(c) Brian Jackson - Fotolia.com

Teil 1: Hier geht's zum ersten Teil.

Teil 2: Hier geht's zum zweiten Teil.

Sahra Wagenknecht war von Juli 2004 bis Juli 2009 Mitglied des Europaparlaments. Seit Oktober 2009 ist sie Abgeordnete des Deutschen Bundestages und wirtschaftspolitische Sprecherin ihrer Fraktion.

Dieses Gespräch fand am Samstag, den 10. Juli 2010 in Düsseldorf statt.

Im Anhang finden Sie die Original-Videoaufzeichnung. (Leider ist die Tonqualität aufgrund eines technischen Problems nicht 100%ig gut. Sorry, ich bitte um Nachsicht.)

Ende Teil 2:

Sahra Wagenknecht: Ja, das ist irre. Aber es ist eben so, - wenn man Menschen die Möglichkeit dazu gibt, werden sie so handeln. Also muss man die Vorraussetzungen dafür nehmen, dass überhaupt solche irren Vermögen aufgebaut werden können. Ich verstehe jeden Normalverdiener, der ein Gefühl der Sicherheit damit verbindet, ein paar tausend Euro als Ersparnisse anzusammeln. Das sind Ersparnisse für die Zukunft, Bildung, Kinder, für alles mögliche. Das ist völlig nachvollziehbar. Das sind Sparvermögen, die gespart werden, um irgendwann verkonsumiert werden. Das Problem der riesigen Vermögen ist aber, das sie gespart werden, um sie zu vererben und um sie zu vermehren. Diese Vermögen werden nie gespart, um verkonsumiert zu werden.

Teil 3
:

Helmut Reinhardt:
Was würde denn passieren, wenn diese Riesenvermögen verkonsumiert würden. Die Deutschen haben 4,6 Billionen Euro auf der hohen Kante.

Sahra Wagenknecht:
Das kann man nicht verkonsumieren.

Helmut Reinhardt: Dann hätten wir sofort eine Hyperinflation, oder?

Sahra Wagenknecht: Ja, natürlich.

Helmut Reinhardt: Das Geld, um eine Hyperinflation auszulösen ist also schon längst da! Es müßte nur ausgegeben werden, oder?

Sahra Wagenknecht:
Ja, (lacht), aber natürlich wird der Multi-Millionär nicht anfangen, irre viel Brot zu kaufen, um damit Inflationäre Impulse auszulösen. Inflation findet seit Jahren auf den Aktien- und Finanzmärkten statt. Das ist auch eine Art von Inflation. Diese Art von Inflation ist nicht auf die Gütermärkte durchgeschlagen. Nur auf dem Luxusmarkt gab es deutlich höhere Preissteigerungen als auf den normalen Märkten.

Daran sieht man genau, wohin dieses Geld fließt. Auch diese wahnsinnigen Summen, die die EZB seit den letzten zwei Jahren druckt – natürlich meine ich das nicht physisch, sondern ich meine das Geld, das in den Markt eingespeist wurde - ist nur deswegen ohne Inflationäre Wirkung geblieben, weil es überhaupt nicht bei Otto Normalverbraucher ankam. Es ist ausschließlich in den Finanzkreislauf eingeflossen, und dadurch hat man erreicht, dass bestimmte Vermögenspreise (z.B. Aktien) wieder angestiegen sind.  

Helmut Reinhardt: Das ist ganz interessant. Vielleicht können wir das einmal kurz unseren Zuschauern erklären. Wir haben zwei Geldkreisläufe. Einmal den Kreislauf der Banken und der EZB.

Was passiert da eigentlich, wenn die EZB zum Beispiel 100 Milliarden in den Markt pumpt? (Geld kann ja sehr viel: man kann es pumpen, es kann fließen und der Rubel kann sogar rollen.) Viele Menschen stellen sich nun vor, dass Geldtransporter ausschwirren und das Geld verteilen. Doch das ist ja gar nicht so: Die EZB stellt Banken Geld zur Verfügung, damit diese untereinander ihre Überweisungen tätigen können. Unter Berücksichtigung der 2% Mindestreserve ist es den Banken dann möglich Kredite zu vergeben. Hat die EZB überhaupt noch Einfluss auf die Kreditvergabe, wenn sie z. B. die Zinsen senkt?    

Sahra Wagenknecht: Nein, das ist ja auch so ein Problem. Schon seit Jahren hat die EZB keinen Einfluss mehr auf die Kreditvergabe. Weder negativ noch positiv. Die Deregulierung der Finanzmärkte hat dazu geführt, dass der klassische Kreditmultiplikator heute nicht mehr gilt. Früher regelte der Mindestreservesatz, wieviel Kredit mit einem Euro Zentralbankgeld geschaffen werden konnte. Man konnte also genau berechnen, wieviel Kredit durch einen Euro Zentralbankgeld entstand. Das gilt schon lange nicht mehr. Die Deregulierung hat dazu geführt, dass dieser Kreditmultiplikator im Grunde  unendlich ist. Theoretisch kann man heute mit einem Euro Zentralbankgeld unendlich viel Kredit schaffen, aber es auch ganz bleiben lassen. Zurzeit horten die Banken ihr Zentralbankgeld bei der EZB, weil sie sich gegenseitig nicht mehr vertrauen. Die Banken sind in alle Richtungen völlig frei und unreguliert und können tun und lassen, was sie für richtig halten. Das ist nicht unbedingt sinnvoll für die Wirtschaft.

Helmut Reinhardt: Also haben EZB, Politik und Regierung völlig ihre Macht verloren?

Sahra Wagenknecht: Was heißt verloren? Sie haben sich selber entmachtet! Doch die Politik könnte sich die Macht zurückholen, wenn sie die Finanzmärkte regulieren, an die Kette legen und zwingen würde, sinnvolle Geschäfte zu machen. Der Rest müßte verboten werden. Es ist zum Beispiel nicht sinnvoll, dass die EZB immer noch einen – wenn auch geringen – Zins für Einlagen von Geschäftsbanken auf Zentralbankkonten zahlt. In diesem Fall könnte tatsächlich ein negativer Strafzins sinnvoll sein.

Auch müßte Banken verboten sein, Hedgefonds zu finanzieren, Eigenhandel zu betreiben oder andere spekulative Geschäfte zu machen. Mangels Alternativen würden Sie dann auch wieder ihrer eigentlichen Aufgabe nachkommen: Ihnen bliebe die normale Kreditvergabe an Wirtschaftsunternehmen, Konsumenten und Häuslebauer. Man sollte auch dieser irren Illusion abschwören, – das geht meines Erachtens nur über Vergesellschaftung - dass 25% Eigenkapitalrendite erwirtschaftet werden müssen. Dieses Ziel kann auch gar nicht mit dem normalen Kreditgeschäft erreicht werden.

Helmut Reinhardt: Was würde denn passieren, wenn Herr Ackermann ein Ziel vom 25% Eigenkapitalrendite aufgeben und sich mit – sagen wir einmal - 5% begnügen würde? Er wäre doch am nächsten Tag seinen Job los, oder?

Sahra Wagenknecht:
Nicht wenn man die Deutsche Bank vergesellschaftet. Das ist eben der Druck, der bei einer Aktiengesellschaft normal ist. Und solange es keine weltweit übereinstimmende Regulierung gibt, würden bei einer solchen Aussage Ackermanns die Deutsche-Bank-Aktien verfallen und fast unverkäuflich werden.

Helmut Reinhardt: Also sind wir uns einig, dass eine komplette Systemänderung nur global erfolgen kann?

Sahra Wagenknecht:
Nein, man könnte die Deutsche Bank sehr wohl vergesellschaften, das hat man ja auch schon mit anderen Banken getan.

Helmut Reinhardt: Hätte das nicht enorme Auswirkungen auf den Finanzstandort Deutschland?

Sahra Wagenknecht: Das ist doch auch so eine Chimäre! Die Schweden haben in ihrer Krise doch auch ihre Banken vergesellschaftet! Sie haben Bad Banks abgespaltet und das System reorganisiert. Das hat der schwedischen Wirtschaft  gut getan. Allerdings haben die Schweden dann den Fehler gemacht, dass sie ihre Banken wieder privatisiert haben. Das hätte man nicht tun müssen.

Im übrigen gibt es genug Beispiele für Privatisierungen von Banken. In Japan zum Beispiel hat man es viel zu spät gemacht, - nach Jahren des Niedergangs und dann auch wieder nur halbherzig.

Natürlich könnte ein so starkes Land wie Deutschland seinen Bankensektor reorganisieren. Natürlich könnte man das! Selbstverständlich könnte man Banken regulieren! Banken mit einer deutschen Lizenz könnte man bestimmte nationale und auch internationale Geschäfte verbieten.

Es ist doch vorprogrammiert, dass das gerade beschlossene Gesetz zum Verbot ungedeckter Leerverkäufe völlig wirkungslos bleiben wird. Deutsche Banken können an den anderen weltweiten Finanzplätzen diese Geschäfte weiterhin völlig legal machen. Das könnte man durchaus verbieten. Dieses Gesetz ist ein reiner Placebo.

Helmut Reinhardt: Sie haben in einer bemerkenswerten Rede im Bundestag einmal gesagt, die Regierung sei zu feige. Werden wir von Angsthasen regiert?
http://www.youtube.com/watch?v=ddhm3qpe7sg

Sahra Wagenknecht: Wir werden zumindest von Leuten regiert, die sich vor Entscheidungen bezüglich des Finanzmarktes erst bei Herrn Ackermann kundig machen, ob er mit den Maßnahmen einverstanden ist. Man muss sich dann nicht wundern, das dabei nicht eine Spur von konsequenter Regulierung herauskommt.

Helmut Reinhardt: Ich frag mich da gerade etwas. Wie lange sind Sie in der Politik? Sie sind seit etwa 20 Jahren dabei, oder?

Sahra Wagenknecht: Ja, in etwa. Parlamentarisch aber erst seit 2004.

Helmut Reinhardt: Jetzt einmal eine ganz ehrliche Frage. Schauen wir uns einmal die Minister an. Irgendjemand wird Wirtschaftsminister, ein anderer Bildungsminister und ein Politiker, dessen Großvater Apotheker war, wird dann zum Gesundheitsminister ernannt. Bringen diese Politiker eigentlich Fachwissen mit in ihr Ressort? Versteht unser Finanzminister Herr Schäuble das System? Unser  Geldsystem? Weiß er z. B. wie heutzutage Geld entsteht?

Sahra Wagenknecht: Ja, ich glaube, Herr Schäuble ist noch einer der wenigen, der einen gewissen Plan vom System hat.  

Helmut Reinhardt: Aber er kann Sie nicht leiden, oder?

Sahra Wagenknecht: Ja, ich hoffe mal, dass er mich politisch nicht leiden kann (lacht), es würde mich doch sehr wundern, wenn er mich politisch unterstützen würde. Zumindest macht er auf mich nicht den Eindruck eines völligen Blindfliegers, - was man nicht von allen sagen kann.

Also ich möchte ihm nicht unterstellen, dass er nicht die Spur einer Ahnung über unser Geldsystem hätte. Die herrschende Politik will einfach bestimmten Leuten und gewissen Institutionen nicht weh tun. Und wenn man das schon mal als Grundpremisse in der Politik akzeptiert, dass man den Reichen und den Banken nicht weh tun will, dann kann man einfach keine schlüssige Politik machen zum Beenden dieser Krise.

Helmut Reinhardt: Herrscht denn da wirklich Angst? Ein Politiker, der das ganze System einmal begriffen hat, müßte doch in der Lage sein etwas zu ändern? Oder sind die gekauft?

Sahra Wagenknecht: Vielleicht sind sie auf indirekte Weise auch gekauft, - durch Spenden. Im letzten Jahr haben FDP, SPD und CDU/CSU zusammen 10 Millionen Euro an Spenden bekommen. Ich frage mich, ob man für 10 Millionen seine Seele verkaufen muss. Das muss man natürlich nicht tun. Es ist beides: Einerseits eine gewisse Käuflichkeit, andererseits die Akzeptanz von wirtschaftlichen Machtstrukturen, denen man sich unterordnen muss. Das ist bei denen schon im Kopf drin. So machen sie ihre Politik. Das spielt alles zusammen. Käuflichkeit als Rechtfertigungsgrund ist auch nicht zu akzeptieren. Sie (die Regierung) wurden ja nicht von Herrn Ackermann, sondern von Millionen Bürgern gewählt, und ich glaube, diese haben sich etwas anderes von der derzeitigen Regierung versprochen.

Helmut Reinhardt: Also wenn ich mit meiner neuen Partei zum Bundeskanzler gewählt bin, werde ich mich nicht kaufen lassen. Kommen wir zurück zu meinem Parteiprogramm:

Die neuen-alten staatlichen Währungen (US-$, DM, Lire, Peseten, etc.) werden zu nationalen, umlaufgesicherten Vollgeldsystemen. Zeitgleich wird das staatliche Geldmonopol abgeschafft und ein Währungswettbewerb auf nationaler Ebene geschaffen. Nach Bedarf werden zusätzlich regionale, komplementäre und sektorale Währungen in den einzelnen Ländern nach Bedarf zugelassen. Wie z. B. das Fureai Kippu System in Japan. Kennen Sie das?

Sahra Wagenknecht: Ja, ich habe davon gehört. Aber ich halte nichts von einem Währungswettbewerb, weil das auch nur zur Spekulation führt. Das fängt schon damit an, dass man nicht weiss, welcher Währung man vertrauen soll. Es kann zu fürchterlichen Fehleinschätzungen kommen. Und wie soll der Normalmensch - der keine Zeit hat sich mit dem ganzen Kram zu befassen – bewerten, in welcher Währung er ein Sparkonto anlegen soll.

Helmut Reinhardt: Frau Wagenknecht, wissen Sie, was ich komisch finde? Geld ist eine geniale Erfindung. Es erleichtert das Wirtschaften und macht eine arbeitsteilige Wirtschaft erst möglich. Seit Jahrtausenden ist es aber so, dass wir immer nur ein Geld benutzen. [...]

Weiter in Kürze in Teil 4

Um diesen Beitrag kommentieren zu können, müssen sie eingeloggt sein!

Zugang vorhanden? Hier können Sie sich anmelden!

Kommentare

Alfi666 am 21.07.2010 um 07:28 Uhr
Hallo Herr Reinhardt,
teilweise fällt es mir schwer vom Verständnis den einzelnen Beiträgen zu folgen. Wie soll es möglich sein von einem EUR unendlich viel Geld zu schöpfen wie Fr. Wagenknecht behauptet? Ich dachte, dass Kredite durch Guthaben anderer Marktteilnehmer gedeckt sein müssten? Vielleicht hat ja jemand einen Literaturvorschlag zum Thema Geldschöpfung, Giralgeld, EZB usw. damit ich mein Wissensdefiziet in diesem Bereich schließen kann, vielen Dank.
Helmut Reinhardt am 21.07.2010 um 07:49 Uhr
Hallo @Alfi666,

klar habe ich für Sie einen Literaturvorschlag:www.cashkurs.com! Schauen Sie einfach in die Rubrik Cashkurs Reloaded und Sie finden dort fast alles, was Sie über Geld wissen sollten. Z.B. den Artikel "Zentralbanken und Zentralbankgeld" vom 16.06.2010 oder die Reihe "Wie funktioniert Geld?".
Viel Spaß beim Lesen.
Herzliche Grüße
Helmut Reinhardt
Holger Kromer am 21.07.2010 um 08:22 Uhr
@Alfi666: http://www.goldseiten.de/shop/buch.php?b_id=167

Das wäre mal ein Buchvorschlag zum Thema... allerdings sehr umfassend und schon sehr in die Tiefe gehend inkl. geschichtlichem Hinergrund. Wenn sie leichter Kost für den Anfang wollen, einfach nochmals hier im an gleicher Stelle melden..

viele Grüße
H.Kromer
Holger Kromer am 21.07.2010 um 08:23 Uhr
Hallo Herr Reinhardt,
ich hatte ja schon öfters Auseinandersetzungen hier mit Ihnen im Forum... leider gingen die Diskussionen nie bis zum Ende.. und irgendwann haben sie wieder auf einen neuen Artikel verwiesen und dann auch auf crashkurs.live in Köln.... ich war da... sie leider nicht... na ja... ich werde also weiter hier im Forum schreiben.. vorallem weil ich will, dass die Menschen verstehen um was es bei den aktuellen Problemen geht...
... und ich finds ja immer wieder nett und lustig was sie immer alles für Artikel zusammenschreiben... nur leider fangen sie immer bei C an kommen dann bis H um dann nächsten Mal bei M anzufangen und dann bis R zu schreiben... das macht in meinen Augen keinen Sinn... das verwirrt die Menschen ja mehr anstatt sie sie aufklärt... auch in diesem Artikel ist es wieder so... nett aufgemacht... aber auch total aus dem Zusammenhang gerissen ohne das man den grossen Zusammenhang verstehen kann und sie es auch nur in Ansätzen versuchen zu erklären was in der Finanzwirtschaft aktuell los ist... und da ist es vollkommen egal mit welchem Politiker aus welcher Partei auch immer sie ein Interview führen ... noch viel mehr ist es egal ob sie in dem schon schlechten System der Politik noch ihre eigene Partei gründen wollen/ werden oder was auch immer...
... zu der Frau mit der Sie das Interview geführt haben will ich nur soviel sagen... sie macht den Eindruck dass sie in Teilen Ahnung von den Vorgängen im Finanzsystem hat... daraus zieht sie leider die etwas links angehauchten Schlüsse um dann am Ende mit dem ganzen linksgerichteten Staatsunsinn um die Ecke zu kommen, indem dann erzählt wird... wir die Politik wissen schon was die Menschen wollen und was ihnen gut tut... UND das ist eben nicht der Fall... nur die Menschen selbst wissen was Ihnen gut tut... welche Nachfrage sie an den Markt haben und wie sie diese Nachfrage (durch Arbeit) stillen können... und genauso hat sich in Laufe der Menschheitsgeschichte das Geld aus allen Waren herausgebildet... auf diesem Planeten waren es wohl die Edelmetalle... und auf Basis der Arbeitsteilung konnte dann erst der auch heutige Wohlstand entstehen... und um das Geldwesen seid seiner Entstehung zu verstehen empfehle ich Ihnen als Einstieg 2 Bücher:
http://www.amazon.de/Das-Schein-Geld-System-Staat-unser-zers t%C3%B6rt/dp/3930039729/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=127930613 0&sr=8-1
http://www.amazon.de/Geldreform-schlechten-Staatsgeld-guten- Marktgeld/dp/3939562203

In diesen zwei Büchern wird sehr anschaulich erklärt, wie sich das Geld im Laufe aus anderen Waren herausgebildet hat... und erst wenn Sie mit mir auf diesem Gebiet deckungsgleich sind, können wir die Diskussionen weiterführen...

Ansonsten ist es ein netter Zeitvertreib ihre Artikel zu lesen... und ich freu mich weiterhin... wenn sie mal wieder mitten im Alphabet anfangen und mittendrin wieder aufhören... anstatt mal bei A anzufangen um dann bei Z nen Knopf hinzumachen...

In diesem Sinne hoffe ich, dass sie endlich mal auf die Anregungen eingehen und es in diesem Forum auch möglich ist, mal ein paar unsinnige Dinge aus der Welt zu räumen... wie Umlaufgeschwindigkeit, Zinseszins... da diese Dinge ja nur Symptome des falschen Geldsystems sind und eben nicht die Ursache der aktuellen Probleme innerhalb des Systems...

Jetzt bin ich mal gespannt ob dieses Mal etwas passiert und wir die Sache mal von vorne aufdrösseln können... und endlich bei der Diskussion auch mal bei A wie Anfang beginnen können...

viele Grüße und in freudiger Erwartung ihrer Kommentare
H.Kromer
Michi am 21.07.2010 um 08:35 Uhr
@Alfi666:
Einen guten Start in das Thema bietet z.B. Der Film "Der Schein trügt" von Claus Striegel. Prof. Lietaer beschreibt darin sehr gut, wie das mit der Geldschöpfung funktioniert. Auch sind seine Bücher zum Thema sehr interessant.
Zum Verständnis der unendlichen Geldschöpfung folgende Kausalkette: Die Bank X leiht sich von der Zentralbank 1€. Bei einer Mindestreserve von 2% kann sie damit 50€ an Kredit an sie vergeben. Davon kaufen sie bei mir Waren und ich nehme diese 50€ und zahle sie bei der Bank Y ein. Die Bank Y hat jetzt 50€ und kann damit bei 2% Mindestreserve 2500€ Kredit vergeben. Dieses Spiel kann man jetzt beliebig fortsetzen und erhält praktisch unendliche Summen. Das ganze funktioniert auch bei 50% Mindestreserve. Nur braucht man dazu halt etwas länger.
Helmut Reinhardt am 21.07.2010 um 09:39 Uhr
@Holger Kromer

Ach, Herr Kromer, wie oft soll ich Ihnen denn noch schreiben, dass ich in Köln bei Cashkurs Live sehr wohl anwesend war. Sie hätten mich nur ansprechen brauchen, schließlich weiss ich nicht, wie Sie aussehen!

Da schreib ich mir die Finger wund - von A („M0 Zentralbankgeld“) bis Z (Ist eine Rückkehr zu einer goldgedeckten Währung sinnvoll?) - und Sie wollen mir erzählen, dass ich immer mitten drin anfange. Vielleicht beginnen Sie einmal, meine Artikel und meine Kommentare zu den Ihrigen tatsächlich zu lesen.

Ach, und danke für Ihre Buchempfehlungen. Das von Polleit habe ich noch nicht, werde es aber gleich bestellen.

Ach ja, der gute Murray Rothbart und der böse Staat. Der Staat, dieses anonyme, böse Gebilde im Hintergrund, der die Menschen drangsaliert, besteuert und aller Freiheiten beraubt. Natürlich - nach Rothbart - haben wir das absolute Recht auf Freiheit. Warum sollte es auch verboten sein, Schusswaffen zu tragen? Schließlich kann es beim Glücksspiel oder bei Preisverhandlungen mit einer Hure immer wieder einmal zu Meinungsverschiedenheiten kommen, oder? Im Grunde sind wir Menschen doch nur Individuen, die ihr Leben möglichst „geil“ leben wollen, ohne Rücksicht auf Verluste, oder Herr Kromer? Ganz ehrlich, wenn Sie Anhänger von Rothbart sein sollten, könnten Sie auch genauso gut den „Hells Angels“ oder „Bandidos“ beitreten.

Ohne Frage sind Edelmetalle ein hervorragendes Wertaufbewahrungsmittel, aber in Bezug auf die von Ihnen Ihre geforderte Golddeckung bei Währungen kann ich mich nur Andre Kostolany anschließen:

„Ich halte den Goldstandard für einen solchen Unfug, dass ich mit der Frage "Was halten Sie vom Goldstandardsystem?" Volkswirte und Fachleute auf ihr wirtschaftliches Verständnis teste. In Wirklichkeit hat das Goldstandardsystem nie funktioniert. Keine Regierung wäre jemals bereit, eine so radikale Deflationspolitik zu betreiben, wie es das System verlangen würde.“ Andre Kostolany aus „Die Kunst über Geld nachzudenken.“
http://www.amazon.de/Die-Kunst-%C3%BCber-Geld-nachzudenken/d p/3548369286/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1279705549&sr=8-1

Beste Grüße
Helmut Reinhardt
Cherio am 21.07.2010 um 10:00 Uhr
Hallo Herr Reinhardt,

noch ein paar Vorschläge, was Sie die Stalinistin Wagenknecht noch sinnvollerweise fragen können, statt nur bla bla:

- Wir zahlen seit nahezu 20Jahren für die Politik, die die Linke vertritt (Solizuschlag für die kaputte Täterä). Wieviele Rettungspakete könne man wohl mit der Summe aufstellen, die bisher an Solizuschlag geflossen ist?

- Wodurch ist die Linke in Finanzfragen qualifiziert, die selbst (als sie noch SED hiess) einen totalen Staatsbankrott hingelegt hat?

- Wie soll eine Politik der Enteignung ohne Mauer und Schiessbefehl durchgeführt werden, wenn die Leute wieder mit den Füssen abstimmen, sprich abhauen.

Ist schon unglaublich und auch peinlich, dass man dieser Kommunistin überhaupt eine Platform bietet. Wie ein Staat wohl aussehen würde, in dem Leute wie Wagenknecht das sagen haben? Ich möchte nicht in einem solchen Land leben und hoffe sehr, dass ich es nie erleben werde, dass sich diese Stalinisten hier breit machen und regieren. Bliebe nur noch auszuwandern!

Cherio
Günter am 21.07.2010 um 10:31 Uhr
Hallo Herr Müller,

wann stoppen Sie endlich diese Farce mit Frau Wagenknecht? Ich bin enttäuscht und mit mir wahrscheinlich viele andere. Ihre Webseite wird gern gelesen und Sie tragen dazu bei, absichtlich oder unabsichtlich, die Linke Partei in Sachen Finanz- und Wirtschaftspolitik aufzuwerten. Das wäre aber wirklich ungerechtfertigt. Wenn Frau Wagenknecht mit ihrer Partei regieren könnte, hätten wir eine sozialistische Finanzwirtschaft nach bekanntem Muster. Und Sie, Herr Müller, müßten sich einen neuen Beruf suchen.
Gruß Günter
Kloppo am 21.07.2010 um 10:52 Uhr
@Holger Kromer:
Da legen Sie die Messlatte aber sehr hoch, wenn Sie verlangen, dass hier das große Ganze erklärt wird... Ich glaube diese Erwartungshaltung haben hier die Wenigsten und ich denke, dass es auch keiner wirklich kann...
Ich sehe es eigentlich so, dass Herr Reinhardt (aber auch die anderen) immer - um bei Ihrem Bild zu bleiben - einen Buchstaben erklärt. Ab und zu wird auf einen anderen Buchstaben verwiesen und so lernt man dann Stück für Stück wie sich das Alphabet wahrscheinlich zusammensetzt. Und man sieht auch an den Diskussionen hier, dass aus den gleichen "Buchstaben (=Informationen) trotzdem am Ende unterschiedliche "Sprachen / Dialekte" (=Meinungen) entstehen.
Chucky am 21.07.2010 um 11:19 Uhr
@ Herr Kromer

Wo liegt denn Ihr Problem? Ich finde alle Beiträge von Herrn Reinhardt sehr lesenswert und gut nachollziehbar!
Womöglich ist es eben ansichtssache und man hat eben unterschiedliche Meinungen, aber deshalb jemanden zum "Duell" aufzufordern ist wohl sehr anmaßend!!
@ Herr Reinhardt
Weiter so, Sie sind neben Herrn Meyer der Zweite dessen Beiträge ich alle gelesen habe, weil sie informativ und interessant geschrieben sind!! Desweiteren finde ich die Themenauswahl sehr gut (auch die Serie mit Frau Wagenknecht)!!
Alfi666 am 21.07.2010 um 11:52 Uhr
@Michi,
Danke für die einfache Erklärung bezüglich der "unendlichen Geldschöpfung"
Gemäß dieser Logik wäre die Pleite einer Bank praktisch nicht möglich. Sie könnte bei einem Kreditausfall ja einfach ein wenig EZB Geld leihen und einfach neues Geld schaffen. Das wäre Betrug und würde schließlich zu einer Inflation führen.
Die Gewinne für die Bank wären zudem praktisch unendlich hoch.
Nach meinem Verständnis geht das jedoch nicht.
Zunächst einmal muss eine Bank soweit mir bekannt ist eine Eigenkapitalquote von min. 8% haben. In wieweit mit diesem Geld wiederum „gespielt“ werden kann weiß ich nicht.
Angenommen eine Bank hat 1 mio EUR Eigenkapital und ein Kunde legt von heute auf morgen 20 mio bei dieser Bank an. In diesem Fall kann die Bank lediglich 12,5 mio EUR verleihen, da sie sonst ihre vorgeschriebene Eigenkapitalquote unterschreitet.

Als nächstes komme ich noch mal zurück auf ihr Beispiel mit dem 1,- EUR geliehenes EZB Geld. Angenommen ein Kunde leiht sich entsprechend 50,- EUR bei der Bank und lässt sich dafür seine defekte Dachrinne von einem Handwerker reparieren. Der Handwerker freut sich über die 50 EUR und bringt sie zur Bank. Diese 50 EUR haben nun einen reellen Gegenwert, nämlich die Arbeitsleistung des Handwerkers. Für den nächsten Kredit in Höhe v. 2500,- würde dann irgendwann ebenfalls eine Leistung stehen usw weswegen aufgrund der Begrenzten Leistungsfähigkeit der Wirtschaft eine unendliche Ausweitung nicht möglich ist. .

Vielleicht habe ich einen Denkfehler in meiner Darlegung. Ich beschäftige mich erst seit wenigen Wochen sofern ich die Zeit dazu finde mit diesem Thema und viele Zusammenhänge sind mir noch nicht klar.
Jedenfalls danke ich allen für die zahlreichen Literaturvorschläge.

Gruss
Alfi666
Helmut Reinhardt am 21.07.2010 um 12:08 Uhr
@Cherio
Der Soli-Zuschlag wurde nicht von den Linken, sondern von der Regierung Kohl 1991 eingeführt und zwar nicht nur als Beitrag zum „Aufbau Ost“, sondern auch zur Finanzierung unseres Beitrages zum Golfkrieg (Desert Storm) in Solidarität mit Fam. George Bush sen.

Es geht im Interview nicht um die Linken. Frau Wagenknecht ist eine Person, die sich mit unserem Geldsystem auseinander setzt und genau deswegen ist sie aufgrund ihrer Fachkenntnis ein wertvoller Gesprächspartner.

Ich hätte genau das gleiche Interesse an einem Gespräch mit ihr gehabt, wenn sie Mitglied einer anderen Partei (CDU/FDP/GRÜNE, etc) wäre. Leider gibt es unter unseren Politikern egal welcher Coleur kaum jemanden, der sich mit unserem Finanzsystem auseinander setzt. Vielleicht sind viele Mitglieder der Partei `Die Linke´ in Finanzfragen nicht qualifiziert, Sahra Wagenknecht unabhängig ihrer Parteizugehörigkeit jedoch sehr wohl.

Beste Grüße
Helmut Reinhardt
D.D.Tanis am 21.07.2010 um 12:11 Uhr
Auch beim dritten Teil muss ich mich während des Lesens der Aussagen Frau Wagenknechts innerlich zusammenreißen. Es ist unglaublich, dass diese absolut minderqualifizierte Frau sich auch noch erdreistet, jemand anders Knowhow zu attestieren oder eben nicht. Das I-Tüpfelchen ist ja noch, dass Frau Wagenknecht auch noch an einer volkswirtschaftlichen Dissertation arbeitet. Da weiß man gar nicht, ob man lachen oder weinen soll.

Ich wusste gar nicht, dass unqualifiziertes Stammstischgeblubber neuerdings als wissenschaftlich wertvoll erachtet wird.

Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass ich es im Übrigen ziemlich abenteuerlich finde, Frau Wagenknecht hier, an einem "Ort", an dem sich auch "normale" Menschen wie du und ich, über unser System und die damit verbundenen Probleme, aber auch Chancen informieren wollen, eine Plattform für ihre abstrusen absolut unwissenschaftlichen und untauglichen Aussagen zu bieten. Was, Herr Reinhardt, hat Sie nur dazu bewogen, eine fragwürdige POLITIKERIN und eine noch unseriösere "Expertin" zu einem Interview einzuladen? Sie tun meiner Meinung nach Ihrer eigenen Glaubwürdigkeit damit keinen Gefallen.

Grüße
Holger Kromer am 21.07.2010 um 12:39 Uhr
@Cherio: wunderbaren Kommentar ihrerseits... Freu mich immer wieder das es noch Menschen gibt, die anerkennen dass der Mensch naturgegeben seine eigene Freiheit besitzt und diese nur an der Grenze der Freiheit anderen Menschen endet... Und es freut mich umso mehr das es Menschen auch wie Sie gibt die immernoch für diese Rechte einstehen...
... das Gute daran ist... dass man gemeinsam die Freiheit eines jeden einzelnen am Besten verteidigen kann... in diesem Sinne sag ich nur wehret den Anfängen...
... und diese Kommunistin steht eben nicht für die Freiheit des Einzelnen ein... in dem Interview hab ich, ich kann gar nicht zählen wir oft, das Wort: Umverteilung gelesen... da muss ich mich echt zusammenreissen das ich nicht laut loslachen muss... was genau passiert denn aktuell... es wird ja fast nur noch umverteilt... von unten nach oben... von west nach ost... von der BRD in die EU und dann weiter zu allen anderen Staaten, die nicht wissen wie sie mit Geld umgehen sollen... dieses ganze System krankt doch genau wegen der Umverteilung, Enteignung, x-fachen Besteuerung jedes erarbeitetn Euros & dem Zwangsgeldmonopol der Regierungen = fiat-money... das System krankt also von oben... von dem Staats-Finanz-Machtsystem und nicht von unten von uns Menschen... und dann kommt jemand aus dem kommunistischen Lager und erzählt hier in Seelenruhe in dem Interview.. das Problem ist das wir zu wenig umverteilen und wer sich dagegen wehren will... wird einfach zwangsverstaatlicht... haha... und wenn man dann nicht mitmacht muss man wohl auswandern... und wenn sie das nicht wollen... dann haben die Linken wahrscheinlich auch schon wieder einen Plan in der Tasche... ne Mauer um Gesamtdeutschland... das würde dann immerhin der deutschen Bauwirtschaft helfen... ups bringt nichts weil ja schon lange verstaatlicht...
... die Linken scheinen immer noch nicht begriffen zu haben, das Autorität und Führung nicht durch Zwang erreichbar ist und solch schlechte kommunistische oder diktatorische Systeme immer mit Chaos enden...
... aber sie wollen immer nur das Beste... in ihren Sinne (auch der Frau Wagenknecht) wahrscheinlich zuerst unser Eigentum und später dann unsere Freiheit...

... In diesem Sinne: wehret den Anfängen... auch bei solchen Interviews...

mit freiheitlichen Grüßen an alle,
die auf die Freiheit des Einzelen noch etwas geben,
weil die Freiheit ihnen selbst noch etwas ist...
H.Kromer
gp am 21.07.2010 um 13:13 Uhr
Hallo, Herr Reinhardt!
Danke für das interessante Interview!
Wir bleiben cool....
Holger Kromer am 21.07.2010 um 13:30 Uhr
@chucky... vielen Dank für ihren Kommentar... und ihre Frage nach meinem Problem... ich will es Ihnen kurz erklären während ich in meiner eigenen mittelständigen Agentur sitze, die Aussicht geniesse, einen Kaffee trinke und auf meinen nächsten Mandanten warte und währenddessen die Diskussionen hier auf cashkurs verfolge...
... also zuerst... ein Problem ist es nicht... und ich fordere auch niemanden zu einem Duell heraus... Ich wollte nur noch einmal deutlich stellen, dass ich mit den bisherigen Feedbacks des Autors in anderen Artikel nicht zufrieden war... Ich erwarte von einem Autor auf dieser Seite einfach etwas mehr... und deshalb hab ich diesmal etwas deutlicher geschrieben... ich will ja schliesslich etwas für mein Geld haben welches ich hier aktuell gerne bezahle... und da finde ich es legitim auch einmal "draufzuhauen", nachdem davor wenig Feedback gekommen ist... und siehe da... es hat geklappt... und ich finde es cool...
... das ihnen die Artikel gefallen freut mich und ich finde die Seite cashkurs ebenfalls sehr gut... allerdings gibt es in manchen Artikel in meinen Augen oder aus meiner Sicht der Dinge teilweise einfach grobe Fehleinschätzungen und deshalb auch wahrscheinlich auch falsche Schlussfolgerungen... und wenn sich Menschen (andere Kunden dieser Seite) dann darauf festlegen und die falschen eigenen Schlüsse ziehen weil sie sich in der Finanzwelt nicht so auskennen... dann will ich auf diese Dinge einfach hinweisen... und deshalb hab ich einfach mal einen etwas schärfer formulierten Kommentar abgegeben... wie Sie sehen gibts also kein Problem... aber mal eine hitzige Auseinandersetzung tut der Seite ab und zu auch ganz gut... ;-)

viele freiheitliche Grüße
H.Kromer
Holger Kromer am 21.07.2010 um 13:41 Uhr
@Kloppo:
.. vielen Dank für ihr Feedback... ich sags mal so: wer Entwicklung, Fortschritt & Qualität haben will muss zwangsweise die Messlatte hoch hängen... und da ich diese Dinge haben will, verlange ich schon etwas... auch für mein Geld das ich hier ausgebe... Das in Summe das grosse Ganze hier erklärt wird erwarte ich nicht... aber etwas mehr Struktur erwarte ich manchmal schon... Einzelne Buchstaben zu erklären find ich auch völlig ok... aber wenn man sprunghaft durchs ABC hüpft, dann macht es manchmal einfach Sinn einen kurzen roten Faden zu spannen... damit die Leser nachvollziehen kann wie und wo man sich gerade befindet... wenn man das nämlich nicht macht... dann kommt teilweise der Spruch zum Tragen: "wenn du nicht überzeugen kannst (den Leser), dann verwirre"... und sowas find ich jetzt nicht so optimal... deshalb bring ich Lob an der Stelle an, wo ich sie gerechtfertigt finde (zB die aktuelle Silberreihe von F.Meyer... einfach nur gut) und ich trage Kritik vor wenn ich etwas finde, was ich als nicht so sinnvoll erachte... zu den nicht so sinnvollen Dingen gehören für mich in den aktuellen Reihe die Fragen an Frau Wagenknecht... ich bin mal auf Teil4 gespannt ob da noch wirklich kernige Fragen in die Tiefe kommen oder ob das Interview doch wie bisher recht oberflächlich bleibt...
TW am 21.07.2010 um 13:50 Uhr
Hallo Herr Reinhard,

ich finde es gut, dass Sie Sachverstand vor Parteizugehörigkeit die Möglichkeit eines Interviews ermöglichen. Ich habe mit den Linken nicht´s am Hut, muss jedoch eingestehen, dass Frau Wagenknecht kein blablabla - viele Worte ohne etwas zu sagen etc. von sich gibt. Man mag ja gegen die Person/Partei sein, sollte jedoch einmal genau hinhören, was sie wirklich sagt. Im Gegensatz zu unseren übrigen Politikern, drückt sie sich nicht vor klaren Aussagen und fällt in ihrer Meinung nicht dauernd mit dem Wind um. Allein schon dafür sollte man ihr Respekt zollen! Im Übrigen finde ich, dass die Vergleiche mit der Vergangenheit nicht fair sind, denn auch in dieser Partei haben sich im Laufe der Jahre Veränderungen ergeben; nicht alle dieser Anschauungen und Meinungen sollten über Bord geschmissen werden.
Wenn ich mir im Vergleich die Lügen, Heucheleien, Dummschwätzereien und Nichtssager der sogenannten etablierten Parteien anhöre, kommt mir die Galle hoch. Mutti aus der ehemaligen DDR und ihre willfährigen und substanzlosen
Gefolgsleute und deren hohles Geschätz scheint bei manchen immer noch das
Richtige zu sein.

Ich finde es dümmlich, nur weil jemandem diese Frau/Partei nicht passt, alle Überlegungen und Ideen pauschal in den Schmutz zu ziehen und beglückwünsche Sie, nicht dem Mainstream sondern dem Sachverstand zu folgen.

Liebe Grüße
Michi am 21.07.2010 um 14:13 Uhr
@Alfi666:
Die kausalität in ihrer Argumentation ist leider genau anders. Es ist eben nicht so , dass eine Bank nicht Pleite gehen kann, sondern in diesem System jede Bank praktisch Pleite ist. Das Geld wird Giral geschaffen, ist aber physisch nicht vorrätig. Sobald die Massen anfangen ihr Geld von den Banken abzuheben (Stichwort Bankrun), brechen sie zusammen.
Ihre Argumentation mit der Leistung die dem Kredit gegenübersteht ist absolut korrekt. In einer begrenzten Welt mit begrenzten Ressourcen kann diese Leistung irgendwann nicht mehr erbracht werden. Folglich können auch die Kredite irgendwann nicht mehr bedient werden. Viele "Systemkritiker" beschreiben, dass sich dieses Szenario zwanghaft alle 60-80 Jahre wieder abspielt und zwanghaft zum Kollaps führt. Das letzte mal gab es ein solches Ereignis 1929 mit all seinen folgen bis 1948.
Bezüglich Literatur zum Thema kann ich neben dem bereits erwähnten Film und dem Buch von Dirk Müller noch folgendes empfehlen:
- "Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise. Der Weg in den Dritten Weltkrieg von Günter Hannich" Ist zwar in meinen Augen grausam zu lesen, beschreibt aber das Problem ganz gut.
- "Das Geld der Zukunft: Über die zerstörerische Wirkung unseres Geldsystems und Alternativen hierzu von Bernard A. Lietaer" Brilliantes Buch, das sich gut lesen lässt und das Problem aus vielen Blickwinkeln beleuchtet.
- "Die blinden Flecken der Ökonomie: Wirtschaftstheorien in der Krise von Bernd Senf" Dieses Buch beäugt die gängigen Wirtschaftstheorien kritisch und ist auch nagenehm zu lesen. Vom Autor gibt es auch einen längeren Vortrag bei youtube, aufgeteilt in mehreren Folgen.
Zum Schluss noch ein kleiner Tipp: Lassen sie sich von dem Thema psychisch nicht zu sehr belasten, denn wie es der "Naked Comboy" sagt, "Die Krise spielt sich im Kopf ab".
Cherio am 21.07.2010 um 15:22 Uhr
@Helmut Reinhardt

"Der Soli-Zuschlag wurde nicht von den Linken"
Wo bitte habe ich das geschrieben? Tatsache ist, dass bisher für den Aufbau Ost von allen Steuerzahlern in Deutschland weit mehr aufgewendet wurde als beispielsweise das 750MRd schwere Rettungspaket für den Euro. Und das ist die Folge der Politik, die Wagenknecht vertritt, auch wenn Sie das nicht hören möchten.

Wie naiv müssen Sie sein, wenn Sie mit dieser Frau über unser Geldsystem diskutieren. Sie verteidigt die Schüsse an der Mauer, die DDR war für sie keine Diktatur usw. Diese Leute (die Linke) haben sich für alle Zeit disqualifiziert, genau wie die Nazis auch.

Da hilft es auch nicht, dass Frau Wagenknecht hier und da richtige Einwände hat: Das Ergebnis einer Linken – Regierung wird eine Diktatur sein, denn anders lassen sich ihre Ziele nicht durchsetzten. Der Kommentar von Günter trifft es genau: Nicht nur Herr Müller kann sich dann einen anderen Job suchen, sofern er nicht gleich im Gulag landet. Mann, und so was hier auf Cashkurs. Fragen Sie die Wagenknecht doch mal, was sie grundsätzlich von der Börse hält…. Und von Eigentum z.B. Der Wolf hat Kreide gefressen, aber vielleicht erwischen Sie ja eine schwachen Moment bei ihr?

Das heißt nicht, dass ich die Bankenrettung befürworte. Es ist auch vernünftig, über unser Geldsystem nachzudenken und neue Wege zu gehen. Aber bitte nicht mit Leuten, die für 40Jahre DDR-Diktatur stehen. Und kommen Sie mir nicht damit, dass die Wagenknecht aufgrund ihres Alters das kaum zu verantworten hat, sie verteidigt die DDR grundsätzlich und wäre mit einem solchen System sofort einverstanden.

@Holger Kromer
Danke, ich habe zwar nicht in der DDR gelebt, aber weiß durch Verwandte nur zu gut, was das für ein Staat war. Und an die Schikanen beim Grenzübertritt kann ich mich auch noch gut erinnern. Wehret den Anfängen, das sehe ich auch so. Diesen Leuten soll ihre Geschichte wie Scheisse an den Schuhen kleben!


Gruß

Cherio
insider am 21.07.2010 um 15:24 Uhr
@Holger Kromer:
leider habe ich bei Ihren Kommentaren genau die Schwierigkeiten, die Sie Herrn Reinhardt zu unrecht vorwerfen. Struktur sieht für mich anders aus.
Übrigens kann ich nur bestätigen, dass Herr Reinhardt in Köln anwesend war. Er ist mir mehrfach begegnet und ich konnte ihn klar erkennen, obwohl ich ihm bis dahin noch nie live gesehen hatte (das Bild bei den Autoren ist klar und deutlich).
@ Helmut Reinhardt:
Ihre Artikel sind immer wieder interessant und auch sehr gut nachvollziehbar. Die Welt und hier insbesondere das komplexe Finanzsystem lässt sich eben nicht mit einer Überschrift und 3 Unterpunkten erklären. Dies ist ja auch nicht die Aufgabe dieser Plattform, sondern vielmehr den kritischen Blick zu schärfen und sich auch für neues, fremdartiges oder auch unglaubliches zu öffnen.
Machen Sie weiter so!

outdoork am 21.07.2010 um 15:58 Uhr
Gratulation,

Frau Wagenknecht stimmt ja bei den meisten Punkten der Meinung hier im Forum überein. Sollte Sie doch eine klammheimliche Kapitalistin sein oder hat Sie etwa Kreide gefressen ?
Eventuell liegt es auch an den Themen. Was ich sowieso nicht vertehe warum hier immer wieder neue Geldsystem Modelle diskutiert werden.

1. Niemand hier hat die Macht/Möglichkeit dies zu beeinflußen

2. Keinen der die Macht/Möglichkeit hat dies zu beeinflußen interessieren die Thesen die hier aufgestellt werden

3. mir als Mitleser bringt das eigentlich überhaupt gar nichts, außer "man wird ja wohl noch träumen dürfen"

Gehen Sie mal davon aus das es bei einem Neuanfang so gemacht wird wie es für die entsprechenden Leute am passensten ist, da können Sie hier soviel diskutieren wie Sie wollen.

Cherio am 21.07.2010 um 16:26 Uhr
@Helmut Reinhardt

"Der Soli-Zuschlag wurde nicht von den Linken"
Wo bitte habe ich das geschrieben? Tatsache ist, dass bisher für den Aufbau Ost von allen Steuerzahlern in Deutschland weit mehr aufgewendet wurde als beispielsweise das 750MRd schwere Rettungspaket für den Euro. Und das ist die Folge der Politik, die Wagenknecht vertritt, auch wenn Sie das nicht hören möchten.

Wie naiv müssen Sie sein, wenn Sie mit dieser Frau über unser Geldsystem diskutieren. Sie verteidigt die Schüsse an der Mauer, die DDR war für sie keine Diktatur usw. Diese Leute (die Linke) haben sich für alle Zeit disqualifiziert, genau wie die Nazis auch.

Da hilft es auch nicht, dass Frau Wagenknecht hier und da richtige Einwände hat: Das Ergebnis einer Linken – Regierung wird eine Diktatur sein, denn anders lassen sich ihre Ziele nicht durchsetzten. Der Kommentar von Günter trifft es genau: Nicht nur Herr Müller kann sich dann einen anderen Job suchen, sofern er nicht gleich im Gulag landet. Mann, und so was hier auf Cashkurs. Fragen Sie die Wagenknecht doch mal, was sie grundsätzlich von der Börse hält…. Und von Eigentum z.B. Der Wolf hat Kreide gefressen, aber vielleicht erwischen Sie ja eine schwachen Moment bei ihr?

Das heißt nicht, dass ich die Bankenrettung befürworte. Es ist auch vernünftig, über unser Geldsystem nachzudenken und neue Wege zu gehen. Aber bitte nicht mit Leuten, die für 40Jahre DDR-Diktatur stehen. Und kommen Sie mir nicht damit, dass die Wagenknecht aufgrund ihres Alters das kaum zu verantworten hat, sie verteidigt die DDR grundsätzlich und wäre mit einem solchen System sofort einverstanden.

@Holger Kromer
Danke, ich habe zwar nicht in der DDR gelebt, aber weiß durch Verwandte nur zu gut, was das für ein Staat war. Und an die Schikanen beim Grenzübertritt kann ich mich auch noch gut erinnern. Wehret den Anfängen, das sehe ich auch so. Diesen Leuten soll ihre Geschichte wie Scheisse an den Schuhen kleben!


Gruß

Cherio
GewiNN am 21.07.2010 um 16:27 Uhr
@Kromer, @Cherio
Ich plädiere für die Freiheit des Herrn Reinhardt Interviews, mit welchen Personen auch immer, führen und veröffentlichen zu dürfen!
Ich finde es nur Widersinnig jemandem seine freie Meinungsäußerung nehmen zu wollen, weil er angeblich die Freiheit bedroht. Bitte einmal in den gedanklichen Spiegel schauen.

Herr Reinhardt, lassen Sie sich nicht beirren.

Gruß
Falkch am 21.07.2010 um 18:58 Uhr
Es ist eine Schande, wie hier gegen die Linke gegeifert wird.
Soziale Gerechtigkeit und Friedenspolitik passen einigen selbstgefälligen Vermögensbesitzern natürlich nicht in den Kram. Und wenn so einer von Freiheit spricht, meint er natürlich nur die eigene bzw. das eigene Portemonaie.
Uebrigens durch die Hilfsgelder nach Ostdeutschland wurde der Binnenmarkt, somit die Wirtschaft angekurbelt und eine Krise oder ein Crash bereits damals
verhindert. (Das hätte man natürlich auch mit Aufrüstung und Krieg erreichen können).So wurde aber aus den vorhandenen Finanzblasen etwas die Luft
rausgelassen und in etwas Reales in Ostdeutschland investiert.
Das sich andererseits dabei westdeutsche Vermögensbesitzer
an ostdeutschem Volksvermögen bereichert haben, dürfte die Solihilfe dann
wieder gänzlich relativieren.
Ich finde das Gespräch mit Frau Wagenknecht hochinteressant.
Herr Reinhardt vielen Dank.

sschwarz am 21.07.2010 um 22:27 Uhr
@Alfi666 und
@Michi
Super Fragen!

@Holger Kromer
Vielleicht sollten Sie lieber mehr zum Thema lesen, als kaffeetrinkender Weise auf Mandanten zu warten und unwirsches Zeug zu schreiben und auf Beweihräucherung Ihres Egos zu hoffen. Dann verstehen Sie bestimmt so einiges mehr.

@cherio
Auch Sie sollten sich mehr mit den Themen, über die Sie schreiben, befassen. Zeigen Sie mir ein Zitat von Frau Wagenknecht, in denen Ihre folgenden Aussagen untermauert werden: "Sie verteidigt die Schüsse an der Mauer, die DDR war für sie keine Diktatur usw.", "sie verteidigt die DDR grundsätzlich und wäre mit einem solchen System sofort einverstanden."

Können Sie nutzbringende Beiträge schreiben, die zum Thema passen, OHNE IRGENDJEMANDEN anzugreifen?

Ich wähle die Linke und Frau Wagenknecht nicht und würde es aus heutiger Sicht auch die nächsten Jahre nicht tun. Ich rege mich über Ihre Kommentare auf, weil Ihr Denunziantentum hier genauso wenig angebracht ist, wie es im dritten Reich zur Judenverfolgung geführt hat. Sie nutzen die gleichen Mittel wie die Nazis, die Sie disqualifiziert haben!

Im folgenden noch einmal die Worte Dirk Müllers zu Beginn des 1. Teil des Interviews:

"Ich habe Sarah Wagenknecht bei einer gemeinsamen Veranstaltung beim Fernsehsender Phönix kennengelernt und schätze Ihre intelligente Art und kann sagen, dass Sie viele Entwicklungen an den Finanzmärkten besser einschätzt als somancher Experte aus anderen Lagern. Ich finde es macht Sinn, verschiedene interessante Gedanken zusammenzutragen, ohne dass man jeweils gleich das gesamte Paket kaufen muss ;-)

Von daher bitte ich Sie lediglich, das Interview von Helmut Reinhardt mit Sarah Wagenknecht ohne politische Brille zu lesen/hören. Und noch mal ganz deutlich :

Ich spreche beim Wirtschaftsrat der CDU genauso wie auf Podiumsdiskussionen der SPD oder bei Attack. Es geht darum, einen breiten Konsens über Sachfragen herzustellen und die verfluchte Parteipolitik endlich zu überwinden. Wir haben so viele Probleme am Bein, dass wir uns endlich diesen widmen sollten und nicht unsere Energie mit Partei- und Machtgeplänkel verschwenden sollten."

Wenn es auch der letzte jetzt nicht versteht, sollte er lieber nur noch Kaffee trinken.
Holger Kromer am 22.07.2010 um 07:50 Uhr
@insider: das mit den Kommentaren hier ist ja auch aktuell keine fachliche Auseinandersetzung sondern eine unterhaltsame Diskussion, die eben doch auch etwas politsch geworden ist weil eben auch das Interview politische Inhalte hatte... Und dazu äußere ich sehr gerne meine Meinung, da mir viele Aussagen der Frau Wagenknecht eben überhaupt nicht gefallen...
... und das Herr Reinhardt dann wohl doch in Köln war hab ich aktuell mitbekommen auch wenn ich ihn auf der Bühne vermisst habe... :-)
Holger Kromer am 22.07.2010 um 08:08 Uhr
@ Cherio (Cherio | 21.07.10)

danke für die Rückantwort... und nochmals ein sehr guter Kommentar an den Herrn Reinhardt.... ich hab das Gefühl wir sind in dieser kleinen Runde aktuell die Einzigen die mit einem Interview welches eben doch auch politisch motiviert war nicht einverstanden sind.. das ist einerseits gut... andererseits ist es auch schon wieder beängstigend wieviele Menschen die Gefahr nicht sehen die in meinen Augen langsam aufzieht... und diese Gefahr kommte eben aus der verwaltenden Ebene (Politik)... überall werden Rechte beschnitten... mal wegen der Umwelt, Klimaschutz, mal wegen dem Terror, irgendeiner Grippewelle, Speicherung der sämtlicher Telefondaten, etc & bald wird ihnen sicherlich wieder was neues einfallen... Wem das gefällt, der kann sich gerne der Frau Wagenknecht anschliessen... der kann aber auch weiterhin auf unser schönes Papiergeld vertrauen und das die Welt ja so schön rosa ist... schöne heile Welt eben... und so hollywood like war die DDR eben doch nicht.. und genau das will Frau Wagenknecht ja erreichen... MEHR STAAT... und ich will eben weniger Staat und deshalb mag ich es nicht wenn man solchen Menschen in solchen Foren hier eine politisch angehauchte Bühne bietet... und der Wolf im Schafspelz bleibt eben ein Wolf... da beisst die Maus kein Faden ab,l auch wenn sie ja eventuell von der Wirtschaft mehr Ahnung hat wie manch anderen Politiker... aber ihre Grundmotivation ist in meinen Augen eben eine total kommunistische
siehe auch Stern 03/2010:
http://www.stern.de/politik/deutschland/sahra-wagenknecht-im -stern-von-goethe-bekehrt-von-der-politik-gerettet-1551642.html< br />

Und ich will kein System mit mehr Staat, Gleichmacherei, Umverteilung, Zwang, etc.
Wer so ein System haben will, der kann sich einerseits in diesem Land den Linken anschliessen und wer nicht so lange warten kann, der kann ja auch auswandern... Es soll ja Länder geben in denen der Weg weg von freiheitlichen Werten schon viel weiter gegangen wurde.. und die haben sicherlich noch Platz für neue Leute in ihrem System...
Ich bleibe aktuell auf jeden Fall noch hier und setze mich weiter für die freiheitlichen Rechte der Gesellschaft ein...

In diesem Sinne auf weiterhin spannende Auseinandersetzungen an dieser Stellle.

viele Grüße
H.Kromer
Holger Kromer am 22.07.2010 um 08:32 Uhr
@ GewiNN:

danke für ihren Kommentar.... die Freiheit des Herrn Reinhardt ist unbestritten... er darf, soll, etc machen was er will... und so auch gerne Interviews auf dieser Seite veröffentlichen... und so darf er natürlich auch zu allem seine freie Meinung äußern.. auch daran ist null komma null auszusetzen... und diese Interviews bedrohen auch keine Freiheit... weder meine noch wahrscheinlich die Freiheit von irgendjemand anderem hier... soviel also zuerst einmal vorweg...

... trotzdem finde ich (und das ist meine Äußerung der freien Meinung), gilt es über die Art und Weise des Interviews doch einiges zu sagen...

1a) - Interviews mit Menschen aus verschiedenen Bereichen zu führen und sie hier zu veröffentlichen find ich gut.. wie auch viele andere Beiträge.. denn würden mit die Sachen auf der Seite nicht wenigstens teilweise gefallen, hätte ich ja sicherlich kein Abo dieser Seite...

1b) - an dieser Stelle gebührt der Dank sicherlich allen Autoren... für das Interview mit Frau Wagenknecht gebührt also das Lob Herrn Reinhardt

2) trotzdem bleibt festzuhalten, dass Frau Wagenknecht eine Politikerin ist... und sie wie alle anderen Politiker auch, versuchen immer ihre politische Meinung zu verkaufen... und deshalb ist diesen Interview in meinen Augen eben kein Interview auf wirtschaftlicher Basis.. sondern ein politisch angehauchtes Interview unter dem Deckmantel der Neutralität... aber Frau Wagenknecht ist eben nicht neutral & freiheitlich orientiertl... sondern total weit links draussen...

2a) - daher bringt es auch nichts wenn Herr Müller schreibt man soll sich das Interview politisch neutral ansehen... würde ich gerne machen... geht aber NICHT wenn Frau Wagenknecht das Interview für linke Propaganda (Umverteilung, etc) missbraucht...

2c) - daher meine Kritik... ich will so linke Propaganda nicht haben... und da wiederhol ich mich gerne nochmal: wehret den Anfängen...

2d) - wenn es also ein wirtschaftliches Interview hätte sein sollen, dann hätte ich mir von Herrn Reinhardt BESSERE Fragen erhofft... und nicht das er der Frau Wagenknecht ständig Honig ums Maul schmiert... dafür ist cashkurs in meinen Augen zu wertvoll und es wäre schade wenn solch links-politisch-motivierte Gedanken hier Einzug halten... da bin ich dagegen auch wenn ich nichts machen kann... aber wenigstens kann ich meine Meinung dazu äußern :-)

2e) - das alleine ist mein Kritikpunkt an der Interviewreihe: das Interview ist in seinem Inhalt auf Grund der Fragestellung doch mehr als bedenklich...

3) vielleicht sollten sich darüber mal einige Leute hier im "Forum" Gedanken machen!!!!....

In wie immer freiheitlichen Grüßen
H.Kromer
Holger Kromer am 22.07.2010 um 08:54 Uhr
@ Falkch | 21.07.10

Es ist eine Schande, wie hier gegen die Linke gegeifert wird.
Soziale Gerechtigkeit und Friedenspolitik passen einigen selbstgefälligen Vermögensbesitzern natürlich nicht in den Kram. Und wenn so einer von Freiheit spricht, meint er natürlich nur die eigene bzw. das eigene Portemonaie.

Holger Kromer am 22.07.2010 um 09:08 Uhr
@ sschwarz | 21.07.10
Vielleicht sollten Sie lieber mehr zum Thema lesen, als kaffeetrinkender Weise auf Mandanten zu warten und unwirsches Zeug zu schreiben und auf Beweihräucherung Ihres Egos zu hoffen. Dann verstehen Sie bestimmt so einiges mehr.

sschwarz am 22.07.2010 um 09:44 Uhr
@Holger Kromer

Es ist großartig zu sehen, wie Sie Freiheit predigen, anderen aber nicht Ihre eigene Freiheit zugestehen!
Holger Kromer am 22.07.2010 um 09:48 Uhr
@all:
http://www.n-tv.de/politik/Linke-ueber-Urteil-entsetzt-artic le1111001.html

... na ja allzu freiheitlich angehaucht sind Die Linken wohl auch nicht... vielleicht stellt Frau Wagenknecht ja politisch eine Ausnahme dar & sie ist einfach nur beim falschen Verein... haha

viele Grüße
H.Kromer
Helmut Reinhardt am 22.07.2010 um 10:32 Uhr
@Holger Kromer
Vielen Dank für Ihre Kommentare. Sie haben Recht, die Diskussion ist spannend und sehr unterhaltsam. Übrigens, schön, dass das mit meiner Anwesenheit in Köln endlich geklärt ist. ;-)

Entschuldigen Sie, dass ich nicht bemerkt habe, auf Ihre früheren Kommentaren nicht intensiv genug geantwortet zu haben. Ich gelobe Besserung und versuche auch gleich damit zu beginnen. Nun interessiert mich folgendes, welche politischen Inhalte und welche Aussagen von Frau Wagenknecht stören sie konkret?

Wie stehen Sie z.B. zu dieser Aussage von Frau Wagenknecht aus dem 2. Teil:

„Ich meinte mit Illusion, dass nicht die Deckung einer Währung das Problem ist, sondern es handelt sich vielmehr um ein Verteilungsproblem. Hätte man eine einigermaßen ausgeglichene Verteilung, käme es nie zu solchen Vermögensblasen. Jemand der im Monat 3000 bis 5000 Euro zur Verfügung hat, kann doch gar nicht soviel sparen, dass solch irrsinnigen Vermögen entstehen. Solche riesigen Vermögen können nur entstehen, wenn Menschen zig Millionen verdienen und dieses Einkommen es ermöglicht, dass soviel gespart werden kann. Es geht nicht darum, alles gleich zu verteilen! Aber eine Verteilung wäre sinnvoll, in der Spitzenverdiener ungefähr zwanzig Mal soviel verdienen können wie Niedriglohnbezieher. Bei einer solchen Verteilung könnten niemals solch gigantischen Geldvermögensberge entstehen und dafür bräuchte man auch keine Rohstoff- oder Golddeckung.“

Übrigens stelle ich ihr in Teil 4 die Frage, ob sie sich die DDR zurückwünscht. Man darf gespannt sein auf ihre Antwort. ;-)

Beste Grüße
Holger Kromer am 22.07.2010 um 11:00 Uhr
@ sschwarz | 21.07.10
Vielleicht sollten Sie lieber mehr zum Thema lesen, als kaffeetrinkender Weise auf Mandanten zu warten und unwirsches Zeug zu schreiben und auf Beweihräucherung Ihres Egos zu hoffen. Dann verstehen Sie bestimmt so einiges mehr.!

Ich hatte Ihnen dazu mehr geschrieben aber leider wurde der Kommentar nicht richtig veröffentlicht... sorry dafür... somit war mein Kommentar zu Ihnen natürlich Unsinn weil ja nur meine Kopier ihrer Aussage zu lesen war... meine Kommentar dazu war leider nicht zu lesen...

vG
H.Kromer
Holger Kromer am 22.07.2010 um 13:03 Uhr
@ Helmut Reinhardt:

ja wunderbar.. also Köln ist geklärt... das find ich jetzt auch mal gut... Und es freut mich das sie Besserung geloben... dann will ich das hiermit auch tun.. warte daher sehr gespannt auf Teil4 und die Aussagen zur DDR (hihi auch wenn das ja dann eine politische Frage ist).. und ich freu mich weiterhin auf die nette Auseinandersetzung... sobald ich etwas Zeit hab werde ich auch noch auf ihren ersten Kommentar mit den Banditos und HellsAngels und dem Herrn Rothbard eingehen ;-)

... Jetzt haben sie mich ja konkret gefragt was ich von der Aussage von Frau Wagenknecht halte... und welche Aussagen mich konkret stören...

- Sahra Wagenknecht: Das Problem beginnt, wenn Menschen über Spielgeld in Millionen- oder Milliardenhöhe verfügen und vor allem Banken ihr Hauptgeschäft mit Wetten (Finanzderivaten) machen.
- Sahra Wagenknecht: Ich bin sehr dafür, den Kapitalverkehr zu eleminieren, aber ich bin – wie schon gesagt – nicht dafür, die Mittelschichten zu enteignen.
- Sahra Wagenknecht: Die Ersparnisbildung von Normalverdienern ist völlig notwendig und sinnvoll. Das Problem sind diese riesigen, spekulativen Vermögen, die sind unnötig.
- Sahra Wagenknecht: Dann müßten Sie den Kapitalismus verbieten, - der lebt davon, dass man mit Geld Geld verdient.
- Sahra Wagenknecht (lacht): Sagen Sie besser, wir überwinden ihn. Aber dann könnten Sie auch in `Die Linke` eintreten und Sie müßten keine eigene Partei gründen.

----> Das sind einige der Aussagen die mich konkret stören... den wenn ich diese Aussagen zusammenfasse... dann bedeutet dieses... die Menschen (der Markt) ist nicht in der Lage sich selbst zu organisieren... daher sollten es doch besser die Politiker (politische Verwaltungsebene) machen... und diese Art eines Wirtschaftssystem ist in meinen Augen total sinnlos... da die Planwirtschaft der Realität im Markt immer hinterherhinkt und auf Veränderungen im Markt nur viel zu langsam reagieren kann, wenn überhaupt... und dann beginnt der Kreislauf wieder von vorne und es wird noch mehr reguliert... bis der Markt tot ist... und die Menschen im Markt überhaupt keinen Handlungsspielraum mehr haben...
... die EU ist dafür doch immer wieder ein klassisches und gutes Beispiel wie man es nicht machen sollte... die regulieren sich noch zu Tode aber dieser gesamte Verwaltungsapparat trägt zum Wertschöpfungsprozess der Wirtschaft und damit zum Wohlstand der Menschen 0,00% bei...
.. und genau das gleiche hat Frau Wagenknecht in ihren Aussagen auch versteckt...
- erst nehmen wir mal den bösen Reichen etwas weg und verteilen es um... (höherer Spitzensteuersatz zB)
- wenn es nicht reicht dann gleich noch ne Reichensteuer oder sowas
- wem das nicht gefällt und wer in Freiheit das Land verlassen will... der wird nochmals besteuert / enteignet (Wegzugssteuer)
- dann werden die Banken verstaatlicht...
- andere Industriezweige folgen dann wahrscheinlich nach und nach...
- das Geldmonopol bleibt auch weiterhin beim Staat
- und zu guter letzt wird der Kapitalismus ÜBERWUNDEN schreibt sie...
---> also will sie ein neues System, welches aussieht wie oben beschrieben...
.. und da stellt sich doch dann die Frage will ich in so einem System leben...
... in einem System in dem der Mensch selbst fast nichts mehr bestimmen kann und darf.. und die politische "Kaste" immer besser weiss was die Menschen wollten...

.. wo genau führt also das ÜBERWINDEN den Kapitalismus hin... ja der Weg weg von der Marktwirtschaft führt eben immer in den Sozilismus oder in die Dikatur...
siehe auch: http://www.amazon.de/Weg-Knechtschaft-Friedrich-August-Hayek/dp/ 3789281182/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1279798031&sr=8-1

.. und wenn ich mir dann noch überlege das Menschen wie Frau Wagenknecht eventuell politischen Machteinfluss hätten... ja dann und genau dann kann einem Angst und Bange werden...

... und ich glaub das ist dann genau der Moment in dem der Herr Müller oder der Herr Meyer ihren Edelmetallbestand in einen Koffen packen und so schnell wie möglich versuchen über die Grenze zu kommen... wobei der Herr Meyer wahrscheinlich dann eher einen Kleintransporter braucht...

.. und jetzt interessiert mich... wo sind Sie in dem Moment????
... versuchen sie erstens ihr Hab und Gut samt Haut und Harren zu retten, sind sie zweitens eventuell aauch auf der Autobahn auf dem Weg zur Grenze oder treffen sie sich drittens mit Frau Wagenknecht um sich abermals von ihr erzählen zu lassen wie man das Eigentum anderer Menschen am Besten (um-)verteilen kann???

viele Grüße
H.Kromer
D.D.Tanis am 22.07.2010 um 13:15 Uhr
@Herr Reinhardt
Wenn Sie erlauben, würde ich mich auch gerne zu dieser Aussage Frau Wagenknechts äußern. Um es gleich vorweg zu nehmen: vollkommen abstrus. Überlegen wir doch mal gemeinsam und schauen uns die Aussage Stück für Stück an.

„Ich meinte mit Illusion, dass nicht die Deckung einer Währung das Problem ist, sondern es handelt sich vielmehr um ein Verteilungsproblem."
-> Falsch. Die Deckung ist, wie wir seit fast 100 Jahren sehen, tatsächlich das grundsätzlich Problem. Allerdings kann man wohl behaupten, dass es mit Golddeckung vielleicht ebenso schwierig gewesen wäre, dem Wachstum der Weltwirtschaft ein realistisches Gegengewicht anzuhängen.
Und dann der schönere Teil der Aussage, es handele sich VIELMEHR um ein Verteilungsproblem. Bei der Kritik an der Verteilung, die hier schon geäußert wurde, würde ich mich einfach anschließen. Anmerken würde ich hier aber noch, dass meiner Erfahrung nach das Wort "vielmehr" darauf hindeutet, dass Frau Wagenknecht sich selbst nicht ganz darüber im Klaren ist, was sie meint. Sie konkretisiert es ja nicht. Mit anderen Worten: Sie weiß es einfach nicht.

"Hätte man eine einigermaßen ausgeglichene Verteilung, käme es nie zu solchen Vermögensblasen."
-> Schon wieder so eine wischiwaschiartige Aussage. "einigermaßen". Was soll das jetzt heißen? Ich denke, Frau Wagenknecht will nur nicht sagen, dass sie eigentlich vollkommene Besitzlosigkeit und staatliche Verteilung befürwortet, da sie sonst Tage später mit dem Verfassungsschutz beim Kaffee sitzen würde. Und klar, DANN käme es auch niemals zu solchen "Vermögensblasen", was auch immer das genau sein soll, die bösen "VermögensBLASEN". Entweder hat Frau Wagenknecht ein in die Arbeit ausstrahlendes privates Problem oder aber - und das ist wohl wahrscheinlicher - sie versucht, das allseits dieser Tage oft genutzte und verdammte Wort der Blasen dazu zu missbrauchen, große Vermögen generell als schlecht darzustellen. Hier hat der VS schon die Lederhandschuhe angezogen.

"Jemand der im Monat 3000 bis 5000 Euro zur Verfügung hat, kann doch gar nicht soviel sparen, dass solch irrsinnigen Vermögen entstehen."
-> Auch wenn an den Unis oft gelehrt wird S=I, ist Sparen noch längst nicht gleich Investieren. Das eine ist das stetige Ansammeln von Geldmitteln, das andere bedeutet gezieltes Anlegen. Und man kann durchaus mit 3 bis 5 Tausend Euro im Monat große Vermögen anhäufen, wenn man richtig investiert, vielleicht wie Bill Gates damals in seine eigene Entwicklung, wobei das Geld das Geld glaube ich sogar geliehen war von unserem bösen System.

"Solche riesigen Vermögen können nur entstehen, wenn Menschen zig Millionen verdienen und dieses Einkommen es ermöglicht, dass soviel gespart werden kann."
-> Also da sträuben sich mir die Haare. Solche Aussagen habe ich höchstens mal bei Erstsemestern gehört, wenn überhaupt. Frau Wagenknecht, wie verdient man denn "zig Millionen"? Mit Arbeiten? Mit Ideen? Mit Dingen, die eine große Zahl an Menschen interessant genug findet, um dafür ein Stück ihres Einkommens, das sie selbst verdient haben, zu bezahlen? Wenn Sie diese Fragen mit "Ja" beantworten, sind sie keine Stalinistin. Leider höre ich ein leises "Nein".

"Es geht nicht darum, alles gleich zu verteilen! Aber eine Verteilung wäre sinnvoll, in der Spitzenverdiener ungefähr zwanzig Mal soviel verdienen können wie Niedriglohnbezieher."
-> Warum zwanzig Mal soviel? Wieso nicht neunzehn Mal soviel? Wieso nicht zweihundertvierundfünfzig Mal soviel? Woher kommt diese Zahl? Frau Wagenknecht, allein die Fähigkeit, Zahlen aussprechen zu können, bedeutet noch nicht, dass sie auch richtig sind. Aber herzlichen Glückwunsch von meiner Seite, Sie können "zwanzig" sagen und wahrscheinlich auch an ihren Fingern abzählen. In der Privatwirtschaft sicher ein Einstellungskriterium.

"Bei einer solchen Verteilung könnten niemals solch gigantischen Geldvermögensberge entstehen und dafür bräuchte man auch keine Rohstoff- oder Golddeckung."
-> Sie wollen also Einkommen nach oben hin begrenzen. Wäre ja eigentlich eine interessante Idee, wenn wir nicht auf der Erde, sondern auf einem anderen Planeten leben würden, auf dem die Natur des Menschen eine vollkommen andere ist und noch viel besser, in der eine supranationale Institution dafür sorgt, dass wir keinen Wettbewerb mehr haben, durch den Ideenvielfalt, technologischer Fortschritt und alle anderen menschlichen Errungenschaften entstehen und entstanden sind. Aber begrenzen wir ruhig die Einkommen, dann juckt es eben niemanden mehr, Produkte zu verbessern oder gar erst zu erfinden.

Frau Wagenknecht, ich muss ganz ehrlich sagen, Sie haben vom Tuten keine Ahnung und von Blasen erst recht nicht. Sie sind es im Grunde gar nicht wert, dass ich hier ein paar Minuten meiner Zeit für verschwende, um ihre lächerliche Gesellschaftskritik als absoluten Blödsinn zu entlarven.

Herr Reinhardt, ich habe nach Ihrem letzten Kommentar doch den Eindruck als wollten Sie Frau Wagenknecht doch etwas ins Lächerliche ziehen. Wenn das der Sinn ihres Interviews ist, dann begrüße ich das. Dennoch sollte man dieser Frau keine Bühne bieten.

Grüße
Helmut Reinhardt am 22.07.2010 um 13:36 Uhr
@Holger Kromer
ich habe gerade Ihre neusten Kommentare gelesen. Das mit dem "Honig um?s Maul schmieren" finde ich interessant. Welche Stelle(n) im Gespräch meinen Sie damit genau?

Zu Ihrem Punkt 2c): Inwiefern halten Sie diesen Punkt vereinbar mit Ihrer Forderung nach möglichst großer Freiheit, die nur an der Grenze anderer Menschen aufhört, wenn Sie gleichzeitig andere Meinungen im Ansatz nicht zulassen und zensieren möchten? Zitat: "ich will so linke Propaganda nicht haben... und da wiederhol ich mich gerne nochmal:
wehret den Anfängen..."

Gruß
sschwarz am 22.07.2010 um 14:32 Uhr
@ Helmut Reinhardt
Schön, dass Ihnen die subjektive Interpretation der Freiheit auch aufgefallen ist;-)

@ Holger Kromer
Was haben Sie denn geschrieben, was im Kommentar nicht wiedergegeben wurde?
GewiNN am 22.07.2010 um 14:36 Uhr
@Kromer

Wie soll denn das "Wehret den Anfängen" aussehen?
Auch interessiert mich brennend welche Staatsform Sie favorisieren, die wohl ohne Politiker auskommt.

Ich will alle Informationen haben für alle, so dass sich jeder selbst sein Urteil bilden kann. Vorher zu filtern ("will ich hier nicht haben"), blendet ein weiteren Teil der Welt aus (vieles blenden wir so oder so aus), der trotzdem da ist. Trotzdem werden wir alle jeder seine eigene Wirklichkeit haben, die sich jeder aus seinen Informationen und Gedankengängen zurecht schustert.

Im Übrigen ist jede Umverteilung eine Verteilung und jede Verteilung eine Umverteilung. Diese findet in jeder sozialen Gemeinschaft statt. Die Frage ist nur
welche Verteilung sinnvoll ist und die Gemeinschaft stabilisiert und fördert.
Dazu möchte ich auf meinen Kommentar im 2. Teil des Interviews verweisen.

Gruß
Holger Kromer am 22.07.2010 um 15:45 Uhr
Also ich warte mal mit den nächsten Kommentaren bis alle die ich schon geschrieben habe, veröffentlich sind... ich hab aktuell das Gefühl das System hier ist ein wenig überlastet oder die Admins kommen mit lesen nicht mehr hinterher... :-)
Dann werde ich sämliche an mich gerichtete Fragen sehr gerne beantworten... :-)

MfG
H.Kromer
Holger Kromer am 22.07.2010 um 16:16 Uhr
Autor: sschwarz | 22.07.10

@ Helmut Reinhardt
Schön, dass Ihnen die subjektive Interpretation der Freiheit auch aufgefallen ist;-)

... FALSCH... es ist keine subjektive Interpretation der Freiheit... lustig das alle meinen darauf jetzt rumreiten zu müssen... H.REinhardt hat ja das Gleiche gefragt... und da er noch weitere Fragen hatte... beantworte ich diese Frage hier einfach in dem nächsten Kommentar...
Holger Kromer am 22.07.2010 um 16:31 Uhr
@Autor: sschwarz | 22.07.10
@ sschwarz | 21.07.10
Vielleicht sollten Sie lieber mehr zum Thema lesen, als kaffeetrinkender Weise auf Mandanten zu warten und unwirsches Zeug zu schreiben und auf Beweihräucherung Ihres Egos zu hoffen. Dann verstehen Sie bestimmt so einiges mehr.!
@ Holger Kromer
Was haben Sie denn geschrieben, was im Kommentar nicht wiedergegeben wurde?

... ich glaub es war in etwa in der Art...
... man kann gleichzeitig lesen und Kaffee trinken ... das war schon damals an der Uni so...
... unwirsch zu schreiben ist ja hier gerade ne lustige Art... das hatten wir ja schon... einfach mal mitten im ABC anzufangen... und ich hab da einfach mitgemacht... in der Zwischenzeit hab ich ja schon wieder weitere Kommentare geschrieben und natürlich auch versucht noch mehr Struktur reinzubringen ;-)
... die Sache mit dem Ego liegt mir fern... und Beweihräucherung ebenfalls...
... darum gehts hier ja auch nicht... es geht doch darum... in welcher Form man Menschen aus unterschiedlichen Richtungen und eventuell auch aus der Politik hier auf dieser Seite eine Plattform gibt... und Frau Wagenknecht sollte man in meinen Augen eben solch eine Plattform nicht bieten... das ist einfach meine Meinung hier als zahlender Kunde... sie hat sich ja durch das Interview sowieso wieder einmal selbst in fachlicher Hinsicht soweit ins Abseits gestellt, das es ja schon echt keinen Sinn mehr macht über die teilweise echt unsinningen Aussagen sich auszutauschen... (siehe Kommentar DDTanis)...
... ich hab also nichts dagegen dass sie durch die Lande zieht und versucht Menschen für ihre in meinen Augen unsinnigen Ideen zu gewinnen... jeder wie er will... und wenn ich selbst mal lachen will und mir unsinnigste Aussagen zur Wirtschaft durchlesen will... dann hol ich mit das Parteiprogramm der Linken...
... aber muss man solche Dinge wirklich auf cashkurs diskutieren???...
.. wobei ich ja zu guter Letzt sagen muss... es macht echt Spass hier zu diskutieren und wenn das Interview wenigstens zu irgendwas gut war, dann doch das hier mal richtig diskutiert wird... aber zu mehr ist das Interview rein vom Inhalt nicht zu gebrauchen... :-)

viele Grüße an alle Mitdiskutierenden :-) & an Herrn Reinhardt als Autor
H.Kromer
GewiNN am 22.07.2010 um 16:38 Uhr
@Kromer

Wie soll denn das "Wehret den Anfängen" aussehen?
Auch interessiert mich brennend welche Staatsform Sie favorisieren, die wohl ohne Politiker auskommt.

Ich will alle Informationen haben für alle, so dass sich jeder selbst sein Urteil bilden kann. Vorher zu filtern ("will ich hier nicht haben"), blendet ein weiteren Teil der Welt aus (vieles blenden wir so oder so aus), der trotzdem da ist. Trotzdem werden wir alle jeder seine eigene Wirklichkeit haben, die sich jeder aus seinen Informationen und Gedankengängen zurecht schustert.

Im Übrigen ist jede Umverteilung eine Verteilung und jede Verteilung eine Umverteilung. Diese findet in jeder sozialen Gemeinschaft statt. Die Frage ist nur
welche Verteilung sinnvoll ist und die Gemeinschaft stabilisiert und fördert.
Dazu möchte ich auf meinen Kommentar im 2. Teil des Interviews verweisen.

Gruß
Holger Kromer am 22.07.2010 um 16:47 Uhr
Autor: Helmut Reinhardt | 22.07.10
@Holger Kromer
ich habe gerade Ihre neusten Kommentare gelesen. Das mit dem "Honig um?s Maul schmieren" finde ich interessant. Welche Stelle(n) im Gespräch meinen Sie damit genau?

Zu Ihrem Punkt 2c): Inwiefern halten Sie diesen Punkt vereinbar mit Ihrer Forderung nach möglichst großer Freiheit, die nur an der Grenze anderer Menschen aufhört, wenn Sie gleichzeitig andere Meinungen im Ansatz nicht zulassen und zensieren möchten? Zitat: "ich will so linke Propaganda nicht haben... und da wiederhol ich mich gerne nochmal:
wehret den Anfängen..."

Holger Kromer am 22.07.2010 um 17:00 Uhr
Also ich warte mal mit den nächsten Kommentaren bis alle die ich schon geschrieben habe, veröffentlich sind... ich hab aktuell das Gefühl das System hier ist ein wenig überlastet oder die Admins kommen mit lesen nicht mehr hinterher... :-)
Dann werde ich sämliche an mich gerichtete Fragen sehr gerne beantworten... :-)

MfG
H.Kromer
Holger Kromer am 22.07.2010 um 17:18 Uhr
haha.. das System hier ist aktuell völlig überlastet..
...ich hoffe der Server bricht nicht nochzusammen...

.. schon wieder wurde ein kommentar 2 mal veröffentlicht
und schon wieder wurde ein Kommentar an herrn Reinhardt mittendrin abgeschnitten... hoffentlich keine Zensur.. hahahahah... kleiner Spass ;-)

...aber nachdem wir das heute ja schon mal hatten hab ich mir den Kommentar gespeichert und versuch jetzt einfach nochmal..


@ Helmut Reinhardt:

Autor: Helmut Reinhardt | 22.07.10
@Holger Kromer
ich habe gerade Ihre neusten Kommentare gelesen. Das mit dem "Honig um?s Maul schmieren" finde ich interessant. Welche Stelle(n) im Gespräch meinen Sie damit genau?

Zu Ihrem Punkt 2c): Inwiefern halten Sie diesen Punkt vereinbar mit Ihrer Forderung nach möglichst großer Freiheit, die nur an der Grenze anderer Menschen aufhört, wenn Sie gleichzeitig andere Meinungen im Ansatz nicht zulassen und zensieren möchten? Zitat: "ich will so linke Propaganda nicht haben... und da wiederhol ich mich gerne nochmal:
wehret den Anfängen..."

Cherio am 22.07.2010 um 19:00 Uhr
@sschwarz
„Ich rege mich über Ihre Kommentare auf, weil Ihr Denunziantentum hier genauso wenig angebracht ist, wie es im dritten Reich zur Judenverfolgung geführt hat. Sie nutzen die gleichen Mittel wie die Nazis, die Sie disqualifiziert haben!“

Das ist ein totaler Stuss und zudem eine Unverschämtheit, was Sie mir da unterstellen! Zitat:

Im ethischen Sinn wird allgemein von Denunziation gesprochen, wenn in einem nicht freiheitlichen System Menschen bei staatlichen Vollzugsbehörden angezeigt werden…

Sollte es sich aber bei Cashkurs.com um eine staatliche Vollzugsbehörde handeln, lass ich mich gern belehren. Soviel zur Wahl der Begriffe. Mir zu unterstellen, ich würde die gleichen Mittel wie die Nazis benutzen, was schließlich zur Judenverfolgung geführt hat, was soll ich zu solchem Blödsinn sagen? Geht’s nicht eine Nummer kleiner?
Ich habe lediglich kritisiert, dass hier einer Betonkommunistin kritiklos eine Plattform geboten wird. Auf einer Seite, die es wohl nicht mehr gäbe (weil überflüssig), wenn alle politischen Ziele einer Frau Wagenknecht verwirklicht wären.

„Ich wähle die Linke und Frau Wagenknecht nicht“
Ist mir doch vollkommen wurscht was Sie wählen und geht mich auch gar nichts an.

Denk und Diskussionsverbote bringen aber überhaupt nichts, und richtig, jeder hat das Recht Interviews zu führen und zu veröffentlichen, mit wem immer er will. Ich bitte darum, meine Kritik daran eben auch als freie Meinungsäußerung verstehen, nicht mehr und nicht weniger.

„Zeigen Sie mir ein Zitat von Frau Wagenknecht, in denen Ihre folgenden Aussagen untermauert werden:!“

Hier, aus Wikipedia:

1992 nannte sie in den Weißenseer Blättern unter anderem die Mauer ein „notwendiges Übel“ und meinte damals, die DDR sei „ein besserer Staat als die BRD“ gewesen.

Gut, sie bezog sich auf die Mauer, aber dazu gehörten eben auch die Schüsse. Heute wird sie so etwas nicht mehr sagen – ob aus Einsicht oder doch eher Opportunismus? Ich glaube letzteres.

@Alle
Würde es das geführte Interview nicht aufwerten, wenn man der Dame wenigstens mal ordentlich auf den Zahn fühlt und sie mal ausführen lässt, was sie überhaupt von Börse und Spekulation hält und wie sie in einer freien Welt ihre politischen Ziele durchsetzen will?
Wie sie z.B. durchsetzen will, dass Spitzengehälter nur das 20igfache vom Durchschnittslohn
betragen dürfen?
Je kritischer sie befragt wird, umso mehr wird sie sich entlarven, davon bin ich überzeugt.
Aber wahrscheinlich lässt sie sich hier nicht mehr aus der Reserve locken…
Gruß

Cherio



hek am 22.07.2010 um 20:11 Uhr
also jetzt erst mal tief Luft holen.......

Ich habe bisher gemeint, hier auf Cashkurs geht es sachlich zu, Angriffe auf andere habe ich bisher nicht erlebt.

Ich verstehe, dass man mal hitzig diskutiert und sich über etwas aufregt.

Aber ich denke, Herr Reinhardt wollte hier auf keinen Fall eine "Stalinistin" oder deren Gedankengut einschleusen und uns und "unsere" Idee" "verraten".

Er wollte einfach mal mit politisch Tätigen sprechen und sehen, ob die sich der Tragweite der Krise und der Konsequenzen bewusst sind. Und welche Ideen/Ansätze diese haben. Verbessern Sie mich Herr Reinhardt, wenn es nicht stimmt.
Ich frage mich ja auch immer, ob die Politiker denn wirklich so ahnungslos sind oder mehr wissen als es scheint. Und was planen sie dagegen zu tun?

Und um generell unserer gegenwärtigen Problematik zu begegnen, ist es meiner Meinung nach notwendig, sich offen mal alle Meinungen neutral anzuhören und jedem seine zuzugestehen - das ist demokratisch und christlich.
Und in der Folge, sich die besten Ansätze herausziehen.

Da wird gegen die undemokratischen Gedanken und Vorhaben der Linken gewettert, aber selber verhalten sich hier einige ebenso.

Ich denke, wir können nur gemeinsam aus der Misere herauskommen. Wenn man in einer Notlage ist, fragt man auch nicht nach politischer Gesinnung, Hautfarbe oder Weltanschauung. Man zieht an einem Strang.

Es ist wichtig, das "große Ganze" zu sehen, in die Vogelperspektive zu gehen und sich mal frei von politischen Strukturen das ganze anzusehen und zu analysieren.

Ich denke, dass unsere Probleme nicht mit herkömmlichen Strukturen und Denkweisen zu lösen sind - es muss etwas Neues her.
Und wie bei allem Neuen ist das erst mal "anders" und "bedrohlich", weil man es ja nicht kennt. Aber zu dem Neuen gelangt man erst mal über eine Analyse der Ist-Situation und Änderung der Denkperspektive.
Und in dem man andere Gedankengänge und Meinungen zulässt. Und die besten Ansätze wertfrei annimmt, auch notfalls von "links" kommend.

Wenn einige bei Frau Wagenknecht "Manipulation" oder "Indoktrination" befürchten oder gar erkennen - was spricht dagegen, sich dieser nicht hinzugeben.
Sie hat nicht Herrn Reinhardt mit dem Auftrag entlassen, alle Cashkurs-Mitglieder für die Linke zu gewinnen und uns per Email eine Abtretung unserer Lebensrechte zugeschickt. Wir sind doch frei und können uns das anhören und uns eine Meinung bilden.

Als ich die Kommentare gelesen habe, hatte ich den Eindruck, dass hier eine dunkle Wolke am Cashkurs-Himmel aufgezogen ist und sich ein riesiges Gewitter entladen hat.
Ich frage mich, woher so viel Aggression kommt. Auch ich habe "einen Stall voller Verwandte" von "drüben". Auch ich kenne die Situation an den Grenzen noch, die Angst u.s.w. Aber ich glaube nicht, dass Frau W. das alles wieder haben will.
Das wäre auch nicht die Lösung. Und wenn sie so klug ist, wie ich denke, weiß sie das auch.

Aber was spricht dagegen, dass man anders umverteilt, wie sie vorschlägt?
Dagegen kann nur jemand sein, der dabei "viel" verlieren würde.

Und Millionen verdient man nicht, man erhält sie z.B. als Boni oder durch Spekulation. Mir ist keine Arbeit bekannt, die in meinen Augen Millionen wert ist. Selbst Patente oder Ideen, die revolutionär sind, sind m.E. keine Millionen wert und schon gar nicht über Generationen selbstverständliches Recht, daran zu partizipieren. (leistungsloses Einkommen)
Daran sollte man auch etwas ändern.

Nur zur Info: Ich habe noch nie die Linke gewählt, bin kein Hartz4-Empfänger und pfeife nicht aus dem letzten Loch. Ich bin in der glücklichen Lage, trotz "Armutsrisiko Kinder", ich habe sogar 3 davon, ein relativ sorgenfreies und gutes Leben zu führen. Aber ich bin trotzdem der Meinung, dass die Schere zwischen arm und reich nicht natürlich ist und hier dringend Veränderungen notwendig sind - oberdringend.

Warum sollte nicht weiterer Fortschritt möglich sein? Anerkennung und eine meinetwegen große "Prämie" sind völlig angemessen und ausreichend. Nicht jeder, der forscht oder etwas erfindet, tut es aus Geldgründen - Gott sei Dank. Es gibt auch noch andere Gründe und wer das verneint, der sollte seine mal hinterfragen....

Es war zwar stellenweise ein interessanter Schlagabtausch, aber hat dieser uns in der Sache weitergebracht? Wir wissen jetzt nur, wo der eine oder andere steht - politisch natürlich. Wo ist der Mehrwert für die anderen?

Frau W. hat sich für ein solches Interview zur Verfügung gestellt, wer weiß, welcher andere Politiker dies tun würde.

Vielleicht können wir Herrn Reinhardt sein Interview zu Ende führen oder besser abdrucken lassen und ihm für ein anderes, so er denn noch mal eines machen würde, Anregungen oder Fragen mitgeben, die er einbauen könnte.

Ich verabschiede mich in den Urlaub und bin gespannt, wie es weitergeht....

LG,

hek
D.D.Tanis am 22.07.2010 um 22:48 Uhr
@Herr Reinhardt
Wenn Sie erlauben, würde ich mich auch gerne zu dieser Aussage Frau Wagenknechts äußern. Um es gleich vorweg zu nehmen: vollkommen abstrus. Überlegen wir doch mal gemeinsam und schauen uns die Aussage Stück für Stück an.

„Ich meinte mit Illusion, dass nicht die Deckung einer Währung das Problem ist, sondern es handelt sich vielmehr um ein Verteilungsproblem."
-> Falsch. Die Deckung ist, wie wir seit fast 100 Jahren sehen, tatsächlich das grundsätzlich Problem. Allerdings kann man wohl behaupten, dass es mit Golddeckung vielleicht ebenso schwierig gewesen wäre, dem Wachstum der Weltwirtschaft ein realistisches Gegengewicht anzuhängen.
Und dann der schönere Teil der Aussage, es handele sich VIELMEHR um ein Verteilungsproblem. Bei der Kritik an der Verteilung, die hier schon geäußert wurde, würde ich mich einfach anschließen. Anmerken würde ich hier aber noch, dass meiner Erfahrung nach das Wort "vielmehr" darauf hindeutet, dass Frau Wagenknecht sich selbst nicht ganz darüber im Klaren ist, was sie meint. Sie konkretisiert es ja nicht. Mit anderen Worten: Sie weiß es einfach nicht.

"Hätte man eine einigermaßen ausgeglichene Verteilung, käme es nie zu solchen Vermögensblasen."
-> Schon wieder so eine wischiwaschiartige Aussage. "einigermaßen". Was soll das jetzt heißen? Ich denke, Frau Wagenknecht will nur nicht sagen, dass sie eigentlich vollkommene Besitzlosigkeit und staatliche Verteilung befürwortet, da sie sonst Tage später mit dem Verfassungsschutz beim Kaffee sitzen würde. Und klar, DANN käme es auch niemals zu solchen "Vermögensblasen", was auch immer das genau sein soll, die bösen "VermögensBLASEN". Entweder hat Frau Wagenknecht ein in die Arbeit ausstrahlendes privates Problem oder aber - und das ist wohl wahrscheinlicher - sie versucht, das allseits dieser Tage oft genutzte und verdammte Wort der Blasen dazu zu missbrauchen, große Vermögen generell als schlecht darzustellen. Hier hat der VS schon die Lederhandschuhe angezogen.

"Jemand der im Monat 3000 bis 5000 Euro zur Verfügung hat, kann doch gar nicht soviel sparen, dass solch irrsinnigen Vermögen entstehen."
-> Auch wenn an den Unis oft gelehrt wird S=I, ist Sparen noch längst nicht gleich Investieren. Das eine ist das stetige Ansammeln von Geldmitteln, das andere bedeutet gezieltes Anlegen. Und man kann durchaus mit 3 bis 5 Tausend Euro im Monat große Vermögen anhäufen, wenn man richtig investiert, vielleicht wie Bill Gates damals in seine eigene Entwicklung, wobei das Geld das Geld glaube ich sogar geliehen war von unserem bösen System.

"Solche riesigen Vermögen können nur entstehen, wenn Menschen zig Millionen verdienen und dieses Einkommen es ermöglicht, dass soviel gespart werden kann."
-> Also da sträuben sich mir die Haare. Solche Aussagen habe ich höchstens mal bei Erstsemestern gehört, wenn überhaupt. Frau Wagenknecht, wie verdient man denn "zig Millionen"? Mit Arbeiten? Mit Ideen? Mit Dingen, die eine große Zahl an Menschen interessant genug findet, um dafür ein Stück ihres Einkommens, das sie selbst verdient haben, zu bezahlen? Wenn Sie diese Fragen mit "Ja" beantworten, sind sie keine Stalinistin. Leider höre ich ein leises "Nein".

"Es geht nicht darum, alles gleich zu verteilen! Aber eine Verteilung wäre sinnvoll, in der Spitzenverdiener ungefähr zwanzig Mal soviel verdienen können wie Niedriglohnbezieher."
-> Warum zwanzig Mal soviel? Wieso nicht neunzehn Mal soviel? Wieso nicht zweihundertvierundfünfzig Mal soviel? Woher kommt diese Zahl? Frau Wagenknecht, allein die Fähigkeit, Zahlen aussprechen zu können, bedeutet noch nicht, dass sie auch richtig sind. Aber herzlichen Glückwunsch von meiner Seite, Sie können "zwanzig" sagen und wahrscheinlich auch an ihren Fingern abzählen. In der Privatwirtschaft sicher ein Einstellungskriterium.

"Bei einer solchen Verteilung könnten niemals solch gigantischen Geldvermögensberge entstehen und dafür bräuchte man auch keine Rohstoff- oder Golddeckung."
-> Sie wollen also Einkommen nach oben hin begrenzen. Wäre ja eigentlich eine interessante Idee, wenn wir nicht auf der Erde, sondern auf einem anderen Planeten leben würden, auf dem die Natur des Menschen eine vollkommen andere ist und noch viel besser, in der eine supranationale Institution dafür sorgt, dass wir keinen Wettbewerb mehr haben, durch den Ideenvielfalt, technologischer Fortschritt und alle anderen menschlichen Errungenschaften entstehen und entstanden sind. Aber begrenzen wir ruhig die Einkommen, dann juckt es eben niemanden mehr, Produkte zu verbessern oder gar erst zu erfinden.

Frau Wagenknecht, ich muss ganz ehrlich sagen, Sie haben vom Tuten keine Ahnung und von Blasen erst recht nicht. Sie sind es im Grunde gar nicht wert, dass ich hier ein paar Minuten meiner Zeit für verschwende, um ihre lächerliche Gesellschaftskritik als absoluten Blödsinn zu entlarven.

Herr Reinhardt, ich habe nach Ihrem letzten Kommentar doch den Eindruck als wollten Sie Frau Wagenknecht doch etwas ins Lächerliche ziehen. Wenn das der Sinn ihres Interviews ist, dann begrüße ich das. Dennoch sollte man dieser Frau keine Bühne bieten.

Grüße
Holger Kromer am 23.07.2010 um 09:31 Uhr
3ter Versuch...

haha.. das System hier ist aktuell völlig überlastet..
...ich hoffe der Server bricht nicht nochzusammen...

.. schon wieder wurde ein kommentar 2 mal veröffentlicht
und schon wieder wurde ein Kommentar an herrn Reinhardt mittendrin abgeschnitten... hoffentlich keine Zensur.. hahahahah... kleiner Spass ;-)
...aber nachdem wir das heute ja schon mal hatten hab ich mir den Kommentar gespeichert und versuch jetzt einfach nochmal..

Autor: Helmut Reinhardt | 22.07.10
@Holger Kromer
ich habe gerade Ihre neusten Kommentare gelesen. Das mit dem "Honig um?s Maul schmieren" finde ich interessant. Welche Stelle(n) im Gespräch meinen Sie damit genau?

Zu Ihrem Punkt 2c): Inwiefern halten Sie diesen Punkt vereinbar mit Ihrer Forderung nach möglichst großer Freiheit, die nur an der Grenze anderer Menschen aufhört, wenn Sie gleichzeitig andere Meinungen im Ansatz nicht zulassen und zensieren möchten? Zitat: "ich will so linke Propaganda nicht haben... und da wiederhol ich mich gerne nochmal:
wehret den Anfängen..."
tracy57 am 23.07.2010 um 12:02 Uhr
De Res Publica -- oder besser DE RES Forum ?!?

Lieber Herr Reinhrad, liebe Mit-Kommentatoren,
es ist einfach erfrischend, eine praktische Fallstudie zum Thema "gelebte Demokratie" so komprimiert auf dieser Seite zu finden. Jeder Psychologiestudent hat bestimmt seine helle Freude. Allerdings der Philosoph oder auch der Politik-Kompetente (jaja ich weiss, da gibts nur wenige) wird wohl weinen:

- Offiziell hat unsere Staatsform irgendwas mit Demokratie zu tun, nicht? Ergo DARF, SOLL und MUSS eine Volksvertreterin (es gibt Leute, die haben die LINKE gewählt: jaja!!) zu Wort kommen. Jeder, der hier anderes abdampft hat scheinbar zerebrale Schaltstellenprobleme!

- Ich bin wirklich kein Fan von der Partei der Frau Wagenknecht. Aber Kompetenz und Fachwissen kann man ihr bestimmt nicht absprechen.

- Ich sehe sie zB supergerne in TV Interviews, und zwar nicht nur weil sie ein attraktive Frau ist; es ist einfach köstlich für mich mit anzusehen, mit welcher Überlegenheit & stoischer Ruhe sie die alten "Macho-Ich bin ein Mann und habe Recht-basta"- Politiker abtropfen lässt! (Bravo & Danke!)

- Sie kann argumentieren und mit Fakten aufwarten. Diese kann ich zwar selten überprüfen, klingt aber z.T. richtig für mich. Vor allem, wenn Interviewgegner hilflos nach Luft schnappen

- Sie hat Zugang zu Unterlagen (all dieweil Volksvertreterin) an die der geneigte Kommentar-Schreiberling wahrscheinlich nicht dran kommt.

- Eine Diskussion (und damit die Chance auf einen Kompromiss/Lösung) entsteht durch unterschiedliche Meinungen. Und unsere liebe Sahra polarisiert definitiv.- und gibt Anlass zur Diskussion!
Wie die LINKE die eine Seite besetzt, besetzen "braune" den polarisierenden Gegenpart. Jeweils an der Grenze der Verfassungswidrigkeit. (@PlanB: wir tun mal so, als hätten wir ein gültige Verfassung, ok?)
OKOK - ich bin Idealist und "hoffe", dass das mit der Diskussion und dem Kompromiss in der Politik heute auch noch stimmt...
Herrje: Das ist gut so und sollte es nicht auch so sein?

aber ich schweife ab..

- Die Kommentare hier gehen doch zum Teil in Richtung "wegsperren", "Mundtod machen", "Polemik", "Zensur" etc. - ICH kann da nur den Kopf schütteln, freue mich aber über die psychologische Fallstudie... da mE genau HIERIN das eigentliche Problem (Ellenbogen, Ich-habe-Recht) liegt.

In jedem Fall:
Lieber Herr Reinhard: WEITER SO.
liebe Kommentatoren: Tippelt Euch die Finger wund!

Bitte !
Danke

Tracy57




D.D.Tanis am 23.07.2010 um 22:17 Uhr
@tracy

Fragt sich nur, was die Meinung der lieben Frau Wagenknecht HIER auf Cashkurs verloren hat. Ich sehe den Sinn und Zweck dieser Seite woanders.

Und ja, man darf dieser Frau definitiv Kompetenz absprechen, erst recht als studierter Mensch der Wirtschaftswissenschaft. Fachwissen hat sie, keine Frage, aber die Zusammenhänge, die sie hervorbringt erinnern mich an triefnasige Hornbrillenträger, die auf Lan-Partys den neusten Undergroundbockmist austauschen und sich als Elite verstehen.

Arroganz ist für mich immer noch nicht daselbe wie Kompetenz.

Ach und noch etwas. Ich bin absolut für die freie Meinungsäußerung, aber liebe tracy57, in der politischen Welt wird das Thema Meinung besonders in Bezug auf eine Partei etwas ernster genommen. Rufen sie doch mal bei der Pressestelle des deutschen Verfassungsschutzes (0221-792-3838) an und fragen nach "Die Linke" und nach Sahra Wagenknecht. Und wenn Sie gerade dabei sind, fragen sie gleich mal nach den Kriterien, die eine "Beobachtung" veranlassen.

Grüße
rantanplan am 24.07.2010 um 20:57 Uhr
Hallo
tja , ich bin nicht gegen sozialistische Ansätze.
Jede Gesellschaft braucht soziale Werte , um überleben zu können.
Ein Problem ergibt sich erst dann , wenn sich Macht konzentriert.
Das kann der Staat sein , die Wirtschaft oder das Geldmonopol.
Dann kommt es automatisch zur Diktatur.
Es sind somit Vorschläge gefragt !
Wer kann diese Werte vermitteln und bewahren ?
Kann es ein Mensch sein ?
Wir werden es wohl nie erfahren.

Macht weiter so !
Die Gedanken sind frei !

Schöne Grüße
Rantanplan

Kein Zugriff

Für diesen Beitrag benötigen Sie einen Premium-Zugang!

Ihre Vorteile

Eine Premium-Mitgliedschaft bei unserer Informationsplattform www.cashkurs.com beinhaltet den vollen und uneingeschränkten Zugriff auf sämtliche Inhalte der Plattform

Wir bieten Ihnen:

  • Börsentäglich die wichtigsten Informationen aus den Themengebieten Wirtschaft, Politik, Finanzmarkt und Börse
  • Einen börsentäglichen, umfassenden Ausblick zu den relevanten Themen per Videocast
  • Zahlreiche Beiträge namhafter Gastreferenten
  • Professionelle Chartanalysen zu den großen Indizes, Aktien und Edelmetallen
  • Vollkommen unabhängige Meinungen und Einschätzungen zur aktuellen Finanzmarktsituation

Sie möchten unser Angebot unverbindlich testen? Kein Problem. Registrieren Sie sich hier einmalig für einen kostenfreien Zugang.

Gastzugang beantragen

Schon Mitglied?

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Kennwort vergessen?

×

Warum kostet Cashkurs.com Geld?

In einem Satz: Wir garantieren Ihnen hiermit 100% Unabhängigkeit.

Im Gegensatz zu nahezu allen anderen Medien sowohl im Print-, TV- als auch im Online-Bereich ist Cashkurs.com komplett unvermarktet, beinhaltet also keinerlei Werbung. Somit ist Cashkurs.com von eventuellen Werbepartnern vollkommen unabhängig und in keiner Weise erpressbar. Hierdurch können wir Ihnen absolut frei, ehrlich, direkt und ohne Scheuklappen Hintergrundberichte, Zusammenhänge, Tipps und Ratschläge liefern, ohne die Interessen eines eventuellen Werbekunden berücksichtigen zu müssen. Die einzigen Interessen die wir in Betracht ziehen, sind die unserer Leser! Dies unterscheidet Cashkurs.com von nahezu allen anderen Plattformen im Finanz- und Wirtschaftsbereich und gibt Ihnen die Möglichkeit sich frei und unabhängig zu informieren!

×