Trotz uneinheitlicher Berichterstattung über den Ausweis der Quartalsgewinne konnte auch der amerikanische Leitindex, der S&P 500 Index, um 1,11% auf ein neues All-Time-High von 2.939,88 Punkten steigen. Der MSCI World Value Index, unser Vergleichsindex, kletterte um 1,26% auf 117,17 Punkte. Der Dirk Müller Premium Aktien Fonds verbesserte sich um 99 Cent auf 100,44.

iRobot musste einen empfindlichen Rückschlag in der Berichtsperiode verkraften. Der Aktienkurs fiel um $ 28 auf $ 100. Der Grund für diese unerfreuliche Entwicklung war ein durchwachsener Quartalsbericht, wobei  erhöhte Lagerbestände und leicht fallende Bruttomarge enttäuschten. Ist der Bericht ein Grund uns von der Aktie zu trennen? Die schlichte Antwort dazu: Nein! Zwar werden die beiden nächsten Quartal noch eher schleppend in Bezug auf die Verkaufszahlen sein, dennoch erwartet das Management im vierten Quartal dieses Jahres eine starke Umsatzsteigerung.

Grund für diesen Optimismus: Deutliche Verbesserungen bei den neuen Produkten. Wobei die Betonung auf „deutlich“ liegt. Größere Hoffnung verspricht auch ein neues Produkt, das zuerst in den USA und dann in Deutschland eingeführt wird. Der Rasenroboter „Terra“. HIER der Link zum neuen Produkt aus dem Hause iRobot. Wir bleiben weiter fest engagiert. Die Aktie war - wie Kostolany es mit dem Hund beschrieb - zu weit gelaufen. Jetzt ist er zurückgekommen und kann wieder losrennen.

Wieder einmal schlug Tesla mit einer Schlagzeile zu, anstatt zu liefern. Dieses Mal verlautete es aus Unternehmenskreisen, dass Teslas Chip im selbstfahrenden Auto besser sei als der von Nvidia. Dies plus Gewinnmitnahmen nach einer starken Performance brachte den Aktienkurs unter Druck. Die Aktie verlor im Berichtszeitraum zwölf US-Dollar auf zuletzt $ 178. Das Unternehmen wird erst am 16. Mai seine Quartalszahlen veröffentlichen.

Shootingstar im Berichtszeitraum war der amerikanische Halbleiterhersteller Qualcomm (von der Facebookseite des Fonds vom 17.4.: Apple einigt sich mit Qualcomm im ewigen Dauerstreit um Lizenzmilliarden. Darauf hatten wir immer wieder gehofft, da es für beide Parteien wenig Sinn macht sich permanent gegenseitig Stöcke in die Speichen zu stecken, wo sie gute Partner sein könnten und gemeinsam profitieren. Diese Erkenntnis hat sich nun offenkundig auch in die Rechtsabteilungen durchgesetzt. Jetzt können sich beide wieder auf das eigentliche Geschäft konzentrieren. Der Aktienkurs von Qualcomm explodiert förmlich um in der Spitze 30%. Apple zeigt nur ein kleines Plus. Auch Wirecard legen in den letzten drei Tagen um zehn Prozent zu, die Bafin hat Anzeige wegen Marktmanipulation gegen einzelne Journalisten und Investoren erhoben. Der Krimi geht weiter.).

Nach Beilegung des Rechtsstreits mit Apple wurden alle Fesseln gelöst, die sich in den letzten Jahren angesammelt haben. Lohn für die „geduldigen“ Aktionäre: Ein Kurssprung von + 52% in zwei Wochen. Die Aktie notierte am Freitag bei $ 86,64 nach $ 56,95 vor zwei Wochen. Die Aktie ist aus unserer Sicht nicht zu teuer bewertet und wir bleiben daher, trotz des Anstiegs, weiter engagiert, da Qualcomm insbesondere bei der 5G-Technologie führend ist.

Auch dieses Mal darf Wirecard in unserer Berichterstattung nicht fehlen. Die Aktie kletterte in den letzten zwei Wochen von € 110,40 auf € 133,75. Nicht ganz so viel wie bei Qualcomm, dennoch eine ansehnliche Performance von 21,1%! Siehe hierzu auch die Kommentare vom 24. („Der japanische Technikriese Softbank will sich mit fünf Prozent an Wirecard beteiligen. Das werden die sich gut überlegt haben. Es ist ein Vertrauensbeweis und offenkundig ein günstiger Kaufkurs aus Sicht eines der großen Unternehmen der Welt für Wirecard. Der Kurs dankt es mit einem Sprung von etwa zehn Prozent. Die Shortseller haben heute große Schmerzen.“) und 25. April („Wirecard Zahlen waren heute morgen stark. Konzernumsatz +35% auf zwei Mrd. €, Operativer Gewinn +37% (560 Mio. €), der für uns wichtige freie Cashflow +50% auf 424 Mio. € (aus laufender Geschäftstätigkeit). Den operativen Gewinn möchte man in 2019 um weitere 40% steigern. Der Jahresabschluss wurde von den Prüfern uneingeschränkt bestätigt.“).

Nachdem die Aktie schon über € 140 notierte, kam fast wie selbstverständlich ein negativer Bericht unserer „geschätzten“ FT, die den Kurs um 16:00 Uhr am Nachmittag wieder bis auf unter € 126 drückte. Da die Leeverkaufsquote immer noch hoch ist, letzte Woche 15,8 %, sollten wir davon ausgehen, dass die Financial Times mit dessen Redakteur McCrum noch etwas „in petto“ haben wird. Warten wir es ab.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Börsenwoche.

Ihr
Dirk Müller & Andreas Schmidt