Liebe Leserinnen und Leser,

Nach dem Abverkauf der vorherigen Woche, von knappen 13.000 Punkten runter auf die 12.300, hat sich der DAX wieder gefangen und nach oben korrigiert. War es Anfang der Woche noch nicht ganz absehbar, in welche Richtung es geht, gab es am Mittwoch dann den entsprechenden Schub nach oben. Somit sind wir wieder in der Range zwischen der 12.400er  Marke und 12.700 Punkten von Mitte/Ende Juni angelangt.

Es ist gut vorstellbar, dass wir die 12.300 bzw. die größere Marke der 12.000 nochmal nach unten attackieren, bevor sich die weitere Richtung entscheidet. Auch hier sehen wir den Korridor der letzten Wochen. Erst ab dem Überschreiten von 12.700 gibt es ein erneutes Durchatmen und die Hoffnung auf weitere Höchstkurse über 13.000 Punkten.

Währungsseite und Edelmetalle

Spannend bleibt es weiterhin bei den Währungen. Nach der stärkeren Aufwärtsbewegung schlägt sich der Euro weiterhin wacker knapp unter der Marke von 1,15. Wenn diese Marke überschritten wird, könnte der Euro neues Tempo aufnehmen. Da hier viele Marktteilnehmer in Schieflage geraten könnten, die mit Blick auf die Notenbanken keinen solch starken Euro erwartet haben, könnten dies ganz neue Bereiche eröffnen.

Umgekehrt schauen Investoren, deren Anlagen in US-Dollar notieren, entsprechend in die Röhre. Und da die Edelmetalle auch in Dollar notiert sind, gilt es hier, zusätzlich zum relativ starken Kursrückgang der letzten Monate, die Währungsverluste zu verschmerzen. Auch beim Silber ist die Euphorie mal wieder verflogen. Jetzt wird es wieder etliche Monate dauern, bis wir hier die ursprünglichen Kurse wieder sehen. Ob es sich bei den Entwicklungen um normale Handelsaktivitäten oder Manipulationen handelt, ist im Einzelfall sehr schwer zu erkennen. Dass diese Märkte jedoch grundsätzlich manipuliert werden, liegt auf der Hand.

Konjunktur und Einzelwerte

Nach einer in den letzten Monaten eher abkühlenden Weltwirtschaft, zieht die Konjunktur vor allem in Deutschland und Europa, aber auch insgesamt, wieder an. Wie nachhaltig das ganze ist, wird sich allerdings noch zeigen. Besonders die hohen Staatsverschuldungen und faulen Bankkredite Europas in Höhe von sage und schreibe einer Billion Euro sind ein gefährliches Damoklesschwert, das uns bei einer einsetzenden Rezession auf die Füße zu fallen droht. In Deutschland liefert das produzierende Gewerbe aktuell jedenfalls ordentliche Zahlen und auch die Exporte zeigen sich sehr stark.

Während BMW neue Rekordzahlen liefert, versinkt Mercedes derweil immer weiter im Abgassumpf. Das ist ein Thema, von dem wir sicherlich in den nächsten Wochen und Monaten noch viel hören werden. Wann die USA hier Ansprüche geltend macht, bleibt wohl nur eine Frage der Zeit.

Ansonsten: Der ganz normale Wahnsinn

Wenn wir an dieser Stelle schon kurz über den großen Teich blicken: Als möglicher Nachfolger von Notenbankchefin Janet Yellen wird nun der ehemals ranghohe Investmentbanker von Goldman Sachs, Gary Cohn, gehandelt. Eigentlich war er übrigens nach Llyod Blankfein als CEO von Goldman vorgesehen. Natürlich ist es aber noch praktischer, direkt das höchste Amt in der amerikanischen Notenbank einzunehmen…

Derweil hat nicht nur die USA ihre Bomber direkt an die Grenze zu Nordkorea transportiert. Die Türkei schickt neue Truppen nach Katar, während zuhause Großdemonstrationen gegen Erdogan stattfinden. Auch im Rest der Welt geht die Kriegstreiberei weiter - und Deutschland mischt wiedermal kräftig mit. Hier drei, mit deutschen Steuergeldern subventionierte U-Boote für Israel, dort eins für Ägypten und auch Saudi-Arabien soll erneut seine Waffen geliefert bekommen. Da sieht man mal wieder die unendliche Verlogenheit der Politik. Menschen- und Völkerrecht werden plötzlich unwichtig, wenn es um die Taten der eigenen „Partner“ und den eigenen Vorteil geht.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt

Hier in Deutschland schlug man sich in Hamburg am letzten Wochenende auch schwer die Köpfe ein. Unsere an dieser Stelle vorgetragene Hoffnung, dass die Erkenntnis der Zusammengehörigkeit von Polizei und Demonstranten dominiert, hat sich leider nicht erfüllt. Doch wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt  - und wer genau hinsieht, kann auch im alltäglichen Leben immer wieder kleine Wunder und schönste Zwischenmenschlichkeit entdecken und erfahren. Es lohnt sich also, hier vielleicht etwas genauer hinzusehen!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein wundervolles und entspanntes Wochenende!  

Ihre

Cashkurs Redaktion