Der DAX-Index verbesserte sich auf einen  Jahreshöchststand von 11.601,68 Punkten (nach 11.299,80). Ebenfalls freundlich gestimmt waren die Investoren für den DJ EuroStoxx 50 Index. Dieser legte um 2,2% auf 3.312,80 Punkte zu. Nicht ganz so erfolgreich waren die Kurssteigerungen an der Wall Street. Hier stieg der Leitindex S&P 500 Index um 24 Punkte auf einen Schlussstand von 2.803,69 Punkten am Freitag. Unser Vergleichsindex, der MSCI World Value Index, verbesserte sich ganz leicht um 0,2% auf 112,31. Der Fondspreis des Dirk Müller Premium Aktien Fonds gab im Berichtszeitraum von 101,61 auf 100,73 nach.

Einen derben Rückschlag erlebten Aktien von Unternehmen in den USA, die Medikamente in den USA einkaufen. Auslöser sind Meldungen der US- Medien, dass die Demokraten im Kongress eine Verschärfung der Preise für Arzneimittel anstreben.

Ferner sorgten Berichte für Unruhe, dass Vertreter der Pharmafirmen vor dem Kongress über die tatsächliche Aufteilung der Pharmapreise aussagen würden. Damit hat der Druck sowohl auf CVS Health (Kursrückgang von $ 69,53 auf ein neues 52-Wochen Tief von $ 58,13) als auch UnitedHealth Group (von $ 271,13 auf $ 246,15) in der Berichtsperiode deutlich zugenommen.

Worum geht es? Es gibt eine Vorlage im US-Kongress, dass das bisherige System der Beihilfen und Hilfen in ein ganz neues „Medicare for All“ umgewandelt werden soll. Dies hätte deutliche Nachteile, sowohl für CVS Health, als auch für die UnitedHealth Group. Wir halten jedoch eine Umsetzung der Vorlage für eher unwahrscheinlich, da die Demokraten keine Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses haben. Dennoch reicht allein die Vorstellung, es könnte zu einem solchen Modell - sei es auch nur in Teilbereichen - kommen, für einen größeren Kursrückgang der beiden oben erwähnten Aktien von CVS Health und UnitedHealth Group.

Mit steigenden Kursnotierungen an den internationalen Aktienbörsen geht auch der Aufwärtstrend beim amerikanischen Indexbetreiber MSCI Inc. weiter. Die Aktie stieg um knapp zehn US-Dollar auf einen neuen 52-Wochen-Höchstkurs von $ 190,21. Ein Investorentag in der letzten Woche führte zu positiven Annahmen bei den Analysten, weil das Unternehmen weiter davon ausgeht, auch in der näheren Zukunft ein zweistelliges Umsatzwachstum zu erzielen.

Endlich auf der Gewinnerseite war die Aktie von der Wirecard AG. Nach turbulenten Wochen mit sehr heftigen Kursverlusten, konnte sich der Unternehmenswert an der Börse um 20,6 % erholen. Die Kursnotierung stieg von € 99,90 auf € 120,50. Von der Financial Times verbreitet sich derzeit keine Schlagzeilen mehr aus dem Singapur-Office, sodass sich die Erholung fortsetzen konnte, nachdem der Jahrestiefstkurs bei € 86 lag. Zuletzt wurde der Kurs auch von deutscher Seite ein wenig belastet, aufgrund der Frage, ob nicht das Unternehmen gegen Regeln verstoßen hätte.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wirecard-neuer-aerger-1.4350407

Ob sich der Verdacht erhärtet, wird die Ermittlung zeigen. Unabhängig davon berichtet auffallend die englischsprachige Presse über Klagevorbereitungen von US-Anwaltskanzleien. Ob dies Panikmache oder Kalkül ist, können wir, ebenso wenig die Erfolgsaussichten der Klagen gegen Wirecard, beurteilen.

Hier noch ein interessanter Artikel der FAZ zum Thema Wirecard, ohne Kommentierung von uns:

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/goldman-sachs-mittendrin-im-wirecard-handel-16065817.html

Unabhängig  vom Gezerre um Wirecard, halten wir aufgrund der guten Zukunftsaussichten weiter an Wirecard fest.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Börsenwoche.

Ihr

Dirk Müller & Andreas Schmidt