Frankfurt (BoerseGo.de) - Der deutsche Aktienmarkt konnte heute den vierten Tag in Folge zulegen. Bis zum Xetra-Schluss gewann der DAX 1,08 Prozent auf 3.956,22 Punkte. Damit kommt die Marke von 4.000 Punkte langsam wieder in Reichweite.

Die Zeichen standen heute zunächst nicht auf Erholung. Schwache Vorgaben aus Asien und den USA hatten den hiesigen Handel zunächst belastet und den DAX auf ein Tagestief von 3.802,20 Punkten gedrückt. Für wenig Ermunterung sorgte auch das konjunkturelle Umfeld. Die Industrieproduktion in Deutschland ist im Januar unerwartet deutlich um 7,5 Prozent eingebrochen. Unterdessen geht die Europäische Zentralbank nicht mehr davon aus, dass sich die Wirtschaft im Euroraum in der zweiten Jahreshälfte erholen wird. Erst im Jahresverlauf 2010 werde mit einer allmählichen Konjunkturerholung gerechnet, heißt es im aktuellen Monatsbericht. Ferner haben die Wirtschaftsforschungsinstitute IfW und HWWI ihre BIP-Prognosen für das laufende und das kommende Jahr drastisch gesenkt. Am Nachmittag schwappte jedoch die positive Stimmung von der Wall Street nach Europa über. Angetrieben von besser als befürchteten Konjunkturdaten eröffneten die US-Börsen freundlich.

Freundlich präsentieren sich erneut die Finanztitel. Deutsche Bank gewann 8,46 Prozent auf 26,355 Euro und die Aktien der Commerzbank legten 7,51 Prozent auf 2,65 Euro zu. Der ewige Verlierer Infineon war heute mal an der Spitze der Gewinnerliste zu finden. Bis zum Handelsschluss stand ein Plus von 9,30 Prozent auf 0,47 Euro zu Buche.

Gefragt waren auch die Automobiltitel. Der Wolfsburger Autohersteller Volkswagen rechnet mit einem schwierigen Jahr hält aber an seinen langfristigen, für das Jahr 2018 gesetzten Zielen fest. Der Münchener Autokonzern BMW hat im vergangenen Jahr einen unerwartet deutlichen Gewinneinbruch verbucht. In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres halten sich die Einbußen bei Umsatz und Absatz aber in Grenzen. VW konnte um 1,14 Prozent auf 213,00 Euro zulegen, BMW verteuerte sich um 2,01 Prozent auf 23,39 Euro.

Unter Druck geraten sind dagegen die Aktien von K+S. Sie büßten 7,41 Prozent auf 31,50 Euro ein. Der Düngemittelhersteller hat seine Ziele für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 ebenso verfehlt wie die Erwartungen der Analysten. Zudem hat der Vorstand seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr gesenkt.

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