Jetzt am Montag hält US-Finanzminister Timothy Geithner seine heiß erwartete Rede in der er voraussichtlich das neue Banken-Rettungskonzept enthüllt. Es wird beispielsweise auf eine Erweiterung der Term Asset-Backed-Securities Loan Facility (TALF) spekuliert. Dabei geht es um mehr staatliche Gelder für die notleidenden hypohtekengesicherten Anleihen. Außerdem gibt es Spekulationen über direkte Kapitalspritzen für angeschlagene Bankhäuser. Damit wird auch die Furcht gedämpft, die Kreditinstitute würden verstaatlicht, wobei die Aktionäre leer ausgingen.

Außerdem kursiert im Markt das Gerücht, die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC wolle die Bilanzierungsvorschriften für die Banken ändern und vielleicht die sogenannte Mark-to-Market-Bewertung abschaffen oder abzuschwächen. Nach dieser Regel sind die Finanzkonzerne gezwungen, Vermögenswerte (etwa Derivate auf Hypothekenforderungen) gleich abzuschreiben, wenn es dafür momentan keinen Markt gibt. Da die dahinter stehenden Vermögenswerte aber nicht völlig wertlos sind, sitzen die Banken jetzt vermutlich auf beträchtlichen stillen Reserven.

Diese Nachrichtenlage kommt wieder mal genau an der "richtigen Stelle".   Anbei der aktualisierte Chart vom US Bankindex.  Eine Kerze repräsentiert einen Tag.  Seit 14 Handelstagen steht der Index auf einem Key Support bei 25 Punkten, es handelt sich hierbei um eine starke Kreuzunterstützung.  Wenn die 25er Marke nicht halten sollte, würde dies mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Folge-Sell Off von nochmals bis zu 30% bedeuten.  Der US Bankindex steht also auf einem entscheidenden Kursniveau.  Hier entscheidet sich die weitere mittelfristige Verlaufsrichtung.

Der Markt wartet auf das lange angekündigte Maßnahmenbündel der neuen US Administration.  Wenn Geithner am Montag kein überzeugendes Konzept vorlegt, könnte der Markt wieder kippen.  Wenn man den Spekulationen, die bezgl. des Rettungspakets im Markt kursieren Glauben schenkt, besteht die Möglichkeit, dass Geithner eine kleine Rallye initiieren kann.

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