Am Donnerstag der vergangenen Woche verabschiedete das Repräsentantenhaus eine der schlechtesten Gesetzesvorlagen, die jemals in eine der beiden Kammern des Kongresses eingebracht wurde. Der Gesetzesentwurf H. Res. 758 wurde mit großer Mehrheit durch die Mitglieder des Unterhauses angenommen, der die politischen Aktionen der Russischen Förderation unter Staatspräsident Wladimir Putin aufs Schärfste verurteilt. Danach verfolgt die Russische Föderation eine Politik der Aggression gegenüber ihren Nachbarstaaten, die auf eine politische und wirtschaftliche Dominanz in der Region abzielt.

Mit freundlicher Genehmigung des Institute for Peace and Prosperity

Genau genommen entspricht der am Donnerstag verabschiedete Gesetzentwurf einer 16-seitigen Kriegspropaganda, die selbst Neocons die Schamesröte ins Gesicht treiben müsste, wenn diese Leute dazu fähig wären.

Es sind eben jene Lösungsvorschläge, auf die ich als Mitglied des Kongresses stets ein aufmerksames Auge geworfen hatte. Denn was als “harmloser” Meinungsausdruck daher kommt, führt letztendlich oftmals zu Sanktionen und Kriegen. Ich erinnere mich an das Jahr 1998, in dem ich mit Vehemenz gegen eine Verabschiedung des Iraq Liberation Act (Gesetz zur Befreiung des Irak) argumentierte. Zu jener Zeit erklärte ich, dass dieses Gesetz zu einem Krieg führen würde.

Ich stimmte damals nicht gegen das Gesetz, weil ich ein Bewunderer von Saddam Hussein gewesen wäre. Ebenso wenig bin ich ein Bewunderer von Wladimir Putin oder irgendeinem anderen ausländischen Staatsführer. Was mich damals gegen das Gesetz stimmen ließ, war die persönliche Annahme, dass ein weiterer US-Krieg gegen den Irak die zugrundeliegenden Probleme nicht lösen würde. Vielmehr war zeichnete sich schon damals ab, dass ein solcher Krieg die Dinge in der Region hingegen verschlechtern würde. Wir wissen heute alle, was in der Folge passierte.

Es ist einer der Gründe, warum ich es kaum fassen kann, dass sich diese Entwicklung nun wiederholt und die Verantwortlichen auf rücksichtslose Weise ihren Willen durchsetzen. Und diesmal geht es um weitaus mehr: nämlich das Provozieren eines Krieges gegen Russland, der in einer totalen Zerstörung der uns bekannten Welt enden könnte!

Falls irgendjemand der Ansicht sein sollte, dass ich übertreibe, wenn ich explizit darauf hinweise, wie gefährlich der nun im Unterhaus verabschiedete Gesetzentwurf tatsächlich ist, so lassen Sie mich Ihnen einige wichtige Aspekte aus diesem Gesetzentwurf näher bringen:

Das im Unterhaus angenommene Gesetz (Paragraph 3) bezichtigt Russland einer Invasion der Ukraine und verurteilt eine durch Russland begangene Verletzung der Souveränität der Ukraine. Es finden sich für die hierin angeführten Bezichtigungen keinerlei Beweise. Gewiss sollten wir im Zeitalter hoch auflösender Satellitenbilder, auf denen man aus dem Orbit die Ziffern von einem Nummernschild ablesen kann, über stichhaltiges Videomaterial oder Bilder verfügen, auf denen diese russische Invasion zu sehen ist. Nichts dergleichen wurde bislang auf den Tisch gelegt. Wenn es um den Anklagepunkt der Verletzung der staatlichen Souveränität der Ukraine durch Russland geht, warum ist es dann nicht auch eine Verletzung der staatlichen Souveränität der Ukraine durch die Vereinigten Staaten, wenn sich deren Regierung an dem Sturz der ehedem demokratisch gewählten Regierung in Kiew – wie im Februar dieses Jahres geschehen – beteiligt? Wir alle haben die geleakten Audioaufzeichnungen gehört, in denen hochrangige Offizielle des US-Außenministeriums einen Komplott mit dem amerikanischen Botschafter in Kiew planen, um die damals amtierende Regierung der Ukraine aus dem Amt zu putschen. Wir hörten ebenfalls, wie die stellvertretende US-Außenministerin Victoria Nuland damit prahlte, dass die Vereinigten Staaten $5 Milliarden für einen Regimewechsel in der Ukraine ausgegeben haben. Warum sind Dinge dieser Art in Ordnung?

Der im Unterhaus angenommene Gesetzentwurf (Paragraph 11) bezichtigt die in der Ostukraine lebenden Menschen, im November „betrügerische und illegale“ Wahlen abgehalten zu haben. Warum ist es eigentlich so, dass immer dann, wenn Wahlen nicht zu den durch die US-Regierung erhofften Resultaten führen, diese Wahlen als „illegal“ und „betrügerisch“ bezeichnet werden? Ist es den Menschen in der Ostukraine nicht gestattet, selbst über ihr Schicksal zu bestimmen? Handelt es sich hierbei nicht um eines der wesentlichen Bürger- und Menschenrechte?

Der im Unterhaus angenommene Gesetzentwurf (Paragraph 13) fordert Russland zu einem sofortigen Rückzug seiner Truppen aus der Ukraine auf. Dies gilt selbst unter der Prämisse, dass die US-Regierung bislang keine stichhaltigen Beweise dafür vorgelegt hat, dass sich russische Truppen überhaupt jemals auf ukrainischem Boden aufgehalten haben. Dieser Paragraph drängt die Regierung in Kiew zudem dazu, ihre militärischen Operationen gegen die Regionen im Osten des Landes, die sich von der Restukraine unabhängig machen wollen, aufrecht zu erhalten.

Der im Unterhaus angenommene Gesetzentwurf (Paragraph 14) führt mit Gewissheit aus, dass die malaysische Passagiermaschine MH-17, die über ukrainischem Territorium abstürzte, durch eine Rakete abgeschossen wurde, „die durch separatistische Einheiten in der Ostukraine abgefeuert worden ist, die durch Russland unterstützt werden.“ Dieser Punkt ist auf Basis aktueller Informationen schlichtweg inkorrekt, weil der abschließende Bericht zu den laufenden Untersuchungen dieser Tragödie erst im kommenden Jahr veröffentlicht werden soll. Aus dem vorläufig vorliegenden Investigationsbericht geht mit keinem Wort hervor, dass eine Rakete das Flugzeug zum Absturz gebracht hat. Darüber geht aus dem vorläufigen Untersuchungsbericht – erstellt unter Teilnahme aller in dieses Ereignis involvierten Staaten – nicht hervor, dass eine bestimmte Seite oder Partei die alleinige Schuld an dem Vorfall zuzuschreiben ist.

Paragraph 16 der im Unterhaus angenommenen Resolution verurteilt Russland für einen Verkauf von Waffen an das syrische Assad-Regime. Es wird jedoch –selbstverständlich – mit keinem Wort erwähnt, dass Waffenlieferungen der US-Regierung an die syrischen Rebellen tatsächlich ihren Weg in die Hände von ISIS – dem durch uns erklärten Feind – gefunden haben

In Paragraph 17 der durch das Unterhaus angenommenen Resolution wird Russland für etwas verurteilt, was in den USA als wirtschaftliche Sanktionen gegen die Ukraine bezeichnet wird. Und dies unter der Prämisse, dass die US-Regierung die Russische Föderation in jüngster Vergangenheit wiederholt mit wirtschaftlichen Sanktionen belegte und darüber nachdenkt, diese Sanktionen weiter zu verschärfen!

Der im Unterhaus angenommene Gesetzesentwurf (Paragraph 22) besagt, dass Russland die Republik Georgien im Jahr 2008 besetzte. Auch dieser Anklagepunkt ist schlichtweg unwahr. Selbst die Europäische Union – kein Freund Russlands – kam im Zuge ihrer Untersuchungen der Ereignisse im Jahr 2008 zu dem Schluss, dass es Georgien gewesen ist, dessen Regierung einen „ungerechtfertigten Krieg gegen Russland begann“ – und nicht umgekehrt! Wie können die den Gesetzentwurf annehmenden Parlamentarier im Kongress auf Basis von derart falschen Behauptungen davonkommen? Oder kümmert es die Mitglieder des Kongresses noch nicht einmal mehr, die zur Abstimmung anstehenden Gesetzesentwürfe zuvor genauestens zu lesen?

In Paragraph 34 wird der im Unterhaus angenommene Gesetzentwurf zu einer Farce. Hierin wird die Russische Föderation dafür verurteilt, illegale Attacken auf Computernetzwerke in den Vereinigten Staaten ausgeführt zu haben. In diesem Zuge habe sich das Land auf „illegale Weise in den Besitz von geheimen Informationen der US-Regierung gebracht“. Im Angesicht der durch Edward Snowden ins Rollen gebrachten Enthüllungen über das Ausmaß der amerikanischen Spionageaktivitäten im Rest der Welt sei die Frage erlaubt, wie ausgerechnet die US-Regierung das moralische Recht für sich in Anspruch nehmen kann, um Aktionen dieser Art zu verurteilen?

Zusätzlich besagt die Resolution, dass Russlands staatlich finanzierte Medien attackiert werden müssen, weil diese „die öffentliche Meinung manipulieren und aktiv beeinflussen“. Die US-Regierung gibt pro Jahr selbstverständlich Milliarden von US-Dollars weltweit aus, um Medienbetreiber wie Voice of America und RFE/RL zu finanzieren und zu sponsern. Zudem werden „unabhängige“ Medien in unzähligen Ländern in Übersee durch amerikanische Steuergelder subventioniert. Wie lange wird es noch dauern, bis alternative Informationsplattformen russischer Prägung – wie RT – in den Vereinigten Staaten verboten werden? Die nun durch das Unterhaus angenommene Gesetzesresolution bringt uns diesem unrühmlichen Tag ein gutes Stück näher. Ein Tag, an dem unsere Regierung darüber befinden wird, welche Art von TV- und Radioprogrammen wir konsumieren dürfen und welche nicht. In Washington setzt man dem Ganzen die Krone auf, indem man einen solchen Gesetzesbruch dann auch noch „Freiheit“ nennt.

Die im Unterhaus angenommene Resolution erteilt dem ukrainischen Staatspräsidenten Poroschenko grünes Licht (Paragraph 45), um dessen militärische Maßnahmen gegen die auf Unabhängigkeit vom Rest des Landes pochenden Separatisten in den Ostprovinzen der Ukraine wieder aufzunehmen. Gleichzeitig wird auf die Dringlichkeit einer Entwaffnung der separatistischen und paramilitärischen Einheiten in der Ostukraine verwiesen. Maßnahmen dieser Art werden mit weiteren Tausenden von Toten unter der ukrainischen Zivilbevölkerung Hand in Hand gehen.

Abschließend sei gesagt, dass die durch das Unterhaus des Kongresses angenommene Resolution die US-Regierung direkt in den Konflikt in der Ukraine involviert, indem der US-Präsident dazu aufgerufen wird, „der Kiewer Regierung Tod bringende und nicht Tod bringende Erzeugnisse zur Verteidigung, diverse Dienstleistungen und erforderliche Ausbildungsleistungen zur Verfügung zu stellen, um das eigene Territorium und die eigene Souveränität effizient zu verteidigen“. Dies bedeutet nichts anderes, als dass amerikanische Waffen in Händen ausgebildeter US-Militärkräfte in einen heißen Krieg an den Grenzen zu Russland involviert werden. Klingt dies wirklich nach einer guten Idee?

Es finden sich unzählige weitere und zudem lächerliche Erklärungen in dieser Gesetzgebung, um diese hier in Gänze anzusprechen. Wie dem auch sei, der wahrscheinlich gefährlichste Teil dieser Resolution leitet sich aus der Erklärung ab, dass die „militärischen Interventionen“ der Russischen Föderation in der Ukraine „eine Bedrohung für den Erhalt des internationalen Friedens und der Weltsicherheit“ darstellen. Solch eine Terminologie kommt nicht von ungefähr, sondern entspricht der Gifttablette, die in dieses Gesetzgebungswerk eingearbeitet wurde. Darauf aufbauend wird es in der Zukunft zur Verabschiedung von noch aggressiveren Resolutionen kommen. Nach allem Geschehenen sollten wir nicht vergessen, dass eine allgemeine Akzeptanz des Vorwurfs, laut dem Russland eine „Gefahr“ für den Erhalt des internationalen Friedens darstellt, nicht ignoriert werden kann? Und eben diese Dinge ebnen den rutschigen Pfad, der direkt in den Krieg führt.

Dieses überaus gefährliche Gesetz wurde am 4. Dezember durch die Mitglieder des Repräsentantenhauses verabschiedet. Gegen die Gesetzesvorlage stimmten gerade einmal zehn (!) Abgeordnete! Nur zehn Abgeordnete machen sich demnach also Gedanken über den Einsatz einer verlogenen Propaganda und falscher Bezichtigungen, um das militärische Säbelrasseln Washingtons gegenüber Russland zu verschärfen.

Abschließend möchte ich Ihnen einen Überblick zu den Unterhausabgeordneten verschaffen, die mit “NEIN” gegen die Gesetzesvorlage stimmten. Falls Sie Ihren Wahlkreisabgeordneten namentlich nicht auf dieser Liste entdecken sollten, sollten Sie ihn oder sie anrufen, um danach zu fragen, warum er oder sie in einer Weise abgestimmt haben, die uns einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Russland ein gutes Stück näher bringt! Falls Sie Ihren Wahlkreisabgeordneten namentlich auf dieser Liste wiederfinden, sollten Sie ihn oder sie anrufen, um Ihren Dank zum Ausdruck zu bringen, dass diese Personen den Kriegstreibern in unserem Lande die Stirn geboten haben.

Abstimmung mit “NEIN” über H. Res. 758:

Justin Amash (R-MI)
2) John Duncan (R-TN)
3) Alan Grayson, (D-FL)
4) Alcee Hastings (D-FL)
5) Walter Jones (R-NC)
6) Thomas Massie (R-KY)
7) Jim McDermott (D-WA)
8 George Miller (D-CA)
9) Beto O’Rourke (D-TX)
10 Dana Rohrabacher (R-CA)

Gastbeitrag für CK*wirtschaftsfacts / © 2014 Dr. Ron Paul / Institute for Peace and Prosperity

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Kommentare

am 08.12.2014 um 12:32 Uhr
Aha,

und wo ist die Kriegserklärung ?
wolli_l am 08.12.2014 um 12:59 Uhr
Hier der Link zum Originaltext der House Resolution 758:
https://www.congress.gov/bill/113th-congress/house-resolution/758/text

Dreidreizehn am 08.12.2014 um 15:40 Uhr
@Guido744:
Die Methode nennt sich Eskalation und Provokation. Der heiße Krieg kommt erst später.

Hilfreich ist ein Blick in die Geschichte, wir erleben sowas ja nicht zum ersten Mal. Z.B. mal unter "Emser Depesche" in Wikipedia nachlesen. So machte Bismarck im Jahr 1870 Politik:
"Die französische Öffentlichkeit reagierte, wie von Bismarck vorhergesehen, mit nationaler Empörung. In der Folge erklärte das Kaiserreich Frankreich am 19. Juli 1870 dem Königreich Preußen den Krieg, der zum Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 wurde."
am 08.12.2014 um 17:05 Uhr
@ Dreidreizehn

'Der heiße Krieg kommt erst später.'

Wer's glaubt.

Mit Panikmache läßt sich immer noch gutes Geld verdienen.
Propaganda gibt es nicht nur in der Bild-Zeitung.

Im Gegensatz zu heute konnte Bismarck 1870/71 ganz bequem aus der Distanz Krieg spielen, ohne mit der Gewissheit zu leben, dass ihn bei Kriegsausbruch ein Nuklearsprengkopf aufs Haus 'fällt' und seine Familie auslöscht.

Aber danke für die Geschichtsnachhilfe.
Lassen Sie es mich wissen, wenn die USA oder Europa mobilmachen.

Gruss

reggy79 am 08.12.2014 um 17:27 Uhr
@ Guido744

Die USA haben spätestens nach dem 11.09.2001 "mobil gemacht", also das läuft schon seit geraumer Zeit.
Und in Europa brauchen die erst gar keine Truppen loszuschicken, die haben bereits 40000 Soldaten in der BRD stationiert, plus Atomwaffen zB in der Eifel. Von Rammstein und Stuttgart brauche ich erst gar nicht anzufangen...

bluestar am 08.12.2014 um 18:35 Uhr
Was diese geisteskranke Nation wirklich braucht ist ein Krieg - aber im eigenen Land und nicht in Europa. Diese technisierten Weicheier mit ihrem Friedhofsnobelpreisträger an der Spitze sind der Abschaum der Menschheit.
Wochnik am 08.12.2014 um 22:42 Uhr
Eric am 08.12.2014 um 22:30 Uhr
@Guido744:

Die Kriegstreiber sind bei Ausbruch eines Atomkrieges in sicheren Gebieten.
Dafür gibt es eine begrenzte Kriegsführung, das heißt, eine Fernschreibleitung zwischen Kreml und dem Weißen Haus wird dafür sorgen, dass der Atomkrieg nicht auf die Kernländer übergreift, das Schlachtfeld bleibt Europa.
Folgende Aussage von LaRoque (US-Präsidentschaftskandidat):
" Im inneren Zirkel der US-Atomgeneralität wird sorgsam die Überzeugung gepflegt, dass der heiße Draht funktioniert. Man glaubt, dass ein Atomkrieg wenn er richtig geführt wird, nämlich in Europa und auf kleiner Flamme, unter Kontrolle gehalten werden kann."
Diese Variante ist sehr utopisch, aber nicht auszuschließen.
am 09.12.2014 um 04:14 Uhr
@ reggy

wie ich schon sagte, Propaganda gibt es nicht nur in der Bild.

Und es funktioniert anscheinend.
am 09.12.2014 um 10:24 Uhr
Dass wirklich jemand nach Tschernobyl und Fukushima glaubt, dass sich ein Nuklearkrieg auf Europa beschränken ließe und keine nennenswerten Folgen für den Rest der Welt haben würde finde ich 'bemerkenswert'.

Aber was schreib' ich, man glaubt anscheinend eh nur, was man glauben möchte und ins eigene Weltbild passt.

Man könnte ja auch mal den Verstand einschalten und jeden Inhalt auf seine Plausibilität hinterfragen, auch auf diesem Kanal.
reggy79 am 09.12.2014 um 12:01 Uhr
@ Guido

Man kann ja eine Meinung haben... aber was an der Tatsache, dass die USA 40k Soldaten und AWaffen in der BRD stationiert haben, mit Propaganda zu tun hat, dass kann ich nicht nachvollziehen. Zumal diese Zahlen für jeden nachvollziehbar sind. Wo ist eigentlich der Informrationswert ihrer Kommentare? Sie bellen hier immer rum und kritsieren, aber die wo sind denn ihre Belege, Links etc die in diesem Zeitalter als Fundament der Argumentation herhalten können?
am 09.12.2014 um 14:28 Uhr
@ reggy

ok zurück auf Los:

Kriegserklärung:
'Bei der Kriegserklärung handelte es sich nach klassischem Völkerrecht um eine einseitige, formlose Willenserklärung an die gegnerische Partei, die den Eintritt des Kriegszustandes ankündigt.'

Quelle: Wikipedia

Ich frage nochmals: Wo ist die Kriegserklärung ? Befinden sich die USA und Russland nun im Kriegszustand ? Habe ich was verpasst ?

Oder ging es mit der reisserischen Überschrift nur darum Leser zu gewinnen ?

Übrigens:
Die UdSSR hatte weitaus mehr Truppen und ABC Material während des kalten Krieges vor unserer Haustür als die Amis heute. Es kam trotzdem zu keinem Krieg und wir sprechen auch nicht russisch.
Komisch, ne ?
Wochnik am 09.12.2014 um 14:41 Uhr
@Guido744:

In meinem Leserbrief von 08.12.2014, über die begrenzte Kriegsführung ist mir leider ein Fehler unterlaufen.

LaRoque war nicht Präsidentschaftskandidat sondern General. In meinen Unterlagen ist über ihn auch noch folgendes zu lesen: Ex-Admiral der US-Navy und wegen seiner strategischen Planung im vereinigten Generalstab der USA hochdekoriert.
Ich bitte um Entschuldigung.
am 09.12.2014 um 14:54 Uhr
Oder anders ausgedrückt:
Die UdSSR und die USA hatten während des kalten Krieges weitaus mehr Gründe gegeneinander in den Krieg zu ziehen als heute. Sie haben es nicht getan, und zwar nicht aus Nächstenliebe, sondern auf Grund der nuklearen Abschreckung. Ohne nukleare Abschreckung hätte es auf unserem Kontinent gleich mehrmals geknallt, davon bin ich überzeugt. Das wäre im Übrigen ein Bombengeschäft für die amerikanische Rüstungsindustrie gewesen (Aufrüstung-Krieg-Wiederaufrüstung-Krieg, etc...).

Also ? Wenn die nukleare Abschreckung damals funktioniert hat, warum sollte sie dann heute nicht mehr funktieren ?

Was hat sich geändert ?

Sind die Amis wirklich mit einem thermonuklearen Krieg besser dran oder wäre es nicht klüger zu warten, bis Putin in 10 Jahren eh das Zeitliche segnet ?
reggy79 am 09.12.2014 um 17:23 Uhr
@ Guido

Ach so, Sie verlangen also das die USA eine offizielle Kriegserklärung an zB die Russen schickt? OK, ich habe es jetzt verstanden.
Info: die USA führen zB in Pakistan und im Jemen Todeskommandos mit ihrer Drohnenflotte, die aus zB Stuttgart und Rammstein koordiniert werden. Jetzt frage ich mich, wie man so einen Akt bennenen möchte? Nonverbale Komminikation? Ich würde das als kriegersichen Akt bezeichnen. Nun kann man ja mal in diesen Ländern nachfragem ob die USA dort eine offizielle Kriegserklärung abgegeben haben... na, was glauben Sie?
Ich würde auch nicht unbedingt davon ausgehen, dass die USA gleich die Abombe werfen wollen, aber ich würde das auch nicht ausschliessen, als ultima ratio würde ich es ihnen zutrauen!
Und fragen Sie mal in Nagasaki oder Hiroshima nach wie wahrscheinlich die seinerzeit einen Angriff mit Abomben fanden...

am 10.12.2014 um 07:32 Uhr
@ reggy

'OK, ich habe es jetzt verstanden'.

Ne, haben Sie nicht und Sie wollen es auch nicht verstehen.

1945 war man sich der Wirkungsweise von Nuklearwaffen nicht bewusst - heute schon.
Wenn ihre Theorie stimmen würde frage ich Sie warum die Amis weder in Korea, noch in Vietnam oder in Afghanistan A-Waffen eingesetzt haben ?
Alle Konflikte gingen nicht im Interesse der Vereinigten Staaten aus, der beteiligte Gegner hatte nicht einmal A-Waffen. Man hätte ihrer Theorie nach folglich ohne grosses Risiko A-Waffen einsetzen können, um den jeweiligen Krieg zu 'drehen'.
Man hat es nicht getan.

Seltsam, oder ?

Um das Ganze abzuschließen:

Lassen Sie es mich wissen, wenn die Amis in Russland einmarschieren.
reggy79 am 10.12.2014 um 18:26 Uhr
@ Guido

1945 war man sich der Wirkungsweise von Nuklearwaffen nicht bewusst - heute schon.

--> https://de.wikipedia.org/wiki/Trinity-Test
Mind. seit 1945 ist dies bekannt... sie haben sich bestimmt nur vertippt und meinten 1845 ;)


"Wenn ihre Theorie stimmen würde frage ich Sie warum die Amis weder in Korea, noch in Vietnam oder in Afghanistan A-Waffen eingesetzt haben ?"

Jepp, haben die auch nicht aber wussten Sie das schon:


Am 1. Januar 1951 begannen 400.000 chinesische und 100.000 nordkoreanische Soldaten eine Offensive, der die 200.000 Soldaten der UN-Streitkräfte nicht standhalten konnten. Mit den US-Streitkräften flohen viele Zivilisten daraufhin in den Süden. Am 3. Januar 1951 wurde Seoul geräumt und in der Folge eine Verteidigungslinie zwischen dem Gelben Meer und dem Japanischen Meer gebildet. MacArthur verlangte nun den Abwurf von 34 Atombomben auf chinesische Städte, eine umfassende Seeblockade und den Einsatz nationalchinesischer Truppen. Dies lehnte die US-Regierung ab.

Nochmal: MacArthur verlangte nun den Abwurf von 34 Atombomben auf chinesische Städte, eine umfassende Seeblockade und den Einsatz nationalchinesischer Truppen.

Also, Sie sehen das dies im Rahmen einer militärischen AUseinandersetzung definitiv auf der Agenda stand... die Frage ist nun, ob er den Einsatz nationaler Chinesen oder der Abombe widerprochen hat... schauen wir doch mal was der damalige POTUS dazu meinte:


Bei einer Pressekonferenz am 30. November 1950 wurde Truman zum Einsatz von Nuklearwaffen befragt:

„F.: Herr Präsident, ich frage mich. ob wir diesen Hinweis zur Atombombe zurückverfolgen können? Haben wir Sie richtig verstanden, dass der Einsatz der Atombombe aktuell zur Diskussion steht?
Truman: Hat er immer. Sie ist eine unserer Waffen.
F.: Bedeutet dies, Herr Präsident, den Einsatz gegen militärische Ziele oder zivile?
Truman: Dies ist eine Sache, die das Militärpersonal zu entscheiden haben wird. Ich bin kein Inhaber von Befehlsgewalt der sich in solche Dinge einmischt.
F.: Herr Präsident, vielleicht wäre es besser, wenn es uns erlaubt würde, Ihre Bemerkungen in dieser Sache direkt zu zitieren?
Truman: Ich glaube nicht – ich glaube nicht, dass dies nötig ist.
F.: Herr Präsident, Sie sagten dies hinge von den Maßnahmen der Vereinten Nationen ab. Bedeutet dies, dass wir die Atombombe nicht einsetzen würden, es sei denn nach einer Genehmigung durch die Vereinten Nationen?
Truman: Nein, das bedeutet es auf keinen Fall. Das Vorgehen gegen das kommunistische China hängt von den Maßnahmen der Vereinten Nationen ab. Der militärische Befehlshaber im Feld wird die Möglichkeit zum Einsatz der Waffen haben, wie er sie immer hat.[Z 28][72]“

----

Sie können ja mal mit nem Geigerzähler nach Afghanistan oder in den Irak gehen, da werden Sie sich wundern welche Werte man da findet... zugegeben das schaffen die mittlerweile ohne eine Abombe zu werfen...

Und auf Vietnam, also fast 20 Jahre nach dem EInsatz von "Little Boy " und "Fat Boy" ,haben die USA mehr Bomben abgeworfen als im kompletten zweiten Weltkrieg, da haben die sich gedacht:
" Okay, wir haben eh schon ein scheiss Image, lassen wir das mal mit Fatboy lieber sein, ausserdem machen unsere Buddys vom militärisch Industriellen Komplex mehr Kohle wenn der Krieg länger dauert..."


Kriegspiele sind unrealistisch! Hat man 1983 auch gedacht:
https://de.wikipedia.org/wiki/Able_Archer_83

---

Anyway, ich will ihnen ja keinen schiss machen, aber sich grundsätzlich sicher zu fühlen das die lieben Amis nicht auf uns scheissen, indem sie uns alle über die Klinge springen lassen, bin ich mir nicht! Wobei ich es gut finde wenn man sic nicht von Angstgefühlen leiten lässt, das halte ich ihnen zugute. Ich habe auch nichts gegen Sie persönlich und will Sie auch nicht irgednwie herabsetzen... also, in diesem Sinne: Friede, Shalom und Peace!

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