Die steigenden Zinsen für italienische Staatsanleihen und die Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes sind Symptome von lange verdrängten strukturellen Problemen. Noch handelt es sich nicht um eine Krise des Euroraumes. Allerdings sorgt die Kombination aus „italienischen“ Problemen, niedriger Kerninflation und nachlassendem Wirtschaftswachstum für anhaltend niedrige Zinsen.

In der Konsequenz können sichere Geldanlagen die Kaufkraft nicht erhalten. Auch die Schieflage der zinsbasierten Altersvorsorge wird verschärft.

Bella Italia – Ein Sorgenkind in und für Europa

Blick auf die Renditen - Bisher „isolierte“ Reaktion des Kapitalmarktes

Finanzieller Stress im Eurosystem – Leichter Anstieg von niedrigem Niveau

Ungleichgewichte - 500 Mrd. Euro Target2 Saldo sind ein klarer Indikator

Fazit Italien

  • Schwache volkswirtschaftliche Kennzahlen schaffen Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Dies begünstigt populistische Parteien
  • Ohne Wachstum in der Wirtschaft auch wenig Wachstum bei den Steuereinnahmen
  • Herabstufung des Ratings und steigende Zinsen sind Symptome und keine Ursachen
  • Aktuell handelt es sich noch (?) nicht um eine Krise des Finanzsystems
  • Die strukturellen Probleme anzugehen ist für die Politik unattraktiv
  • Man wird sich solange „durchwursteln“ wie es geht

Denken wir das etwas weiter…

  • Die Kombination aus den „italienischen“ Problemen, niedriger Kerninflation und nachlassendem Wirtschaftswachstum spricht nicht für eine Wende der Geldpolitik
  • Die Zinsen bleiben also niedrig und der Anlagenotstand hoch
  • Insbesondere für Deutschland sind die Zinsen viel zu niedrig. Preisblasen wären die natürliche Folge (wer sie sehen will, der sieht sie auch…)
  • Die Altersvorsorge wird als kapitalgedeckt bezeichnet. Faktisch ist sie aber zinsbasiert. Die Probleme bei Pensionskassen, Lebensversicherungen UND deren Kunden werden größer
  • Der Euro als Gemeinschaftswährung wird immer mal wieder in Frage gestellt werden
  • Guthaben bei Banken sind ein Kredit an die Bank mit Vertrauen in die Systeme der Einlagensicherung
  • Das eigene Vermögen, nicht nur die Wertpapiere, sind einem Stresstest zu unterziehen

US-Zinsen – Zinswende?

Konjunktur – Zusammengefasster Indikator sieht noch gut aus

Renditeanstieg bei Staatsanleihen – Ausbruch aus dem Trend?

Steigende US-Zinsen sorgen für Kapitalabflüsse - Wird China zum Elefant im Porzellanladen?

Fazit US-Zinsen

  • Für US-Dollar Anleger sind die Realzinsen bei kurzlaufenden Staatsanleihen positiv
  • Das verändert die Sicht auf Risikoprämien und die Attraktivität von Chance-Risiko Profilen
  • Erste „Opfer“ sind idealtypisch die Schwellenländer
  • Steigende Zinsen führen zu höheren Refinanzierungskosten, steigende Löhne zu geringeren Margen für Unternehmen. In der Kombination sind das plausible Auslöser für einen schwachen Aktienmarkt
  • Die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession steigt. Allerdings sind die Timing Qualitäten der Indikatoren sehr stark zu hinterfragen  

Gedanken zur Portfoliokonstruktion

Ohne US-Aktien war kein Geld zu verdienen

Am Aktienmarkt sind defensive Qualitäten gefragt

Zeitgemäße Vermögensberatung – Digitalisierung nutzen

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