Vor ziemlich genau einem Jahr, am 21.06.2015 habe ich hier auf cashkurs.com einen Beitrag mit dem Titel Unqualifiziertes Gold-Bashing geschrieben.

Unter anderem ging es dort um den Versuch der Mainstream-Medien, Privatanleger vom Kauf des gelben Edelmetalls abzuhalten.

Schon damals konnte ich an ein paar Charts zeigen, dass die Mainstream-Informationen, wie so oft, die Realität nicht widerspiegelten.

Wie haben sich nun die Werte, die ich im letzten Jahr vorstellte bis heute entwickelt?

Sehen Sie selbst:

Nun bin ich kein Wertpapieranalyst und habe die Werte damals nicht ausdrücklich empfohlen, sondern nur vorgestellt, da sie mir, neben physischem Gold, im Umfeld der Notenbankenpolitik sowie geopolitischer Entwicklungen als aussichtsreiches Investment erschienen.

Da ich auch in meinem neuesten Buch Erfolgreicher Vermögensaufbau und Vermögenssicherung mit Wohnimmobilien auf die Vorteile der Goldinvestition eingehe, erreichen mich in letzter Zeit gehäuft besorgte Anfragen bezüglich eines möglichen Goldbesitzverbotes.

Die Sorgen sollte man nicht unbeachtet vom Tisch wischen, denn Goldbesitzverbote gab es bereits einige.

Zum Beispiel:

  • 1918 in der Sowjetunion: Unter Androhung der Todesstrafe. 
  • 1923 in Deutschland: Etwa 10.000 Goldmark Strafe, Einziehung des gesamten Vermögens und bis zu 10 Jahren Zuchthaus. 
  • 1933 in den USA: Eine Geldstrafe von 10.000 US$, was heute rund 200.000 US$ wären, und eine Strafandrohung von bis zu 10 Jahren Gefängnis.

Derzeit halte ich die Gefahr eines Goldbesitzverbotes für sehr gering. Es wäre ein Fehler aus Angst davor auf den Ankauf von physischem Gold zu verzichten.

Die Gefahr ist gering, weil deutsche Anleger nur sehr wenig Gold halten. Deutschlandweit halten Anleger im Schnitt weniger als 2 Unzen Gold pro Person. Da dürfte ein Goldbesitzverbot aus Sicht des Staates noch uninteressant sein.

Erst bei signifikant höheren Mengen wäre mit Restriktionen zu rechnen.

Einen großen Vorteil bieten hier die Goldminenaktien. Ein Aktienbesitzverbot ist nicht zu erwarten.

Bei physischem Gold gilt:

Physisches Gold sollte so deponiert werden, dass ein Zugriff durch den Staat nicht so ohne weiteres möglich ist und erhebliche Teile davon handelbar bleiben.

Dass die Betrachtung und Analyse großer Zusammenhänge sehr zielführend sein kann, zeigt auch mein Beitrag vom 22.03.2016 Nervosität in Kiew, Berlin und Washington – Herrschaftspläne vorerst gescheitert, was kommt als Nächstes?

Dort gab ich als Konsequenz aus der stringenten Politik des Kremls einen Hinweis auf hochrentierliche Rubelanleihen.

Ohne die EURO/Rubel-Entwicklung ist die Betrachtung nicht vollständig. Deshalb sehen Sie diese hier:

Der Rubel war in den letzten drei  Monaten stabiler als der Euro. Konkret ist der Euro um 7,55% gegen den russischen Rubel gefallen.

Daraus folgt ein Gewinn durch die Kombination Währung und Kurs aus den oben gezeigten Anleihen von knapp 10% in drei Monaten. Von dem Anspruch auf die  bisher angefallenen Stückzinsen rede ich an der Stelle noch gar nicht.

Empfehlungen gebe ich nicht. Auch jetzt nicht. Schon gar nicht in diesem hochsensiblen und spekulativen Bereich. Das können andere besser.

Ich werde Sie aber auch künftig über die großen, auch geopolitischen Zusammenhänge informieren und weiterhin versuchen für Sie die Hintergründe und Konsequenzen zu analysieren. Dann können Sie, wenn Sie möchten, die Erkenntnisse daraus als Grundlage für einen Teil Ihrer Anlageentscheidungen selbst verwenden.

Quelle der Charts: finanzen.net