Erinnern Sie sich noch an den starken Ölpreisverfall vor einigen Monaten? Dazu später mehr. Die Zeit ist gekommen, um sich denn Ölpreis zum Beispiel über die Sorte Brent Crude Oil nun wieder auf die Watchlist zu setzen. Aktuell handelt dieser um 65 USD je Barrel. Erinnern wir uns zurück. Der Rückblick zeigt wieder einmal wie irrational und emotional es an der Börse zugeht, wenn Panik herrscht. Viele Monate nach der Panik sieht die Welt meist schon wieder anders aus.

Ab Juli 2014 setzten starke Verkäufe im Ölpreis ein. Diese hielten bis Januar 2015 an. Der Preis verbilligte sich crashartig von rund 110 USD je Barrel auf etwa 46 USD je Barrel:

Was wurde in dieser Zeit in den Medien für Panik geschoben. Kursziele von 20-30 USD wurden genannt, mit noch schlechterer Aussicht auf die kommenden Jahre. Natürlich, wer hier Ölaktien hielt, erlitt schwere Verluste. Nichts ist jedoch von Dauer und an der Börse verläuft alles in Wellen: Nach dem Crash folgt die Bodenbildung, dann ein Anstieg, dann die (längere) Konsolidierung und daraus resultierend meist der erneut stärkere Anstieg. Wer beispielsweise im Januar 2015 die Aktie des Ölproduzenten Statoil kaufte, konnte bis heute schon viel Geld verdienen. Der Ölpreis erholte sich parallel vom Tief um 46 USD je Barrel auf stolze 67 USD je Barrel.

Vom Paniktief im Januar also schon wieder eine Erholung bis in den Mai von rund 40 %!

Parallelen erkennen“, so möchte ich es zusammenfassen. Bereits im Jahr 2008 crashte der Ölpreis von fast 140 USD je Barrel auf ebenfalls rund 40 USD. Was dann passierte, sehen Sie hier im Chart:

Wir sahen 1.) ein Paniktief Anfang 2009 (wie jetzt im Januar 2015), dann 2.) eine Erholung im Juni 2009 auf rund 65 USD (wie jetzt im Mai 2015) mit einer 3.) anschließenden Konsolidierung in diesem Kursbereich bis etwa Januar 2010. 4.) Ab dann stieg der Ölpreis wieder auf 80 USD, kam für einige Monate wieder zurück um ab 5.) September 2010 wieder in Richtung 120 USD je Barrel zu steigen. Wer hier Ölaktien gekauft und gehalten hat, hat vermutlich ein Vermögen verdient! Denn ähnlich des Musters im Ölchart sollte es in den kommenden 6-18 Monaten auch bei den entsprechenden Aktien aus dem Ölbusiness aussehen. Erst folgte der Crash, dann die Erholung mit Konsolidierung, um nach gut einem Jahr durchzustarten. Und warum starten die Aktien dann wieder durch? Mit einem wieder steigenden Ölpreis steigt der Umsatz respektive der Gewinn in den Unternehmen wieder an.  Folglich muss die zuvor resultierende Unterbewertung über steigende Kurse abgebaut werden. Eigentlich ein ganz simples Beispiel aus der Praxis.

Fazit:

Langsam aber sicher nähert die Zeit auf der „Zeitachse“, in der erste Positionen gestaffelt bei kleinen und größeren Ölaktien eingegangen werden können. Als Zeithorizont sollten hier 6-18 Monate eingeplant werden.