Die Notenbanken und neue Formen der Geldmengenausweitung

Fortsetzung vom ersten Teil

Zu Guttenberg hin oder her, - bei einer Sache ist unserem Ex-Doktor-Minister durchaus Recht zu geben: Der Fokus unserer Medienlandschaft richtet sich viel zu oft auf Dinge, deren Bedeutung gegenüber anderen Themen nicht im geringsten die Wichtigkeit dieser Vorgänge widerspiegelt. Sie werden schlichtweg ausgeblendet und unterdrückt. Sei es nun willentlich oder unabsichtlich, - wobei letzteres erdenklich unrealistisch sein dürfte, was wiederum dafür spricht, dass zumindest unsere Pressevertreter zeitweise ganz genau wissen, was sie da eigentlich tun. 

Ähnlich unrealistisch und albern kann unser aller Schuldenbremse betitelt werden, mit der sich Bund und Länder ab 2016 bzw. 2020 (warum eigentlich nicht schon 2011?) in großer Demut gegeißelt haben, um sich mit diesem – ich bitte um Verzeihung – mehr als schwachsinnigen Vorhaben von den Medien feiern zu lassen:

 „Na, endlich! Unsere Politiker haben es kapiert! Wir dürfen keine Schulden mehr machen, denn Schulden sind etwas Böses! Gutes Gesetz ist das!“

Freilich wird auch hier einmal mehr ausgeblendet, dass Schulden nichts anderes sind als der Counterpart zu Guthaben und somit das „Böse“ das „Gute“ bedingt und umgekehrt. Man könnte auch vom Ying und Yang des Finanzsystems sprechen, ohne jetzt ins Esoterische abgleiten zu wollen. Doch vielleicht handelte es sich bei der Verabschiedung dieses Gesetzes ebenfalls nur um ein absichtliches Ablenkungsmanöver der Marke „Volksvalium“, um von den ohne systemische Veränderungen unlösbaren Problemen des heutigen Geldsystems abzulenken. Ein Argument, das die Ausgangsfrage dieses Artikels bejaht, obwohl ich mir an dieser Stelle mehr als unsicher bin, ob sich unsere Volks-ver-treter nicht gar unverantwortlicherweise selbst medikamentiert haben.     

Ein Vorgang, der in unserer Medienlandschaft kaum Beachtung findet ist beispielsweise die direkte Geldversorgung maroder Banken durch die nationalen Notenbanken Irlands und Portugals. In meinen Augen ein Geschehen, das vor einhundert Jahren wahrscheinlich noch seine Lösung in Mann gegen Mann auf dem Schlachtfeld gefunden hätte.

In Irland buchte die nationale Notenbank (nicht die eigentlich für die Geldversorgung der Banken zuständige EZB!) angeschlagenen Geschäftsbanken 50 Milliarden Euro auf deren Zentralbankkonten. Ebenso wird in Portugal in gleicher Art und Weise verfahren. Es ist schlichtweg unglaublich, dass solche Maßnahmen, die noch vor wenigen Monaten die Qualität gehabt hätten, die Eurozone auseinanderbrechen zu lassen, schlichtweg von den Printmedien ignoriert werden, - sieht man von wenigen Berichten im Internet ab.

Immerhin bedeuten die Hilfen der irischen Zentralbank, dass den Banken der grünen Insel bis jetzt ein Volumen in Höhe von etwa 30 Prozent des irischen Bruttoinlandsprodukts zugeflossen ist. Doch die EZB, die mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit diese Hilfen untersagen könnte, spielt diese nationalen Alleingänge herunter, denn angeblich hätten sie keine Auswirkungen auf andere Länder der europäischen Währungsunion. Hört, hört. Doch natürlich muss man auch für diese Aussage Verständnis aufbringen, schließlich muss man nicht immer alles gleich an die große Glocke hängen. Nachtigall ick hör dir trapsen ...

Doch einen Moment, - vielleicht mag das zunächst einmal sogar stimmen. Doch werden die Konsequenzen für andere Länder zukünftig durchaus spürbar sein, spätestens dann, wenn diese neue Verschuldungsblase der Banken irgendwann platzen wird. Wir müssen davon ausgehen, dass natürlich auch diese Verluste bei den kommenden Staats- und Bankenpleiten sozialisiert werden, um die Vermögen der oberen Zehntausend zu schützen.

Übrigens ist diese neue Art der Bankenrettungen im Euroraum keineswegs verboten. Im Rahmen der sogenannten Emergency Liqidity Assistance (ELA) sind zeitlich begrenzte Hilfen in einer Krisensituation erlaubt, wobei die Definition von „Zeit“ und „Krise“ im Ermessen der jeweiligen nationalen Notenbanken liegt. Um es ganz einfach auszudrücken: Jede Zentralbank darf tun, was sie für richtig hält! Da soll noch einer sagen, in Europa würden Freiheiten beschnitten!

Notabene kann man auch hier unsere Deutsche Bundesbank nicht ausschließen, denn die damaligen Hilfen in Höhe von 35 Milliarden Euro für die HRE waren ebenfalls Nothilfen im Rahmen der ELA. Nun die Erfindungen neuer Zaubertricks in der Welt der Notenbanken scheinen kein Ende zu nehmen. Der Kreativität scheinen tatsächlich keine Grenzen gesetzt zu sein, wobei sich an dieser Stelle die Frage stellt, wieviele Kaninchen ein herkömmlicher Zylinder eigentlich aufnehmen kann.

Nun ist es durchaus eine Überlegung wert, inwieweit sich diese Hilfen auf die Entwicklung der Preise auswirken. Zunächst einmal sei gesagt, dass auch diese „stützenden“ Maßnahmen das Game-Over des derzeitigen Systems natürlich nur hinauszögern, jedoch keineswegs verhindern werden können. Die Banken, die normalerweise Insolvenz anmelden müssten, werden in die Lage versetzt weiter an den Märkten mitspielen zu können, um die Geldvermögen der Anleger auf der Passivseite ihrer Bilanzen weiter mehren zu können.

Natürlich bleibt das nicht ohne Folgen für die Preisentwicklung eben an diesen Märkten. Doch auch hier steuert man auf Obergrenzen zu. Vor allem die Preise für lebensnotwendige Rohstoffe (Lebensmittel) lassen sich nur bis zu einer ganz bestimmten Grenze nach oben treiben. Nämlich bis zu der Linie, bei der es zu Aufständen in der Bevölkerung kommt, was im trivialen Zusammenhang mit der Tatsache steht, dass die Menschen ihr Geld nur einmal ausgeben können und der Überlebenswille im Tierreich sehr ausgeprägt ist. Schließlich soll der Mensch vom Affen abstammen, was vielleicht auch das ein oder andere erklären könnte.

Ähnlich sieht es im Energiesektor bei Öl und Gas, dem Immobilienmarkt und allen anderen Blasengebilden der heutigen, verrückten Zeit aus. Solange nicht auch mehr Geld zum Ausgeben bei der Bevölkerung ankommt, die Löhne stark steigen und/oder beispielsweise die Hartz-4-Sätze in Deutschland nicht nur um fünf bis acht, sondern um fünf- bis achthundert Euro erhöht werden, solange werden diese Preisblasen immer wieder platzen. Aus diesem Grund braucht man sich zurzeit (noch) keine Gedanken um eine drohende Hyperinflation zu machen. Mr. & Mrs. Market werden es notfalls auf der Straße schon regeln.

In diesem Zusammenhang gibt es jedoch Ausnahmen von der Regel: Edelmetalle und Aktien. Tatsächlich könnte es hier im Vorfeld des Game-Over zu einer großartigen Blasenbildung kommen, wenn am Vorabend des Systemzusammenbruchs alle Marktteilnehmer nach ultimativer Sicherheit in Form von Sachwerten suchen werden und den klugen Investoren der letzten zehn Jahre vor allem ihre Gold- und Silberbestände zu fast jedem Preis abzukaufen gedenken.

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob und wieviel Edelmetalle und Aktien dann in bedruckte Baumwolle getauscht werden sollen und was man gedenkt mit dieser zu tun. Eine äußerst schwer zu beantwortende Frage, deren Lösung imho einerseits ganz von den persönlichen Verhältnissen und andererseits den sich zukünftig noch zeitlich abzuwartenden Ereignissen abhängt. Wir müssen uns da noch ein wenig gedulden! Zeit könnte durchaus zu viel Geld beim Endspiel des Systems werden, auch wenn selbiges das Zeitliche segnet.

Es ist im Moment sehr schwer zu entscheiden, was am Ende zu tun sein wird, denn bis jetzt ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die selbst nicht wissen, was sie da eigentlich tun und noch alles anstellen werden.

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Kommentare

ironalex am 09.03.2011 um 12:38 Uhr
Hallo Gemeinde,
vor einem Crash ist mir eigentlich gar nicht bange. Aber wenn ich mir die dann geforderten Krisenmanager die sich da so unter der Käseglocke des Reichstags versammeln betrachte, habe ich mich wahrscheinlich vorher schon tot gelacht. Die murksen doch schon bei den einfachsten Dingen. Dass sie sich mit Finanzen auskennen, sieht man an unserer Staatsverschuldung.

Gruß, ironalex
Hans Brandt am 09.03.2011 um 12:46 Uhr
Herr Reinhardt,

Für Sie eine ganz konkrete Frage, bei der ich selbst an meine Grenzen stoße: Was wäre eine mögliche bestehende Exit-Strategie für den Dollar?

Ich sehe keine. Dabei müssten die Herren rund um die Fed & Co. doch mit Errichten des Zentralbanksystems gewusst haben, dass sie irgendwann einen Exit brauchen würden...

... und was hatten sie dann davon? Cui bono?
Kloppo am 09.03.2011 um 12:51 Uhr
Hallo Herr Reinhardt,

gut auf den Punkt gebracht, schade nur dass ihr Artikel am Ende nicht die große Lösung für die kleine Cashkursgemeinde liefert ;-)

"In meinen Augen ein Geschehen, das vor einhundert Jahren wahrscheinlich noch seine Lösung in Mann gegen Mann auf dem Schlachtfeld gefunden hätte."
Ich glaube, dass unsere lieben Volksvertreter gerne etwas an den Zuständen ändern würden, das Problem ist, dass sich keiner traut bzw. nicht weiß wo er anfangen soll. In Zeiten, in denen die Kanzlerin "moderiert" statt zu regieren und die Opposition die Zeit damit verbringt eine Doktorarbeit bis aufs letzte Wort auseinanderzunehmen, wer soll da auf die wahren Probleme aufmerksam machen und dann auch auf die nötigen Lösungen dringen? Ich glaube, die meinen das nicht mal böse, sondern verfahren nach dem Motto "bisher ging es ja noch immer gut". Und es ist für sie eine Arbeit zum Broterwerb, so dass sie zusehen müssen, dass sie nicht "gekündigt" (abgewählt) werden - das geht nur mit guten Dingen oder eben keinen schlechten/unpopulären. Hier zeigen sich die negativen Seiten unserer Demokratie und Medienlandschaft: Wenn jeder seine Meinung sagen darf, werden die guten oft überhört und nur die lauten wahrgenommen...

Fazit: Ich glaube sie wissen was sie tun, nämlich nichts, aber sie wissen nicht zu was das führen wird...
gp am 09.03.2011 um 13:11 Uhr
Mein Senf dazu: "Sie" wissen sehr wohl, was sie tun. "Sie" wissen durchaus, wohin das führen kann - es sollte uns nicht egal sein, uns wird es nämlich betreffen.. "Sie" werden es ganz gut überstehen, haben sie immer...wir aber nicht.
Helmut Reinhardt am 09.03.2011 um 15:43 Uhr
@Hans Brandt
Exitstrategien (egal für welche Währung) oder besser gesagt Vorschläge
für Änderungen des bestehenden Geldsystems werden ja diskutiert:
Freiwirtschaft, Goldstandard, "mein" Trialismus, Steuern auf
Großvermögen, etc. Die Frage, die sich stellt ist die, ob ein
Bewußtseinswandel einsetzen wird, dem ein neues Geldsystem entspringt
oder ob es irgendwann kracht und man dann mit dem gleichen System von
vorn anfängt, ohne das die wahren Gründe für den Zusammenbruch in das
Bewußtsein der Menschen vordringen.
Helmut Reinhardt am 09.03.2011 um 15:53 Uhr
@Hans Brandt

Noch ein Nachtrag: Die Frage nach dem "was die davon hatten" lässt sich
sehr leicht beantworten, wenn man auf die Vermögensverteilung in der
Welt schaut. Wenige sind sehr, sehr reich geworden ....
Hans Brandt am 09.03.2011 um 16:18 Uhr
Herr Reinhardt,

Danke für Ihre Antworten. Ich habe seit letztem Sommer wahrscheinlich jeden Artikel hier auf Cashkurs mindestens einmal gelesen und bin auch ansonsten immer fleißig am lesen und am lernen. Vor allem im angloamerikanischen Sprachraum gibt es einige nette Publikationen und Beiträge!

Weil Sie sagen, einige wenige wurden sehr reich. Das stimmt natürlich. Die Welt ist eine Pyramide. Aber ich bin mir sicher, dass Reichtum alleine nicht der finale Maßstab sein kann. Es geht hier viel mehr um Macht und Kontrolle, auch um die Kontrolle über das Geldwesen. Das Ziel des persönlichen Reichtums wirkt da schnell überflüssig, auch wenn sich natürlich einige wenige im Fahrwasser der pyramidalen Entwicklung sonnen.

Meinetwegen kann man als das als Ausläufer grenzenloser individueller Machtgier betrachten (Hitler-Syndrom), aber kann mir nicht vorstellen, dass die Damen und Herren, die hier die Strippen ziehen, kein weiteres Ass im Ärmel haben und ihr Machtgefüge einfach so schwinden sehen wollen.

Ich habe letztes Jahr einen kleinen Crashkurs Geldwesen vor ein paar hochintelligenten Kindern gehalten und als Beispiel einen Pokertisch genommen (Monopolyspiel geht auch), wo eine zentrale Bank die Einsätze gegen Zinsen ausleiht. Irgendwann sind nur noch Schulden und Verbriefungen im "System". So weit so gut.

"Was das alles bringen soll?", hat da ein kleiner kluger Junge mit 11 Jahren gefragt. "Nun ja, die Schulden verbinden einen Anspruch auf Rückzahlung. Wenn diese nicht erfolgt, musst Du etwas anderes leisten. Mir alles geben, was Du hast. Wenn das nicht reicht, dann musst Du eben für mich arbeiten."

------

Irgendwo hat sich ein krankes Gehirn, das zu viel Zeit und Möglichkeiten hatte, die Frage gestellt, ob man die ganze Welt versklaven könnte - und mir kommt es so vor, als erlebten wir gerade den finalen Akt dieses Experiments, wobei der letzte Plot-Twist noch aussteht.

Einwände?
Helmut Reinhardt am 10.03.2011 um 09:56 Uhr
Lieber Herr Brandt,

tatsächlich glaube ich an Verschwörungen, weil sie ein ganz normales
Phänomen der menschlichen Gesellschaft sind. Es ist völlig natürlich,
dass sich Menschen mit gleichen Interessen verbünden, um sich gemeinsam
Vorteile zu verschaffen ohne das es andere Menschen erfahren. Das kann
man übrigens schon bei kleinen Kindern im Kindergarten beobachten.
Allerdings glaube ich nicht an eine große Weltverschwörung, bei der sich
ein paar Leute treffen, um die Geschicke der ganzen Welt zu bestimmen
oder die Menschheit versklaven wollen, etc.

Ich denke, dass die heutigen Machtstrukturen und die Vermögensverteilung
eine logische Konsequenz des Systems sind. Natürlich geht es um
Machterhalt, das heißt für mich aber nicht, dass es soetwas wie eine
Weltverschwörung geben muss. Falls es die gäbe, müßte man tatsächlich
noch sehr viel mehr in Frage stellen, denn bekanntlich ist unsere
Lebenszeit auf rund 60 - 90 Jahre begrenzt. Falls es tatsächlich eine
solche Verschwörung gibt, stellt sich die Frage, ob diese Leute
vielleicht von einer völlig anderen Realität der Welt wissen.

Beste Grüße
Helmut Reinhardt
Hans Brandt am 10.03.2011 um 13:07 Uhr
Herr Reinhardt,

Ich bin von Ihrer Offenheit beeindruckt. Zeugt meines Erachtens von einem großen Intellekt, so sachlich selbst über die schwerst vorstellbaren Dinge zu diskutieren. Ich danke Ihnen. Ich schätze, wir werden das früher oder später einmal in engerer Runde weiter durchkauen ;)

Nun, es ist erwiesen, dass es immer wieder Individuen gab, die sich als Herrscher bzw. Kontrolleure ganzer Zivilisationen aufschwangen. Der ältere Geldadel entspringt dabei der Zeit des Mittelalters, als Kirche bzw. Monarchie das Szepter in den Händen hatten.

Ich könnte den Schritt evolutionär Nachvollziehen, dass die modernen Herrscher sich einfach im Hintergrund aufhalten. Das muss keine Weltverschwörung sein. Sehen Sie, der König war für jeden Sichtbar und irgendwann bekam er Volkes Zorn zu spüren und man schlug ihm den Kopf ab. Durch die Präsenz war auch die Macht gefährdet, da er für jeden als Träger der Macht und Wurzel allen Übels sichtbar gewesen ist. Siehe Gaddafi, aktuelles Beispiel.

Das würde letztlich doch nur bedeuten, dass keine Kronen oder Fürstentümer mehr weitergegeben würden über die Generationen, sondern dass es eben heißt: Hier, mein Junge, da ist das Geldwesen, das funktioniert so und so. Hier ist das Bankenwesen, das funktioniert ganz anders. Da ist die Politik, Obacht, sensibles Thema, aber das bekommst Du schon hin.

Okay, das ist ne Weltverschwörung....

Aber Fakt ist doch, dass eine demokratische Mehrheit nie imstande wäre, das so zu erkennen. Alleine durch die Asymmetrie der Information wäre es kaum möglich, dort etwas zu durchblicken. Es gibt keine Eindeutigkeit, wie beispielsweise in der Physik. Außerdem würde den Schock niemand ertragen, festzustellen, dass alles ganz anders ist, wie stets angenommen. Bereits Eisenhower und Kennedy warnten davor, dass eine Verschwörung existiert.

Ich als heimlicher Machthaber würde mich auf Erden verdammt wohl fühlen ;-)

Die Idee von einer völlig anderen Realität ist genial, eine elegante und nachvollziehbare Lösung unserer theoretischen Problemstellung hier. Spricht wiederum für Ihren Verstand! Danke an dieser Stelle auch dafür, dass Sie mir so viel über Wirtschafts- und Geldtheorie beibrachten. Das hatte ich ursprünglich einmal von meiner Universität erwartet, aber naja, man wird älter, man lernt dazu.

Beste Grüße!
Oliver Meinecke am 10.03.2011 um 13:59 Uhr
Auch wenn es moralisch & ethisch nicht haltbar ist, sinnvoll wäre (ACHTUNG, diese Aussage ist deutlich überspitzt), die Reduktion der Menschheit auf einen Rest von wenigen Millionen.

Durchaus bin ich der Meinung der Mensch sollte viel viel mehr dazu stehen, sich nicht von den Tieren in seinen Eigenschaften zu unterscheiden. Dann würde er endlich mal ein entsprechendes Gleichgewicht zu seiner Umwelt entwickeln.
Radzabov am 10.03.2011 um 17:56 Uhr
Eine Zentralbank, die den Bundesbanken, die den Privatbanken und damit, den Inhabern von großen Geldvermögen gehört, ist meiner Meinung, dass entscheidende Problem.

Wenn Sie auf die Internetseite der EZB schauen, finden sie zwei Spiele für "Kinder", in diesen Spielen können Sie nachvollziehen, wie eine Zentralbank, Einfluss nehmen kann: das entscheidende ist der Leitzins
hier sehen sie, ganz einfach beschrieben was passiert:
http://www.ecb.int/ecb/educational/economia/html/index.de.ht ml

Wenn unsere Zentralbank, will dann kann sie, selbst Inflation und Deflation auslösen, während sie mit "falscher Zunge" Preisstabilität häuchelt.
Wenn ich über Umwege Inhaber der EZB bin, kann ich bestimmen, wann die Zinsen gesekt und angehoben werden. Ich kann während der Markt sich vor einer Inflation fürchtet, den Tag bestimmen bestimmen an dem der Leitzins angehoben und alle Aktienkurse zu fallen beginnen, ich kann die Profite sowohl im Bärenmarkt sowohl auch auf dem Bullenmarkt mitnehmen.

Am Ende gehört alles der Bank.

Korregiert mich, wenn ich mich irren sollte, aber meinung nach ist, das die Wurzel allen Übels.
Liebe Grüße
Helmut Reinhardt am 11.03.2011 um 09:07 Uhr
@Radzabov

Das wäre zwar schön, wenn´s so einfach wäre, tatsächlich überschätzen Sie jedoch die Macht der Zentralbanken über die Geldmengen. Bitte machen Sie sich die Bedeutung der beiden Geldkreisläufe "Zentralbankgeld" und "Giralgeld" bewußt.

Eigentümerin der Deutschen Bundesbank ist die Bundesrepublik Deutschland. Ihr Anteil an der EZB beträgt zurzeit 28%. Die EZB gehört nicht - im Gegensatz zur FED - privaten Banken, sondern Eigentümer sind die Nationalen Notenbanken der europäischen Staaten im Euro-Währungsraum.

Beste Grüße
Helmut Reinhardt

http://www.cashkurs.com/Detailansicht.80.0.html?&cHash=c88d2 c4257&tx_t3blog_pi1[daxBlogList][showUid]=7829

http://www.cashkurs.com/Detailansicht.80.0.html?&cHash=f7b9b d4f1c&tx_t3blog_pi1[daxBlogList][showUid]=8530
Radzabov am 11.03.2011 um 13:32 Uhr
Danke Helmut Reinhardt für Ihre Antwort, was bleibt ist, wohl die wichtigste Frage, warum bricht dann unsere Wirtschaft zusammen, was ist der Wahre Grund, gibt es ihn überhaupt ?

1) Die bösen Spekulanten: Nein
2) Der Zins und Zinseszins: Nein
3) Das Zentralbankensystem: Nein
4) Das Schuldgedsystem ?
5) Banken an sich und ihre Geldschöpfung ?
6) =D die faulen Unmenschen aus Grichenland: Nein
7) Elieten ?

Bitte lasst mich nicht dumm sterben und sagt mir einfach und knapp oder kompliziert und land: Wo ist hier der Hund vergraben.

Liebe Grüße
Helmut Reinhardt am 14.03.2011 um 10:18 Uhr
Hallo @Radzabov

Ich denke der Hauptgrund dürfte sein, dass dem System Ober- und Untergrenzen fehlen.

Die Goldwährungsanhänger legen den Fokus auf die Ausweitung der Geldmenge (das FIAT-MONEY-System) und sehen Geld als Ware an, wobei den Menschen selbst überlassen werden soll, was sie als Geld verwenden. (Gold und Silber würden sich von selbst als Zahlungsmittel durchsetzen.)

Die Freiwirtschaft sieht den Hauptgrund darin, dass das System keine Möglichkeit bietet, Zinsen auch in den negativen Bereich abgleiten zu lassen (OHNE - das wird oft fälschlicherweise behauptet - die Zinsen abschaffen zu wollen).

Die Monetative sieht das Hauptproblem darin, dass die Geldschöpfung in private (Geschäftsbanken-) Hände abgegeben wurde und sieht ebenfalls ein Problem in der Geldmengenausweitung durch Kreditvergabe der Privatbanken.

Die linke Fraktion sieht das Hauptproblem in der Vermögensverteilung und der fehlenden Begrenzung von sehr großen Vermögen einiger weniger Superreichen.

Beste Grüße
Helmut Reinhardt
Radzabov am 14.03.2011 um 14:43 Uhr
Vielen Dank nochmals ;)

Die Antwort sieht, also immer anders aus, es kommt nur darauf an wo man sich im Gebäude, des Geldes bewegt und was man, als Problem sehen will.

Es ist irgendwie beruhigend, zu wissen, das es das "Problem" und die " Lösung", an sich garnicht garnicht gibt.
Die "Kriese" findet nur dort und für den statt, der es will.

In diesem Sinne Kompliment für Ihre Arbeit und machen Sie weiter, damit wir alle bestmöglich am Ball bleiben.

Beste Grüße aus Kiel

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