Neue Fed, harte Zinsen? Warum Warshs Worte mit Vorsicht zu genießen sind
Beim Treffen der internationalen Notenbanker hat die Fed unter ihrem Präsidenten Kevin Warsh sehr entschlossen bekräftigt, entschieden für Preisstabilität zu kämpfen. Ist das jetzt der ultimative Wendepunkt weg von der alten freizügigen hin zu einer neuen zinsrestriktiven US-Notenbank? Nun, wie bei allem muss man auch hier zwischen den Zeilen lesen. Übrigens sind Geldpolitiker auch nur Politiker.
• Deutliche Worte aus Jackson Hole: Kevin Warsh stellt Preisstabilität klar in den Vordergrund und warnt vor einer zu frühen Lockerung der Geldpolitik.
• Begrenzter Spielraum: Die enorme US-Verschuldung und mögliche Belastungen für Konjunktur und Aktienmärkte sprechen gegen dauerhaft hohe bzw. deutlich steigende Zinsen.
• Inflation als Knackpunkt: Die Aussagekraft der offiziellen PCE-Inflation ist zu hinterfragen und in möglichen Änderungen der Messmethodik zusätzlicher Spielraum für die Fed zu sehen.
• Kein echter Gamechanger: Warshs Rede bedeutet keinen grundlegenden geldpolitischen Paradigmenwechsel – das „Bellen“ der Fed dürfte nicht eins zu eins zum „Beißen“ werden.
• Für Anleger: Qualität, Bilanzstärke, Preissetzungsmacht und stabile Ertrags- und Dividendenströme bleiben entscheidend; das gilt für Old Economy ebenso wie für starke High-Tech-Unternehmen.






