Liebe Leserinnen und Leser,

es bleibt festzustellen, dass keinerlei Panik herrscht, die Anlegerschaft aber allemal nervös bleibt, was sich auch in erhöhter Absicherungsnachfrage zeigt. Die Nervosität ist berechtigt und für die nächste Woche bleibt die wichtige Unterstützung bei 11.800 Punkten im Dax zu beobachten.

Von der Handelsfront gibt es – wieder einmal - sowohl Positives als auch Negatives zu berichten. So bezeichnete US-Präsident Donald Trump beispielsweise den jüngst gebannten Netzwerk-Ausrüster Huawei zwar als "sehr gefährlich", gleichzeitig sagte er jedoch auch, dass der Streit um das Unternehmen im Rahmen eines Handelsabkommens gelöst werden könne.

Während man trefflich darüber spekulieren kann, welche Vergeltungsmaßnahmen China nun wählen könnte oder gar mutmaßen, was Trump wohl als nächstes zwitschert, bleibt zunächst schlicht die Erkenntnis, dass uns diese Auseinandersetzung noch eine ganze Weile weiter beschäftigen und nicht ohne Folgen für die Weltkonjunktur, sowie insbesondere Exportländer, bleiben wird. Im Zuge des einbrechenden Welthandelsvolumens bewegt sich die deutsche Wirtschaft jedenfalls am Rande des Abschwungs.

Mit Blick auf einen Tweet des US-Präsidenten der vergangenen Tage "Die Europäische Union behandelt uns, ich würde sagen, schlechter als China, sie sind nur kleiner." ist man hier sicherlich gut beraten, sich auf eine künftig härtere Gangart Trumps gegenüber Europa einzustellen und vorzubereiten.

Hierzulande laufen derweil die Vorbereitungen für die Europawahl, während am Montag die US-Börsen wegen des „Memorial Day“ geschlossen bleiben. Und da sich auch die Börsen hiervon nicht wirklich beeindrucken ließen, spricht nichts dagegen, Ihnen ein wunderschönes Wochenende abseits der Märkte zu wünschen, um Sie am Montag wieder mit frischen Informationen zu versorgen! Bis dahin wünschen wir Ihnen natürlich auch viel Spaß und Erkenntnisgewinn beim Lesen und Anschauen unserer Beiträge.

Herzlichst, Ihre Cashkurs Redaktion