Externe Quelle: Ellwanger & Geiger 

Die Verbesserung der konjunkturellen Rahmenbedingungen auf niedrigem Niveau setzt sich fort. Der deutsche Außenhandel konnte im Juli wiederum um 2,3 % zulegen (Juni +6,1 %). Allerdings befindet sich der Wert mit –18,7 % zum Vorjahr auf weiterhin sehr gedrücktem Niveau. Betrachtet man die ersten acht Monate, schrumpfte der Export sogar um 22,3 %. In dieses Bild passt auch der Rückgang der Gesamtproduktion im Inland im Juli um 0,9 %. Insgesamt zeigen die Wirtschaftsdaten an, dass die Bodenbildung im Sommer erfolgt ist. Allerdings dürfte die weitere Aussicht auf schnelles Wachstum verfrüht sein.

Eine ebenso deutliche Entspannung ist an den Kapitalmärkten zu verzeichnen. Die Refinanzierung der großen internationalen Banken scheint leichter zu werden. Einige tragen sich schon mit dem Gedanken, umfangreich Staatshilfen zurückzugeben. Dagegen stehen weitere Belastungen aufgrund der regulativen Verschärfung von Eigenkapitalanforderungen, die sowohl von den führenden Industrie- und Schwellenländern (G20) als auch vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht angestrebt werden, vor der Türe. Der Zwang zu umfangreichen Kapitalerhöhungen sowie eine Verschärfung der drohenden Kreditklemme wären die Folge.

Ausdruck eines steigenden Konjunkturpessimismus ist auch der Sprung des Goldpreises über die magische Grenze von 1.000 USD und ein deutlicher Überhang von Verkäufen eigener Unternehmensaktien, die Manager und Aufsichtsräte in Europa und den USA durchgeführt haben.

Ebenso wie bei den Einschätzungen für die Aktienmarktentwicklungen sind sich die Experten über die zukünftige Preisentwicklung der Gold- bzw. auch Rohstoffnotierungen uneins. Eine weite Bandbreite der Schätzungen verdeutlicht die Unsicherheit der aktuellen Prognose.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt das Bankhaus Ellwanger & Geiger, an einer defensiven Anlagestrategie festzuhalten.

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