(c) Mikhail Tolstoy - Fotolia.com

Die Hoffnung der Optimisten, die wie ich auf eine kurze Jahresendrally durch den Wunsch vieler Marktteilnehmer auf hohe Jahresendkurse zwecks vorteilhafter Abrechnungen für die Fonds und Bank-/Versicherungsmanager gehofft hatten, ist nicht aufgegangen. Die Horrormeldungen sind zu groß und die Aussichten zu düster, als dass sich dieses zarte Pflänzchen durchsetzen konnte. Jeder etwas höhere Kurs wurde direkt wieder zu Verkäufen genutzt. Eine kurzfristige Aufwärtsbewegung ist zwar noch immer nicht ausgeschlossen, dennoch sind die Wahrscheinlichkeiten mittlerweile deutlich verschoben und wir sollten dieses Szenario nicht mehr aktiv betreiben. Es gilt nach wie vor die übergeordnete Stoßrichtung: Süden.

Der DAX hat in der abgelaufenen Woche noch einmal das Oktobertief von etwa 4000 Punkten getestet, bevor es in der letzten Stunden des US-Handels noch einmal deutlich nach oben ging (Dow Jones +600 Punkte in einer Stunde).

Der amerikanische S&P-Index (sehr wichtiger Aktienindex. Hier sind wesentlich mehr Aktien enthalten als im DowJones) fiel  unter die Tiefststände vom März 2003 und steht so niedrig wie seit 11 Jahren nicht mehr!! Da steht uns im DAX noch einiges bevor. Auch wenn man die beiden aus verschiedenen technischen Gründen nicht genau miteinander vergleichen kann.

Die Allianzaktie steht so tief wie seit 6 Jahren nicht mehr, Daimler hat sogar das Niveau von 1993 unterschritten und das ist nun wirklich kein Finanztitel. Wenn Ihnen also mal wieder jemand erzählt, Aktien sind langfristig immer ein Gewinn, lassen Sie ihn stehen, anstatt gewalttätig zu werden. Wer vor 10 Jahren Daimler gekauft hat, ist heute tief in den roten Zahlen. Und ob die jährliche Dividende die Inflationsrate ausgeglichen hat, darf auch bezweifelt werden.

www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/:B%F6rsenausblick-Indizes-nehmen-Kurs-auf-Jahrestiefs/442055.html

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