BP - Kürzel: BP - ISIN: GB0007980591

Börse: LSE in Pence / Kursstand: 409,40 Pence

Rückblick: Starker Kaufdruck kommt seit Tagen bei der BP Aktie auf. Nach dem freien Fall auf den tiefsten Stand seit 1996 bei 296,00 Pence. Seit diesem Tief Ende Juni erholt sich die Aktie deutlich, wobei das Minimalziel der Erholung bei 348,50 - 370,00 Pence bereits übertroffen wurde.

Heute erreicht die Kaufwelle den Widerstandsbereich bei 411,50 - 420,00 Pence. Sehr kurzfristig ist die Aktie überkauft, die technische Erholung nach dem Crash kommt an ihre Grenzen. Das kurzfristige Chartbild hat sich durch den weiten Rücklauf deutlich aufgehellt.

Charttechnischer Ausblick: Idealerweise kippt die BP Aktie jetzt nach unten weg und fällt bis 348,50 - 370,00 Pence zurück. Anschließend wird sich zeigen, ob noch ein großer Abverkauf folgt. Das durch den Rückfall unter 348,50 Pence ausgelöste, mittelfristige Verkaufsignal ist zunächst negiert. Erst ein erneuter Rückfall per Tages- und Wochenschluss unter 340,00 Pence würde neue Kaufsignale auslösen, dann droht ein längerer Ausverkauf bis 192,50 - 205,00 Pence.

Erst eine nachhaltige Rückkehr über 420,00 Pence hellt das angeschlagene Chartbild leicht auf, dann wird eine weitere Kurserholung bis 454,01 und ggf. 526,00 Pence möglich. Größere Kaufsignale würden sich erst oberhalb von 526,00 Pence ergeben.

Meldung: Bringt BP durch neue Glocke Ölpest endlich zum Anhalten?

London (BoerseGo.de) - Der angeschlagene britische Ölriese BP steht bei der Bekämpfung der seit Ende April im Golf von Mexico grassierenden schlimmsten Ölpest der US-Geschichte möglicherweise vor einem entscheidenden Erfolg. So weckt die erfolgreiche Anbringung einer 40 Tonnen schweren Glocke über dem aus mehr als 1500 Meter Meerestiefe befindlichen offenen Ölbohrloch die Hoffnung auf eine positive Wende. Derzeit erfolge die Durchführung von entsprechenden Tests. Die Dauer der Erprobung liege zwischen sechs und 48 Stunden. Ein Gelingen dieses Abschließversuchs sei aber noch ungewiss, zumal die Kappe unter solchen Bedingungen noch nie zum Einsatz kam. Es bestehe die Möglichkeit, dass die Vorrichtung den Austritt des Öls zur Gänze stoppt oder zumindest so weit eindämmt, dass der Rest von Schiffen an der Oberfläche vollständig abgepumpt wird.

Bislang ist BP bei seinen Versuchen den Ölaustritt zu stoppen weitgehend erfolglos geblieben. Wegen der für BP anfallenden Milliardenkosten aus der Ölpest grassierten zuletzt Spekulationen über eine Übernahme des Konzerns durch Exxon Mobil oder Chevron (BoerseGo.de hat berichtet). 

Kursverlauf vom 17.11.2009 bis 13.07.2010 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)

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