Nicht quatschen, sondern handeln! (Oliver Roth)

Die EU ist wie ein altes, stattliches Patrizierhaus. 16 Mieter wohnen dort in einer Art modernen WG. Sie leben unter einem Dach, aber in verschiedenen Wohnungen. Jeder zahlt die Umlagen anteilsmäßig nach der eigenen Leistungsfähigkeit. Und für die jeweiligen Kredite zahlten alle in etwa die gleichen...

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Kommentare

johnlaw am 10.12.2010 um 10:27 Uhr
Ihr Grundfehler liegt darin, dass Sie glauben, die EUwäre ein gemeinsames Haus. Vielmehr handelt es sich um eigenständige Grundstücke mit verschieden gepflegten Häusern und um KEIN Gemeinschaftseigentum. Die Eigentümer haben sich zwar ausgerechnet, dass sich gemeinsame Kosten und Lasten besser auf alle umlegen lassen - dies hat sich jedoch als Irrtum erwiesen, da nicht jeder Hausbesitzer gleich sorgfältig auf sein Einkommen und seinen Besitz aufgepasst hat.
Nun, man kann als Hausbesitzer sein Haus bis unters Dach beleihen und sich mittels Krediten ein schönes Leben machen....bis... ja, bis der Gläubiger nicht mehr bereit ist, weitere Kredite zu gewähren.
Nur soll man dann nicht vorwurfsvoll auf den etwas tüchtigeren Nachbarn schielen, der mit lebenslangem Fleiß ("Aufbaugeneration") sich ein Stückchen vom Glück verwirklichen wollte. Geht's denn wirklich besser, wenn alle gleich schlecht dran sind - und das wäre nur eine Frage der Zeit mit der kommenden eurokratischen Gleichmacherei.
DER EXE am 10.12.2010 um 14:22 Uhr
@johnlaw
Du schreibst von "Aufbaugeneration" ich finde das sehr gefährlich.
Zum Aufbauen muss man erst was etwas Kaputt machen.
Und das war leider fast nur in Deutschland so.
Martin am 10.12.2010 um 14:54 Uhr
Als ertes sollte man die Frage klären, warum muß der Staat Geld von Banken und Investoren leihen, wenn jeder Staat sein eigenes Geld drucken kann das er mit Gold, Waren und Gütern hinterlegen könnte.

Das fragt sich ein Bürger - uppsss in der BRD sind wir ja nur Personal (Personalausweis)
nirvär am 10.12.2010 um 16:20 Uhr
Tja, irgendwann wird man erwachsen und dann tut man sich das Gezänk in einer WG nicht mehr an. Dann ist es Zeit sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren, vielleicht auch einen passenden Partner und seinen Inneren Frieden zu finden. Klar die Dauerparty ist dann vorbei. Aber wer zu lange in der WG bleibt, der reißt letztendlich oft zu tiefe Wunden. Da ist es besser rechtzeitig auszusteigen, dann macht es auch wieder Spaß sich nach einiger mit den Mitbewohnern gelegentlich auf ein Bierchen zu treffen und über die alten und neuen Zeiten zu klönen.

Es wird Zeit sich zu sammeln und sich um die WAHREN URSACHEN (hat vielleicht mit dem Geld-System zu tun) des oberflächigen Gezänks zu kümmern.
sages am 10.12.2010 um 18:09 Uhr
Ein grundsätzliches Problem ist, dass ein Politiker/Banker keine Verantwortung trägt und es für ihn auch keine Konsequenzen gibt, wenn etwas so gravierend schief läuft.
Ein Unternehmer wird bei Konkursverschleppung bzw. grob fahrlässigen Handeln
eingesperrt und verliert sein Privatvermögen. Früher ist es sogar vorgekommen, dass sich wegen der Schande viele das Leben genommen haben.
Die griechischen Politiker mit ihren gefälschten Staatsangaben, Banker die Milliarden
verspekulieren, Politiker die nicht die entsprechenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen setzen, u.s.w.
Die einen von uns gewählt, die Handlungen der anderen stillschweigend toleriert.
Alles was den Bürger nicht direkt betrifft, interessiert ihn auch wenig. Das heißt,
es muss noch viel schlechter/extremer werden, damit sich vielleicht etwas ändert.
Siehe vergangen Probleme wie Waldsterben, Umweltschutz etc.
Jobst am 12.12.2010 um 19:40 Uhr
Warum sollte sich einer der "EU-Grundstücksbesitzer" denn sorgen? Die Reichen aus der Gemeinschaft zahlen doch sowieso fleissig mit, die Hausverwalter sprich Politiker sind schimmerlos und taktieren - und zur Not wird dann eben Geld gedruckt a la FED. Und wenn das alles in die Hose geht - und es wird in die Hose gehen - dann schnappt man sich - um im Beispiel zu bleiben - die Fußgänger (=Steuerbürger) von der Straße und erklärt ihnen, dass sie jetzt wieder einmal mitbezahlen müssen.
Der traurige Witz: All die, die jetzt an den Hebeln der Macht und Entscheidungen sitzen und diese auch betätigen werden, sind davon in keiner Weise selbst betroffen. Politiker tragen nichts zur Wertschöpfung in unserem Land bei, sie haben dicke "Diäten", die sie auch noch selbst bestimmen können und viele Vorteile. Und sie haften für nichts! Ein tolles Leben, oder?
Suchender am 16.12.2010 um 07:57 Uhr
Zu den vielen guten Aussagen in den Kommentaren möchte ich noch ein bißchen Senf dazu geben.

"Diese sind nun mal angelaufen und müssen auf die eine oder andere Weise finanziert werden."

Und genau diesen Satz werden wir sehr bald erneut lesen müssen. Keiner weiß genau, wie es möglich war, so hohe Schulden anzuhäufen, aber nun sind sie halt mal da und müssen auch wieder verringert werden. Das Signal an überschuldete Staaten ist doch, daß sie ungeniert Schulden machen können und die Solidargemeinschaft das Auffangnetz ist. Welcher Anreiz besteht dann für EU-Staaten, für sich eigenverantwortlich und vernünftig zu agieren?!

Schon in Zweierbeziehungen ist es alles andere als einfach, sie dauerhaft und nachhaltig ausgewogen und gleichberechtigt zu gestalten. Wie bitte schön soll das auf EU-Ebene ernsthaft realisiert werden können?! Es ist unmöglich und ich sehe überhaupt nicht ein, daß uns unsere Regierungen auch noch Schulden anderer Staaten aufbürdet. Unsere Regierungen bürden uns nämlich schon genug eigene Schulden auf, ohne daß wir darauf irgendeinen Einfluß haben.

Die Fehlkonstruktion am Menschen ist, daß er als einzige Gattung auf der Welt ein Bewußtsein hat. Daraus erwächst das Ego, was wiederum den angemessenen Umgang mit Freiheit und Macht verhindert. Der Mensch wird von seinem Ego regiert und nicht wirklich von seiner Vernunft. Deswegen braucht man nicht darauf zu hoffen, daß der Mensch entscheidend dazulernt und es eines Tages vernünftig agierende Regierungen gibt. Wenn CDU/FDP krachen geht, macht es die nächste Regierung auch nicht besser. Diese Hoffnung ist absolut zwecklos und weltfremd.

Das andere große Übel ist das Zinseszinssystem. Es kreiert Guthaben und Schulden in identischer Höhe und ganz automatisch, und zwar exponentiell (siehe Josephspfennig). Es ist nur die Frage, wann und nicht ob ein Staat zu hoch verschuldet ist. Warum überhaupt macht jeder Staat Schulden? Weil das Zinseszinssystem ein illegales Schneeballsystem ist und nach immer neuen Schuldnern verlangt. Denn die Zinseszinsen müssen ja bezahlt werden. Und wenn die Bürger nicht mehr freiwillig bereit sind, sich zu verschulden, weil sie z. B. nicht andauernd neue Autos brauchen, dann verschuldet sich eben der Staat im Namen seiner Bürger!

Wo sind eigentlich die Schulden geblieben?! Wer hat die derzeit 1,7 Billionen Euro im Laufe der Jahrzehnte denn bekommen?! In Wahrheit sind es ja noch viel mehr Schulden, wenn die Regierungen die Renten- und Pensionskassen nicht geflissentlich einfach unter den Tisch fallen lassen würden. Wer soll das alles noch begreifen? Wer soll Regierungen noch vertrauen?