München (BoerseGo.de) - Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN wurde im ersten Quartal 2009 schwer vom außergewöhnlichen weltweiten Konjunkturrückgang getroffen. Vor allem der Nutzfahrzeugmarkt habe einen massiven Einbruch verzeichnet, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Geschäftsbereiche Dieselmotoren, Turbomaschinen und Renk konnten dagegen für eine gewisse Stabilisierung sorgen.

Insgesamt ging der Umsatz in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um 27 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zurück. Der Auftragseingang brach gleichzeitig um 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 2,3 Milliarden Euro ein. Gegenüber dem durch hohe Stornierungen belasteten vierten Quartal 2008 waren die Bestellungen allerdings um 17 Prozent höher. Das operative Ergebnis verringerte sich in der Berichtsperiode um 76 Prozent auf 100 Millionen Euro (Vorjahr: 423 Millionen Euro). Das entspricht einer Umsatzrendite von 3,9 Prozent (Vorjahr: 12,1 Prozent). Der Gewinn nach Steuern verringerte sich auf 181 Millionen Euro (Vorjahr: 322 Millionen Euro). Die Erwartungen der Analysten konnten damit aber übertroffen werden.

Nach Einschätzung von MAN zeigen die weltweiten Konjunkturaussichten derzeit noch keine Verbesserungen. Vor allem der Lkw-Markt und die Nachfrage nach Schiffsmotoren seien weiterhin sehr schwach. Insgesamt müsse für das Jahr 2009 deshalb mit einem sinkenden Auftragseingang, niedrigeren Umsätzen und einem geringeren Ergebnis gerechnet werden, teilte das Unternehmen ausblickend mit.