Die US-Regierung muss sich zur Finanzierung von Bankenübernahmen, Konjunkturpaketen und Ausgaben für das Gesundheitswesen in einem Maße verschulden, wie nie zuvor in der Geschichte. Erschreckenderweise zeigen sich gerade jetzt die Chinesen, die größten Käufer von US-Staatsanleihen in der Vergangenheit, nicht mehr bereit, diese Neuverschuldung in vollem Umfang mitzutragen.

Alles beginnt mit der Entwicklung der Währung der Vereinigten Staaten. Sehen wir uns hierzu die Entwicklung des US-Dollarindex an, der als Future an der CME in Chicago gehandelt wird. Er ist repräsentativ für die Entwicklung der US-Valuta gegenüber wichtigen anderen Weltwährungen. Der Index schloss in der vergangenen Woche bei 76,89 Punkten und damit so niedrig wie zuletzt im September 2008:

Sie sehen bis zum Tief im April dieses Jahres bei 71,05 Punkten ist noch Platz. Trotzdem schaffte der Goldpreis ein neues Allzeithoch auf Wochenschlusskursbasis:

Der Goldpreis scheint sich damit aus seiner mittlerweile 18 Monate dauernden Seitwärtskonsolidierung nach oben absetzen zu wollen, und das aus mehreren Gründen:

1)    Peking verkauft US-Staatsanleihen und lanciert eigene auf Yuan-Basis
2)    Peking erlaubt Handel von physischen Edelmetallen in China (Video auf Youtube: www.youtube.com/watch)
3)    Peking will eigene Derivate für den Rohstoffhandel entwerfen
4)    Hong Kong beordert Goldvorräte aus London zurück
5)    CFTC-Ermittlungen könnten Short-Kartell bei Gold und Silber brechen

China ist der größte Gläubiger der USA. Das Land hielt im Juli US-Staatsanleihen im Wert von 776,4 Mrd. Dollar gegenüber Japan, die 711,8 Mrd. Dollar in US-Anleihen geparkt hatten (Platz 3 geht an Großbritannien mit 214 Mrd. Dollar, Quelle: www.ustreas.gov/tic/mfh.txt). China besitzt insgesamt Devisenreserven in Höhe von 2000 Mrd. Dollar, die größten weltweit. Ein großer Teil dieser Bestände besteht aus US-Dollars sowie aus US-Staatsanleihen. Das Abkommen der letzten Jahrzehnte lautete quasi wie folgt: Die USA konsumieren chinesische Produkte und China finanziert die US-Regierung. Doch ist das immer noch so? Sehen wir uns den Verlauf der gesamten Staatsanleihenauktionen der US-Regierung in den ersten sechs Monaten dieses Jahres an:

Seit Jahresbeginn verkauften Regierungen und private Investoren US-Staatsanleihen im Wert von 344,7 Mrd. Dollar. China erwarb in den ersten sechs Monaten dieses Jahres US-Staatsanleihen im Wert von 49 Mrd. Dollar, in den sechs Monaten davor waren es noch 192,3 Mrd. Dollar. Im Juni verkaufte China sogar US-Anleihen im Wert von 25,1 Mrd. Dollar. Diese Zahlen, die bisher von den Mainstream-Medien völlig ignoriert werden, lassen sich transparent abrufen unter der Webseite des US-Finanzministeriums (www.ustreas.gov/tic/).  Für die Regierung unter Obama sind das denkbar schlechte Nachrichten:

Ende August erst hat sie ihre Prognose für die Neuverschuldung von rund sieben auf über neun Billionen US-Dollar erhöht. 9 Billionen, das sind ausgeschrieben

9,000,000,000,000 Dollar

oder

9000 Milliarden Dollar. Eine unvorstellbare Zahl. Wir müssen bedenken, dass es die ersten dreihundert Jahre der USA, von der Siedlerzeit bis ins 17. Jahrhundert, dauerte, um eine Geldmenge von einer Billion US-Dollar anzuhäufen. Jede Brücke, jedes Haus, jede Straße, jedes Boot und jede Kutsche – all das konnte in den ersten dreihundert Jahren der USA mit einer Billion US-Dollar bezahlt werden. Die letzte Erhöhung der Geldmenge um eine Billion US-Dollar geschah innerhalb von viereinhalb Monaten. Was wird sein, wenn die Geldmenge einmal in wenigen Wochen, wenigen Stunden, wenigen Tagen, wenigen Minuten um diesen Betrag steigen wird? Das Resultat ist eine massive Geldentwertung, in anderen Worten: Eine hohe Inflation. Ein US-Amerikaner ist heute schon mit durchschnittlich fast 40,000 Dollar verschuldet – von Geburt an:

Der US-Dollar kann die nächsten Jahrzehnte nur überleben, wenn das Ausland weiterhin bereit ist, die ständige Neuverschuldung der US-Regierung zu tragen. Wie es aussieht, hat diese Bereitschaft mit dem Beginn der Bankenkrise in den USA nachgelassen. Das sieht man nicht zuletzt an der Tatsache, dass die US-Notenbank still und heimlich eigene Staatsanleihen kauft, während die Mainstream-Presse fröhlich verkündet, dass die Anleihenauktionen der US-Regierung „weltweit auf hohes Interesse“ stoße. Doch der Reihe nach:

Chris Martenson, ein renommierter Finanzexperte aus den USA, veröffentlichte im August einen Artikel, der zeigt, dass die Anleihenverkäufe der US-Regierung nicht so erfreulich laufen, wie öffentlich bekannt gegeben. Am 30. Juli bot die US-Regierung siebenjährige Staatsanleihen im Wert von 28 Mrd. Dollar zum Verkauf an. Laut Medienberichten wurden hierzu Gebote von 73,6  Mrd. Dollar durch Regierungen und private Investoren abgegeben. Das Verhältnis der Gebote zum anstehenden Verkaufsvolumen beträgt damit „gesunde“ 2,63. Von den verkauften 28 Mrd. Dollar gingen 10 Mrd. Dollar an Primary Dealer. Diese Primary Dealer sind 18 der größten Banken weltweit (wie J.P. Morgan, Goldman Sachs). Diese Gruppe gab Gebote von insgesamt 48 Mrd. Dollar oder 65,2 Prozent der Gesamtgebote ab. Beachtenswert ist folgender Auktionsbericht, den Chris Martenson in seinem Artikel eingescannt hat. Achten Sie auf die Kennnummer, die so genannte CUSIP-Nummer:

Nach nur sieben Tagen, am 6. August 2009, veröffentlichte die US-Zentralbank einen Bericht über ihre „permanenten Offenmarktoperationen“. Dieser Begriff bezeichnet den Kauf oder Verkauf von US-Staatsanleihen durch das Bankensystem (Primary Dealer) auf Kosten der US-Zentralbank. Am 7. August kaufte das Fed US-Staatsanleihen im Wert von sieben Mrd. Dollar:

Wenn man sich diesen Bericht dann näher betrachtet, kommt man zu einem erstaunlichen Ergebnis:

Das Fed hat am 30. Juli US-Staatsanleihen in der öffentlichen Auktion im Wert von rund 4,7 Mrd. Dollar gekauft! Am 30. Juli stieg der Dow Jones – getrieben von der Nachricht, dass sich die Anleihenauktionen der US-Regierung hoher weltweiter Nachfrage erfreuten – in der Spitze um 176 Punkte. An diesem Tag konnte sich der Index erstmals nachhaltig von der runden Marke von 9000 Punkten nach oben lösen. In den beiden Vorwochen drückten Berichte über schwaches Kaufinteresse bei Anleihenauktionen die Kurse an der Wall Street, da die Angst bestand, dass sich die US-Regierung nicht mehr so einfach finanzieren könnte. Und jetzt kommt heraus, dass 47 Prozent des Auktionsvolumens am 30. Juli direkt von der US-Notenbank verursacht wurde. Ehrlicher wäre es gewesen, wenn das Fed die Anleihen einfach öffentlich und direkt gekauft hätte, anstatt zu versuchen, diesen Kauf über die Primary Dealer zu vertuschen.

Die US-Notenbank monetarisiert also mehr oder weniger direkt Staatsanleihen der eigenen Regierung. Sie verlängert ihre Bilanz, kauft die Anleihen und „druckt“ das Geld für Obama & Co. einfach aus (salopp ausgedrückt). In Wirklichkeit werden die Banknoten nicht ausgedruckt, sondern die Summe wird einfach elektronisch auf die Konten des US-Finanzministeriums überwiesen.

Wenn man nun vom gesamten Bietervolumen von 73,6 Mrd. Dollar den Anteil der Gebote der Primary Broker von 38 Mrd. Dollar sowie den durch die Fed gekauften Anteil von 4,8 Mrd. Dollar subtrahiert, schrumpft das Verhältnis der Gebote zum angebotenen Anleihenvolumen auf nur noch 1,1. Am Vortag stellte die US-Regierung noch Anleihen mit einer Laufzeit von fünf Jahren zum Verkauf, die nur ein Verhältnis von Geboten zum Volumen von 1,92 erhielt. Das sorgte für Kursverluste an der Börse und wurde als sehr „enttäuschend“ bezeichnet. Wie wäre dann erst eine Auktion mit einem Bieterverhältnis von 1,1 zu bezeichnen?

Interessante Erkenntnisse erhält man auch, wenn man das Verkaufsvolumen bei verschiedenen Anleihenlaufzeiten vergleicht. Im Juli 2008 konnte die US-Regierung kurzlaufende Treasury Bills im Wert von 586,2 Mrd. Dollar verkaufen, im Mai 2008 waren es nur 232,5 Mrd. Dollar. Das Volumen der T-Bonds und T-Notes mit längeren Laufzeiten blieb hingegen ungefähr gleich (Mai 2008: 1700 Mrd. Dollar; Juli 2009: 1,690 Mrd. Dollar). Investoren scheinen also bereit zu sein, der US-Regierung auf kurze Sicht weiterhin Geld zu leihen, während Auktionen für Anleihen mit längerer Laufzeit (wie jene am 30. Juli) immer schwieriger werden.

Das ist ein typisches Verhalten für Investoren, die einen Bankrott oder eine steigende Inflation erwarten.

Jochen Stanzl, Chefredakteur Rohstoff-Report.de

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Kommentare

Sebi am 17.09.2009 um 10:54 Uhr
Dazu die Bilanz der FED:
http://www.federalreserve.gov/releases/h41/Current/
und Erläuterungen:
http://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/bst_table9popup .htm


U.S. Treasury securities___753.535 Millionen Dollar
Veränderung seit 10.09.2008___+273.773 Millionen Dollar
The total face value of U.S. Treasury securities held by the Federal Reserve.

Federal agency debt securities___122.576 Millionen Dollar
Veränderung seit 10.09.2008___+122.576 Millionen Dollar
The current face value of federal agency obligations held by Federal Reserve Banks. These securities are direct obligations of Fannie Mae, Freddie Mac, and the Federal Home Loan Banks.

Mortgage-backed securities (4)___625.257 Millionen Dollar
Veränderung seit 10.09.2008___+625.257 Millionen Dollar
The current face value of mortgage-backed obligations held by Federal Reserve Banks. These securities are guaranteed by Fannie Mae, Freddie Mac, or Ginnie Mae.
Norbert Seip am 17.09.2009 um 11:08 Uhr
"In God we trust". Oder wie sgen die Kölner? "Is schon immer jut gegange...."
AMA am 17.09.2009 um 11:37 Uhr
Toller Beitrag!!, Danke für die Veröffentlichung der Recherche.
Stellt sich nur die Frage, wie lange das so weitergehen wird und kann.

Gruss,
AMA
Sebi am 17.09.2009 um 11:50 Uhr
Dazu die Bilanz der FED:
http://www.federalreserve.gov/releases/h41/Current/
und Erläuterungen:
http://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/bst_table9popup .htm


U.S. Treasury securities___753.535 Millionen Dollar
Veränderung seit 10.09.2008___+273.773 Millionen Dollar
The total face value of U.S. Treasury securities held by the Federal Reserve.

Federal agency debt securities___122.576 Millionen Dollar
Veränderung seit 10.09.2008___+122.576 Millionen Dollar
The current face value of federal agency obligations held by Federal Reserve Banks. These securities are direct obligations of Fannie Mae, Freddie Mac, and the Federal Home Loan Banks.

Mortgage-backed securities (4)___625.257 Millionen Dollar
Veränderung seit 10.09.2008___+625.257 Millionen Dollar
The current face value of mortgage-backed obligations held by Federal Reserve Banks. These securities are guaranteed by Fannie Mae, Freddie Mac, or Ginnie Mae.
Jörg Domsgen am 17.09.2009 um 11:57 Uhr
Vielen Dank für die erhellenden Fakten.

Nichts anderes hatte ich vermutet. Die Achterbahnfahrt im Dollarwagen geht ungebramst weiter. Wollen wir nur hoffen, daß am ende einer die Fahrt bezahlen kann. :-)
Jürgen am 17.09.2009 um 12:38 Uhr
Sowohl Bankrott als auch Hyperinflation in den Rohstoffen sind vorprogrammiert.
Der Dollar als Weltleitwährung hat ausgedient.
Es folgen die SDR ( inklusive Yuan und Rubel ! ) des IWF und eine "weltweite" neue Währung - sehr bald !!!!
Einen Grund des ansteigenden Goldpreises hat Herr Müller dezent verschwiegen ;-)
Hinterrücks haben sich die Reichen und Korrupten mit Staatsgold eingedeckt !!
Das gewährleistet ihnen die Macht für die nächste Währung - welche unter anderem mit Gold und Silber gedeckt wird !!!!!
Die Keller der Zentralbanken sind leer....bis auf einige Reste welche noch ein paar Tage zur Goldpreisdrückung verwendet werden.
Uns wird dann vorgelogen das Gold wäre da - wer kann es prüfen ????
Es ist so viel Korruption und Lüge im Spiel das einem Übel wird !!!
Es brechen bitterböse Zeiten an.......
Sebastian Ott am 17.09.2009 um 13:48 Uhr
Ich denke die Fed und die ganzen Großbanken haben mehr Möglichkeiten als wir jetzt denken/wissen. Diese Leute sind Finanz-Profis und im besitz einer Gelddruckmaschiene dessen Währung Weltweit immernoch dominiert und dadurch nicht klein zureden ist. Der Dollar ist so stark wie er im Umlauf ist und amerikanische Banken, Firmen wie McDonalds, Starbucks, Generalelectric verstärken diesen Prozes mit jeden Laden den sie in Europa eröffnen.
Mit dem Eingreifen des Staates wurde meiner Meinung nach auf die Kriese au die nächsten 5-10Jahre verschoben.
Die US-Schuldenuhr spielt jetzt keine Rolle mehr ob da jetzt noch eine 2.3.4. oder eine 5 vor dem komma steht, voll im Gegenteil man wird sie feiern den mit jedem Stückchen mehr wird der Schuldner reicher es ist eh nicht mehr zurückzahlbar.
Wir Tanzen so lange mit dem Dollar bis uns die Inflation die Schuhe ausgezogen hat und das geht wie die letzten 10Jahre immer stück für stück es sei denn man schützt sich durch Edelmetalle (Gold, Silber)

Kein Garantieshein oder Kaufempfehlung dafür meine eigene Meinung
Sebastian Ott am 17.09.2009 um 13:54 Uhr
Ich denke die Fed und die ganzen Großbanken haben mehr Möglichkeiten als wir jetzt denken/wissen. Diese Leute sind Finanz-Profis und im besitz einer Gelddruckmaschiene dessen Währung Weltweit immernoch dominiert und dadurch nicht klein zureden ist. Der Dollar ist so stark wie er im Umlauf ist und amerikanische Banken, Firmen wie McDonalds, Starbucks, Generalelectric verstärken diesen Prozes mit jeden Laden den sie in Europa eröffnen.
Mit dem Eingreifen des Staates wurde meiner Meinung nach auf die Kriese au die nächsten 5-10Jahre verschoben.
Die US-Schuldenuhr spielt jetzt keine Rolle mehr ob da jetzt noch eine 2.3.4. oder eine 5 vor dem komma steht, voll im Gegenteil man wird sie feiern den mit jedem Stückchen mehr wird der Schuldner reicher es ist eh nicht mehr zurückzahlbar.
Wir Tanzen so lange mit dem Dollar bis uns die Inflation die Schuhe ausgezogen hat und das geht wie die letzten 10Jahre immer stück für stück es sei denn man schützt sich durch Edelmetalle (Gold, Silber)

Kein Garantieshein oder Kaufempfehlung dafür meine eigene Meinung
Ridgeback am 17.09.2009 um 14:22 Uhr
und darum befindet sich das deutsche Gold in der USA-oder wo ist es sonst?
Ridgeback am 17.09.2009 um 15:19 Uhr
und darum befindet sich das deutsche Gold in der USA-oder wo ist es sonst?
edwin am 17.09.2009 um 18:51 Uhr
GOLD was mir stinkt sind Commercial mit 270000 kontakte so hoch wie noch nie.Ich tipe rallye bis monatsende.Dann kommt starke korrektur.
Ironman64 am 18.09.2009 um 07:54 Uhr
An Jürgen
Was haben diese Leute die Jahrtausende hindurch Erfahrungen angesammelt und ein Machtsystem aufgebaut haben dass an die Perfektion grenzt noch auf der Pfanne? Die USA hat 10 000 Milliarden $ Schulden der US Dolar wird bald bei 10 Cent liegen. Was kommt dann ?
Na schau mal das Filmchen und den Kommentar dazu.

Blick in die Zukunft oder Verschwörungstheorie?
Macht euch selbst Gedanken.

http://circularium.org/2008120653/Diverses/Breaking-News-Der -AMERO-eine-neue-amerikanische-W%C3%A4hrung-kommt

http://www.youtube.com/watch?v=3z0tcYvPZlM

Aktuelle Schulden
http://www.silberknappheit.de/schulden/staat.php

Tip:
Gebt in Googel mal Amero oder NAU (North Amerika Union) ein was da zum Vorschein kommt. Die meisten ahnen noch nicht mal was davon.

Die NAU und der Amero werden kommen und den Amerikanern übergestülpt wie uns die EU und der Euro aufdiktiert wurde. Nur werden sich das viele Amis nicht kampflos gefallen lassen. Denn wenn die gut gesicherten Grenzen zu Mexico fallen,gehts erst los mit der Lohndrückerei und dem Sklavenhandel. Genau wie wir es hier erleben nachdem die Grenzen zu Osteuropa geöffnet wurden. Und wenn die Türkei noch in die EU kommt dürfen wir uns auf weitere 20 Millionen billige Arbeitssklaven freuen, die alle schon auf den gepackten Koffern sitzen.

Wir können uns noch auf harte Zeiten gefasst machen. Bis hin zu Bürgerkriegen ist alles möglich.
Leser der Nachdenkseiten am 19.09.2009 um 09:17 Uhr
Eine kritische Gegenstimme zum Artikel - Was meinen Sie Herr Müller dazu?

http://www.nachdenkseiten.de/?p=4204

# Nachtrag zum Hinweis Nr. 15 vom 17.9.
(US-Dollar: In Washington braut sich was zusammen; Ausland verweigert Kauf von US-Staatsanleihen)
Ein Freund der NDS, Volkswirt und Kenner der Szene kritisiert diesen Hinweis zu Recht:

In den gestrigen Hinweisen des Tages wurde u.a. auf einen Text von goldmodeTrade.com sowie Dirk Müller hingewiesen. In diesem wurde vor der Gefahr gewarnt, dass die USA ihr Haushaltsdefizit nicht mehr finanzieren könnten, mit der Begründung, dass China weniger Staatsanleihen kauft. Leider sind die darin genannten Zahlen teilweise falsch, teilweise wurden suggestiv aus dem gesamten Datensatz nur bestimmte Zahlen herausgepickt, um Meinung zu machen.
So ist es zwar richtig, dass China im ersten Halbjahr 2009 insgesamt für 49 Mrd. USD weniger US-Staatsanleihen erworben hat als im zweiten Halbjahr 2009 und im Juni sogar netto für rund 25 Mrd. USD Staatsanleihen veräußert hat. Damit hat China seine Bestände allerdings eben immer noch um 49 Mrd. aufgestockt, nur nicht mehr ganz so stark wie im Halbjahr davor. Zum anderen war der Juni trotz der chinesischen Nettoverkäufe ein Rekordmonat, insgesamt wurden vom Ausland netto über 100 Mrd. USD US-Staatsanleihen erworben.
Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten 2009 sogar für netto 207 Mrd. USD Staatsanleihen vom Ausland gekauft, gegenüber „nur“ 110 Mrd. USD im zweiten Halbjahr 2008, die im Text genannte Zahl von 344,7 Mrd. USD Verkäufen konnte ich nicht finden. Die Obama-Regierung muss sich daher bislang auch keinerlei Sorgen um die Finanzierung ihres Haushaltsdefizits machen.
Ferner ist auch die Behauptung falsch, diese Zahlen seien von den Mainstream-Medien ignoriert worden. Die Daten werden regelmäßig und entsprechend auch dieses Mal u.a. vom Wall Street Journal, CNN, AFP und der Ney York Times genannt. Schaut man sich die beiden Homepages, von denen diese Meldung stammt, genauer an, erkennt man auch schnell, dass hier Meinung oder genauer Panik gemacht werden soll. Bei beiden Seiten handelt es sich m.E. um unseriöse Börsenplattformen, die ohne jedes volkswirtschaftliche Wissen aus jeder Meldung das herauspicken, was ihre Meinung untermauert, und alles andere ignorieren.
Gruß F.F.

Mark am 20.09.2009 um 19:25 Uhr
Hallo Herr Müller,

habe da auf den Nachdenkseiten dieser Kommentar gefunden. Was können Sie uns dazu sagen? Will uns da jemand nur beruhigen?

(US-Dollar: In Washington braut sich was zusammen; Ausland verweigert Kauf von US-Staatsanleihen)
Ein Freund der NDS, Volkswirt und Kenner der Szene kritisiert diesen Hinweis zu Recht:
In den gestrigen Hinweisen des Tages wurde u.a. auf einen Text von goldmodeTrade.com sowie Dirk Müller hingewiesen. In diesem wurde vor der Gefahr gewarnt, dass die USA ihr Haushaltsdefizit nicht mehr finanzieren könnten, mit der Begründung, dass China weniger Staatsanleihen kauft. Leider sind die darin genannten Zahlen teilweise falsch, teilweise wurden suggestiv aus dem gesamten Datensatz nur bestimmte Zahlen herausgepickt, um Meinung zu machen.
So ist es zwar richtig, dass China im ersten Halbjahr 2009 insgesamt für 49 Mrd. USD weniger US-Staatsanleihen erworben hat als im zweiten Halbjahr 2009 und im Juni sogar netto für rund 25 Mrd. USD Staatsanleihen veräußert hat. Damit hat China seine Bestände allerdings eben immer noch um 49 Mrd. aufgestockt, nur nicht mehr ganz so stark wie im Halbjahr davor. Zum anderen war der Juni trotz der chinesischen Nettoverkäufe ein Rekordmonat, insgesamt wurden vom Ausland netto über 100 Mrd. USD US-Staatsanleihen erworben.
Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten 2009 sogar für netto 207 Mrd. USD Staatsanleihen vom Ausland gekauft, gegenüber „nur“ 110 Mrd. USD im zweiten Halbjahr 2008, die im Text genannte Zahl von 344,7 Mrd. USD Verkäufen konnte ich nicht finden. Die Obama-Regierung muss sich daher bislang auch keinerlei Sorgen um die Finanzierung ihres Haushaltsdefizits machen.
Ferner ist auch die Behauptung falsch, diese Zahlen seien von den Mainstream-Medien ignoriert worden. Die Daten werden regelmäßig und entsprechend auch dieses Mal u.a. vom Wall Street Journal, CNN, AFP und der Ney York Times genannt. Schaut man sich die beiden Homepages, von denen diese Meldung stammt, genauer an, erkennt man auch schnell, dass hier Meinung oder genauer Panik gemacht werden soll. Bei beiden Seiten handelt es sich m.E. um unseriöse Börsenplattformen, die ohne jedes volkswirtschaftliche Wissen aus jeder Meldung das herauspicken, was ihre Meinung untermauert, und alles andere ignorieren.
Gruß F.F.
Christian Julius am 21.09.2009 um 20:49 Uhr
Hallo,

ich glaube nicht, dass Herr Müller sich da Stunden hinsetzt, um die unüberschaubare Anzahl Daten dieser Seite http://www.ustreas.gov/ auszuwerten, sondern sich auf die zitierten Quellen verlassen hat. Der Originalbericht stammt von ChrisMartenson.com und kann nur gegen Beitrag abgerufen werden.

Wer sich beufen fühlt der möge dort recherchieren

http://www.ustreas.gov/tic/

mir fehlen leider jegliche Kenntnisse und das engl. Vokabular zum Verständnis.






Chris am 22.09.2009 um 16:09 Uhr
Sehr geehrter Herr Müller,

Sie haben nun schon sehr viel und gut nachvollziehbar über die Gefahr des unmittelbar bevorstehenden Platzens der Bond-Blase berichtet. Was mir jetzt noch fehlt, ist das letzte Puzzlestück, nämlich die Folge eines solchen Platzens.

Soweit ich verstanden habe, hat ein Platzen der Bond-Blase zur Folge, dass der Dollar ins Bodenlose nach unten rutscht, also massiv abgewertet wird. Letztlich eine massive Dollar-Inflation.

Die Frage, die uns allerdings diesseits des großen Teichs (wo wir unsere täglichen Brötchen beim Bäcker ja in Euro bezahlen) interessiert, ist die folgende:
Was würde eine massive Dollar-Abwertung für unsere hiesigen Euro-Cashbestände bedeuten, die hier immer noch geduldig auf niedrig verzinsten Cashkonten auf den finalen Sell-Off im Rahmen eines Platzens der Aktien-Blase warten ?
Bedeutet eine Entwertung des Dollars in der Folge auch irgendwann eine massive Abwertung des Euros (und anderer Weltwährungen) ? Und wenn ja, in welchem Zeitrahmen ?

Ich würde mich freuen, wenn Sie diese letzte Stufe dessen, was Sie oft als das "große Szenario" bezeichnen, einmal anschaulich diskutieren könnten.

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