„Deutschland im Umbruch“ – wie der Titel bereits verrät, legt er einen speziellen Fokus auf die tiefgreifenden Veränderungen in Deutschland, die er folgendermaßen charakterisiert:

Willy Brandt, für die junge Generation in Deutschland ein Bundeskanzler in grauer Vorzeit, gab Deutschland eine hoffnungsvolle Zukunft. “Mehr Demokratie wagen“, so formulierte er den Leitfaden, der den Menschen im Lande eine Zukunft in Freiheit, Toleranz und Würde geben konnte und auch sollte.

Generationen leben in Deutschland, die diese „Bonner Republik“, das soziale und wirtschaftlich erfolgreiche Deutschland, regelrecht verinnerlich haben und das heutige Deutschland mit ihren Lebenserfahrungen gleichsetzen.

Sie bedenken nicht, dass ein demokratisch überzeugendes Gemeinwesen an leistungsfähige Strukturen gebunden ist und mit dem Umzug von Regierung und Parlament 1999 von Bonn nach Berlin ein tiefgreifender Wandel das Land seither bestimmt.

„Mehr Demokratie wagen“ mutierte im politischen Berlin zu „Mehr Fremdbestimmung akzeptieren“.

Davon ist das gesamte staatliche Handeln betroffen, sei es für das Land selbst oder für das Wirken Deutschlands nach außen. Die im eigenen Land nicht mehr anzutreffenden demokratischen Grundstrukturen werden anderen Ländern gegenüber über Wahlbeobachtungen dortiger Wahlen eingefordert.

Selbst stellt man sich dieser Demokratie-Kontrolle aus Hochmut und Arroganz nur widerwillig oder gar nicht. Man nimmt Staaten in die eigenen internationalen Vertragsorganisationen auf, die den Hass auf Nachbarn predigen.

Staaten und Völker, die für gute Nachbarschaft und gleichberechtigte Beziehungen eintreten, zeigt man die kalte Schulter und marschiert gegen sie auf. In Sachen „Krim“ will man unter allen Umständen den aus der NATO organisierten Putsch in Kiew des Jahres 2014 zu einem späten Erfolg führen.

Deutschland will weder mit der Demokratie eines Willy Brandt noch dem Frieden in Europa und der Welt etwas zu tun haben.

Kurzbeschreibung des Buchinhalts:

"Mehr Demokratie wagen" – so formulierte Willy Brandt in seiner ersten Regierungserklärung 1969 den Leitfaden, der den Bürgern in Deutschland eine Zukunft in Freiheit, Toleranz und Würde garantieren sollte.

Heute, rund 50 Jahre später, steht unser Land vor dem demokratischen Ruin: Abschaffung des Sozialstaats, Außerkraftsetzen der Rechtstaatlichkeit, Niedergang des Parlamentarismus im Allgemeinen, um nur einige der problematischsten Einschnitte zu nennen – selbst von der im Grundgesetz verankerten Verteidigungsarmee ist nicht viel geblieben. Dazu das kollektive Versagen der großen Medien als Kontrollinstanz, als vierte Gewalt im Staate.

Wie konnte es dazu kommen?

Willy Wimmer, Parlamentarischer Staatssekretär a. D., erklärt die Ursachen und Hintergründe dieser Fehlentwicklung aus seiner langjährigen Erfahrung als Experte für Sicherheitspolitik und internationale Angelegenheiten. Seine Analysen sind gewürzt mit biografischen Anekdoten aus seiner Zeit als Abgeordneter des Deutschen Bundestages und Wahlbeobachter der KSZE/OSZE.

Über den Autor:

Willy Wimmer, geb. 1943, war 33 Jahre lang Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Weitere Ämter: Verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium und Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der KSZE/OSZE. Er führte Gespräche auf höchster staatlicher Ebene auf allen Kontinenten. Als Spezialist für außen- und sicherheitspolitische Fragen bis heute gefragter Interviewpartner nationaler und internationaler Medien. Seit seinem Rückzug aus der Politik 2009 verstärkte publizistische Tätigkeit, u.a. hier auf Cashkurs.com. Von ihm erschienen die Werke "Wiederkehr der Hasardeure" (2014, Koautor Wolfgang Effenberger) und "Die Akte Moskau" (2016).

Deutschland im Umbruch, Vom Diskurs zum Konkurs - eine Republik wird abgewickelt
Sachbuch von Willy Wimmer, 280 S., 40 Abb., gebunden
Erscheinungstermin: 19. April 2018
ISBN: 978-3-943007-16-9
Preis: 22,90 €

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