Ekot, ein Nachrichtenmagazin des Schwedischen Rundfunks, liefert neue Erkenntnisse über die große Jagd nach einem U-Boot im Herbst 2014. Das Geräusch, das anfänglich als eindeutiger Hinweis dafür gedeutet wurde, dass ein ausländisches Boot in schwedisches Hoheitsgebiet eingedrungen war, stammte letztendlich von einem schwedischen Objekt und nicht von einem ausländischen Boot.

Im Oktober 2014 ereignete sich im Stockholmer Schärengarten eine einwöchige intensive Jagd nach einem U-Boot. Oder eine Kommunikationsübung, wie das Militär dies nannte. Einige Wochen später, am 14. November 2014, hat das schwedische Militär auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass ein kleineres ausländisches U-Boot in schwedisches Hoheitsgebiet eingedrungen war.

Im September 2015 hat das schwedische Militär in einer Pressemitteilung dies jedoch dementiert. Vielmehr habe es sich bei dem fraglichen U-Boot um ein schwedisches Unterwasser-Schiff gehandelt.

Allerdings hat die Regierung ebenso wie das Militär entschieden, die Information, dass es sich um ein Geräusch aus einer schwedischen Quelle handelte, nicht zu veröffentlichen. Dies sei u.a. unter für das Militär sehr peinlich geworden wäre, zumal die ersten Informationen stets vom schwedischen Militär stammten.

Auch bei einem im Frühjahr 2015 bei einer Marineübung am Leuchtturm Vindbåden gesichteten U-Boot handelte es sich nicht – wie bereits bei ähnlichen Vorfällen zu einem weitaus früheren Zeitpunkt (falsch) gemutmaßt – um ein russisches oder osteuropäisches, sondern um ein deutsches U-Boot.


Dieser Beitrag ist eine Kurzzusammenfassung des Artikels "Misstänkt ubåtsljud kom från svensk källa", der am 11. Juni 2016 auf der Website des Schwedischen Rundfunks erschienen ist.