 15:43 Uhr
@Gandalf und Mitleser

das trifft meiner Meinung nach den Nagel auf den Kopf!

Stellt sich da nicht die Frage nach dem: "Was können wir tun? "?
Ich finde die folgenden Gedanken als Antwort sehr interessant.

Radio-Sendung mit Alexander Benesch vom 23.Januar 2010:
http://infokrieg.tv/webradio_archiv.html

Herzliche Grüße, PlanB
PS: Ich war nicht weg, sondern habe nur viele Bücher gelesen.

Eulberg am 25.01.2010 um 17:04 Uhr
ich frage mich trotz alledem, wie es der Gemeinschaft möglich sein soll, Griechenland aus dieser Verschuldungsmiesere zu ziehen? Ohne Verletzung sämtlicher Stabilitätsniveaus (wie Sie es erwähnten) wird dies wohl nicht gelingen, also werden wieder Schulden mit Schulden entlastet und die Vertrauenswürdigkeit der EZB würde im übrigen auch weiter sinken - denn mit Zinsstabilität und Preisstabilität hätte das ja nicht mehr viel zu tun, wenn die EZB es zulässt, dass noch mehr Geld in die Wirtschaft gepumpt wird. Oder was hatten sie mit "Schmankerl" gemeint? Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Griechenland aus eigener Kraft, d.h. Flexibiliät im IN/Outputbereich, es mit der Hürde dieser Verschuldung aufnehmen kann. Weiter gedacht würde diese Umgangsweiße mit Griechenland doch auch zu einer Schwächung des Euro führen oder denk ich zu schnell/falsch bzw. ist das im großen Konext zu vernachlässigen, da sich sowieso alle auf die gleiche Weise die Wunden lecken???
Gandalf am 25.01.2010 um 19:21 Uhr
@PlanB

ja, ... was können wir tun. Diese Frage stellt sich auch mir immer dringender.

Leider sehe ich da keine "Insellösung". Mitgefangen - mitgehangen.

Ich habe mir vorgenommen, den 'Fehler im Geldystem' ständig und überall zu thematisieren, sobald die Leute in meinem Umfeld das jammern über irgendwelche Zustände "da draußen" anfangen, - seien es nun korrupte Politiker, verbrecherische Heuschrecken, die "irre" Europapolitik oder der bemitleidenswerte Nachbar mit seiner Familie, der da jetzt arbeitslos ist und dessen Haus versteigert wird.

Schade finde ich, dass es hier bei Dirk kein Forum gibt, in dem man sich etwas "technisch besser" austauschen und organisieren kann. Es strömt zur Zeit so viel Information auf einen ein, so dass man sich manchmal schwer tut, sie (allein) richtig einzuordnen und zu bewerten.

(Huhu Dirk - hast Du das gelesen?)

Dirk for President!
***Spielgeld*** am 04.02.2010 um 23:30 Uhr
Brief an die Bundeskanzlerin
Rettet den deutschen Sparer - Rettungsaktionen in der Eurozone

Sehr geehrte Bundeskanzlerin,

der Zusammenbruch des Euros steht durch die Krisen in Griechenland, Spanien und Italien unmittelbar bevor. Trotz der drohenden Gefahr spreche ich mich gegen Rettungsaktionen für Griechenland aus. Denn diese werden einen Zusammenbruch bestenfalls hinauszögern.

Rettungsaktionen – ohne schmerzhafte Gegenleistungen – sind dem deutschen ALG-II Empfänger ebenso wenig zu vermitteln sind, wie dem deutschen Steuerzahler oder den noch motivierten Unternehmern.

Hierzu bleibt festzustellen, dass wir, das deutsche Volk, Sie hierfür nicht gewählt oder gar Ihnen die Befugnis zu einem solchen Vorgehen erteilt haben.

Daher schlagen ich Ihnen folgende Lösung vor, die sowohl dem deutschen Volk, als auch der europäischen Währungsunion und Griechenland zugutekommt:

Griechenland wird nicht durch eine Rettungsaktion ohne Gegenleistung für seine miserable Haushaltspolitik belohnt.
Der griechische Staat verfügt über genügend Sachwerte, die er als Gegenleistung anzubieten hat. Hiervon sollten die ehrlichen deutschen Bürger profitieren können, denn sie haben in den letzten Jahren einen Hauptteil der fehlenden Wirtschaftsleistung der PIGS Staaten geschultert.
Der deutsche Staat offeriert Griechenland Kreditleistungen, die aber an die Abtretung griechischer Vermögenswerte gebunden sind.
Der Abtretung von Territorien ist Vorrang zu geben.
Vorzugsweise Territorien, die besteuerbare Einkommen aus Vermietung, Verpachtung oder Eintrittsgebühren generieren. (z.B. das Gelände der Akropolis)
Die abgetretenen Territorien gehen in deutschen Besitz über.
Deutsches Hoheitsrecht und Besteuerung nach deutschem Recht mit direkter Leistung an den deutschen Staat wird zur Bedingung.
Kredite an Griechenland werden erst nach Abtretung der Ansprüche zur Verfügung gestellt


Auf diese Art und Weise werden unsere Interessen gewahrt. Dieses Vorgehen ist notwendig, da der griechische Staat nicht in der Lage ist, die notwendigen Reformen selbst auf den Weg zu bringen.

Sollte es innerhalb einer kurzen Zeit nicht zu einer Lösung des Griechenland-Problems kommen, so wird der Euro mit hoher Wahrscheinlichkeit kollabieren. Die Folge ist, dass deutsche Anleger und Sparer wieder einmal um ihre Ersparnisse betrogen werden.

Daher fordern wir Sie und die Bundesregierung auf, für diesen Fall den Austritt aus der europäischen Währungsunion vorzubereiten. Denn Deutschland ist momentan „noch“ in der Lage diesen Schritt ohne allzu große Nachteile vollziehen zu können.

Quelle: berninger.de