Wir leben in spannenden Zeiten. Vor unseren Augen kollabiert ein Weltreich und die meisten bekommen es gar nicht mit.

Der Wut- und Hämejournalismus ist so auf Trump konzentriert, dass sogar Putin in den Schlagzeilen ein paar Absätze nach unten rutscht.

Der Sturz des Ex-Weltreiches USA hat schon vor 1 ½  Jahren mit dem russischen Militäreinsatz in Syrien begonnen.

Aber nun der Reihe nach:

Wir leben in einem Schuldgeldsystem. Das bedeutet, dass Geld durch die Vergabe von Krediten entsteht. Beinahe alle Länder der Welt sind hochgradig verschuldet. Schuldenweltmeister ist Japan. Die Staatsverschuldung in Relation zum Bruttoinlandsprodukt liegt dort bei rd. 250 Prozent.

Ansonsten liegen die Verschuldungsgrade der sogenannten großen Nationen meist zwischen 100 und 160 Prozent.

Die Verschuldungsquote der USA liegt bei 107 Prozent.

Auf die Aufzählung diverser europäischer Staaten verzichte ich. Das kann jeder im Internet selbst einfach recherchieren.

Ohne neue Schulden kein neues Geld

Klar ist, dass die Schuldenmacherei zu endlosem Zahlungsdruck führt. Dieser Zahlungsdruck, der wesentlich aus Zinszahlungsverpflichtungen entsteht, da Schuldentilgungen ohnehin nicht stattfinden, ist durchaus gewollt. Denn ohne neue Schulden gibt es kein neues Geld. Sie führt außerdem zu Abhängigkeit. Zur Abhängigkeit von Banken und Zentralbanken, von diversen anderen Gläubigern und zur Abhängigkeit von der Hochfinanz, die sich hauptsächlich in den USA im „Tiefen Staat“ eingenistet haben und von dort jahrzehntelang die Strippen gezogen haben.  

Das schuldenbasierte System droht auszubluten, da das verhaltene Wirtschaftswachstum die Lebensader „Geldschöpfung“ langsam aber sicher abwürgt. Es fehlt an realen Gegenwerten für Geld.

Das große reiche Land im Osten…

Nun gibt es da noch ein sehr, sehr reiches und riesengroßes Land auf unserem Globus. Dieses  reiche und große Land, das etwa ein Achtel der gesamten Erdoberfläche einnimmt, spielt bei diesem Verschuldungsspiel nicht mit. Zumindest nicht so, wie es sich die Nullenschreiber der Hochfinanz wünschen: Russland.

In der Tat ist Russland das reichste Land der Welt, und hat seit der Wirtschaftskrise 1998/1999 sogar Schulden abgebaut. Der Grund hierfür sind die schier unendlichen Bodenschätze, welche Russland besitzt, unter anderem die größten Erdgasreserven der Welt. Energieträger wie Öl und Gas müssen nicht wie in vielen anderen Ländern teuer importiert werden. Gut ein Drittel des gefördertes Erdgases wird ins Ausland exportiert. Darüber hinaus lagern etwa die Hälfte der weltweiten Kohlevorräte und mehr als 16% aller mineralischen Ressourcen in Russland. Inzwischen exportiert Russland auch sehr erfolgreich Getreide. Rüstungsgüter gehören schon lange zum Sortiment.

Nur rund 18 Prozent Verschuldungsgrad im Jahr 2016. Das weckt Begehrlichkeiten.  In Russland fließt das Blut, das die Hochfinanz zum Überleben braucht.

…wäre die Rettung

Könnte man dort eine Vasallenregierung wie in fast allen anderen Staaten der Welt installieren, dann wäre das System für Jahrzehnte gerettet. Wichtig ist, zu erkennen, dass auch die bisherigen US-Regierungen Befehlsempfänger der Hochfinanz waren.

Die Einverleibung des Riesenlandes war von den Strippenziehern schon seit vielen Jahren geplant. Nachzulesen bei Zbigniew Brzeziński in „The grand chessboard“.

Nachdem massenweise Waffen und Raketenabwehrsysteme mit fadenscheinigen Begründungen wie dem Schutz vor iranischen Raketen, nach Osteuropa verbracht wurden, erlebte der Einkreisungsversuch Russlands durch die NATO seinen Höhepunkt im Februar 2014 mit dem von der CIA gesteuerten Putsch in der Ukraine.

Der Bär steht auf

Ab diesem Zeitpunkt konnte der russische Bär nicht mehr ungerührt zusehen. Zuerst sicherte er sich die Krim mit dem wichtigen Schwarzmeerstützpunkt Sewastopol. Im Bürgerkrieg, der vom Westen, auch von unserer Bundesregierung massiv mit angeheizt wurde, unterstützt  Russland durch verdeckte Maßnahmen den Osten der Ukraine. Dieser Landesteil ist damit von Kiew nicht einnehmbar.

Machtdemonstration in Syrien

Der Einsatz der russischen Armee in Syrien folgte im Spätsommer 2015. Dort wurde den NATO-Mitgliedern einschließlich den USA eindrucksvoll vor Augen geführt, dass die russischen Kampfflugzeuge keine wodkabetriebenen Vergasermotoren haben, an deren Steuer ebenso wodkabenebelte Piloten sitzen. Vielmehr schaffte der Einsatz der hochmodernen russischen Luftwaffe mit seinen bestausgebildeten Piloten in Zusammenarbeit mit iranischen, tschetschenischen und syrischen Einheiten am Boden das, was die angeblich so mächtige USA mit ihren folgsamen NATO-Kläffern über Jahre nicht zustande brachte: Die Vertreibung des IS aus den besetzten Gebieten.

Dass das Empire of Chaos den Sieg über den IS gar nicht wollte, sondern diesen von Saudi-Arabien gerne finanzieren ließ, steht dabei auf einem anderen Blatt.

Russland widerspricht laut der bisherigen Weltmacht

Tatsache ist, dass Russland dem Westen in Syrien seine Grenzen aufgezeigt hat.

Dennoch karrt die NATO weiter massenweise Panzer und Raketen ins Baltikum an die russische Westgrenze. Die Regierungen der Baltenstaaten zeigen sich darüber höchst erfreut und übersehen, dass sie bestenfalls als Aufmarschgebiet taugen, dessen totale Zerstörung in Kauf genommen wird.

Russland hat in der Geschichte immer wieder demonstriert, dass es sich nicht besiegen lässt. Weder militärisch noch durch lächerliche Sanktionen.

Post-westliche Weltordnung

Als erstes ernstzunehmendes Land hat Russland den USA und der NATO die Stirn geboten. Das geht soweit, dass der russische Außenminister Sergej Lawrow auf der Münchner Sicherheitskonferenz über eine post-westliche Weltordnung sprach.

Obwohl diese neue Weltordnung schon dabei ist, sich über China und Russland nebst dem Seidenstraßenprojekt, der Eurasian Economic Union, der eurasischen Infrastruktur-Investmentbank, der Shanghai Gold Exchange, dem Rohstoff- und Warenaustausch zwischen Russland und China, sowie dem Iran und Indien unter Umgehung des US-Dollars zu etablieren, schienen die meisten Teilnehmer der Sicherheitskonferenz erstaunt.

Der Antiimperialist im Weißen Haus

Vermutlich sind es knallharte Realitätsverweigerer, die auch noch nicht erkannt haben, dass mit Trump ein Antiimperialist ins Weiße Haus eingezogen ist.

Die Medien schwadronieren und hetzen auch nach der Amtsübernahme gegen Trump. Ob man den Mann nun mag oder nicht. Die Berichte, welche uns von den Hofberichterstattern serviert werden, sind einseitig, verzerrt und lassen sämtliche Informationen unerwähnt, die ihnen nicht in den Kram passen.

Da wird über Trumps Personalpolitik gelästert, ohne die Hintergründe zu beleuchten. Da wird Trumps lautes Geschrei Richtung China zitiert, ohne auch nur ansatzweise darauf hinzuweisen, dass es einen Unterschied gibt, zwischen dem, was Politiker öffentlichkeitswirksam äußern und dem, was sie tatsächlich tun.

Die Personalie des neuen Außenministers hat es in sich.

Als Direktor der Exxon-Mobil hat Rex Tillerson eng mit Gazprom und Rosneft in Russland zusammengearbeitet. Die Russen haben sich im Gegenzug an Exxon-Mobil im Golf von Mexiko beteiligt. Rex Tillerson erhielt die Freundschaftsmedaille aus den Händen von Präsident Wladimir Putin.

Das ist das Gegenteil von Aggression gegen Russland.

Trump beendete die Verhandlungen über den Trans-Pazifik-Vertrag. In diesem Vertrag wäre China ausgeschlossen gewesen. Somit war die Beendigung der Verhandlungen ein Geschenk an den chinesischen Präsidenten Xi.

Das Gegenteil von Aggression gegen China.