Punkt 1. Rentenmärkte – Zielmarken erreicht & lei laf’n loss’n!

Der Bund Future hat nun sich doch noch in den obersten noch offenen Bereich des Kontraktwechsel-Gaps vorgearbeitet, also in die Spanne 150,52 – 151,05. Ein Anstieg über letztere Marke würde einen erneuten Test am bisherigen Allzeithoch, bei 151,83, indizieren. Die heutige Candle macht es nötig, den Stop nachzuholen, etwa gen‘ 149,90, um einer allfälligen Korrektur bis an die Trendlinie bei 149,64 zu begegnen. In diesem Fall des Falles wäre auch die Durchschnittslinie bei aktuell 149,27 schnell in Reichweite, der Stop ist also unbedingt zu adjustieren.

Der U.S.T-Note hat erwartungsgemäß 126-14 erreicht und sollte noch bis an die nächste bedeutende Widerstandsmarke, 127-15, gelangen. Diese zusammen mit dem binnen der letzten 18 Monaten erzielten Hoch von 128-02 bildet die Obergrenze der sich seither entwickelnden Konsolidierung. Wird diese überwunden – und darauf deuten einige Indikationen hin -, dann läge einerseits ein sogenanntes „Rounding Bottom“ vor, eine bogenförmige bullishe Umkehrformation und andererseits eine Indikation für einen Anstieg in der Größenordnung von 2 – sogar 3 Punkten. Da der Widerstand 127-15 massiver Natur ist, sollte der Stop nachgezogen werden - auf ca. 126-20 vorerst, und nochmals nach Erreichen von 127-15.

Punkt 2. DAX, Eurostoxx, Dow – Chance auf Erholung

Der DAX 30 Future hat unsere Zielmarke 9.013, unterschritten und könnte nun bei  8.850 ein deutlich bearishes Signal abliefern. Die nächsten Ziellinien wäre dann 8.307, eine Durchschnittslinie und 8.180, ein Fibonacci-Retracement. Der heutige Tagesverlauf läßt ein wenig hoffen – auf ein bearishes Fehlsignal und ein Fortbestehen des Seitwärtstrends, aber dazu müßte noch 9.070 überwunden werden, wobei erst ab 9.300 „Entwarnung“ gegeben werden könnte.

Der Eurostoxx 50 Future zeigt einen vorläufigen Ausbruch aus der Handelszone, wäre aber erst ab dem Tief derselben, 2.914 (Ausrufezeichen) bearish bestätigt. Damit würde ein Rückgang bis 2.717, ans Fibonacci-Retracement, indiziert. Einstweilen könnte es zu einer Erholung bis 3,042, an die Durchschnittslinie, kommen, „Entwarnung“ wäre ab 3.135 (Durchschnittslinie 2) bzw. 3.150 gegeben. Soll heißen, schaffen’s Dax und Eurostoxx über 9.070 bzw. 3.042 wäre eine temporäre Erholung bis 9.300 bzw. 3.135 d’rin.

Der Dow Jones Industrials Future hat soeben die Untergrenze seiner Konsolidierung erreicht. Diese ist seit Mai dieses Jahres imgange und der Bereich 16.315 – 16.210 könnte nochmals halten, wobei ein Test an der bereits Aufwärtstrendlinie (intakt seit Februar 2014) bei 16.070 nicht auszuschließen ist. Alles in allem heißt das, selbst im Falle eines Rückfalles bis 16.100 wäre noch eine Erholung bis 16.830 im Bereich des Möglichen. Ab ca. 16.550 läge also 16.660 – 16.830 an, jedoch auch mit einer vorläufigen bearishen Bestätigung bei 16.310 -> 16.070 noch zu rechnen.

Punkt 3. Euro – eine kleine Chance auf Erholung & die möglichen Konsequenzen

Der Euro hat bislang die Zielmarke 1,2298, die Untergrenze seiner Dreiecks-Formation noch nicht erreicht, hingegen sich zu erholen begonnen. Das ist interessant, denn wird eine der beiden Begrenzungen einer Konsolidierungsformation nicht erreicht, dann folgt i.d.R. ein Anstieg/ein Fall durch die gegenüberliegende. Am  Beispiel des Euros bedeutet das, es wäre ein Anstieg über 1,4000 hinaus wahrscheinlich, würde nicht in Bälde 1.2298 erreicht – und durchbrochen.

Nun gilt als Hauptwiderstand 1,2800 und dessen Überschreiten als Signal im Sinne eines Anstiegs in Richtung von 1,2980 – 1,3000. Als erste Hürde gilt 1,2720. Einen Stop in der Gegend von 1,2600 sollte erwägenswert sein, ab 1,2560 bzw. 1,2499 (aktuelles Trendtief) wäre der Optimismus vorbei.

Fazit:

Obacht: An den Aktienmärkten wäre eine Erholung d’rin! Für die Renten gilt nach wie vor „Stehenlassen & Stops enger!“ als Devise. Bund & T-Note laufen heute diametral, daher bei beiden auf die Stops achten, aber laufen lassen!  An den Aktienmärkten gewinnen wieder die Blue Chips an Bedeutung und so könnte Gold wieder interessant werden als „Sicherer Hafen“. Details dazu in der kommenden Ausgabe.