Liebe Cashkurs-Community,

mit der Rubrik CK*Leser fragen - Interessante Interviewpartner antworten möchte das CK*Team Ihnen verstärkt die Möglichkeit geben, sich bei Gesprächen mit interessanten Persönlichkeiten einzubringen. Bei meinen Interviews werde ich mich bemühen, möglichst alle ihre Fragen und Meinungen beim Interview mit den jeweiligen Gesprächspartner zu diskutieren und darauf zu achten, dass Ihre Fragen möglichst präzise und vollständig beantwortet werden.

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CK*Interviewtour 2015

In der nächsten Woche bin ich in Norddeutschland unterwegs und freue mich sehr auf Interviews mit Dr. Gregor Gysi, Folker Hellmeyer, Prof. Dr. Wolfgang Berger und Jörg Buschbeck.

Dr. Gregor Gysi (*16. Januar 1948 in Berlin) ist von Beruf Rechtsanwalt und seit 2005 Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Bundestag. Mit dem Amtsantritt des dritten Kabinetts Merkel am 17. Dezember 2013 ist Gysi Oppositionsführer im Deutschen Bundestag. Zuvor war er von 1998 bis 2000 Vorsitzender der PDS-Bundestagsfraktion, von 1990 bis 1998 Vorsitzender der Bundestagsgruppe der PDS und von 1989 bis 1993 Vorsitzender der SED-PDS beziehungsweise PDS. 2002 war er Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen des Landes Berlin.

Folker Hellmeyer (Jahrgang 1961) begann seine Laufbahn 1984 als Devisenhändler bei der Deutschen Bank in Hamburg und London. Ab 1995 arbeitete der gelernte Bankfachwirt bei der Helaba in Frankfurt, seit dem April 2002 ist er Chefanalyst bei der Bremer Landesbank. Folker Hellmeyer ist darüber hinaus gern gesehener Gast in finanzorientierten Fernsehsendungen und Talkrunden. Seine Kommentare zu wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen sind überaus lesenswert, bringen den Leser dazu, Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und enden deshalb äußerst häufig mit einem „Food for thought!“

Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger ist ein deutscher Philosoph und Ökonom. Nach einer Lehre zum Industriekaufmann studierte Prof. Berger Philosophie und Volkswirtschaftslehre in Frankreich und in den USA. Des Weiteren hat er in Deutschland, Ghana, Frankreich, Indien, Italien, Argentinien, den USA und dem Iran studiert, geforscht, gelehrt und als Industriemanager gearbeitet. Am längsten war er für die Schering AG tätig. Dort zuletzt als Personalchef. Er hat mehrere Bücher und zahlreiche Fachartikel veröffentlicht und 1997 das Business Reframing Institut gegründet, mit dem er "Flow" in Unternehmen verankert (www.business-reframing.de). Er ist zudem Mitinitiator einer gemeinnützigen Initiative zur Neuordnung unserer Finanzordnung (www.lust-auf-neues-geld.de).

 

Die Grundsätze des Business Reframing lauten:

 

Business Reframing

 

  • ……verändert eine Kultur des Ressourcenverbrauchs und des Schwächenausgleichs in eine Kultur der Stärken- und Potenzialentwicklung.
    Z. Zt. haben in Unternehmen nur 20 Prozent der Mitarbeiter das Gefühl, dass ihr Potenzial – das, was wirklich in ihnen steckt – in der Arbeit genutzt wird (Gallup Research).
  • …….arbeitet in Analogie zur Natur, sowie an den aufbauenden Aspekten. Lebendigkeit und Leistung in Unternehmen und Organisationen werden gefördert.
    Druck oder Stress blockieren. Interesse, Engagement und Mit-mach-Bereitschaft sind schon in der Evolution die Faktoren, die Zukunft erschaffen.
  • ……..erzeugt andere Denk- und Handlungsmuster. Erfolg entsteht von innen – durch die Aktivierung individueller und kollektiver Fähigkeiten.
    Aktuell arbeiten 78 Prozent der Mitarbeiter im „Dienst nach Vorschrift“ oder „fackeln ab bis zur Rente“. Die Verluste daraus sind enorm (aber auch das Potenzial, das darin liegt).
  • …….wandelt eine Hierarchie- und Anweisungskultur in ein Befähigungsmanagement. So werden Zukunftsorierntierung, Innovation und Entwicklungsdynamik ausgelöst.
    Der „digitale“ Wandel in den wir jetzt hineinwachsen, ist keine Fortsetzung der Vergangenheit. Wer die „up dates“ versäumt, kann nicht mehr Schritt halten.
  • …….transformiert Ihr Unternehmen in einen Magneten für Kunden, für Lieferanten und besonders für qualifizierte, engagierte Mitarbeiter.
    Die „digitale“ Zukunft ist schon Gegenwart. Sie erfordert nicht nur einen Kulturwandel, sondern auch einen neuen Arbeits- und Führungsstil.

Jörg Buschbeck

Ganz besonders freue ich mich auch auf das Gespräch mit meinem alten Weggefährten Jörg Buschbeck. Jörg ist ein überaus kluger Kopf, der unser Geldsystem in seiner Gesamtheit stets auch mit buchhalterischer Logik betrachtet.

So sagt er beispielsweise:

„Dass die Staaten mehr ausgeben als Sie einnehmen, ist logischerweise der einzige Weg, wie die Privaten mehr einnehmen als ausgeben können.”

In Folge dessen nennt er die derzeitige Schuldenkrise deshalb auch Guthabenkrise.  

Ein weiteres seiner Statements lautet:

„So wie ein Blick aus dem Fenster nicht die Kugelform der Erde offenbart, erschließen sich gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge nicht aus der begrenzten einzelwirtschaftlichen Sichthöhe auf den eigenen Haushalt. Solche Zusammenhänge sind heute noch so paradox wie einstmals die tatsächliche Form des Erdballs.“

Wenn Sie noch über offene Fragen zum Geldsystem brüten, würde ich mich sehr freuen, wenn ich diese mit Jörg Buschbeck diskutieren könnte.

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Herzlichst Ihr

Helmut Reinhardt

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