(WKN: XNG888 / ISIN: DE000XNG8888) / (WKN: A1H82D / ISIN: US53578A1088)

Nach der positiven Entwicklung seit Vorstellung hier auf Cashkurs, konnte die Xing-Aktie fast 40 Prozent zulegen. Die positive Stimmung ist auch auf LinkedIn übergesprungen, sodass wir Ihnen im nachfolgenden Artikel beide Aktien detailliert vorstellen. 

Die Story

LinkedIn und Xing sind die beiden bekanntesten und führendsten Business-Netzwerke auf der Welt. Während Xing im deutschsprachigen Raum mehr Mitglieder hat als der Konkurrent aus den USA, kommt LinkedIn weltweit eine absolut dominierende Rolle zu. Insgesamt hat LinkedIn mehr als 332 Mio. Profile weltweit und konnte im deutschsprachigen Raum zuletzt schneller wachsen als Xing und kommt jetzt auf 6 Mio. Nutzer. Hingegen ist Xing ein Nischenplayer, welcher weltweit 15 Mio. Nutzer aufweist und im deutschen Markt die 8 Mio. Grenze übersprungen hat.
Beide Business-Netzwerke profitieren aktuell weiter vom Fachkräftemangel in der westlichen Welt. Der demografische Wandel zwingt die Unternehmen zunehmend mehr Geld für die Themen Personalmarketing und Recruiting auszugeben. Xing und LinkedIn haben hierfür bereits frühzeitig passende Instrumente geschaffen und bieten einen umfangreichen Werkzeugkasten an Personalmarketing- und Recruiting-Lösungen für Unternehmen.

Konkurrenz von Facebook?

Beide Unternehmen können von ihrer Top-Position auf dem Markt profitieren und werden auch in absehbarer Zeit keine nennenswerte Konkurrenz bekommen. Facebook, das in den Markt für Unternehmenskunden einsteigen will, hat grundsätzlich eine andere Strategie und will vor allem Mitarbeiter im Unternehmen vernetzen und den Austausch und die Kommunikation im Unternehmen abwickeln. Die Strategie der Businessnetzwerke ist jedoch eine andere. Sie vernetzen Fachkräfte, Führungskräfte und Entscheidungsträger. Hier hat LinkedIn durch seinen international konkurrenzlosen Pool an Nutzern einen klaren Vorteil gegenüber Xing, das als Nischenplayer am deutschen Markt jedoch sehr erfolgreich agiert. Der globale Arbeitsmarkt ist zwar noch immer in den Kinderschuhen, jedoch geht der Trend klar zu einem globalen Arbeitsmarkt. Der Vorteil an LinkedIn ist hierbei, dass es einem Unternehmen weltweit den besten Zugang zu den Fachkräften und Spezialisten ermöglicht. Zudem gelingt dem US-Unternehmen seine Expansion ohne nennenswerte Zukäufe an Profilen. Das Wachstum ist fast vollständig operativ. So registrieren sich 40 Prozent aller neuen Nutzer ohne Zutun von LinkedIn, die restlichen 60 Prozent werden überwiegend von Personen aus dem Netzwerk selbst eingeladen. Hier kann Xing aktuell nicht mithalten, das Unternehmen ist zwar aufgrund seiner kostenpflichtigen Premium-Profile operativ stärker als LinkedIn, jedoch kann das Netzwerk international kaum Fuß fassen und liegt auch bei den Wachstumsraten im Jahr 2014 hinter dem US-Konkurrenten. Für Xing spricht jedoch weiterhin die starke Stellung am deutschen Markt, sowie die innovativeren Produkte und das nachhaltigere Geschäftsmodell aufgrund der Premium-Profile. LinkedIn wiederum ist stark vom Anzeigengeschäft abhängig und hatte bisher noch keine Zeit sich ein nennenswertes zweites Standbein aufzubauen.

Fundamental:

Wachstum vs. KGV

Aktuell ergibt sich für Xing auf der Grundlage des für das Jahr 2016 angepeilten Ergebnisses ein Discount von über 29 Prozent zur Wachstumserwartung.
Das bedeutet: Sollte die Wachstumserwartung eintreten, ist die Aktie von Xing aktuell um 29 Prozent unterbewertet.

Aktuell ergibt sich für LinkedIn auf der Grundlage des für das Jahr 2016 angepeilten Ergebnisses ein Discount von über 21 Prozent zur Wachstumserwartung.
Das bedeutet: Sollte die Wachstumserwartung eintreten, ist die Aktie von LinkedIn aktuell um 21 Prozent unterbewertet.

Zukünftiges Wachstum

Auf der Grundlage der Konzern- und Analystenschätzungen für Xing ist von einer jährlichen Gewinnsteigerung von ca. 29,2 Prozent bis zum Jahr 2017 auszugehen.

Auf der Grundlage der Konzern- und Analystenschätzungen für LinkedIn ist von einer jährlichen Gewinnsteigerung von ca. 51 Prozent bis zum Jahr 2017 auszugehen.

Dividendenrendite

Mit einer Dividendenrendite von 0,7 Prozent bietet die Aktie von Xing keine üppige Dividende und schüttet damit auch nur 17,3 Prozent des Gewinns an die Aktionäre aus.

LinkedIn schüttet keine Dividende aus und wird auch in absehbarer Zeit keine Ausschüttungen an die Aktionäre vornehmen.

Die Aktie von Xing konnte im Januar aus dem Seitwärtstrend der letzten Monate ausbrechen und einen neuen Höchststand erzielen. Der Weg sollte jetzt bis zur 120 Euro Marke frei sein.

Die Aktie von LinkedIn konnte sich im Juli 2014 von ihrer Schwächephase erholen und befindet sich seitdem in einem nachhaltigen Aufwärtstrend, welcher durch die letzten Quartalszahlen noch einmal deutlich befeuert wurde. Der Weg sollte bis zur 275 US-Dollar Marke frei sein. Anleger sollten neue Positionen im US-Dollar-Bereich von der Währungsseite her absichern und den Wechselkurs festschreiben.

Fazit:

LinkedIn und Xing bieten hervorragende Möglichkeiten von einem sich zuspitzenden Arbeitsmarkt für Spezialisten und Führungskräfte zu profitieren. Das US-amerikanische Unternehmen ist dabei aktuell im Vorteil und kann durch seinen konkurrenzlosen Pool weltweit überzeugen. Xing wiederum könnte sich mehr und mehr zu einem auf den deutschen Arbeitsmarkt zugeschnittenen Spezialisten entwickeln, welcher zusätzlich die Chance bietet von LinkedIn übernommen zu werden.



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