Berlin (BoerseGo.de) - Ein fusionierter VW-Porsche-Konzern soll einem Pressebericht zufolge  seinen Firmensitz in Wolfsburg haben. Obwohl ein endgültiges Konzept erst in vier Wochen vorgelegt werden solle, zeichne sich ab, dass Volkswagen der dominierende Teil des neuen Konzerns sein werde, berichtet "Welt Online". Vor einer Fusion müssten die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch laut Bericht einen Betrag von bis zu fünf Milliarden Euro für eine Kapitalerhöhung aufbringen. Dies sei eine der Vorbedingungen dafür gewesen, dass VW einer Allianz mit dem Sportwagenbauer Porsche zustimme.

Die Familien Porsche und Piëch hatten sich darauf verständigt, VW und Porsche unter dem Dach eines neuen Konzerns zusammenzuführen. Porsche hatte sich zuvor hoch verschuldet, um die Mehrheit an VW zu übernehmen. Inzwischen hält der Stuttgarter Autobauer 50,6 Prozent an VW, die Schuldenlast von gut neun Milliarden Euro frisst aber die operativen Gewinne von Porsche auf. Ein Gewinnabführungsvertrag mit VW, der Porsche mit etlichen Milliarden Liquidität versorgt hätte, drohte am Veto des Landes Niedersachsens zu scheitern, nachdem die Sperrminorität aus dem VW-Gesetz weiterhin Bestand hat.

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