New York (BoerseGo.de) - Unmittelbar vor Beginn des Aktienhandels in New York zeigen sich die Futures verhalten gestimmt. Sowohl Nasdaq-Future als auch S&P-Future verlieren 0,3 Prozent. Daraus ist mit wenig veränderten bis leicht schwächeren Eröffungsverläufen an den Indizes zu rechnen.

Die Futures haben jedoch ihre Verluste nach der Veröffentlichung von besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten zu den Einzelhandelsumsätzen für Februar reduziert. Demnach sind die Einzelhandelsumsätze im Februar um 0,1 Prozent gesunken. Der von Bloomberg erhobene Konsens sieht einen Rückgang von 0,5 Prozent vor. Abzüglich des Autosektors stiegen die Einzelhandelsumsätze um 0,7 Prozent. Hier liegt der Konsens bei einem Minus von 0,1 Prozent.

Auf einen weiterhin sehr schwachen Arbeitsmarkt weisen die veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hin. Diese sind in der abgelaufenen Woche um 9.000 auf 654.000 gestiegen. Der Konsens sieht 644.000 Erstanträge vor. Die Zahl der Arbeitslosenempfänger ist um 193.000 auf ein Rekordniveau von 5,32 Millionen gestiegen.

Auf die Stimmung drücken erneute negative Nachrichten zum Hausmarkt. Gemäß dem Informationsdienstleister RealtyTrac wurden in den USA im Februar 291.000 Anträge auf Haus-Hypotheken-Zwangsvollstreckungen gestellt. Gegenüber der Vergleichsperiode 2008 ergibt sich ein Plus von 30 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat stellte sich ein Anstieg von 6 Prozent ein. RealtyTrac macht weiters darauf aufmerksam, dass im Kampf gegen einen weiteren Niedergang des US-Hausmarktes auf absehbare Zeit wenig Erfolg zu erwarten ist. Der schlimme Trend werde sich allem Anschein nach fortsetzen.

Als belastender Faktor für den Markt gilt die Meldung, wonach der staatlich kontrollierte Hypotheken-Finanzierer Freddie Mac im vierten Quartal einen Verlust von 23,9 Milliarden Dollar oder 7,37 Dollar pro Aktie erlitten. Die Aufsichtsbehörde Federal Housing Finance Agency (FHFA), die Freddie Mac überwacht, hat beim US-Finanzministerium für das Unternehmen eine Kapitalspritze in Höhe von 30,8 Milliarden Dollar beantragt. Freddie Mac erwartet die staatlichen Hilfsgelder im März.

Der Schweizer Pharmariese Roche Holding wird sich die restlichen Anteile an dem US-Partner Genentech Inc. einverleiben. Darüber einigten sich beide Konzerne. Damit hat der weltgrößte Hersteller von Krebspräparaten eine acht Monate dauernde Schlacht über eine Totalübernahme für sich entschieden. Hiefür erhöhten die Schweizer zum zweiten Mal ihr Angebot. Das Volumen des Deals liegt nun bei 46,8 Milliarden Dollar. Die Aktionäre von Genentech erhalten für jeden ihrer Anteilsscheine 95 Dollar je Aktie.

Der Stahlkonzern Steel Dynamics Inc. hat die Prognose zum ersten Quartal gesenkt und rechnet nun für jene Periode mit einem Verlust von 40-50 Cents je Aktie. Ursprünglich wurde ein Gewinn von 5-10 Cents je Aktie in Aussicht gestellt. Der Konsens unter den Analysten liegt bei einem Gewinn von 9 Cents. Gemäß CEO und Chairman Keith Busse bleibt der Ausblick für 2009 getrübt. “Wir sehen uns außerstande eine klare Prognose zu Volumen und Finanz-Performance zum laufenden Jahr abzugeben”, heißt es weiter vom CEO.

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