von Julia Jentsch

Liebe Cashkurs-Community,

trotz langjähriger und vielseitiger, auch an dieser Stelle immer wieder vehement vorgebrachter Kritik an der Spekulation mit Grundnahrungsmitteln, betreibt die Deutsche Bank weiterhin diese Geschäfte und zeichnet sich somit mitverantwortlich für den Hunger in der Welt.


Als Reaktion auf den Vorwurf, dass Wetten auf Agrarrohstoffpreise die Schwankungen der Lebensmittelpreise extrem verstärken, wollte die größte deutsche Investmentbank dies bereits 2012 in einer Studie prüfen lassen und bei Bewahrheitung der Kritik die nötigen Konsequenzen ziehen. Bei dieser Ankündigung ist es geblieben. Eine entsprechende Studie wurde nie veröffentlicht und die Geschäfte laufen unbeirrt weiter.


Besonders skandalös erscheint in diesem Zusammenhang, dass die Forschungsabteilungen der Deutschen Bank und der Allianz tatsächlich bereits in den Jahren 2008 bis 2012 mehrfach selbst zu dem Ergebnis kamen, dass „auch die Spekulation zur Preissteigerungen beigetragen hat“. In einem Papier der DB Research heißt es: „Solche Spekulationen können für Landwirte und Verbraucher gravierende Folgen haben und sind im Prinzip nicht akzeptabel.“ Die entsprechenden Dokumente können Sie hier einsehen.


Augenscheinlich wird hier also ganz bewusst und skrupellos das Geschäft auf Kosten der Ärmsten weiterbetrieben und das Elend der Hungernden aus Profitgründen in Kauf genommen!


Foodwatch fordert nun die Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank in einer Petition dazu auf, entweder endlich die versprochene Studie zu veröffentlichen oder aber zuzugeben, dass es keine Untersuchung gibt, die einen Zusammenhang zwischen Lebensmittelpreisen und Spekulation widerlegen kann. „Das Thema Hunger ist zu wichtig, um damit Spielchen zu spielen. Nur wenn wir zu Tausenden an die Deutsche Bank schreiben, können wir an dieser ignoranten Haltung etwas ändern!“ so der Aufruf.


Falls auch Sie den öffentlichen Druck verstärken und die Kampagne von Foodwatch unterstützen möchten, können Sie hier mit Ihrer Unterschrift aktiv werden.

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