Wie Sie Handwerkerrechnungen von der Steuer absetzen

Schwarzarbeit ist dem Fiskus ein Dorn im Auge und wird hart geahndet. Im Bereich der haushaltsnahen Handwerker- und Dienstleistungen, wo besonders häufig am Finanzamt vorbei gewirtschaftet wird, setzt Vater Staat zur Abwechslung nicht nur auf Strafe für die Sünder, sondern auch auf Belohnung für die Ehrlichen. Denn: Haushalte können ordentlich Steuern sparen, wenn der Handwerker eine ordnungsgemäße Rechnung ausstellt, die der Kunde beim Finanzamt einreichen kann.

Dabei gilt: Absetzbar ist nur der Arbeitslohn, nicht aber der Materialaufwand – und zwar inklusive der darauf enthaltenen Mehrwertsteuer. Bis zu 6.000 Euro pro Jahr können geltend gemacht werden, wovon der Steuerzahler dann 20 Prozent vom Finanzamt zurückbekommt. Damit liegt die maximale Steuerersparnis bei 1.200 Euro pro Jahr. Die Rechnung muss per Überweisung, Bankkarte oder Scheck bezahlt worden sein, Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an.

Entgegen einer weit verbreiteten Meinung können nicht nur Leistungen von Bauhandwerkern geltend gemacht werden, sondern eine Vielzahl an Handwerks- und Dienstleistungen rund um den Haushalt. So etwa Gartenpflegearbeiten innerhalb des eigenen Grundstücks, Kaminkehrer-Gebühren, Klavierstimmer oder Möbelmonteure. Nicht absetzbar sind bereits staatlich geförderte Leistungen, öffentliche Dienste wie die Müllabfuhr oder freiberufliche Dienstleistungen von Anwälten und Architekten.

Eine Übersicht vom Bundesfinanzministerium ist im Anhang des offiziellen Schreibens ab Seite 21 zu finden. (Link: http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_53988/DE/BMF__Startseite/Aktuelles/BMF__Schreiben/Veroffentlichungen__zu__Steuerarten/einkommensteuer/112__a,templateId=raw,property=publicationFile.pdf)