Liebe Cashkurs-Community,

unsere Trendthemen erinnern immer mal wieder an Science-Fiction-Filme der Vergangenheit. Denken Sie an den 3D-Druck und den Replikator der Enterprise oder den Communicator vom gleichen Raumschiff, der heute als Smartphone längst über die Phantasien der Filmemacher jener Zeit hinausgewachsen ist. Es sind die Sehnsüchte der Menschen, von denen sich Science-Fiction (Wissenschafts-Erdichtung) Autoren inspirieren lassen. Der reale Mensch entwickelt die Technik immer weiter und weiter in Richtung dieser Sehnsüchte, bis sie eines Tages gelebte Realität werden. Heute wollen wir uns wiederum einer solchen Science-Fiction annehmen.

Erinnern Sie sich noch an den 6-Millionen-Dollar-Mann? Das war eine amerikanische Sci-Fi-Serie, in der ein Testpilot bei einem Flugzeugabsturz schwer verletzt wird und nur durch aufwendige Operationen und den Ersatz zahlreicher Körperteile durch technische Ersatzteile gerettet werden kann. Ein Auge, ein Arm und beide Beine mussten durch Maschinenteile ersetzt werden, deren Leistung deutlich stärker war als die der menschlichen Originalteile. Das unglückliche Unfallopfer wurde dadurch zum Superhelden. Diese Hollywood-Phantasie der 1970er Jahre steht nun an der Schwelle zur Realität. Dem Extrembergsteiger Hugh Herr mussten nach einem Unfall beide Beine amputiert werden. Seine neuen HighTech-Prothesen ermöglichen ihm nun Klettertouren in höheren Schwierigkeitsgraden als vor seinem Unfall. Die Möglichkeiten, die sich aus der sich in beeindruckender Geschwindigkeit entwickelnden Technologie ergeben sprengen die Vorstellungskraft. Lahme werden gehend, blinde können wieder sehen. Armlose können ihre Hände benutzen. Ein nicht-eingeschränkter Mensch kann sich vermutlich nur schwer vorstellen, welch körperliche wie emotionale Lebensqualität es bedeutet, sich selbst den Hintern abwischen zu können. Die segensreiche Wirkung Menschen mit Handicap durch intelligente Robot-Prothesen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen kann man nicht hoch genug schätzen. Aber die Ideen dieser neuen Technik gehen bereits viel weiter. Ist das Themenfeld der medizinischen Ersatzversorgung noch völlig unumstritten, ändert sich das schlagartig, wenn man an die Möglichkeiten der „Optimierung“ des menschlichen Körpers denkt. Sei es im Bereich des Leistungssports, des Militärs oder gar des Lifestyles. Was technisch möglich ist, wird auch eines Tages eingesetzt. Brustimplantate für eine vermeintlich attraktivere Optik sind bereits heute Grund genug für blutige Eingriffe. Wie reizvoll wäre dann der Einsatz kleiner Helferlein, die die Laufgeschwindigkeit deutlich erhöhten, die Armkraft verdoppelten oder andere Möglichkeiten der Natur verbesserten?

Im folgenden Abschnitt finden Sie einen kleinen Auszug der umfassenden Studie von Dr. Eike Wenzel, die ebenfalls Bestandteil von Cashkurs*Trends ist.

Biomechatronik, Wearable Computing, Prothetik – die Revolution der Hightech-Medizin


Von Dr. Eike Wenzel, Institut für Trend- und Zukunftsforschung (ITZ)

Die IT-getriebene Hightech-Medizin löst die Gentechnik als Zukunftsentwurf ab. In Zeiten, in denen Effizienz die Ultima Ratio des Gesundheitssystems darstellt, werden intelligente Prothesen und maschinelle Eingriffe zu einem Wachstumsmarkt. Wieder stellt dieser Aufbruch die Frage nach der Mensch-Maschine-Schnittstelle. Die wichtigsten Akteure auf dem Markt stellen sich auf einen weiteren Technikschub in der Medizin ein. Aber was passiert, wenn Leistungsfreaks und Extremsportler medizinischen Fortschritt als Lifestyle-Medizin oder Bio-Design missbrauchen? Einblick in einen Zukunftsmarkt, der ebenso viele Fragen wie Potenziale aufruft.

Erschrecken Sie bitte nicht vor den Begriffsungetümen, die wir Ihnen hier zu Beginn servieren. Hinter ihnen kündigen sich hochspannende Veränderungen in unserer medizinischen Welt an. Ja, wir alle kennen auch die witzigen oder begrenzt witzigen Umsetzungen moderner Automatisierungstechnologie. In einem Eintopf-Restaurant in Jinan in Chinas Provinz Shandong bedienen sieben Roboter-Kellner die Besucher. Roboter können (eher unelegant) Fußball spielen und Geschirr abwaschen. Aber es muss doch möglich sein, in einer Welt, die von Kommunikationstechnologie, Apps, Tablets und Smartphones besessen ist, auch folgendes marktfähig zu machen: einfachere Instrumente für chronisch Kranke, technisch ausgereifte Prothesen für Menschen, die bei Unfällen schwer verletzt wurden, eine moderne Notfallmedizin, die nicht mehr alles von dem beherzten Einsatz einiger mutiger Menschen abhängig macht.

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Im folgenden Abschnitt möchten wir Ihnen eines von vier Unternehmen vorstellen, die wir im Rahmen der Ausgabe "Biomechatronik" von Cashkurs*Trends in die Watchlist aufgenommen haben.

Carl Zeiss Meditech: Präzision Made In Germany

Mit reichlich Tradition im Blut bietet der Medizintechnik-Konzern das für komplizierte Eingriffe notwendige Präzisionsequipment.

Die Carl Zeiss Meditech AG mit Sitz in Jena ist ein weltweit tätiger Hersteller von Präzisions-Medizintechnik. Hervorgegangen ist der Konzern 2002 aus einem Zusammenschluss der Carl Zeiss Ophthalmic Systems AG und der Asclepion-Meditec AG. Die Mehrheit hält seitdem Carl Zeiss, ein Traditionskonzern und Pionier im Bereich der Optik. Carl Zeiss Meditech hat daher eine enge Beziehung zur Ophthalmologie, also der Augenmedizin. Aber unter anderem auch in den Bereichen der Neurochirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und der plastischen und Rekonstruktionschirurgie wird die Präzisionstechnik des Weltkonzerns aus Sachsen nachgefragt. Abgesehen von speziellen Augenimplantaten bietet Carl Zeiss Meditech keine maschinellen „Ersatzbauteile“ an sich – sie liefern aber die für die teils hochkomplizierten chirurgischen Eingriffe notwendigen Laser, Mikroskope und Visualisierungsapparate. Die fortschreitende Komplexität bei den medizinischen Verschmelzungsversuchen zwischen Mensch und Maschine erfordert zu deren erfolgreicher Umsetzung immer präzisere, verlässlichere und innovativere Gerätschaften. Der Spezialist aus Jena ist hier mit seinen Produkten „Made in Germany“ einer der ersten Ansprechpartner weltweit. Mit Unternehmensstandorten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, China und den USA sowie weiteren Servicezentralen in Spanien und Japan ist der Konzern global sehr gut aufgestellt. Insgesamt sind hier rund zweieinhalb tausend Mitarbeiter beschäftigt. Sie kümmern sich in Forschungs-, Produktions- und Handelszentren um das Fortschreiten der Basis für den technologisch immer anspruchsvolleren Markt der Medizintechnik.

Wie die Zahlen und Bilanz von Carl Zeiss Meditech aussehen und welche weiteren Unternehmen wir in unserer Watchlist haben, finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Cashkurs*Trends.

"Biomechatronik" von Cashkurs*Trends. Alle weiteren wichtigen Informationen zu dem aktuellen Trendthema und die dazugehörigen spannenden Aktienanalysen finden Sie im bereits erschienen Cashkurs*Trends Börsenbrief.

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