Während die Weltwirtschaft in ihrer Potenz durch die Ukrainekrise minimiert wird, expandiert die Ukrainekrise weiter.


Die Kosten für die EU werden erkennbar. Tschechien hat bereits Forderungen wegen wegbrechender Osteuropageschäfte an die EU gestellt.


Deutschland darf das demnächst auch. Denn die neuen Bundesländer, na gut so neu sind sie nicht mehr, haben eine starke Ausrichtung nach Osteuropa. Die milden Worte aus dem Bundeswirtschaftsministerium bezüglich der Folgen für die deutsche Wirtschaft klingen wie das laute, aber doch ängstliche Rufen im Walde. Intern diskutieren wir die Begrifflichkeit "Verlust des Realitätssinns".


Es ist aber nicht nur das Problem der ostdeutschen Länder. Hier im Westen im Bremer Umfeld kommt es wegen dieser Krise zu den ersten Freisetzungen von Arbeitskräften.


Aus den Gesprächen, die ich mit Unternehmen oder mit Personen, die Unternehmen mit Osteuropageschäft betreuen, führe, sind dramatische Verwerfungen in der Auftragslage erkennbar.


Chapeau, so generiert man Schaden … es gab übrigens einige wenige Leute, die öffentlich zur rechten Zeit vor genau dieser Konstellation warnten.


Der Nato-Generalsekretär, der Erfahrungen mit Vorverurteilungen in der Ukrainekrise hat, mischt sich aktuell ein.


Der Nato-Generalsekretär stellt der Ukraine Militärhilfen in Aussicht. Er appellierte an Russland, Truppen von der Grenze der Ukraine abzuziehen (während Truppenkontingente der Nato in der Ukraine sind, besonders im September, während der Flüchtlingsstrom aus der Ostukraine nach Russland mehr als 730.000 Personen laut UN umfasst …).
Nach unserem Kenntnisstand ist die Nato ein Verteidigungsbündnis für die Mitglieder und nicht ein Expansionskorps. Man lernt dazu … (Stilmittel der Süffisanz trotz des bitteren Ernstes!)


Da war doch wieder was auf dem Maidan. Laut einem Bericht der Welt kommt es wieder verstärkt zu Protesten auf dem Maidan. Die Reifen brennen wieder. Die neuen Proteste richten sich gegen die Klitschko-Administration in Kiew (http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article131004643/Die-Wut-der-Maidan-Veteranen.html) .
Die neuen Oligarchen wirken für einige Maidan-Veteranen und Teile der Bevölkerung wie die alten Oligarchen, nur das Ost-Hemd wurde gegen das West-Hemd getauscht.


Es geht in dieser Krise in der Tat nur um die Werte der Freiheit, der Demokratie und der Selbstbestimmung (Stilmittel Ironie).


Offensichtlich ist die Homogenität in der Bevölkerung für diese neue Ausrichtung Poroschenko, Jazenjuk, Klitschko weder in der Süd- noch in der Ostukraine und mittlerweile in Teilen der Westukraine unausgeprägt, dafür aber umso mehr die Unterstützung durch "Five Eyes", EU und Nato.
Sollte uns das nachdenklich machen? Noch ist der rasante Zug auf dem Weg der Eskalation zu stoppen. Mit jedem weiteren Tag nimmt das Tempo zu! Sollte es in der Tat nur um Geopolitik gehen (hohe Wahrscheinlichkeit) wird das Tempo weiter zunehmen. Genau das bewerten die Finanzmärkte derzeit. Auch dort nimmt das Tempo (Fokus Aktienmärkte) zu!"Food for thought!"


Die EZB Ratssitzung brachte keine bahnbrechenden Neuigkeiten:
Zur Abwehr eines gefährlichen Preisverfalls will die EZB nur im Notfall Geld drucken. Die EZB erwägt in einem solchen Fall den Ankauf von Staatsanleihen. Klare Signale für eine geldpolitische Lockerung gab Draghi nicht. Die EZB zeigt sich bezüglich der Krisen in der Ukraine, in Nahost und in Syrien besorgt: "Die geopolitischen Risiken sind höher als noch vor einigen Monaten". Die Währungshüter fürchten bei einer Verschärfung der Konflikte ein Abflauen der Konjunktur.


Implizit redete Draghi den Euro schwach. Nach seiner Ansicht seien die Voraussetzungen unter fundamentalen Gesichtspunkten (unter Ignoranz der Strukturdaten) für einen schwächeren Euro ausgesprochen gut.


Ein wenig "Hollande" und "Renzi" sind bezüglich der Bewertung des Euros Herrn Draghi nicht abzusprechen …

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