Märchenstunde in der Eurokrise (Oliver Roth)

Ein angloamerikanischer Angriff auf den Euro! Spekulanten muss das Handwerk gelegt werden! Hedge Fonds werden an die Leine genommen! Spekulation gehört verboten! Solche und ähnliche Schlagzeilen waren in den letzten Wochen und Monaten in der Presse häufig zu lesen. Um den Euro aus der Krise zu...

Um diesen Beitrag in voller Länge sehen zu können, benötigen Sie eine Premium-Mitgliedschaft auf cashkurs.com!

Werden Sie jetzt Premium-Mitglied bei cashkurs.com und profitieren Sie von dem kompletten Angebot der Homepage. Sie erhalten vollen Zugriff auf alle Beiträge der Top-Themen, Meldungen, Hintergrundberichte, Meinungen und Gerüchte aus sämtlichen Kategorien.

Sichern Sie sich jetzt die Vorteile einer Premium-Mitgliedschaft und damit das komplette Angebot der Internetseite cashkurs.com.

Zugang vorhanden? Hier können Sie sich anmelden!

Um diesen Beitrag kommentieren zu können, müssen sie eingeloggt sein!

Kommentare

tanguero am 28.05.2010 um 08:36 Uhr
Hallo herr Roth,

Das ganze klingt sehr schlüssig und ich bin auch Ihrer Meinung dass hier die Politik viel versäumt hat. Dennoch habe ich ein Problem mit diesen Hedgefonds im Sinne von: Warum wird denn nicht das Land mit der größten Verschuldung angegriffen. Aus Sicht des Marktes und eines Hedgefondmanager müsste ich mich doch auf die Briten und die Amerikaner konzentrieren und das Pfunf und den Dollar anzugreifen... Natürlich ist auch der Euro etwas interessant. Aber jedem Idioten ist doch klar, dass England und Amerika sich um ein vielfaches verschuldet haben als die EU... Also gibt es aus der Sicht doch böse Jungs kommend von der anderen Seite die sich hier mit der FED einigen um den Euro anzugreifen...
Fokko Bucys am 28.05.2010 um 10:29 Uhr
@tanguero:

Es geht nicht darum welches Land die höchsten Schulden hat, sondern welches Land oder welche Region "die Schwächste" ist. Und der Euroraum ist eben der zur Zeit schwächste Wirtschaftsraum und zwar mangels politischer Einigkeit. Man sieht ja momentan sehr gut wie sich die europäischen Politiker gegenseitig fressen in der jetzigen Situation.

Die Spekulanten legen eben den Finger in die Wunden, also in Schwachstellen. Würden sie heute Amerika oder England angreifen würden sie einfach nur viel Geld verlieren und vielleicht belächelt werden.

Viele Grüße
Fokko
dw am 28.05.2010 um 14:06 Uhr
Hallo Herr Roth,

da können wir doch debattieren, wie wir möchten. Letztendlich gibt es keine Eierlegenden Wollmilchsäue. Wir werden es niemals hinbekommen in einem Wirtschaftsraum mit unterschiedlichen Wirtschaftsleistungen, bei denen es nur eine Währung gibt, allen Ländern das Paradies zu bringen. Ist doch klar, solange wir Exportüberschüsse haben, die wir zum größten Teil innerhalb der EU exportieren, muß es doch auf der anderen Seite "Verlierer" geben, die solche Überschüsse einfach nicht erwirtschaften können. Und die Weigerung, dass deutschland nicht im Tempo des schwächsten Mitglieds vorangeht, läßt doch nur die Möglichkeit übrig, Ausgleichzahlungen zu tätigen. Die einzige Möglichkeit für wirtschaftlich schwache Länder war und ist es über die Abwertung der eigenen Währung Handelsüberschüsse zu erzielen (oder durch produktivitätssteigerung und damit höhere Wettbewerbsfähigkeit). Darum bleibt am Ende eigentlich nur die Möglichkeit der eigenen Währung, besonders für Staaten mit mangelnder Produktivität. Wo es Gewinner gibt, da gibt es immer auch Verlierer, daran kann und wird sich nichts ändern.