am Montag vor genau hundert Jahren, am 4. August 1914, stießen deutsche Brigaden unter Führung Generals von Emmich gegen Lüttich vor. Die Neutralitätsverletzung Belgiens bot Außenminister Grey den willkommenen Anlass, mit dem Britischen Empire in den Krieg eintreten zu können. Das Schicksal nahm seinen Lauf: Aus einer begrenzbaren Auseinandersetzung wurde ein Weltkrieg, der allen Beteiligten nicht nur unendliches Leid bescherte, sondern auch die Voraussetzungen für einen weiteren großen Krieg schuf, dessen Folgen uns bis heute zusetzen. Der Handstreich gegen Lüttich steht hier sinnbildlich für das ungeheure Gefahrenpotenzial einer hochgerüsteten Kriegsmaschinerie, die – einmal losgetreten – einem Automatismus verfällt, der kaum mehr zu stoppen ist.

Unser Gastautor in der Kategorie Wirtschaftsfacts, langjähriger CDU-Bundestagsabgeordneter und ehemalige Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der KSZE/OSZE Willy Wimmer legt nun gemeinsam mit dem Geopolitikexperten Wolfgang Effenberger ein umfangreiches Werk vor, das die Geschehnisse am Vorabend des Ersten Weltkriegs um wichtige Blickwinkel ergänzt und ihre Implikationen für die Zeit danach in einen größeren historischen Zusammenhang stellt. Hinterfragt wird in "Wiederkehr der Hasardeure" darüber hinaus, ob wir heute, wo die Kriegstrommeln wieder laut tönen, tatsächlich aus der Geschichte gelernt haben.

Im ersten Teil des Buches zeigt Wolfgang Effenberger durch das Nebeneinanderstellen verschiedener Aussagen und historischer Originalquellen, dass das Interessengemenge 1914 bei Weitem vielschichtiger war als mithin angenommen. Denn dieser Krieg war auch ein Krieg der Schattenstrategen und stillen Profiteure. Dabei ähneln die Muster der Agitation und Kriegstreiberei denen von heute auf frappierende Weise. Welche konkreten Ziele verfolgten die Seilschaften damals, welche Motive treiben sie heute?

Im zweiten Teil des Buches berichtet Willy Wimmer als Zeitzeuge diplomatischer Geheimgespräche, wie sich im Westen seit dem offiziellen Ende des Kalten Kriegs schleichend das Selbstverständnis der NATO verändert hat und dabei neue Begehrlichkeiten entstehen ließ, welche auch die aktuelle Krise in der Ukraine in anderem Licht erscheinen lassen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Deutschland, dessen Militäreinsätze bisher durch den sogenannten Parlamentsvorbehalt begrenzt werden konnten. Dieser Vorbehalt ist jedoch so manchem ein Dorn im Auge – entsprechende Bemühungen, ihn abzuschaffen, sind in vollem Gange. Werden Hasardeure hierzulande wieder die Oberhand erhalten?

Das Buch erscheint am 21. August 2014. Interessierte können das Werk über die üblichen Anbieter/Händler bereits vorbestellen.

Wir werden auf Cashkurs auch noch eine ausführliche Buchrezension veröffentlichen und Ihnen die Möglichkeit geben, ein Freiexemplar des Werkes zu gewinnen.