Besser abschneiden konnte dagegen der DJ EuroStoxx 50 Index. Der Blue Chip Index aus dem Euroraum stieg um 1,15% auf 3.171 Punkte. Nach einem schwachen Start sorgten besser als erwartet ausgefallene Unternehmensergebnisse aus den USA, gepaart mit der Aussicht auf eine jetzt vorsichtigere Zinspolitik der amerikanischen Notenbank, für anziehende Kurse an der Wall Street. Per Saldo verbesserte sich der marktbreite S&P 500 Index um 36 Punkte auf einen Schlussstand von 2.706,53 Punkte. Gegenüber den Tiefstkursen im Berichtszeitraum konnte sich der Index sogar um 2,8% verbessern. Unser Vergleichsindex schloss leicht im Plus mit 0,1% auf 108,57 Punkten. Unser Fondspreis musste einen Rückgang von 1,2% auf 100,38 hinnehmen. Verantwortlich für diese Entwicklung war der stärkere Kursrückgang von Wirecard.

Wie bereits während der Woche auf Facebook und im Forum des Dirk Müller Fonds berichtet, zog seit Mittwoch letzter Woche Wirecard die Aufmerksamkeit auf sich. Vor zwei Wochen notierte die Aktie noch unter € 150, um dann am 25. Januar ihr Jahreshoch mit € 170,70 zu erreichen und eine Woche später auf € 108,50 zu landen. Der Tiefstkurs lag am Freitag bei € 99,86. Ursache für den jähen Absturz des Höhenfliegers war ein Zeitungsbericht der englischen Financial Times über Unregelmäßigkeiten im Singapur Office von Wirecard.

Mehr dazu finden Sie auf nachfolgenden Seiten:

https://www.facebook.com/dirkmuellerpremiumaktienfonds/posts/2188046767927173?__tn__=K-R

https://forum.dirk-mueller-fonds.de/forum/depotwerte-im-fonds/wirecard-ag/3576-wirecard

https://forum.dirk-mueller-fonds.de/forum/depotwerte-im-fonds/wirecard-ag/3565-wirecard

Einen Kursrückgang in der Spitze von $ 30 auf $ 131 mussten Aktionäre im Berichtszeitraum bei Nvidia hinnehmen. Die Gesamtbilanz sieht dagegen nicht ganz so dramatisch aus. Die Aktie verlor vom 18.01. – 01.02. von $ 156,93 auf $ 144,73. Der Grund für diese negative Entwicklung war eine Umsatzwarnung der Gesellschaft am 28. Januar. Dort hat das Unternehmen mitgeteilt, dass statt der prognostizierten $ 2,7 Mrd. Umsatz im letzten Quartal nur $ 2,2 Mrd. erreicht worden sind.

Eine herbe Enttäuschung für die Anteilseigner. Verantwortlich dafür waren deutliche Umsatzeinbußen im Bereich „Gaming“ (Spiele) und „Datacenter“. Ursache im „Gaming“ war ein starker Abbau der Lagerbestände bei den Großhändlern, insbesondere im Geschäftsbereich „Krypto-Währung“. In der Geschäftssparte „Datacenter“ wurden die Aufträge nicht mehr, wie prophezeit, in Q4 eingefahren. Die Analysten gehen davon aus, dass der Gewinn von Nvidia für das Ende Januar 2019 endete Geschäftsjahr um etwa neun Prozent geringer als erwartet ausfallen wird. Das Jahresergebnis wird das Unternehmen am 14. Februar 2019 präsentieren.

Eine kleine Art der Auferstehung erlebten Aktionäre mit „ihrer“ Facebook Aktie. Die Kursnotierung konnte um $ 15 auf $ 165,71 zulegen! Positiv überrascht hat bei der Bekanntgabe des Jahresergebnisses insbesondere die Zunahme der täglichen User in Europa um vier Mio. und der monatlichen User in Europa um sechs Mio. Dies trotz der vielen Datenskandale, die das Unternehmen zuletzt hat vermelden müssen. Weltweit stieg die Anzahl der monatlichen User um 50 Mio. auf 2,32 Mrd. Der Umsatz konnte in 2018 um über 37% auf $ 55,8 Mrd. gesteigert werden. Das Betriebsergebnis kletterte um 23% auf $ 24,9 Mrd. Die Facebook Aktie bleibt nach diesen guten Zahlen weiter fester Bestandteil des Portfolios.

Ein organisches Wachstum im Umsatz von fünf Prozent auf $ 10,8 Mrd. und eine Zunahme der operativen Marge um 2,2% auf 25% führten zu einem Ergebnisanstieg bei dem Finanzdienstleister AON von 26% im Reingewinn. Das alles nahm die Börse sehr positiv auf und die Aktie stieg von $ 154,01 mit $ 167,46 am Freitag auf ein neues Allzeithoch. Die Aktie zeichnet sich durch eine solide Performance ohne große Allüren aus. Für die ersten Käufe im Fonds (April 2015) zahlten wir um die $ 94. AON ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch außerhalb des Tech-Sektors gute Ergebnisse zu erzielen sind.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Börsenwoche.

Ihr
Dirk Müller & Andreas Schmidt