In Deutschland ist salesforce.com fast noch ein Nobody. Der US-amerikanische CRM-Software-Architekt ist das führende Cloud-Unternehmen für Softwareanwendungen weltweit. Herzstück von salesforce.com ist die gleichnamige CRM-Plattform Salesforce, welche in der Cloud betrieben wird. Die Vertriebs-, Marketing- und Supportlösung von Salesforce erfreut sich schon heute in Amerika größter Beliebtheit und ist aus der IT Landschaft für Unternehmensanwendungen kaum mehr weg zu denken. Dabei setzt das Unternehmen auf den Trend SaaS - Software as a Service. Dies bedeutet, dass Unternehmen keine eigenständige IT mehr benötigen und einfach Lizenzen des Unternehmens kaufen. Salesforce.com stellt die Software dann über alle Plattformen hinweg online zur Verfügung. Der Vorteil für Unternehmen: sie müssen keine Software anschaffen, keine Server kaufen und warten, sondern nur die benötigte Anzahl an Lizenzen erwerben.

In Europa und insbesondere in Deutschland ist Salesforce noch immer relativ unbekannt. Das hat zum Einen mit dem Hauptfokus nach Gründung auf die USA zu tun, zum Anderen scheuen viele Unternehmen hierzulande noch den Schritt in das Zeitalter von cloudbasierten Anwendungen. Mit der neuen Wachstumsstrategie möchte Salesforce dies ändern und investiert dabei in den Vertrieb und die eigenen Rechenzentren in Europa. So werden ab 2014 neue Rechenzentren in Großbritannien, Deutschland und Frankreich entstehen. Diese Rechenzentren sollen den Weg ebnen, den Kundenansturm in Europa abwickeln zu können. Im abgelaufenen letzten Fiskalquartal  konnte Salesforce seine Umsätze in Europa bereits um über 40 Prozent steigern. Auch der Service wird erweitert. Mit der neuen Einheit „New Industries Business“ will Salesforce.com sechs neue Industriebereiche ansprechen. Die Finanz- und Versicherungswirtschaft, Gesundheit und Wissenschaft, den Handel und die Konsumgüterindustrie, sowie die Kommunikations- und Media-Industrie als auch den öffentlichen Sektor und die Automobilindustrie bzw. herstellende Industrie.

Schon heute gehört Salesforce.com zu den führenden 10 Anbietern weltweit und wächst gegenüber den Mittwettbewerbern deutlich stärker. Das Ziel hat der CEO und Gründer Marc Benioff ehrgeizig formuliert, man möchte in Zukunft SAP überholen. Die Deutschen wiederum setzen ihre Anstrengungen hin zu einem Cloud-Anbieter mit ehrgeizigen Zielen um und wollen so den Abstand möglichst konstant halten.

Der Markt für Unternehmessoftware befindet sich derzeit im Umbruch. Das klassische Geschäftsmodell, Software zu verkaufen und diese auf den Servern der Unternehmen zu warten, funktioniert nicht mehr und die Anbieter sind gezwungen sich zu cloudbasierten Dienstleistern zu entwickeln. Dieser Mentalitätswechsel ist gravierend und wird dem einen oder anderen Unternehmen mit Sicherheit zum Verhängnis werden. Salesforce.com jedoch ist aktuell der Nimbus der Branche. Erst kürzlich überraschte das Unternehmen bei Umsatz und Gewinn die Analysten, schaffte den Sprung in die führenden 10 IT Unternehmen für Unternehmensanwendungen weltweit und ist mit 33 Prozent der am stärsten wachsende Cloudanbieter für Unternehmenssoftware. Die Anstrengungen, Salesforce weiter als Plattform zu entwickeln und diese anderen Herstellern in Form eines App-Stores zu öffnen, ist der richtige Schritt in die Zukunft. Salesforce.com stehen nach dem US-Markt rosige Zeiten auch in Europa bevor. Prestigeträchtige Kunden konnte salesforce.com bereits gewinnen. Mit der BMW Group, Pernod Ricard und Zeiss stehen Vorzeigeunternehmen aus Europa bereits auf der Kundenliste des CRM-Softwaregiganten.

Quelle finanzen.net


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