Berlin (BoerseGo.de) - Der italienische Fiat-Konzern will nach einer möglichen Übernahme des Autobauers Opel offenbar doch alle vier deutschen Standorte erhalten. "Wir wollen keines der vier Opel-Werke in Deutschland schließen", sagte Fiat-Chef Sergio Marchionne zur "Bild"-Zeitung. Allerdings müssten die Belegschaften verkleinert werden. Wenn alle vier Werke blieben, koste das Geld. Diese Kosten wolle man übernehmen. Marchionne wies darauf hin, dass der erste Rettungsplan von Opel selbst die Schließung von zwei Werken vorsah.

Berichten zufolge hatte Marchionne am Montag beim Gespräch mit Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg (CSU) nur den Erhalt von drei deutschen Opel-Standorten in Aussicht gestellt. Bedroht sei das Fahrzeugteile-Werk in Kaiserslautern, hatte es geheißen.

Unterdessen hat der Autozulieferer Magna sein Interesse an Opel bekräftigt. Branchenkenner und der Opel-Betriebsrat favorisieren einen Einstieg von Magna. Neben Garantien des Bundes kann ein neuer Investor bei Opel auch auf Unterstützung durch das Land Thüringen hoffen. Wenn es ein vernünftiges Konzept gebe, sei man bereit zu helfen, sagte der thüringische Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) gegenüber der "Berliner Zeitung".

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