Frankfurt (BoerseGo.de) - Der deutsche Aktienmarkt legte heute früh noch eine Verschnaufpause ein, schwenkte aber im Gleichschritt mit den anderen europäischen Börsen wieder auf Erholungskurs. Daran ändert auch die heutige Spiegelmeldung (Online-Ausgabe) nichts, dass die Linken in Deutschland auftrumpfen und bei  Umfragen deutlich zulegen.

Auch die Dollarschwäche kann den Aktienmarkt nicht vom Kurs abbringen. Der Greenback bewegt sich nahe seinen Jahrestiefs, schlecht für die Exporteure Europas und Asiens.

„Die Märkte testen jetzt die Höhen der Erholungs-Rally. Der Wirtschaft geht es zunehmend besser, heute gibt es aber wenig Nachrichten, die den Markt höher treiben könnten“, kommentierte Bernard McAlinden, investment strategist bei NCB Stockbrokers gegenüber Reuters.

Die erste wichtige Konjunkturmeldung der Woche gibt es erst heute Abend, wenn die US-Notenbank ihr Beige Book zu wirtschaftlichen Situation der USA vorlegt. Morgen folgen dann die wöchentlichen Arbeitslosenmeldungen, ein Indikator für die aktuelle Lage auf dem US-Jobmarkt, wichtig für den Konsum und damit auch den deutschen Export. In rund vier Woche geht aber die Berichtssaison für das 3. Quartal los.
 Der DAX avanciert zur Mittagsstunde 0,4 Prozent auf 5.501 Punkte.


Momentan führt die Commerzbank den Blue Chip Index an und setzt damit die Erholungs-Rally fort. Kommendes Jahr will der Finanzkonzern wieder Geld verdienen. Die Aktie kostet aber rund 55 Prozent weniger als vor einem Jahr.
BMW folgt dicht dahinter, dank „königlicher“ Unterstützung. Die Royal Bank of Scotland beförderte die Münchener von hold  auf buy. Die Schotten erwarten eine Erholung der Auto-Nachfrage. Rückenwind gab es auch aus Amerika. Morgan Stanley hob die Bayern auf overweight mit Kursziel 36 Euro. Die Amerikaner empfahlen Daimler in BMW zu tauschen. Die Schwaben legen dennoch kräftig zu, leichte Gewinne gibt es auch bei den zuletzt schwer gebeutelten VW-Papieren.
Wie in den vergangenen Wochen so oft taucht auch Adidas in der Spitzengruppe auf. Diesmal gibt es eine Nachricht. Goldman Sachs bekräftigte "Neutral" , schraubte aber das Kursziel von 26,20 Euro auf 38,50 Euro hoch.


ThyssenKrupp leidet dagegen unter einem Pressebericht. Danach droht dem Stahlkocher ein Verlust von 2 Mrd. Euro. Verluste erleiden auch BASF und die Deutsche Post.



Im MDAX übernahm Gagfah die Führung, gefolgt von Douglas und Symrise.


Der Spitzenreiter des TecDax heißt Medigene.

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