Guten Tag meine Damen und Herren,

der DAX startete nach seinem Jahresultimo 2015 bei rund 10.750 Punkten sehr schwach ins neue Jahr, mehr noch: Es war der schwächste Start seit 1988. Jahresendrallye und Windowdressing sind durchgelaufen. Dabei geht es stets um die Bonuszahlungen für die großen Fondsmanager und ihrer Firmen in aller Welt. Deren persönlicher Bonus hängt – analog zu den „erwirtschafteten“ Überschüssen ihrer Unternehmen – davon ab, wie das verwaltete Geld zum Jahresende hin abgeschnitten hat und das lässt man sich nun einmal ungern vermiesen. Also sorgt man dafür, dass zum Jahresende die Kurse noch irgendwie versöhnlich dastehen. Im Januar kann es dann u.U. gleich ganz anders aussehen. Genau das erleben wir momentan.

In einem sehr volatilen Marktumfeld befindet sich eine wichtige Unterstützung im Bereich um 9.500/9.600 Punkte und eine weitere bei 9.300 Punkten. Man sollte gleich zu Beginn des Jahres die etwas größeren Marken ins Visier nehmen. Ein Ziel nach oben, das nach Überwinden eines wichtigen Widerstandes (ehemals Unterstützung) zwischen 10.000 und 10.100 Punkten idealerweise noch anzulaufen wäre, wäre der Bereich um 10.900 Punkte. Der Jahresstart war bereits sehr holprig und das wird wohl auch das gesamte Jahr über so bleiben. Was allerdings nicht bedeutet, dass der Markt in diesem Jahr komplett in die Kiste gehen muss. Die Märkte können jederzeit auch wieder nach oben abdrehen, zumal dann wenn das Sentiment allzu negativ sein sollte. Das ist das Verrückte in diesen Zeiten: Man bekommt unendlich viele Argumente für fallende Kurse und jede Menge Argumente für steigende Kurse. Letztlich weiß niemand, wie das Jahr ausgehen wird. Man muss sich schlicht und einfach an der Situation orientieren, sich von Tag zu Tag hangeln und bestenfalls eine Strategie entwickeln, die in jedem Fall funktioniert.

Nach Marktcrash: China setzt Börsenhandel mehrmals aus

Die Börsen in Schanghai und Shenzhen haben gleich zu Beginn der Woche und dann noch einmal am Donnerstag nach deutlichen Verlusten zunächst den Handel um 15 Minuten ausgesetzt und dann nach einem starken Kursrutsch um rund sieben Prozent komplett eingestellt. Nun, was nicht gehandelt werden kann, kann auch nicht verkauft werden und somit konnten die Kurse auch nicht weiter fallen, zumindest nicht an diesen beiden Handelstagen. Diesen Crash an den chinesischen Festlandsbörsen hatten wir im vergangenen Jahr schon gesehen. Man hatte seinerzeit versucht, diesen mit einer Reihe von verrückten Maßnahmen der Regierung zu begrenzen. Peking hat dadurch aber nur kurzfristig etwas Ruhe hineinbekommen, indem man großen Investoren den Verkauf von Aktien verboten hat. Dieses Verbot, das eigentlich in Kürze auslaufen sollte – was viele andere, die (noch) nicht von diesem Verbot betroffen waren, vorab bereits genutzt haben, um ihre Positionen abzustoßen – wird nun verlängert. Damit hat man zwar die Kurse gerettet, aber nicht die grundlegende wirtschaftliche Situation, die dahintersteht. Das Motto „Ich schau nicht hin, dann passiert schon nichts – Ich sehe Dich nicht, dann siehst Du mich auch nicht“ mag zwar auf dem Spielplatz funktionieren und speziell bei den Dreijährigen im Sandkasten, aber nicht in der Wirtschaft. Die Neuregelung, dass der Handel nach einem Kursverlust von 7% eingestellt wird wurde übrigens gestern bereits wieder wegen Erfolglosigkeit zurückgenommen. Hier herrscht bei den Behörden offenkundig hysterische Panik. Ich halte diese für durchaus verständlich und nicht unbegründet.

Die chinesische Landeswährung ist indes so schwach wie 2011 nicht mehr. Die chinesische Notenbank wertet den Renminbi immer weiter ab – natürlich deshalb, weil massiv Kapital aus China abgezogen wird. Die amerikanischen Investoren cashen ein, verkaufen ihre Investments in China und holen ihre Gelder nach Hause, tauschen also ihre Renminbi zurück in US-Dollar. China will dabei möglichst wenig seiner Währungsreserven antasten, d.h. weniger US-Dollar herausrücken. Also senkt man den Wechselkurs ab, um bei diesem Rücktausch weniger auszahlen zu müssen. Die Währungsreserven sanken im November 2015 allein um 87 Milliarden Dollar und im Dezember noch einmal um rund 108 Milliarden US-Dollar – und das trotz Handelsüberschuss. Ich glaube, das spricht Bände. Die großen Investmentratten verlassen nach 20 Jahren Partyrausch die sinkende chinesische Dschunke.

Die chinesische Regierung befindet sich also in großen Nöten, denn mit jedem Kursrutsch wird es für Chinas Wirtschaft und die Bevölkerung schwieriger. Denn die chinesische Mittelschicht hat in großer Zahl in Aktien investiert und dieser fehlt jetzt Kaufkraft. Auf diese Kaufkraft setzt man allerdings in China in großem Maße. Das Wackeln des chinesischen Riesen haben wir auf Cashkurs schon seit geraumer Zeit immer wieder diskutiert. Wir beten dieses Thema seit Monaten hoch und runter. Diese Entwicklung setzt sich weiter fort, nur mit dem Unterschied, dass der Mainstream so langsam aufzuwachen beginnt. Ich bin immer wieder überrascht über diejenigen, die von dieser Entwicklung „überrascht“ sind...

Die Wirtschaftsdaten aus China waren entsprechend negativ. Die Industrieproduktion befindet sich nun schon den zehnten Monat in Folge im Minus. Doch Chinas Wirtschaft steht noch weitaus schwächer da als das, was im Moment vermeldet wird. Da ist ein großer Sack Reis ins Rutschen gekommen. Die Regierung weiß das und versucht gegenzusteuern. Ob ihr das gelingt, das werden wir in den kommenden Monaten sehen. Man versucht alles und man wird noch viele Maßnahmen verabschieden. Nun, das Thema wird uns weiter beschäftigen und wir werden in China dramatische Verwerfungen sehen. Die Frage ist: Passiert das jetzt schon oder kriegt man die Kurve und schiebt dieses Szenario noch um ein paar Jahre in die Zukunft? Sollte dieser riesige Sack Reis umfallen, dann wird es auch bei uns heftig poltern. Darüber sollten wir uns alle im Klaren sein.

Gute Makrodaten: Weiterhin Rückenwind für die Eurozone – Und der Rest der Welt?

Eine positive Industriestimmung wurde hingegen aus der Eurozone vermeldet, diese befindet sich auf dem höchsten Stand seit April 2014. Italiens Einkaufsmanager sind ganz besonders optimistisch und auch in Deutschland läuft die Wirtschaft rund, wie sich nicht zuletzt an den steigenden Pkw-Neuzulassungen ablesen ließ. Auch die Wirtschaftsstimmung in der Europäischen Union ist noch gut. Europa hinkt gewissermaßen dem Abschwung hinterher, noch wächst die europäische Wirtschaft. Europa (einschließlich Eurozone) ist momentan der Ankerpunkt für die Weltwirtschaft, hier läuft die Konjunktur noch am rundesten. Doch Europa hängt umgekehrt auch sehr stark von den Weltmärkten ab. Also sollte sich entweder die Wirtschaft dort wieder beleben, um diesen Optimismus zu stützen oder aber Europa folgt dem Rest der Welt mit einigen Monaten Verzug in den Abschwung nach.

Denn alles andere als gut sieht es momentan in Asien aus, in Brasilien sogar katastrophal. Die Rezession dort spitzt sich dramatisch zu. Auch Russland steckt in schweren Problemen und die Saudis haben ihre liebe Not mit dem Ölpreis. Interessant auch der Aspekt, wie das ursprüngliche Argument „Der niedrige Ölpreis wirkt wie ein Konjunkturpaket für die Welt“ verpufft... Wir sehen auch in den USA die Wirtschaft eher wieder auf dem Weg nach unten, die Wirtschaftsdaten kippen südwärts. Die US-Autoabsätze etwa erreichten im Dezember eine Anzahl von 17,3 Millionen, erwartet waren 18,1 Millionen. Die Lagerbestände der amerikanischen Automobilindustrie befinden sich auf dem höchsten Niveau seit 2009. Man produziert also auf Halde, und das obwohl man mit deutlich vereinfachten Kreditbedingungen diesen US-Autoabsatz angekurbelt hat. Doch obwohl sich die US-Verbraucher auch dafür sehr hoch verschuldet haben, scheint das immer noch nicht zu reichen, um die erhofften Absätze zu forcieren.

Turbulenter Jahresauftakt: Dirk Müller Premium Aktien Fonds schlägt sich gut

Der Dirk Müller Premium Aktien Fonds schlägt sich in diesen turbulenten ersten Handelstagen des Jahres ausgesprochen gut, denn von den teils herben Verlusten an den Märkten ist in unserem Fonds kaum etwas zu sehen. Neben einer hohen Cash-Quote und dem Stock-Picking tun die Absicherungen das ihrige dazu. Einzelne Aktien entwickeln sich wesentlich besser als der gesamte Markt, darunter u.a. Wirecard nach einer Kaufempfehlung von Morgan Stanley. Unser Fonds entwickelt sich gut – hoffen wir, dass er das im Rest des Jahres ebenfalls tut.

Erhebliche Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran

Spannend bis spannungsgeladen waren insbesondere vor und zu Beginn der neuen Woche die Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten. Diese haben nicht zuletzt die Medien stark bewegt und ich denke, dass uns diese Themen auch in den nächsten Wochen und Monaten massiv bewegen werden. Ein Thema, dass wir auch auf Cashkurs immer wieder in den letzten Monaten angesprochen und aus verschiedenen Blickwinkeln analysiert haben, scheint nun virulent zu werden. Aktuell scheinen diese Entwicklungen wie ein Uhrwerk abzulaufen und man kann sie natürlich nur dann verstehen, einordnen und antizipieren, wohin die Reise sehr wahrscheinlich hingehen wird, wenn man die großen geostrategischen Zusammenhänge ansieht und die mittel- bis langfristigen Strategien der großen und entscheidenden Spieler im Blick hat.

Wir konstatieren seit geraumer Zeit, dass der Ölpreis dauerhaft niedrig bleiben wird. Denn es geht – anders als das, was Sie in vielen Medien dazu lesen können – nicht darum, Marktanteile beim Erdölverkauf zu gewinnen, sondern darum, wer die letzten Barrel verkaufen kann. Wir schalten die Energieversorgung der Welt innerhalb relativ kurzer Zeit, also in einem Zeitraum von 35 Jahren, von Öl und Gas hin zu den Erneuerbaren Energien um. Mit jedem Jahr bis dahin wird weniger Öl gebraucht, eine abkühlende Weltkonjunktur kommt momentan noch hinzu. Aber Saudi-Arabien, Venezuela, Russland und viele andere Länder sind existenziell von den Ölverkäufen abhängig. Bei anhaltend niedrigem Ölpreis stehen diese Förderländer vor der Pleite. Saudi-Arabien beispielsweise wird auf Basis dieses niedrigen Ölpreises keine fünf Jahre durchhalten. Diesen Staaten geht es also nicht um einen Erhalt oder Ausbau ihres Marktanteiles, sondern um ihr pures Überleben. Die USA wollen zugleich ihr (Fracking-) Öl verkaufen, solange es überhaupt noch gebraucht wird. Denn was jetzt nicht mehr verkauft wird, wird in 20 Jahren keiner mehr brauchen – das Öl wird Dreck im Boden sein, der abgesehen von ein wenig Basisstoff für die Chemische Industrie kaum noch benötigt werden wird.

Das bedeutet alles in allem, dass der Ölpreis gar nicht (nachhaltig) ansteigen kann. Denn wir sehen uns mit einer abkühlenden Weltkonjunktur, einem abnehmenden Ölbedarf und gleichzeitig mit einer Ölschwemme konfrontiert. In Kürze wird der Iran noch hinzukommen, denn die Amerikaner haben den Iran gerade erst von der Kette gelassen. Zudem verzeichnet Russland die höchste Ölproduktion seit dem Ende der Sowjetära. Wie soll in diesem Umfeld der Ölpreis steigen? Es sei denn, die Straße von Hormus wäre zu, beispielsweise im Rahmen einer militärischen Auseinandersetzung zwischen dem Iran und Saudi-Arabien. Merkwürdig, dass die Amerikaner ausgerechnet in dieser Phase den Iran von der Leine lassen. Ein Land, das dann umgehend ankündigt, die frei gewordenen Gelder in Luftabwehrraketen, ballistische Raketen u.ä. zu investieren – was wiederum bedeutet, dass die Büchse der Pandora geöffnet wird. Was letztlich der Auslöser einer solchen militärischen Konfrontation sein wird – etwa die Hinrichtung eines schiitischen Geistlichen –, spielt letzten Endes überhaupt keine Rolle.

Eine militärische Auseinandersetzung zwischen dem Iran und Saudi-Arabien in der Straße von Hormus würde die Ölexporte aus dieser Region praktisch abschneiden. Der Ölpreis würde dann durch die Decke gehen, weil eine wichtige Förderregion der Welt komplett ausfiele. Wer könnte in einem derartigen Szenario noch liefern? Die Amerikaner zum Beispiel, deren Fracking-Ölpreis dann deutlich höher wäre? Der Ölpreis bleibt aktuell unter Druck, auch Ölpreise um 20 Dollar pro Fass sind durchaus denkbar. Doch sobald die Lage am Persischen Golf eskalieren sollte – und ich gehe davon aus, dass das kommen wird –, wird der Ölpreis neue Höhen erklimmen.  Diese heikle Entwicklung muss man durchaus in dieser Kombination im Blick haben. Der Ölpreis wird zweifelsohne eines der spannendsten Themen in diesem Jahr bleiben. Wie Sie sehen, haben wir auf Cashkurs dieses Thema, die Probleme, die sich u.a. für Saudi-Arabien und Russland oder etwa im Hinblick auf die geostrategischen Veränderungen ergeben, in den letzten zwölf Monaten hoch- und runterdiskutiert. Jetzt kommt die Thematik im Mainstream an und wird auch dort diskutiert – oftmals als „große Überraschung“...

Neue Flüchtlingswelle aus Nordafrika – Gesamter eurasischer Kontinent ist in Schwierigkeiten

Die Flüchtlingswelle nach Europa setzt sich fort, da ist kein Ende in Sicht – trotz der winterlichen Witterung. Griechenland vermeldete diese Woche eine Flut von Flüchtlingen aus Marokko und Algerien, die über die Türkei in die EU einreisen. Die „Bremse“ Türkei scheint also nicht zu funktionieren und wir wissen nicht, wie es weitergehen soll. Europa ist aufgrund dieser Entwicklung ohnehin in Schwierigkeiten, die Länder driften auseinander. Mit Europas Harmonie und Kooperationsbereitschaft ist es nicht sehr weit her, von Zusammenwachsen kann schon gar keine Rede sein. Polen driftet nach Rechtsaußen ab. Dort wird das Verfassungsgericht eben mal in seiner Struktur komplett verändert und die EU-Politik beklagt massiv die Einflussnahme der polnischen Politiker auf die öffentlich-rechtlichen Medien.

Spätestens an der Stelle müsste man doch in Deutschland stutzen, denn die Einflussnahme von Politikern auf die öffentlich-rechtlichen Medien ist in Deutschland natürlich nicht gegeben... Denn hierzulande werden schließlich nicht Intendanten auf Geheiß bzw. auf Grundlage politischer Entscheidungen ins Amt gesetzt oder aus dem Amt gehoben... Oder sehe ich da etwas falsch? Was wirft man den Polen eigentlich in diesem Zusammenhang vor? Womöglich genau das, was wir seit Jahrzehnten genau so praktizieren? So etwas ist manchmal schon sehr unterhaltsam. Wenn beispielsweise Günter Oettinger dafür plädiert, man müsse Warschau deswegen unter Aufsicht stellen – was man durchaus nachvollziehen kann. Vielleicht sollte man in Deutschland auch einmal auf die Einflussnahme von Politikern auf die öffentlich-rechtlichen Sender ein Auge werfen...

Spanien und Portugal rücken derweil nach links, d.h. Europa driftet massiv auseinander und es droht eine Spaltung. In Italien hat eine Wirtschaftswissenschaftlerin verkündet, dass die Einführung des Euro ein Fehler für Italien gewesen sei. Darüber hinaus sieht man, dass im Grunde der gesamte eurasische Kontinent auf dem Weg ins Chaos ist. Das betrifft zum einen die Flüchtlingsproblematik mit allem, was dazugehört, zum anderen den  Konflikt zwischen der Ukraine und Russland und die wirtschaftliche Bedrängnis, unter der Russland aufgrund der Sanktionen und des niedrigen Ölpreises steht. Hinzu gesellen sich eine Arabische Halbinsel bzw. eigentlich die gesamte Nahost-Region, die in Flammen steht, ein China, das sich in großen Turbulenzen befindet, eine Türkei im Bürgerkrieg  usw. usf.. Interessanterweise befindet sich der gesamte eurasische Kontinent von Lissabon bis Wladiwostok in großen Schwierigkeiten – und dies scheint gerade erst begonnen zu haben. Interessant und spannend allemal, vor allem, wenn man die Kernaussage des Buches „The Grand Chessboard“ von Zbigniew Brzeziński im Hinterkopf behält, nachdem sich die Zukunft der Welt auf dem eurasischen Kontinent entscheiden wird. Zudem wird zum ersten Mal in der Geschichte der eurasische Kontinent von einem Hegemon außerhalb dieses eurasischen Kontinents bestimmt. Wir werden auch dieses Thema in den kommenden Monaten weiter vertiefen.

Politiker- und Medienversagen rund um die Kölner Silvestervorfälle

Ein Aufregerthema – und wohl nicht nur auf diese Woche beschränkt – war sicherlich die Entwicklung rund um die Silvestervorfälle auf dem Bahnhofsvorplatz in Köln. An dieser Stelle muss man völliges Versagen der Sicherheitsapparate und der Medien konstatieren. Tagelang hat man nichts über diese ungeheuerlichen Vorfälle gehört und man muss sich fragen: Für wie blöd hat man eigentlich die Bevölkerung gehalten? Ging man wirklich davon aus, dass man Fakten unter den Teppich kehren kann, Fakten zu 1.000 jungen Männern aus anderen Herkunftsländern, die dort zu einer völlige neuen Eskalationsstufe mit Belästigungen und Vergewaltigungen geführt haben? Außerdem hat dies ja nicht nur auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz stattgefunden, sondern auch in anderen Städten und zudem nicht nur auf die Silvesternacht beschränkt. Bei dieser Entwicklung hat man doch allen Ernstes geglaubt, man könne die Bevölkerung hinter die Fichte führen, indem man nach dem Motto verfährt: „Das gibt es nicht“ oder „Das melden wir nicht“, denn dann wird es schon nicht stattgefunden haben...

Man dachte, man könne den Kopf in den Sand stecken, nicht darüber berichten, denn dann bekomme das schon keiner mit. Das hat nicht funktioniert und würde auch nicht funktionieren. Erst durch den Aufschrei im Internet waren die Medien endlich dazu gezwungen, darüber endlich auch zu berichten, mit durchaus spannenden Kommentaren übrigens. So hat etwa ein großer Fernsehsender in einem Kommentar versucht darzulegen, dass die Hetze, die nun gegen Asylbewerber stattfinde, schlimmer sei als die Vergewaltigungen. Bei solchen Einlassungen muss man sich schon schwer an den Kopf fassen.

Auch auf Seiten der Politik muss man völliges Versagen feststellen. Denn von Politikerseite wird nun der Polizeiführung vorgeworfen, diese Vorfälle in den Polizeiberichten zu schwach dargestellt zu haben. Ja, in der Tat, aber warum hat die Polizei das überhaupt so gemacht? Bestimmt nicht auf Geheiß der Beamten vor Ort, die nicht darüber hätten reden wollen, sondern weil es eine bundesweit gültige Direktive an von oben an die Polizei gibt, diese Dinge nicht an die große Glocke zu hängen bzw. möglichst wenig darüber zu berichten. Schon seit einigen Jahren dürfen Nationalitäten nicht in den Berichten der Polizei erwähnt werden, um „political correctness“ an den Tag zu legen und nicht die Bevölkerung gegen solche Missstände aufzubringen.

Tatsächlich sehen wir in den letzten Monaten eine dramatische Entwicklung und diese spitzt sich weiter zu. Der Staat verlangt das Gewaltmonopol für sich, denn Selbstverteidigung ist nicht erlaubt – wahrscheinlich auch zu Recht. Doch dann muss der Staat sein Gewaltmonopol auch wahrnehmen und seine Bürger schützen! Dazu sieht er sich ganz offenkundig aber auch nicht in der Lage. Das Resultat wird eine sehr gefährliche Situation sein, in der sich die Menschen nicht mehr sicher fühlen. Wenn man nämlich heutzutage einmal durch die Stadt geht und mit den Leuten spricht und in die Geschäfte hineinschaut, die Sicherheitstechnik wie etwa Reizgas oder Elektroschocker verkaufen, bekommt man zur Auskunft, man wisse momentan nicht, woher man die Ware bekommen soll. Viele Leute – meistens ganz normale Bürger, keine Neonazis oder Verrückte – decken sich offensichtlich damit ein, weil sie sich ihres Lebens nicht mehr sicher wähnen. Ganz gewöhnliche Bürger versuchen nun, sich selbst zu helfen, wenn ihnen sonst keiner hilft. Kann man ihnen das verdenken? Ich glaube nicht. Aber was ist denn die Konsequenz daraus? Die Konsequenz wird sein, dass die Bürger immer häufiger zur Selbsthilfe greifen werden. Irgendwann werden dann sog. „Bürgerwehren“ sich zu hundert oder mehr Leuten zusammenrotten und versuchen für Ordnung sorgen. Dann hätten wir das, was viele befürchten, nämlich eine Art bürgerkriegsähnlichen Zustand. Das wäre eine absehbare und zugleich katastrophale Entwicklung und es ist aktuell nicht zu sehen, wie so etwas verhindert werden soll. Wir wissen nicht, wie wir aus dieser Nummer herauskommen sollen und haben bisher noch kein Konzept dazu erarbeitet. Konzepte, die jetzt vorgelegt werden, lauten etwa, dass Frauen im Karneval von Männern eine Armlänge Abstand halten sollen. Am besten empfehlen wir doch gleich das Zwangskostüm – die Burka – für den Kölner Karneval. Dann hätten einige ihr Ziel erreicht – herzlichen Dank!

Trotz dieses nicht immer erfreulichen Jahresauftaktes wünsche ich Ihnen einen guten Start in ein gesundes und glückliches neues Jahr und viel Spaß beim Lesen der Beiträge.

Herzlichst

Ihr Dirk Müller