Der Euro hat gute Chancen auf eine solche, die Aktienmärkte aber auch.

Der Bankensektor ist trotz idealer Zinslage nur für Stock-Picking interessant, nicht generell.

In der letzten Ausgabe wurde ein kleiner Überblick über die medial gehypten Banktitel versprochen, diesen soll es zusätzlich zur chart-technischen Betrachtung von Aktien- und Währungsmärkten geben, dieser Bericht könnte also etwas länger ausfallen als üblich.

Will man einen Abriss der aktuellen Marktsituation kommt man um die Analyse der wichtigsten Asset-Klassen nicht herum, müsste Wechselkurse, Aktien-, Renten-, Rohstoff- und Energiemärkte auf ihre Trendstärke und mögliche Richtungswechsel hin evaluieren. Wir machen das laufend im Rahmen des täglichen Geschäfts, es gab jedoch nun schon ein paar Wochen nicht viel Neues mit Ausnahme von ein paar kleineren Kursschwankungen, die wir nutzen konnten und die ich Ihnen auch hier anzukündigen die Gelegenheit gehabt habe.

Aktuell nun bahnt sich eine Rallye des Euro gegenüber dem U.S.-Dollar an, sollte also in Kürze der Aufwärtstrend an seinem bisherigen Hoch, also 1,3168, bestätigt werden. Damit würden dann 1,3520 das nächste größere Kursziel sein. Diese Marke könnte dann halten, es also von dort zu einer Korrektur zurück bis gegen 1,3030 kommen, dennoch aber wäre selbst in solch‘ einem Fall eine Trendwende nach oben wahrscheinlich und sollte in Folge 1,4000 wieder erreichbar und 1,4500 im Bereich des Möglichen liegen.


Investments im U.S.-Aktienmarkt sind in diesem Lichte betrachtet freilich minder lukrativ.

Die Aktienmärkte, allen voran der Dow Jones Industrials Future, muss, wie jüngst beschrieben, erst über die neuralgische Marke 13.100 kommen, damit er in Folge eine kleine Rallye bis 13.170 und 13.300 schaffen kann. Aktuell wäre das immer noch möglich, solange nicht das gestrige Tief bei 12.916 unterschritten wird und damit der Aufwärtstrend (grüne Linie) beendet.

Der DAX 30 Future hat, wie angekündigt, die Distanz 7.290 -> 7.420 zurückgelegt und den ehemaligen Widerstand 7.420 auch schon überwunden. Jedoch: Ein so leichtes „Davonkommen“ ist ihm wohl nicht beschieden, wie der heutige Bounce-Back zeigt. Ein „Bounce-Back“  ist der Rückfall auf eine nach oben hin überschrittene ehemalige Widerstandsmarke bzw. Trendlinie, Kurslücke, etc. Der Optimismus bleibt hier noch in Kraft, solange die grüne Aufwärtstrendlinie bei 7.370 hält.

Wie man so hört, wird der Strom immer teurer, wird ja mittlerweile landesregierungsseitig in Ösiland vom Gebrauch einer Wärmepumpe dem ohnehin von den Preisen für Bauleistung, Erhaltung, Steuerbelastung, etc. vor sich hergetriebenen Hausbesitzer- bzw. –bauer, abgeraten. Sieht man sich nun den Strompreis-Chart an, erkennt man, für den Privaten mag es teurer werden, der Strom jedoch an sich wurde dieses während der letzten Jahre mitnichten, wird hingegen vermutlich während der kommenden Jahre noch dramatisch im Preis fallen. Anbei als Beispiel für den Strompreis, der EEX Phelix Base Energy Future. Das Tief von 2009, 42,40, könnte in Kürze trotz Wintereinbruches wieder erreicht werden und sollte gemäß der Form des Kursverlaufes seit 2008 unterschritten werden – womit ein Fall bis 35,50 – 30,00 indiziert würde. Schon auffallend, dass für private Haushalte im Laufe der Jahre 2007 – 2012 die Kosten / KWh um rund 28,00 Prozent gestiegen sind (Quelle: www.unendlich-viel-energie.de).

Bankaktien, wie versprochen, anbei noch in Kurzform – eine richtige Studie mit vollständigem Peer-Group-Vergleich würde die jeweilgen Wechselkurse, die Trends und den Zustand der lokalen Energie-Indizes sowie der übergeordneten lokalen Aktienmarktrends berücksichtigen. Dazu ist die Zeit vor Weihnachten zu knapp wie auch der Raum hier, aber ein Kurzüberblick geht sich aus:

Bank of America: Ein bullishes Signal wäre gegeben ab Überschreitung von 10,50 (blaue Linie), wonach sich ein Anstieg durch die Fibonacci-Zone (türkise Linien) ergeben könnte, also bis 11,75 und 14,00.

Die Deutsche Bank bzw. der Kurs ihres Titels hat eben den Abwärtstrend verlassen, somit muss nur noch eine Bestätigung des Ausbruchs am aktuellen Hoch bei 39,51 erfolgen. Damit würde ein Anstieg bis 45,00 – 49,00 indiziert. Da wir aber noch im Dreieck uns befinden, sollte ein Stopp bei 33,40 erwogen werden.

Die Hypo Real Estate zeigt nach nunmehr 3 Jahren Stagnation ein Anzeichen für deren mögliches Ende: Ein Ausbruch bei 32,00 würde für einen Anstieg bis 49,00 und sogar 60,00 sprechen.