Jawohl! Jeder hat eine zweite Chance verdient, finden Sie nicht? Sogar Griechenland. Schließlich bemüht man sich dort redlich, der Schuldensituation Herr zu werden. Nachdem es mit der klassischen Refinanzierung am offenen Markt nicht mehr so klappt, nur weil den Griechen aber auch wirklich niemand mehr Geld anvertraut, brauchen sie leider Gottes spezielle Hilfe von außen.

Spaß beiseite. Wenn man sich zur Stunde wieder dem organischen Vergleich nähern mag, dann ist Griechenland nicht mehr der Patient auf der Intensivstation, der künstlich beatmet und bearbeitet in seinen letzten Zügen liegt. Und nein, klinisch tot wäre ebenso eine unbefriedigende Bezeichnung. Griechenland ist tot. Mausetot. Die vermeintlichen Zuckungen werden durch gezielte Stromstöße hervorgerufen. Hier der Beleg.

Griechenland hat sich gestern ein paar Milliarden geliehen. Die Anleihen sind in 13 Wochen fällig und kosten etwa 4,5 Prozent an Zinsen. Damit können nun die nächste Rate an den Hauptgläubiger, die Europäische Zentralbank, erfolgen. Diese wiederrum akzeptiert die neu begebenen Anleihen, die bevorzugt von griechischen Banken erworben wurden, von nun an als „Sicherheit” für neue Kredite. Eine Win-Win-Win-Situation also.

Die EZB spielt Ping-Pong mit sich selbst und weitet (oder weidet?) fröhlich ihre Bilanz aus, während das neu geschaffene Geld im schwarzen Loch Griechenland versiegt. Und warum? Weil irgendwo noch irgendwer fest daran glaubt, dass es die Griechen am Ende schaffen werden, wieder auf die Beine zu kommen und alle Schulden zu begleichen. Würde ja sonst kaum mehr Sinn ergeben. Und mal unter uns: Jeder hat doch eine zweite Chance verdient... Drücken wir die Daumen!

===== N E W S =====

WIE SICH GRIECHENLAND FINANZIELL AM LEBEN HÄLT

Nur mit kräftiger Unterstützung und anerkannten „Tricks“ der (Zentral-)Bankenwelt!

SPIEGEL

 

RENTENVERSICHERUNGSBEITRAG WIRD OFFENBAR GESENKT

Auf den tiefsten Stand seit 1995. Mit Top-Bonität die Demographie verhöhnen…

Hamburger Abendblatt

 

BUNDESBANK ERÖFFNET ERSTE NIEDERLASSUNG IN JAPAN

[LZ] Nach Vorbild der Dependance in New York auch in Tokio Währungsreserven verwalten. 

Märkische Allgemeine

 

STANDARD CHARTERED EINIGT SICH IN IRAN-AFFÄRE AUF VERGLEICH

Statt befürchteten 5,5 Milliarden Dollar Strafe sind es nur 340 Millionen. Kurs steht wieder stabil.

FTD

                                                                                        

HEFTIGSTE ANSCHLAGSSERIE DES JAHRES IN AFGHANISTAN

Jepp, Afghanistan gibt es auch noch. Und da muss man schon fest an ein Happy-End glauben…

Süddeutsche

 

 

===== H I N T E R G R U N D =====

DREI MORGAN-STANLEY-IPOS SORGTEN FÜR 60 MILLIARDEN DOLLAR KURSVERLUSTE

Und zwar Zynga -70%, Groupon -70% und Facebook bisher -44%. Dot-Com-Revival?

ZeroHedge

 

FINANZIELLE REPRESSION KOSTETE BÜRGER DURCHSCHNITTLICH 5.000 EURO

Gemeint ist die verdeckte Enteignung durch negative Realzinsen der Sparer…

WELT

 

HYPO REAL ESTATE HAT SCHWIERIGKEITEN MIT DER REPRIVATISIERUNG

Obwohl die FMS Wertmanagement als Bad Bank ausgegliedert ist… Traurig.

FTD

 

ZBIGNIEW BRZEZINSKI HAT SICH EINE NEUE GEOSTRATEGIE ERDACHT

Die Grundtheorie hat sich nicht verändert, aber die neuen Erkenntnisse. Lesenswert!

Telepolis (heise.de)

 

ZU GUTER LETZT WELCHE ANDROID-APPS DIE NUTZER AUSSPÄHEN

Eine wissenschaftliche Abschlussarbeit hat da mal recherchiert. Schon deftig…

FH Aachen

 

 

Hinweis: Die verlinkten Beiträge stellen nicht immer die Meinung der Cashkurs-Redaktion dar, dienen aber in jedem Falle der eigenen Urteilsbildung.