Fahrplan für die nächsten Tage (Boris Schulze)

In meinem Börsenbrief habe ich im Ausblick auf das Jahr 2010 auf ein volatiles Börsenjahr mit einer gewissen Seitwärtsbewegung hingewiesen. Die jetzigen Kurskorrekturen sind meiner Meinung nach vollkommen normal und vor allem sehr gesund. Es sind wieder zu viele nervöse Marktteilnehmer unterwegs. Darunter auch Neueinsteiger, welche erst zum Beginn des Jahres in Aktien eingestiegen sind. Hier ist die prozentuale Verlustschwelle umso geringer. Natürlich sind die Neueinsteiger momentan nur ein Tröpfchen auf den heißen Stein. Vielmehr quittiert der Markt wohl gerade die für ihn harten Worte von Seiten des US-Präsidenten Obama. Dieser möchte die Banken weiter regulieren! In meinen Augen ein richtiger Schritt, denn während die Banken seit Monaten Milliardenhilfen vom Staat erhalten, ist es nach wie vor für diese nicht möglich, Kredite an kleine und mittelständische Firmen zu vergeben. Liebe Leserinnen und Leser, irgendwas passt doch hier nicht richtig zusammen! Eine Regulierung tut daher Not und um die Ecke gedacht ist es für die zukünftige wirtschaftliche und volkswirtschaftliche Entwicklung alles andere als negativ! Meiner Meinung nach hat die Reaktion des Marktes auf das Statement von Präsident Obama nur kurze Beine. Die Korrektur läuft, die Spreu trennt sich vom Weizen. Die Seitwärtsbewegung läuft also auf Hochtouren. Ein Hochpunkt kann bereits um 6050 Punkte markiert werden. Wo ist der Tiefpunkt auszumachen? Lassen wir dafür die Charts arbeiten.

Am Hochpunkt um ca. 6050 Punkte setzte die Korrektur ein. Die Korrektur fällt dieses Mal heftiger aus, was anhand der langen roten Kerzen im Chart deutlich wird. Eine gesunde, marktreinigende Korrektur fällt in der Regel zwischen 600-800 Punkte aus. Das erste Korrekturziel dieser Woche wurde mit 5680 Punkten bereits erreicht. Auf Sicht der kommenden Tage rechne ich aber mit weiteren Kursabgaben. Als Ziele sind hierbei der Bereich um 5470 Punkte (Korrekturziel 2) sowie der Bereich um 5313 Punkte zu nennen (Korrekturziel 3). Erreicht der DAX 5313 Punkte so hätten wir vom Hoch eine Korrektur um über 700 Punkte erlebt. Diesen Ausgang halte ich für fraglich.

Wie es sich auch entwickelt, irgendwo im Bereich des Korrekturziels 2+3 wird meiner Meinung nach der Tiefpunkt der Seitwärtsbewegung markiert. Die Marktbereinigung wäre dann abgeschlossen, der Weg für wieder steigende Notierungen in der Seitwärtsphase des Börsenjahres 2010 gegeben.

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende.

Chart erstellt mit der Webedition von www.tradesignalonline.com

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Kommentare

Hubert am 25.01.2010 um 10:09 Uhr
Hallo Herr Schulze,

m.E. ist da noch ein Korrekturpunkt den man anvisieren sollte, es handelt sich hier um das Korrekturtief bei 5150 bis 5175. Hier denke ich könnte eine übertreibung beendet werden. Nur ein Gedanke.

Gruß

Hubert.
Christian Julius am 25.01.2010 um 14:21 Uhr
Hallo,

ich bin auch Freitagabend exakt beim Jahrestief von 5570 long gegangen, mit einem KO 3000er Papier. Das dürften wir sicherlich nicht mehr erreichen und charttechnisch hatten wir diese Korrekturen immer, alle 2-3 Wochen schrien alle in Panik auf, wenn es mal 300 Punkte runter ging. Denke der zieht bald wieder Richtung 6000 weiter, wenn die Obamania aus dem Markt verschwunden ist.

Christian

Hubert am 25.01.2010 um 16:01 Uhr
Hallo Christian,

da hast du ein Witwen und Waisen Call gekauft. Es scheint mir fast schon spekulatives Investment zu sein. Kleiner Scherz am Rande. M. E. ist die Korrektur noch nicht beendet. Mein Ziel nach unten 5300 bis 5350 im ersten Schritt. Good luck.

Gruß

Hubert.
Brille am 25.01.2010 um 17:22 Uhr
Möchte auf einige Punkte hinweisen:
1.) Die gesunde Banken haben bereits damit begonnen die Tarpgelder zurückzuzahlen.

2.) Stark in die Krise involviert waren in Deutschland die Landesbanken die von den einzelnen Sparkassen und Raiffeisenbanken unterstützt werden mußten.

3.) Die Privatbanken in Deutschland waren von der Krise weniger bis gar nicht betroffen.
4.) Das weniger Kredite vergeben werden, liegt einzig am Basel II-Abkommen in denen die Vergaberichtlinien deutlich verschärft wurden. Europa hält sich an diese Richtlinien, die USA nicht. Das hat zur Folge dass in den USA eine allgemeine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage eingetreten ist.

Aber das alles müßte man seit einem Jahr wissen.
Fokko Bucys am 26.01.2010 um 10:55 Uhr
Hallo an alle.

Das ist zwar alles sehr plausibel und technisch durchaus erkennbar, aber wir dürfen alle nicht vergessen, dass die kompletten Kursstände auf "Hot Money" basieren. Ausgehend davon, dass die ganze Rally der letzten Monate eine Liquiditätsrally war und Obama gerade denen, denen das billige Geld zur Verfügung steht den Eigenhandel untersagen möchte und andere Politiker anderer Länder ins selbe Horn blasen, steht der komplette Markt auf sehr dünnem Eis.

Mag sein, dass sich das kurzfristig so darstellt, wie sie es ausführen Herr Schulze. Mittelfristig werden sie unrecht haben, wenn sich nicht eine fundamentale und vorallem makroökonomische Stabilität einstellt.
Christian Julius am 26.01.2010 um 15:22 Uhr
Und da fliegt der Deckel runter !!! Ja, da feiern wa mit! Die Verbraucher,sie vertrauen sich wieder, ist das denn die Möglichkeit! Heute morgen haben sich meine Scheine schon das Genick gebrochen beim Sturz runter auf 5550, ein paar Pillen eingeworfen und es scheint gewirkt zu haben, die DAX Rakete steigt wieder :-)))

Wie lange werden wir sehen...... bei 5700 wird verkauft´und das Geld geht in einen Flachbildschirmfernsehen, so schliessen sich die Kreise wieder.


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