Liebe Leserinnen und Leser,

vorab wünsche Ich Ihnen allen ein frohes neues Jahr sowie viel Erfolg und Geschick an den Börsen und natürlich am wichtigsten immer beste Gesundheit.

Direkt zum neuen Jahr möchte ich Ihnen gerne eine kurze Einschätzung zum Industriemetall Kupfer geben.

Wie bereits in vorherigen Berichten, beispielsweise bei WTI, bediene ich mich hier eines selbst entwickelten „Positioning-Ansatzes“. Anhand dieser Methode versuche ich mir regelmäßig die Positionierung unterschiedlicher Anleger am Markt in unterschiedlichen Basiswerten anzusehen und daraus dann die kurzfristige Bewegung am Markt abzuschätzen.

Nach aktuellem Stand ergeben sich hier ein paar sehr spannende Entwicklungen und sich daraus ergebende Möglichkeiten.

So sind z.B. die spekulativ veranlagten Hedgefonds, also die sog. „Experten“ in den USA wieder sehr bullish aufgestellt.

In der Vergangenheit dienten diese stets als sehr guter Kontraindikator, weshalb der aktuell sehr hohe Anteil Long aufgestellter Hedgefonds für eher sinkende Kurse sprechen könnte.

Diese These wird gestützt, wenn man sich nun die Marktinsider ansieht.

Diese haben ihre Long-Positionen zum Ende des letzten Jahres kräftig reduziert. Dies gilt ebenso eher als Warnzeichen, da die Marktinsider die wahren Hedger sind. Zur Anmerkung muss man sagen, dass das Wort „hedgen“ zu Deutsch Absicherung bedeutet.

Im Grunde dient es also dazu, dass sich Unternehmen, die Kupfer produzieren oder diesen für ihre Produktion verwenden, sich gegen schwankende Kurse absichern. Dabei ist es von sekundärer Priorität, ob der Kurs steigt oder fällt. Primär wollen Unternehmen für ihre Risiken fest einplanen, welcher Preis sie in 3, 6 oder 9 Monaten erwartet.

Diese „Marktinsider“ oder „wahren Hedger“ sehe ich deshalb nicht als Kontraindikator, weil eben diese den Markt für Kupfer am besten kennen und daher die Experten auf ihrem Gebiet sind. Diese Expertise für Kupfer, werde z.B. ich nie erreichen können, solange ich nicht in dieser Branche unterwegs bin, sodass ich doch einfach mal auf die Meinung dieser Unternehmen vertraue und den Spekulanten und Anlageberatern etc. eher misstraue.

Zu guter Letzt ist ebenso die Stimmung für das rötliche Metall sehr gut und fast schon heiß gelaufen und geben damit aus meiner Sicht das stärkste Argument für meine Einschätzung. Sowohl die von Bloomberg befragten Analysten als auch die Stimmung unter US-Investoren befindet sich auf sehr hohem Niveau.

Ähnliche Höhen gab es daher z.B. im Frühjahr 2013, im Herbst 2012 oder im Sommer 2011. In dieser Grafik sieht demnach, dass sich auch die Stimmung wieder auf dem Weg zu enormen höhen bewegt, weswegen ein erneuter Rückfall im doch recht volatilen Kupfermarkt nicht auszuschließen sein sollte.

Ihr Andreas Meyer

Quelle: A.M. Capital Research, CFTC, finanzen.net

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